Autor Thema: Infos zur Chemotherapie  (Gelesen 13572 mal)

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Jutta

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Infos zur Chemotherapie
« am: 09. Juni 2008, 00:25 »
Was ist eine Chemotherapie?

Die heute am häufigsten angewandte medikamentöse Behandlungsart ist die Chemotherapie. Bei der Chemotherapie werden Medikamente benutzt, die direkt auf das Wachstum bösartiger Geschwülste wirken. Dadurch kann bei vielen Tumoren oder Metastasen eine deutliche Verkleinerung, evtl. sogar eine komplette Rückbildung erreicht werden.

Die Chemotherapie ist derzeit noch die effektivste systemische Behandlung von Krebserkrankungen. Diese Seiten stellen die Wirkprinzipien, die Anwendung und die Nebenwirkungen der Chemotherapie vor. Der Name Chemotherapie beruht darauf, dass viele dieser Medikamente chemisch hergestellt werden, allerdings gehören heute auch zahlreiche Stoffe pflanzlicher Herkunft dazu.

 weiter

 Was ist eine Chemotherapie?  Wie wirkt die Chemotherapie?  Welche Medikamente werden bei einer Chemotherapie benutzt?  Wann wird eine Chemotherapie eingesetzt?  Wie wird eine Chemotherapie durchgeführt?  Nebenwirkungen der Chemotherapie  Unterstützende Maßnahmen

Gute Broschüren unter:

http://www.hexal-onkologie.de/broschueren/index.php


Jutta

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Chemotherapie: So begann alles .........
« Antwort #1 am: 19. Dezember 2008, 10:23 »

Er suchte nach der Zauberkugel

Vor hundert Jahren erhielt Paul Ehrlich den Nobelpreis - für Arzneien, die Millionen Menschen das Leben retteten
Axel Hüntelmann

Paul Ehrlich entwickelte gemeinsam mit Emil Behring das Diphtherieserum, entwickelte eine Arznei gegen die Syphilis und gilt als Begründer der Chemotherapie. Für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Immunologie erhielt er http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/1211/wissenschaft/0007/index.html

fiam

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Re: Infos zur Chemotherapie
« Antwort #2 am: 19. Dezember 2008, 15:17 »
Hallo Jutta,

einen Preis hat er für die "Erfindung" der Chemotherapie bekommen ?

Vielleicht sogar einen Ehrenpreis ?

Wahrlich ein großer Verdienst.

lg
Die Ohren steif halten !

fiammi@web.de

hilde

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Re: Infos zur Chemotherapie
« Antwort #3 am: 20. Januar 2009, 13:32 »
 Anwendungsgebiete

    * Eine örtliche Behandlung reicht bei soliden Tumoren (d. h. fest, im Gegensatz z. B. zu Leukämien) nicht mehr aus, wenn bereits Metastasen nachweisbar sind.
    * Leukämien und maligne Lymphome breiten sich oft von Anfang an über mehrere Körpergebiete aus. Dann ist in jedem Fall eine systemische Zytostatikagabe notwendig.
    * Eine adjuvante (= ergänzende, helfende) Zytostatikagabe wird vor oder nach der chirurgischen Entfernung eines Tumors auch ohne Nachweis von Metastasen gegeben, wenn das Rückfallrisiko erfahrungsgemäß hoch ist.


................................ http://de.wikipedia.org/wiki/Chemotherapie


hilde

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Re: Infos zur Chemotherapie
« Antwort #4 am: 20. Januar 2009, 13:36 »
Chemotherapie, lt. Wiener Krebshilfe: http://www.krebshilfe-wien.at/Chemotherapie.107.0.html

Chemotherapie stellt eine der 3 Säulen der schulmedizinischen Krebstherapie dar, gemeinsam mit der Operation und der Strahlentherapie.
Sie ist nicht ganz unumstritten, weil sie von belastenden Nebenwirkungen begleitet wird.
Allerdings konnte das Ausmaß mancher Begleiterscheinungen dank der medizinischen Weiterentwicklung deutlich reduziert werden.

