Autor Thema: Schilddrüsenkrebs, Allgemeines  (Gelesen 35380 mal)

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Schilddrüsenkrebs, Allgemeines
« am: 29. April 2007, 13:32 »

S C H I L D D R Ü S E N K R E B S

Definition

– Schilddrüsen-Karzinome sind bösartige Tumoren der Schilddrüse.
– Nach dem zugrundeliegenden Zelltyp können mehrere Arten von Schilddrüsen-Karzinomen unterschieden werden.
– Zu den differenzierten Schilddrüsen-Karzinomen gehören das papilläre und das follikuläre Schilddrüsen-Karzinom, die hinsichtlich des Befallsmusters und der Therapie einige Unterschiede aufweisen.
– Differenzierte Schilddrüsen-Karzinome ähneln noch weitgehend dem normalen Schilddrüsengewebe und haben damit einen niedrigen Grad der Bösartigkeit.
– Zu den undifferenzierten Schilddrüsen-Karzinomen, die auch als anaplastische Karzinome bezeichnet werden, gehören spindelzellige, parenchymatöse und kleinzellige Karzinome, die alle eine gleich schlechte Prognose aufweisen.
– Eine Sonderform stellt das medulläre Schilddrüsenkarzinom dar, das sich nicht aus den eigentlichen Schilddrüsenzellenzellen entwickelt, sondern aus den sogenannten C-Zellen, die entwicklungsgeschichtlich beim Menschen nur zufällig mit der Schilddrüse verwachsen sind.

Einteilung der Schilddrüsenkarzinome
Schilddrüsenkarzinome
   
Prozentuale Häufigkeit
Follikuläres Karzinom    
15%
Papilläres Karzinom    
80%
Undifferenziertes Karzinom (anaplastisches Karzinom)    
5%
Medulläres Karzinom (C-Zell-Karzinom)    
5%
andere    
5%

Ursachen

– ionisierende Strahlen
– genetische Faktoren

Epidemiologie

– Inzidenz: 6-9/100.000/Jahr
– Verhältnis Frauen:Männer = 3-4:1 (siehe auch krebszentrum.at/Österreichische Statistik)
– Etwa 95% aller malignen Schilddrüsentumoren sind Karzinome, von denen 80% den differenzierten, von Thyreozyten ausgehenden follikulären (15%) oder papillären Karzinomen (80%), 5% den undifferenzierten Karzinomen, 5% den C-Zell-Karzinomen und 5% anderen (z.B. Lymphozytome, Plattenepithelkarzinome) zugeordnet werden.
Rasch wachsende, vor allem solitäre Knoten sind malignomverdächtig.
– Ein eindeutig erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines meist multizentrischen papillären Schilddrüsenkarzinoms findet sich bei Patienten nach Röntgenbestrahlung des Halses besonders im Kindes- und Jugendalter. Bei Kindern unter 4 Jahren ist die Strahlenexposition besonders kritisch. Eine Latenzzeit von 10-15 Jahren wird zwischen Bestahlung und Malignomdiagnose angenommen.
– Ein chronischer Jodmangel scheint die Karzinominzidenz nicht zu beeinflussen, bewirkt jedoch eine Verschiebung der histologischen Malignomtypen.
– Bei Jodsalzprophylaxe (20mg Kaliumjodid/kg Speisesalz) findet sich eine Abnahme undifferenzierter Karzinome bzw. wenig differenzierter, follikulärer Karzinome, jedoch eine Zunahme papillärer und hochdifferenzierter, follikulärer Karzinome.

Stadien Schildrüsenkarzinom
T
   
Primärtumor
T x
   Primärtumor kann nicht beurteilt werden
T 0
   kein Hinweis auf Primärtumor
T 1a
   Tumor bis 1cm in größter Ausdehnung, begrenzt auf die Schilddrüse
T 1b
   Tumor 1-2cm in größter Ausdehnung, begrenzt auf die Schilddrüse
T 2    Tumor 2>cm, aber <4cm in größter Ausdehnung, begrenzt auf die Schilddrüse
T 3a    Tumor >4cm in größter Ausdehnung, begrenzt auf die Schilddrüse
T 3b
   Tumor >4cm in größter Ausdehnung, kapselüberschreitend
T 4
   Tumor jeder Größe mit Infiltration in Nachbarorgane
N
   
regionäre Lymphknoten
N x
   regionale Lymphknoten können nicht beurteilt werden
N 0
   kein Hinweis auf regionale Lymphknotenmetastasen
N 1
   Lymphknotenmetastasen
M
   
Fernmetastasen
M 0
   kein Hinweis auf Fernmetastasen
M 1
   Fernmetastasen nachweisbar

Metastasierung

– sehr selten, meist direkte Ausbreitung
– Lunge
– Knochen

Merke
Papilläre Karzinome metastasieren vorwiegend lymphogen, follikuläre Karzinome hämatogen.
Für die Prognose entscheidend: histologischer Typ und Patientenalter. Patienten >45 Jahre haben schlechtere Prognose.

Genetik

Vorliegen einer multiplen endokrinen Adenomatose (= MEA- Syndrom) in der Familie, darunter versteht man ein multiples Auftreten von hormonell aktiven Tumoren.
Eine erbliche Genese konnte für das differenzierte (papilläre, follikuläre) sowie für das undiffernzierte, anaplastische Schilddrüsenkarzinom nicht nachgewiesen werden. Beim medullären (C-Zell-) Schilddrüsenkarzinom sind jedoch eine sporadisch auftretende und eine familiäre Form bekannt, wobei die familiäre Form im Rahmen der Multiplen Endokrinen Neoplasie (MEN) auftreten kann. Der Erbgang ist autosomal dominant.

Follikuläres Karzinom

Solitärer, unilateraler Tumor mit häufig bindegewebiger Abkapselung.

minimal invasiv

unterscheidet sich weder zytologisch noch durch die Tumorarchitektur von den zellreichen follikulären Adenomen. Malignitätskriterien sind die Invasion in Kapselvenen und/oder der vollständige Kapseldurchbruch.

grob invasiv

follikuläres Karzinom mit multiplen Veneneinbrüchen und/oder ausgedehnt invasivem Wachstum.
Eine Sonderform des follikulären Karzinoms stellt das onkozytäre Karzinom (Hürthle-Zell-Tumor) dar. Das histologische Bild ist durch den Nachweis eosinophiler Zytoplasmakörper und zahlreicher Mitochondrien gekennzeichnet. Sie speichern kein Radiojod, synthetisieren meist jedoch Thyreoglobulin.
Papilläres Karzinom

Grob invasiver, nicht gekapselter Tumor, der durch den Nachweis großer "Milchglas"-Kerne sowie durch typische Kerneinschlüsse charakterisiert ist. Auch umschriebene Verkalkungsherde, sog. Psamomkörper, sind hinweisend.

– Der häufigste Tumortyp (80%) in ausreichend jodversorgten Gebieten
– Neben den häufigen rein papillären Karzinomen finden sich teils papilläre, teils follikuläre Mischtumoren

Undifferenziertes anaplastisches Karzinom

Hochmaligner epithelialer Tumor, der teilweise oder ganz aus undifferenzierten Zellen zusammengesetzt ist.

Eine Subtypisierung nach dem vorherrschenden Zelltyp gilt als obsolet, da sie keine klinische Relevanz hat.
Medulläres Schilddrüsenkarzinom (MTC)

Maligner Tumor auf dem Boden einer C-Zellhyperplasie.

– Die Diagnose wird immer immunhistochemisch durch den Nachweis von Kalzitonin und Chromogranin A gestellt.
– Der histologische Befund sollte auch eine Stellungnahme über die qualitativen und quantitativen Verhältnisse der restlichen C-Zellen enthalten.
– Hereditäre Karzinome sind häufig bilateral und entwickeln sich über eine neoplastische C-Zellhyperplasie
– Sporadische Karzinome sind meist einseitig.
– Da beide Formen des medullären Schilddrüsenkarzinoms morphologisch nicht sicher unterschieden werden können, ist eine molekulargenetische Untersuchung zum Nachweis von Mutationen am ret-Onkogen obligat durchzuführen.
Gemischtes Follikelzell - medulläres Karzinom

Seltene Tumorform, die histologisch und immunhistochemisch sowohl Merkmale der C-Zelldifferenzierung als auch einer Follikeldifferenzierung zeigt.
Sekundäre (metastatische) Tumoren

Metastatisch oder per continuitatem.