    * Was ist Chemotherapie?
    * Durchführung einer Chemotherapie
    * Einsatz der Chemotherapie
    * Nebenwirkungen

Ausführliche Informationen finden Sie in unserer Broschüre "Chemotherapie", die Sie hier downloaden können: Chemotherapie.pdf
Was ist Chemotherapie?

Chemotherapie beinhaltet chemische Arzneimittel, deren Substanzen die Tumorzellen - unter größtmöglicher Schonung der gesunden Körperzellen - bekämpfen. Sie können

    * einerseits das Wachstum der Krebszellen hemmen (Zytostatika),
    * andererseits Krebszellen direkt schädigen (Zytotoxika).

Die Chemotherapie setzt bei der Zellteilung an (siehe "Was ist Krebs?").
Zellen befinden sich üblicherweise in 2 Phasen: der Ruhephase oder der Teilung. Krebszellen weisen sich, wie wir bereits gesehen haben, durch ungehemmtes Wachstum aus, teilen sich also öfter als gesunde, nichtentartete Zellen.

Auf diesem unterschiedlichen Zellwachstum beruht die Wirksamkeit der Chemotherapie. Sie greift jene Zellen an, die sich gerade teilen und schädigt sie an bestimmten molekularen Strukturen (vorwiegend im Zellkern).

Leider werden dabei auch gesunde Körperzellen, wie die Blutstammzellen, angegriffen. Aus diesen blutbildenden Zellen des Knochenmarks gehen alle Blutzellen des Körpers hervor, sodass das blutbildende System durch eine hochdosierte Chemotherapie in Mitleidenschaft gezogen wird.

Ziel der Chemotherapie ist es, bösartige Zellen zu zerstören und nach Möglichkeit eine vollständige Rückbildung von Krebsgeschwülsten zu erwirken.

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Durchführung einer Chemotherapie

Verabreichung:
Chemotherapie kann in folgenden Formen verabreicht werden:

    * Intravenös: In Form von Infusionen (tropfenweises Einbringen in Venen oder Spinalkanal) oder Injektionen (rasches Einbringen in die Venen mittels einer Spritze).
    * Subkutan: als Kathether-Implantat unter die Haut.
    * Oral: in Form von Tabletten oder Kapseln (Aufnahme über den Verdauungstrakt durch Schlucken).

Die so verabreichte Medikation gelangt auf diese Weise an jede Stelle des Körpers und erreicht jede Zelle.

Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit, die Chemotherapie gezielt auf ein lokales Anwendungsgebiet zu begrenzen. Das heißt, sie entfaltet ihre Wirkung nur dort, wo sie appliziert wird (beispielsweise im Spinalraum = Rückenmarkgegend, Bauch oder Brusthöhle).
Oft werden unterschiedlich wirkende Zytostatika miteinander kombiniert und kurz hintereinander verabreicht.
 

Dauer:
Eine Chemotherapie läuft in der Regel in Zyklen ab. Das heißt, dass sich die Gesamtbehandlung aus Einzelbehandlungen zusammensetzt, die in bestimmten zeitlichen Abständen aufeinander folgen.

Ein Zyklus dauert häufig drei bis vier Wochen. Auch hier wiederum entscheidet der Arzt, je nach Krankheitsstadium, über Dauer und Zyklen der Verabreichung. Die Chemotherapie kann täglich, wöchentlich oder monatlich, jeweils ein bis mehrere Tage hindurch verabreicht werden.

Zwischendurch, also zwischen den einzelnen Zyklen, meist aber erst nach zwei bis drei Zyklen, werden immer wieder Kontrollen durchgeführt, um die Wirksamkeit der Behandlung zu überprüfen (Spricht der Tumor auf die Behandlung an? Ist er kleiner geworden?)
 

Ort:
Chemotherapien werden stationär oder ambulant in Spitälern durchgeführt (onkologische Abteilung, Tagesstation, Ambulanz).

Im Allgemeinen können Behandlungen großteils ambulant durchgeführt werden. Einige wenige Stunden reichen aus.

Je nach Reaktion der Patienten oder nach Ausmaß der Therapieform können auch ein- bis mehrtätige Spitalsaufenthalte notwendig sein.

 

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Einsatz der Chemotherapie

Oft wird die Chemotherape in Kombination mit einem operativen Eingriff und/oder der Strahlentherapie, verabreicht.

Da jede Krebserkrankung anders ist, sprechen die verschiedenen Tumorarten auch sehr unterschiedlich auf Chemotherapien an.

Der Spezialist entscheidet im Einzelfall je nach Krankheitsbild über Beschaffenheit und Dosierung der Medikamente, ebenso wie über die Dauer des Behandlungszeitraums.
Dieser kann völlig unterschiedlich lang ausfallen, und richtet sich nach

    * Krebsart,
    * Ausmaß der Erkankung,
    * psychische und physische Situation des Patienten.

Chemotherapie wird unterschiedlich in Form, Verabreichung und Zielsetzung angewandt.

Die Art der therapeutischen Anwendung ist unterschiedlich und richtet sich nach dem entsprechenden Krankheitsbild. So kann die Chemotherapie mit folgenden Zielsetzungen verabreicht werden:

    * Einzelindikation zur Heilung:
      Bestimmte Krebsformen können durch die ausschließliche Verabreichung einer Chemotherapie geheilt werden (z.B. Leukämie oder bestimmte Arten von Lymphdrüsenkrebs). Chemotherapie stellt oft dann die einzige Form der Therapie dar, wenn sich ein bösartiger Tumor über Blutgefäße und Lymphbahnen im ganzen Körper ausgebreitet und Tochtergeschwülste gebildet hat.
    * Unterstützend vor einer Operation (Neo-adjuvante Therapie):
      Eine Chemotherapie kann vor einer geplanten Operation angezeigt sein, um den Tumor zu verkleinern und damit den Eingriff zu erleichtern.
    * Unterstützend als Nachbehandlung (Adjuvante Therapie):
      Selbst wenn der Tumor durch eine Operation vollständig entfernt werden konnte, weiß man, dass bei einem Teil der Patienten zum Zeitpunkt der Operation winzige Krebsherde im Körper ausgestreut sein können. Um auch diese letzten Reste von Mikro-Metastasen zum Absterben zu bringen, wird die Chemotherapie unterstützend (= adjuvantiv) im Zuge der Nachbehandlung eingesetzt.
    * Palliative Behandlung:
      In manchen Fällen, bei fortgeschrittenen Tumoren, wird die Chemotherapie palliativ eingesetzt. Das heißt, sie kann allenfalls lebensverlängernd wirken bzw. die Lebensqualität verbessern, aber nicht vollständig heilen. Das Tumorwachstum wird verzögert, aber es kommt zu keiner Rückbildung.

Manchmal werden Behandlungen auch im Rahmen klinischer Studien durchgeführt, im Zuge derer neue Tumortherapeutika zur Anwendung kommen.
 

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Nebenwirkungen

Leider zieht die Chemotherapie auch unerwünschte Begleiterscheinungen nach sich, weil beim Angriff auf die Krebszellen während der Zellteilung auch gesunde Zellen geschädigt werden. Allerdings können die in Mitleidenschaft gezogenen normalen Zellen diese Schäden größtenteils wieder reparieren.

Dennoch sind die Nebenwirkungen einer Chemotherapie für viele PatientInnen unangenehm und belastend.

Die häufigsten Nebenwirkungen sind:

    * Blutbildveränderungen.
    * Haarausfall.
    * Übelkeit und Erbrechen.
    * Schleimhautentzündungen.
    * Erschöpfung ("Fatigue").

Zu den akut auftretenden Nebenwirkungen können sich auch verzögert einsetzende Schädigungen von Herz, Lunge, Niere, Leber, Haut und Nervengewebe einstellen.

Es ist allerdings anzumerken, dass das Ausmaß der schädigenden Nebenwirkungen durch den Fortschritt der medizinischen Entwicklung heute bereits wesentlich reduziert werden konnte, bzw. die Nebenwirkungen besser aufgefangen werden können.