– Häufig: Nierenzellkarzinome (DD: hellzellige Schilddrüsentumoren),
– Mamma- und Bronchuskarzinom,
– malignes Melanom

Klinik und Symptomatik

Eine  klinische Symtomatik gilt nur für fortgeschrittene Karzinome. Heute werden Schilddrüsenkarzinome meist frühzeitig durch ultraschallgezielte Feinnadelpunktion entdeckt und sind oft symptomlos. Ansonsten:

– uncharakteristisch
– rasches Wachstum eines derben Strumaknotens, insbesondere bei gleichzeitiger suppressiver L-Thyroxin-Behandlung, sowie das Auftreten von Lymphknotenschwellungen im Halsbereich, sprechen für eine maligne Veränderung
– Der Lokalbefund zeigt einen meist unregelmäßig gestalteten, derben und schlecht schluckverschieblichen Knoten. – Heiserkeit spricht für eine Rekurrensparese.
– Hochgradiger Stridor, Horner'scher Symptomenkomplex, Schmerz im Kieferwinkel, in die Ohren ausstrahlend oder obere Einflussstauung können als Spätsymptome Zeichen eines weit fortgeschrittenen Tumors sein.

Diagnostik

– Sonographie
– Szintigraphie
– Ultraschall-gezielte Feinnadelbiopsie
– Besteht ein dringender Verdacht ist die Strumaresektion und intraoperative Schnellschnittdiagnostik (trotz negativer Zytologie) angezeigt
– Zum präoperativen Screening ist das Thyreoglobulin als Tumormarker nicht geeignet (jedoch nach Thyreoidektomie zur Verlaufskontrolle erforderlich!)
– Ein sensitiver Marker für Diagnostik und Therapieüberwachung des medullären Schilddrüsenkarzinoms ist das Calcitonin.
– Bei erhöhten Calcitonin-Werten ist ein Pentagastrin-Stimulationstest durchzuführen.

Präoperative Diagnostik

Laborchemie

– Bestimmung der schilddrüsenspezifischen Parameter (fT4, fT3, basales TSH, Thyreoglobulin)
– und der schilddrüsenunspezifischen Parameter (Senkung, Blutbild, Nieren- und Leberfunktion)

Sonographie

– Eine nicht invasive Methode ist zur präoperativen Diagnostik unentbehrlich.
– Im suprasternalen Anteil der Schilddrüse ist eine Strukturanalyse der Knoten (solitär-multipel, zystisch-solid, Echogenität vermehrt - isoechogen - vermindert, Begrenzung: scharf-unscharf) sowie Größenangabe möglich.
– Karzinome sind meist echoarm; isoechogene und echoreiche Karzinome sind selten.
– Weiters sind Karzinomrezidive und Lymphknoten im Halsbereich exakt lokalisierbar und ihre anatomische Beziehung zu vitalen Strukturen kann dargestellt werden.

Szintigraphie (Tc-99m-Pertechnetat)

– Ein szintigraphisch vermindert oder nicht speichernder Knoten kann ein Hinweis für ein Malignom sein (Karzinomhäufigkeit 3-5%).
– Kalte Areale <5mm können szintigraphisch nicht dargestellt werden.
– Die Szintigraphie ist in der Primärdiagnostik ungeeignet, im follow-up jedoch eine wertvolle Ergänzung mit dem Vorteil, dass ein Aussetzen der Substitutionstherapie nicht nötig ist.

Feinnadelpunktion mit zytologischer Untersuchung

– Bei allen verdächtigen Knoten sollte eine Punktionszytologie durchgeführt werden.
– Durch die zytologische Untersuchung kann der Karzinomverdacht bestätigt und in der Folge eine Operationsplanung (Zeitpunkt, Ausdehnung) erstellt werden.
– Die Gefahr einer Karzinomverschleppung entlang des Punktionskanals ist praktisch zu vernachlässigen.
– Die Untersuchung ist ambulant durchführbar.

Laryngologische Untersuchung

– Diese Untersuchung ist aus forensischen Gründen präoperativ durchzuführen.
– Beeinflussung der intraoperativen Radikalität.

Röntgen der Halsorgane

Prognose

– Bei konsequenter Therapie und Nachsorge haben die differenzierten Schilddrüsenkarzinome eine gute Prognose.
– Die 10-jährige Überlebenszeit beträgt für das papilläre Schilddrüsenkarzinom 95%, für das follikuläre Schilddrüsenkarzinom 79%, und für das undifferenzierte Schilddrüsenkarzinom 14%.

Therapie
Die Therapieempfehlungen entsprechen dem aktuellen Stand der Medizin und werden bei Bedarf, mindestens jedoch ein Mal pro Jahr überarbeitet bzw. aktualisiert.
Für die medikamentöse Therapie werden vom Autor in der Regel nur die Substanzgruppen bzw. Substanzen angegeben.