Es ist auch anzumerken, dass das Ausmaß der Nebenwirkungen bei jedem Patienten unterschiedlich auftritt.

Die Intensität der Nebenwirkungen ist unabhängig von der Wirksamkeit oder der Therapie. Es kann also bei geringen Nebenwirkungen nicht auf eine Wirkungungslosigkeit der Behandlung geschlossen werden.

Wie stark die Beeinträchtigung des Patienten durch eine Chemotherapie ist, hängt von Behandlungsdauer sowie Wahl und Dosierung des Zytostatikums ab.

« Letzte Änderung: 20. Januar 2009, 13:38 von hilde »

Jutta

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Chemotherapie - Vorhersage von Therapieerfolg?
« Antwort #5 am: 04. März 2009, 09:22 »
Meilenstein in der Chemotherapie-Überwachung

Neue Möglichkeiten zur Vorhersage von Therapieerfolg und frühzeitiger Nachweis der Tumorneubildung


Die Diagnose lautet „Krebs“. Für die Betroffenen eine Hiobsbotschaft. Und der Beginn einer oftmals langen, belastenden und mit vielen Nebenwirkungen und Risiken verbundenen Behandlung zumeist in Form einer Chemotherapie.

Die Therapieentscheidung des behandelnden Arztes basiert dabei nach wie vor überwiegend auf Standards, die, über viele Jahre durch wissenschaftlich-klinische Forschung und etliche Studien belegt, das scheinbar grösste Erfolgspotenzial in der Behandlung der entsprechenden Krebsart bieten.

Für den Patienten ein langer und beschwerlicher Weg mit oft ungewissem Ausgang. Aber auch für den behandelnden Arzt und den die Therapie begleitenden Onkologen ein Weg mit vielen unbekannten Faktoren, die individuell je Patient sehr unterschiedliche Therapieergebnisse und Therapieverläufe zeigen.

Die Kernfrage war, ist und bleibt: Wie ist die Prognose? Wirkt die gewählte Form der Chemotherapie wie erwartet und gewünscht? Wie verläuft die Therapie? Fragen, bis zu deren Beantwortung oft viele Wochen und Monate vergingen, bis man Ergebnisse nachweisen und eine Prognose zum weiteren Verlauf der Krankheit abgeben konnte. Körperlich aber auch psychisch belastende Zeiträume für den Patienten, bis zum nächsten Computertomogramm, der nächsten Biopsie, bis zur nächsten klinischen Untersuchung.


Ein neuer und weltweit einzigartiger Test, der CellSearch-Test zur Untersuchung zirkulierender Tumorzellen im Blut, schafft jetzt frühzeitig Klarheit durch eine einfache Blutuntersuchung als Verlaufskontrolle beim Darmkrebs, Brustkrebs und beim Prostatakrebs. Neben eindeutigeren Prognosen zum Verlauf der Erkrankung ermöglicht dieser Test dem behandelnden Onkologen im Rahmen der Chemotherapie erstmalig eine sehr frühzeitige Erfolgskontrolle und dadurch eventuell sogar die Anpassung und Optimierung der getroffenen Therapieentscheidung.

Für den Patienten können nicht wirksame Behandlungen mit oftmals erheblichen Nebenwirkungen und belastenden Folgen rechtzeitig abgebrochen und alternative Formen der Therapie wesentlich frühzeitiger als bisher begonnen werden. Vor allem bei älteren und oftmals ohnehin geschwächten Patienten ein nicht zu übersehender Faktor an mehr Lebensqualität.

Die klinische Bedeutung von zirkulierenden Tumorzellen im peripheren Blut, den so genannten CTC, als unabhängiger prognostischer Faktor, wurde in vielen hochkarätigen Studien weltweit nachgewiesen. Nicht zuletzt war die Freigabe des Verfahrens durch die FDA (Food and Drug Administration) in den USA bei der Verlaufskontrolle bei Patientinnen mit metastasierendem Brustkrebs der Beginn einer neuen und hocheffizienten Methode zum Nachweis des Therapieerfolges zu jedem Zeitpunkt der Behandlung.

Dazu bemerkte Priv.-Doz. Dr. med. Christian M. Kurbacher, einer der vier ärztlichen Leiter des Lance-Labors in Bonn: „Die für den Patienten zermürbenden Wartezeiten zum Beispiel bis zum nächsten CT, oftmals drei oder sogar vier Monate je nach Behandlungszyklus, entfallen und durch die wesentlich engmaschigere Kontrolle des Therapieverlaufs lassen sich Prognosen viel früher und zielgenauer erstellen. Aber auch die eventuell erforderliche chemotherapeutische Intervention bei vorher mit einer günstigen Prognose versehenen Erkrankungen werden nun endlich zeitnah möglich.“

Als unabhängiger prognostischer Faktor hat der CellSearch-Test seine Genauigkeit und Effizienz mehrfach international unter Beweis gestellt. In Deutschland wird dieser Test bisher nur von wenigen Laboren eingesetzt – in Nordrhein-Westfalen zurzeit exklusiv vom Lance-Labor für angewandte Neoplasieforschung und Cytostatikaevaluation in Bonn. Das Lance-Labor hat mit dem Chemosensitivitätstest ATP-TCA bereits ein hoch valides Verfahren zur Bestimmung der Wirksamkeit von Chemotherapeutika im Einsatz.

Durch das ab sofort verfügbare und eingesetzte CellSearch-Testverfahren wollen die Bonner Ärzte und Onkologen einen weiteren Meilenstein in der effizienten und zeitgemässen Behandlung von Krebs anbieten, der eine frühzeitige und sichere Prognose der Krankheit und des Therapieverlaufs erst ermöglicht.

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Ergänzendes Bildmaterial wird kostenlos zur Verfügung gestellt.
Abdruck honorarfrei – Belegexemplar erbeten.

Lance
Laborgemeinschaft für angewandte Neoplasieforschung
und Cytostatikaevaluation

Priv.-Doz. Dr. med. Christian M. Kurbacher
Dr. med. Wolfgang Nagel
Prof. Dr. med. Uwe Reinhold
Dr. med. Matthias Schmidt

Friedensplatz 16
53111 Bonn

Telefon 0228-4335836
Fax 0228-4335837

Internet: www.lance.de
E-Mail:

Pressekontakt:

MedicalUnit
Klaus M. Hartgens
Hermülheimer Straße 15
50354 Hürth
Fon: 02233-169455
Fax: 02233-375128
Mail:

Die moderne Onkologie kennt eine Vielzahl prinzipiell wirksamer Chemotherapeutika und Substanzkombinationen. Dennoch erfolgt auch heute noch in den meisten Fällen die Therapieauswahl ausschließlich nach empirischen Kriterien, d. h. ohne die individuelle Ansprechwahrscheinlichkeit des betroffenen Patienten genau abschätzen zu können. Daher bleibt es im Einzelfall zunächst oft unklar, ob eintretende Nebenwirkungen auch wirklich durch den Therapieerfolg gerechtfertigt werden können. Dies muss nicht so sein!
L.a.n.c.e. zeigt Ihnen auf, wie Chemosensititvitätstestung auf höchstem Niveau arbeitet und wirkt.

Tanja

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Re: Infos zur Chemotherapie
« Antwort #6 am: 18. März 2009, 10:28 »

Geri

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Chemotherapie: Krebspatienten häufig überoptimistisch
« Antwort #7 am: 27. Oktober 2012, 00:47 »

Chemotherapie: Krebspatienten häufig überoptimistisch

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Vielen Patienten mit fortgeschrittenem Krebsleiden fällt es schwer, ihr Schicksal zu akzeptieren. Das Angebot einer palliativen Chemotherapie ist für sie der Strohhalm, den sie in der Hoffnung auf eine Heilung ergreifen, die in dem Stadium ihrer Erkrankung nicht mehr möglich ist. Dies erklärt, warum in einer Umfrage des US-National Cancer Institute 69 Prozent der Lungenkrebspatienten und 81 Prozent der Darmkrebspatienten nicht ausschließen wollten, dass die palliative Chemotherapie ihren Tumor doch noch heilen würde, obwohl dies in dem Stadium sehr unwahrscheinlich ist, und die Chemotherapie einzig das Ziel verfolgt, die Beschwerden zu lindern und die Lebenszeit eventuell um einige Monate zu verlängern.