Operative Therapie

– Die Thyreoidektomie ist als Operation mit kurativem Ziel anzustreben.
– Sowohl beim papillären als auch beim follikulären Schilddrüsenkarzinom ist die totale Thyreoidektomie das Verfahren der Wahl.
– Obligat ist zusätzlich die selektive Lymphknotendissektion paratracheal und parajugulär.
– Bei histologisch gesichertem Befalleines Lymphknotens sollte eine Neck-dissection auf der betroffenen Seite durchgeführt werden.
– Beim undifferenzierten Karzinom ist eine radikale Tumorentfernung nicht immer möglich.
– Beim medullären Schilddrüsenkarzinom ist eine totale Thyreoidektomie mit beidseitiger Neck-dissection angezeigt, da dieser Tumor fast immer bilateral auftritt.

Radiojodtherapie

– Eine ablative Radiojodtherapie ist bei allen differenzierten Schilddrüsenkarzinomen nach der Operation indiziert.
– 4-6 Wochen postoperativ (kein Schilddrüsenhormon in dieser Zeit!) ist eine maximale Radiojodaufnahme gewährleistet.
– Durch Elimination radiojodspeichernden Gewebes wird die Tumornachsorge erleichtert.
– Keine Radiojodtherapie bei medullärem Schilddrüsenkarzinom (C-Zellen speichern kein Jod) und beim undifferenzierten anaplastischen Karzinom, da die Jodspeichereigenschaft verloren gegangen ist.

Schilddrüsenhormontherapie

– Eine lebenslange Hormonbehandlung ist erforderlich.
– Eine TSH-Suppression ist beim differenzierten Schilddrüsenkarzinom (papillär und follikulär) indiziert.
– Eine vollständige Suppression beim medullären Schilddrüsenkarzinom ist nicht erforderlich, da dieser Tumor kein TSH-abhängiges Wachstum zeigt.

Chemotherapie / Strahlentherapie

– Bei undifferenzierten, anaplastischen Schilddrüsenkarzinomen kann in Einzelfällen eine Therapie mit Zytostatika (ev. in Kombination mit einer perkutanen Strahlentherapie) versucht werden.
– Die Erfolgschancen sind jedoch gering (nur <30% Remission)

Schmerztherapie

– Schmerzbekämpfung durch Verabreichung stark wirksamer Analgetika, z.B. Opioide
(siehe auch Schmerznetz Österreich/Tumorschmerzen)

Nachsorge

– Nach dem Auftreten einer malignen Erkrankung und der häufig entstehenden Notwendigkeit der Verabreichung einer nachfolgenden adjuvanten Therapie werden üblicherweise die Patienten einer Reihe von Nachsorgeuntersuchungen unterzogen, die darauf abzielen, ein Tumorrezidiv frühzeitig zu erkennen.
– Der Sinn dieser Untersuchungen liegt darin, nach einer möglichst frühzeitigen Diagnostik und/oder dem Auftreten von Spätkomplikationen entsprechende Schritte setzen zu können, um die Lebensdauer der Patienten möglichst zu verlängern.
– Leider ist dies in vielen Fällen nicht möglich, da im Fall eines Rezidivs bei einer Vielzahl von Tumoren nicht mehr an Heilung gedacht werden kann.
(siehe krebszentrum.at/Nachsorge)

Beginn der Nachsorge


– Abschluss der Primärtheraphie eines malignen Tumors

Eingangskriterium

– Komplette Remission (R0-Resektion)

Positionierung

– Routinevorgehen (außerhalb klinischer Studien), Ausnahmen nach ärztlicher Einschätzung und risikoadaptiert selbstverständlich möglich

Beendigung

– Beendigung der hier aufgelisteten Routinenachsorge, gefolgt von Neuevaluierung mit situationsadaptiertem Vorgehen und der Einleitung entsprechender diagnostischer Maßnahmen bei klinisch manifester Metastasierung.

Nachsorge Schilddrüsenkarzinom
Anamnese, klin. Untersuchung,
Beratung, TSH, Thyreoglobulin    
Hals-Sonographie    
131Jod-Szintigraphie    
(high risk Patienten)
Thoraxröntgen (bei Bedarf)    
PET, CT, Skelettscan    
bei Tg Anstieg und negativem J-131 Ganzkörperscan

Jutta

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Viele Symptome sprechen für Probleme mit der Schilddrüse
« Antwort #1 am: 08. Mai 2008, 13:37 »
Der Kropf ist die bekannteste, aber nur eine mögliche Folge einer Fehlfunktion der Schilddrüse.
Arbeitet sie nicht richtig, geraten wichtige Prozesse des Körpers aus dem Takt.

Viele Symptome sprechen für Probleme mit der Schilddrüse

Für Liebhaber der bayerischen Tradition gehört das Kropfband um den Hals zur Tracht wie der Gamsbart auf dem Hut. Damit haben die Alpenländler aus der Not eine Tugend gemacht, denn früher war gerade im süddeutschen Raum der Kropf ein vertrautes Bild. Doch die Struma, so die medizinische Bezeichnung, ist nicht nur ein Schönheitsmakel. Wenn die Schilddrüse an Volumen zulegt, hat das Folgen für die Gesundheit. Mit ihnen kämpfen weit über Bayern oder Baden-Württemberg hinaus auch viele andere Deutsche. 20 bis 30 Millionen haben eine vergrößerte Schilddrüse – Männer fast ebenso häufig wie Frauen. „Junge Deutsche sind weniger häufig betroffen, wie eine neuere Studie belegt“, sagt Roland Gärtner, Leiter der endokrinologischen Ambulanz des Klinikums der LMU München.

Aus dem Takt geraten
Die Schilddrüse gehört zu den endokrinen Drüsen, die ihre Stoffe – in diesem Fall Hormone – direkt ins Blut, in die Lymphe oder ins Gewebe abgeben. Sie reguliert die Stoffwechselprozesse, bei Kindern auch die Entwicklung der Organe, des Nervensystems und der Muskulatur. Gelingt ihr das nicht planmäßig, können eine starke Zunahme oder ein Gewichtsverlust, Müdigkeit oder Nervosität, eine erhöhte oder eine reduzierte Herzfrequenz, Schlaf- und Verdauungsstörungen oder unregelmäßige Regelblutungen die Folge sein. Bleibt die Behandlung aus, drohen Langzeitfolgen wie Herzprobleme oder Arteriosklerose. Doch so weit muss es in den meisten Fällen nicht kommen.


Fachliche Beratung: Prof. Dr. med. Roland Gärtner, Leiter der endokrinologischen und diabetologischen Ambulanz der Medizinischen Klinik Innenstadt der LMU München; Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Biersack, Direktor der Bonner Klinik für Nuklearmedizin
 
Schilddrüse
Die Funktion der Schilddrüse
Seite 1/6
Das unterschätzte Organ
Die Funktion der Schilddrüse
Deutschland, Jodmangelland?
Schilddrüse im Check
Schilddrüsen-Überfunktion (Hyperthyreose)
Schilddrüsen-Unterfunktion (Hypothyreose)


Mehr Infos http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/tid-9357/schilddruese_aid_267078.html


Evi

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Schilddrüsenkrebs, es liegt einiges im Argen!
« Antwort #2 am: 14. Mai 2008, 22:44 »

Medizinische Versorgung schilddrüsenkranker Patienten unzureichend

Gemeinsamer Forderungskatalog der Schilddrüsenselbsthilfe zeigt Schwachstellen auf und beschreibt Lösungsansätze

Hannover, 13.05.2008. Rund 30 Selbsthilfeinitiativen in Deutschland, Österreich und der Schweiz haben in den vergangenen Wochen einen umfangreichen Forderungskatalog entwickelt um auf die schwierige Situation von zahlreichen Schilddrüsenkranken aufmerksam zu machen. Das Augenmerk richtet sich dabei besonders auf die Probleme der Morbus Basedow- und Hashimoto-Thyreoiditis-Erkrankten. Mehr als 10% der Bevölkerung leiden unter einer dieser beiden autoimmunen Schilddrüsenentzündungen, deren Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen oft unterschätzt werden.

Neben mehr Verständnis für die spezifischen Probleme schilddrüsenkranker Patienten und die längst überfällige Anerkennung der Variationsbreite von Schilddrüsenerkrankungen, geht es den engagierten Selbsthilfegruppen auch um eine bessere Aus- und Fortbildung der Ärzte sowie die Gewährleistung aller notwendigen Diagnoseverfahren und Therapiemöglichkeiten.

Aktuell sind weder der Morbus Basedow noch die Hashimoto-Thyreoiditis heilbar. Umso wichtiger ist es, dass unnötig lange Leidenswege aufgrund einer erst spät gestellten Diagnose oder durch fehlerhafte bzw. unzureichende Therapie vermieden werden. Mit dem Forderungskatalog wollen die beteiligten Selbsthilfeinitiativen ihren Teil zur Optimierung der medizinischen Versorgung schilddrüsenkranker Patienten beitragen.


Eine Textversion des Forderungskataloges sowie eine Liste aller unterstützenden Selbsthilfeprojekte ist unter www.schilddruesenguide.de/forderungen.html online einsehbar.