...... http://www.aerzteblatt.de/blog/52177

Tanja

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Chemotherapie - Die falschen Erwartungen
« Antwort #8 am: 19. Mai 2013, 22:58 »


Chemotherapie - Die falschen Erwartungen

Chemotherapie - Hoffnung oder Katastrophe?

(Zentrum der Gesundheit) - Immer mehr Menschen leiden an Krebs. Jedes Jahr erhöht sich die Zahl der Betroffenen alleine in Deutschland um etwa 500.000 Menschen. Diese Krankheit versetzt jeden Betroffenen und dessen Angehörige in Angst und Panik. Und das nicht nur, weil die Heilungschancen durch konventionelle Therapien bekanntermassen gering sind, sondern auch, weil die Behandlung mittels einer Chemotherapie für den Patienten eine reine Tortur darstellt, auch das ist allgemein bekannt. Doch die inständige Hoffnung auf Heilung lässt viele Betroffene dennoch diesen Weg gehen. Die meisten Krebspatienten würden eine solche Qual jedoch nicht noch einmal auf sich nehmen.

Erwartungshaltung an Chemotherapie ist zu hoch

Dr. Deborah Schrag und ihr Team vom Dana-Farber Cancer Institute in Boston kamen in ihrer kürzlich im Fachblatt New England Journal of Medicine (NEJM) veröffentlichten Studie zu der Erkenntnis, dass die Hoffnung der Krebspatienten in Bezug auf die Chemotherapie viel zu hoch sei. Sie werden von den behandelnden Ärzten nicht hinlänglich darüber informiert, dass die meisten Krebserkrankung durch eine Chemotherapie nicht geheilt werden können.

Patienten werden nicht richtig über Chemotherapie aufgeklärt

Die Studie ergab, dass ganze 69 Prozent der chemotherapeutisch behandelten Lungenkrebspatienten sowie 81 Prozent der an tödlichem Dickdarmkrebs erkrankten Patienten keine Kenntnis darüber hatten, dass die sogenannten Zytostatika nicht in der Lage sind, ihre Erkrankungen zu heilen.

Obwohl ihnen gesagt wird, dass die Medikamente bei manchen Krebspatienten möglicherweise eine lebensverlängernde Wirkung haben, wurde nicht erwähnt, dass sie das Wachstum oder die Ausbreitung von Krebszellen und Tumoren nicht aufhalten können. Das bedeutet, dass die meisten Patienten, die sich für solch eine Behandlung entscheiden, nicht vollends über die tatsächlich begrenzten Möglichkeiten dieser Therapie aufgeklärt werden.

Chemotherapie kann Überlebenschancen verringern

Dr. Hossein Borghaei, ein Onkologe am Fox Chase Cancer Center in Philadelphia, der nicht an den Forschungen beteiligt war, äusserte sich wie folgt:

    Es ist eine Schande, dass den Patienten die Chemotherapie nicht verständlich vermittelt wird. Zytostatika sind sehr starke Medikamente, die ein Menge gravierender Nebenwirkungen haben. Eine Chemotherapie fügt dem Patienten einen weitaus grösseren Schaden als Nutzen zu und sie kann tatsächlich das Leben der Patienten verkürzen.

Dr. Borghaeis Aussagen sind erschütternd, weil sie genau das bestätigen, was Insider schon lange propagieren: Die Chemotherapie ist nichts weiter als eine Schein-"Behandlung", die Krebspatienten unnötigen Schmerzen und Leiden aussetzt, während die Hersteller dieser Medikamente sich damit eine "goldene Nase" verdienen.