Für Rückfragen:

Schilddrüsennetz Hannover
Dipl.-Päd. Nicole Rolfsmeier
- redaktionell Verantwortliche -
Kronenstraße 42
30161 Hannover
Homepage: www.schilddruesenguide.de
E-Mail: info@schilddruesenguide.de

Über das Schilddrüsennetz Hannover:

Das seit März 2005 bestehende Schilddrüsennetz Hannover ist ein von Schilddrüsenspezialisten und schilddrüsenkranken Patienten ehrenamtlich gemeinsam erarbeitetes Informationsangebot im Internet. Das Ziel dieser Initiative ist es, die wenig beachteten und oft unterschätzten Erkrankungen der Schilddrüse stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken.

hilde

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Schilddrüse - Schilddrüsenkrebs
« Antwort #3 am: 04. Juni 2008, 18:26 »
http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/gesundheit/gesundheit-medizin-schilddruese-hormone-ID12124125537.xml

Schilddrüse Ein kleines, aber wichtiges Organ

Die Schilddrüse steuert viele Funktionen in unserem Körper,
zum Beispiel den Energiehaushalt und den Knochenbau. Nach strengen und ausgeklügelten Regeln produziert sie Hormone,
doch bei vielen Menschen gerät das System irgendwann aus dem Takt.

Die Schilddrüse ist ein kleines, zehn bis zwanzig Gramm schweres, hormonproduzierendes Organ. Neben Allgemeinmedizinern und Internisten bemühen sich vor allem Nuklearmediziner und Endokrinologen um die Diagnostik und Therapie der verschiedenen Schilddrüsenkrankheiten. Die Schilddrüse liegt unterhalb des Schildknorpels vor der Luftröhre. Neben den beiden Schilddrüsenlappen gibt es noch einen Ausläufer nach oben, den Schilddrüsenisthmus. Hinter der Schilddrüse verlaufen die beiden Stimmbandnerven, die im Falle einer Operation gefährdet sind und bei Verletzung oder Zerrung in ihrer Funktion soweit gestört werden können, dass Heiserkeit auftritt. In den Händen geübter Chirurgen kommt dies glücklicherweise jedoch nur in circa einem Prozent der Fälle vor. Im Ultraschallbild kann man die Größe und Struktur sehr genau abbilden und die Beziehung zu den Halsgefäßen darstellen.

Jod für die Schilddrüsenhormone
 
Ein wichtiger Baustein für die Bildung von Schilddrüsenhormonen ist Jod, das aus der Nahrung aufgenommen wird und über die Blutbahn zur Schilddrüse gelangt. Entsprechend dem Hormonbedarf werden dann die Schilddrüsenhormone aus dem zentralen Speicher herausgelöst. In der Blutbahn wird dann durch spezielle Enzyme aus dem Vorhormon T 4 das aktive Hormon T 3. Die Hormonbildung unterliegt einem sehr feinen physiologischen Regelkreis und zwar über die Hirnanhangdrüse. Das dort gebildete Steuerhormon TSH sorgt in einem fein abgestimmten Regelkreis dafür, dass immer ausreichend Schilddrüsenhormon vorliegt. Bei zu niedrigen T 3-/T 4-Spiegeln steigt der TSH-Spiegel an, und es kommt dann zu einer vermehrten Aufnahme von Jod in die Schilddrüse und zu einer vermehrten T 3- und T 4-Bildung in der Schilddrüse. Bei zu hoher T 3- und T 4-Ausschüttung wird TSH heruntergeregelt, und es wird so die Hormonbildung unterdrückt.

Warum wächst die Schilddrüse?

Auch das Wachstum der Schilddrüse steht unter der Kontrolle von TSH. Wichtig sind jedoch auch bestimmte Wachstumsfaktoren in der Schilddrüse. Sie werden in Abhängigkeit von der Jodkonzentration in der Schilddrüse in ihrer Aktivität angeregt oder unterdrückt.
In den letzten Jahren hat sich die Jodversorgung in der Bevölkerung erfreulicherweise wesentlich verbessert, so dass jetzt kaum noch Jodmangel besteht, und hierdurch ist auch die Häufigkeit des Kropfes (das sogenannte diffuse Struma), insbesondere bei Jugendlichen, stark zurückgegangen. Es finden sich heute bei den Jugendlichen nur noch circa fünf Prozent Kröpfe, vor 20 Jahren waren es noch circa 20 Prozent. Der Jodmangelkropf wandelt sich über viele Jahre häufig zu einer Knotenstruma, die dann besondere diagnostische und therapeutische Anforderungen stellt.
Struma nodosa - Schilddrüsenknoten