Und die vielleicht erschütterndste Erkenntnis ist die, dass die meisten Onkologen ihren Patienten nicht die volle Wahrheit über die wirklichen Heilungschancen, die durch die Chemotherapie zu erwarten sind, vermitteln. Stattdessen werden den Patienten, die sich in dieser Situation an jeden noch so kleinen Strohhalm klammern, falsche Hoffnungen gemacht.

Zytostatika töten auch gesunde Zellen

Der Begriff Zytostatikum stammt aus dem Griechischen und steht für Cyto - Zelle und statik - anhalten. Das Ziel der Anwendung von Zytostatika ist, die Tumorzellen an der Teilung zu hindern und sie zum absterben zu bringen.

Leider machen diese Medikamente nicht unbedingt einen Unterschied zwischen den Krebszellen und den sich schnell teilenden gesunden Zellen. Das macht die Chemotherapie so gefährlich. Zu den gesunden Zellen, die sich besonders schnell teilen, zählen jene, die sich in den Schleimhäuten von Mund und Rachen befinden, die des gesamten Magen-Darmsystems, die der Haarwurzeln sowie die blutbildenden Zellen des Knochenmarks.

Zytostatika vergiften den Körper

Zytostatika gelangen in der Regel als Infusion in Verbindung mit einer Kochsalzlösung tropfenweise in den Körper. Da diese Medikamente hochgradig giftig sind, müssen im Umgang mit ihnen äusserst strenge Vorsichtsmassnahmen eingehalten werden.

Diese Tatsache zeigt deutlich, wie gefährlich Zytostatika für den menschlichen Organismus sein können. Die Vergiftung des Körpers durch die chemischen Substanzen endet letztlich in der Zerstörung des Immunsystems. Genau dieses System wäre jedoch in der Lage, sich gegen die entarteten Krebszellen zur Wehr zu setzen.

Auch andere Organe wie Leber, Nieren, Darm sind der toxischen Belastung nicht gewachsen und werden dadurch in ihrer Funktion immer mehr eingeschränkt. Auf diese Weise wird jede Möglichkeit des Körpers, seine eigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren, zunichte gemacht. Dadurch kann die Lebensdauer der Krebspatienten offensichtlich eher eingeschränkt als verlängert werden.

Einige Onkologen sind mittlerweile der Meinung, dass Patienten, die auf irgendeine Weise ihren Krebs nach der Vergiftung durch die Chemotherapie überleben, dies trotz der Behandlung und nicht wegen dieser Behandlung geschafft haben…
Wir brauchen wirkungsvollere Krebstherapien

    Traditionelle Krebstherapien wie Operationen, Chemotherapien oder Bestrahlungen zerstören nicht die wenigen Zellen, die für das Krebswachstum verantwortlich sind.

Dies meldete kürzlich das Comprehensive Cancer Center der University of Michigan (UM), nachdem eine Reihe anderer Studien veröffentlicht worden waren, die zeigten, dass die konventionellen Krebsbehandlungen ein völliger Misserfolg sind.

    Wir glauben, dass es wirkungsvoller wäre, Behandlungen anzuwenden, die direkt auf die Krebsstammzellen abzielen, anstatt zu versuchen, alle Zellen in einem Tumor durch Chemotherapie oder Bestrahlung zu zerstören.

Quellen:

    Weeks JC et al., "Patients' expectations about effects of chemotherapy for advanced cancer." N Engl J Med. 2012 Oct 25;367(17):1616-25. (Erwartungen der Patienten über die Auswirkungen der Chemotherapie bei Krebs im fortgeschrittenen Stadium.) [Quelle als PDF]
    Gene Emery "Are cancer patients' hopes for chemo too high?" Reuters Oct 24, 2012 (Sind die Hoffnungen von Krebspatienten bezüglich der Chemo zu hoch?) [Quelle als PDF]
    U-M Comprehensive Cancer Center "Cancer Stem Cell Research Introduction" 3/2011 (Krebs-Stammzellen-Forschung Einführung) [Quelle als PDF]
    Zentrum der Gesundheit "Krebs durch Chemotherapie?"


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