Mit Struma bezeichnet man die vergrößerte Schilddrüse. Nodus ist lateinisch und heißt Knoten. Hinter der Diagnose Struma nodosa verbirgt sich daher eine knotige Schilddrüsenveränderung. Schilddrüsenknoten sind in Deutschland sehr häufig, wobei Frauen etwas häufiger als Männer betroffen sind. Man unterscheidet die Schilddrüsenknoten in Abhängigkeit von ihrer Fähigkeit, Schilddrüsenhormon zu bilden, in heiße und kalte Knoten. Die schilddrüsenhormonbildenden heißen Knoten werden auch autonome Adenome genannt. Auch Schilddrüsenkarzinome stellen sich als Schilddrüsenknoten dar, wobei jedoch die Mehrzahl der Schilddrüsenknoten gutartig ist.
Schilddrüsenknoten können durch Beschwerden im Halsbereich auffallen. Oft werden sie auch als Zufallsbefund bei einer Schilddrüsen-Ultraschalluntersuchung entdeckt.

Jodmangel erhöht Risiko

Schilddrüsenknoten entstehen in der Regel durch ein überschießendes Wachstum einiger Schilddrüsenzellen, wobei die Ursache für das vermehrte Wachstum nicht im Einzelfall festzustellen ist. Grundsätzlich ist bei Jodmangel die Wahrscheinlichkeit, dass eine knotige Veränderung im Bereich der Schilddrüse entsteht, deutlich höher als bei ausreichender Jodversorgung. Mit Sicherheit ist jedoch auch von einer erblichen Veranlagung zur Bildung von Schilddrüsenknoten auszugehen, da sich Schilddrüsenknoten oft familiär gehäuft zeigen. Es sind jedoch bisher nur wenige Gene bekannt, die zu einer Schilddrüsenvergrößerung führen und eine genetische Untersuchung ist deshalb heutzutage nicht sinnvoll. Als Sonderform der Schilddrüsenknoten können die Schilddrüsenzysten aufgefasst werden. Hierbei handelt es sich um eine Ansammlung von Flüssigkeit in der Schilddrüse, die sich auch oft als Knoten tasten lässt.

Autoimmunthyreoiditis

Die Autoimmunthyreoiditis ist eine Schilddrüsenerkrankung, die durch eine Vermehrung von Entzündungszellen in der Schilddrüse charakterisiert ist. Dabei kann die Schilddrüse durch die Ansammlung von Entzündungszellen wachsen, dann spricht man von der sogenannten Hashimoto-Thyreoiditis, auch hypertrophe Autoimmunthyreoiditis genannt. In Deutschland ist die atrophe Autoimmunthyreoiditis wesentlich häufiger. Hierbei führt die Entzündung zu einem Untergang von Schilddrüsenzellen, so dass die Schilddrüse immer kleiner wird und gelegentlich nach längerem Verlauf vollständig verschwindet.
Zu Beginn der Erkrankung kann in einigen Fällen eine milde Schilddrüsenüberfunktion vorliegen, diese ist durch die Freisetzung von Schilddrüsenhormon aus untergehendem Schilddrüsengewebe erklärt. Im weiteren Verlauf kommt es typischerweise zu einer Unterfunktion der Schilddrüse, wenn nicht mehr genügend schilddrüsenhormonbildende Zellen erhalten sind. Oft verläuft die Erkrankung unbemerkt über Jahre, insbesondere wenn noch keine oder nur eine milde Schilddrüsenunterfunktion besteht.

Der Autoimmunthyreoiditis liegt eine Fehlreaktion des Immunsystems zugrunde, welches sich gegen die Schilddrüse richtet und diese im Verlauf zerstören kann. Die Ursache für diese Fehlfunktion des Immunsystems ist trotz intensiver Forschung noch nicht in allen Einzelheiten verstanden. Auf Grund der familiären Häufung ist von einer gewissen erblichen Veranlagung auszugehen.

Weitere Faktoren, die als mögliche Ursache einer Autoimmunthyreoiditis diskutiert werden, sind Virusinfekte, Stress und Störungen im weiblichen Sexualhormon-Stoffwechsel.

Schilddrüsenkrebs
Knotige Schilddrüsenveränderungen sind in Deutschland sehr häufig, nur in wenigen Fällen verbirgt sich dahinter eine bösartige Erkrankung. Für den betroffenen Patienten ist die Diagnose Schilddrüsenkrebs jedoch immer ein Schicksalsschlag. Ohne die Erkrankung verharmlosen zu wollen, ist jedoch festzustellen, dass es sich bei der Mehrzahl der Patienten, die an Schilddrüsenkrebs leiden, heutzutage um eine heilbare Erkrankung handelt. Zur Einschätzung ist jedoch die genaue Diagnose-Stellung unerlässlich, da es verschiedene Formen von Schilddrüsenkrebs gibt, die auch unterschiedlicher Behandlung bedürfen.

Quelle: Nach einem Manuskript von Barbara Schulte, Vorsitzende der Schilddrüsen-Liga

Weitere Informationen
Schilddrüsen-Liga Deutschland e.V.
Waldkrankenhaus
Waldstraße 73
53177 Bonn
Tel. 0228 - 3 86 90 60
E-Mail: info@schilddruesenliga.de
www.schilddruesenliga.de 


Richi

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Schilddrüse: Was ist der obere Referenzbereich für TSH?
« Antwort #4 am: 15. Juni 2008, 17:35 »

Über den TSH-Referenzbereich wird derzeit kontrovers diskutiert. Manche Endokrinologen schlagen für die obere TSH-Grenze sogar Werte um  2.5 µIU/mL (derzeit um 4-5 µIU/mL).

In einer aktuellen Studie aus den USA (1) wurde bei 1861 zufällig ausgesuchten Personen mittleren Alters die TSH-Werte untersucht. Alle Probanden mit bekannten Schilddrüsen-Krankheiten, laborchemischen oder sonographischen Auffälligkeiten wurden von der Studie ausgeschlossen. Nach der Analyse der Daten schlagen die Untersucher einen oberen Referenzbereich um 4.0 µIU/mL für normale TSH-Serum-Werte vor.

Wir hatten bereits im Februar 2008 eine Studie über Interpretation von leicht erhöhten TSH-Werten bei älteren Patienten rezensiert (2)

Ausführlichere Daten der aktuellen Studie (1):

Thyreotropin-Spiegel bei Patienten ohne Hinweise durch Autoantikörper, Ultraschall-Untersuchungen oder klinische Zeichen auf eine Schilddrüsen-Erkrankung: Bedeutung für die Diagnose einer subklinischen Hypothyreose. 

KONTEXT: Die aktuelle Diskussion, den oberen Grenzwert des TSH-Referenzbereiches auf 2,5 µU/ml zu erniedrigen, hat potentiell bedeutsame Auswirkungen auf die Diagnose und Behandlung der subklinischen Hypothyreose weltweit.

ZIEL: Die Autoren berichten von der Untersuchung der TSH-Spiegel, in einer Population ohne Hinweis auf eine Schilddrüsen-Erkrankung, u.a. belegt durch eine reguläre Schilddrüse in der Ultraschall-Untersuchung.

GESTALTUNG: Eine Untergruppe der Hanford Thyroid Disease Study-Kohorte wurde verwandt, um die Verteilung von TSH-Werten zu untersuchen, bei einer Population ohne Hinweis auf eine Schilddrüsenerkrankung, mit einem seronegativen Befund für Schilddrüsen-Autoantikörper, sowie einer regulären Schilddrüse in der Ultraschall-Untersuchung. Die Verteilungsform der TSH-Werte wurde verglichen mit der Gauß-Verteilung, sowie mit der logarithmischen Normalverteilung.

UMFELD: Diese Studie wurde in der allgemeinen Bevölkerung durchgeführt. TEILNEHMER: Von 1861 Teilnehmern an der Hanford Thyroid Disease Study, bei denen sowohl TSH durch ELISA gemessen wurde als auch auf Thyreoperoxidase-Antikörper getestet wurde, bildeten 766 die normale Referenzgruppe 3 (NRG-3), ohne Hinweis auf eine Schilddrüsen-Erkrankung, mit negativem Antikörper-Befund und regulärer Schilddrüse in der Ultraschall-Untersuchung.

HAUPT-ZIEL-KRITERIUM: Der TSH-Spiegel wurde gemessen.

ERGEBNISSE: Die Verteilung der TSH-Werte in NRG-3 war rechts schief und folgte annähernd einer logarithmischen Normalverteilung. Die beste Schätzung für die 97,5te Perzentile, den Prozentsatz über 2,5 µU/ml und den Prozentsatz über 3,0 µU/ml für TSH bei einem immunochemiluminometrischen Test war jeweils 4,1 µU/ml, 20% beziehungsweise 10,2%.

SCHLUSSFOLGERUNG: Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Referenzbereich für TSH-Werte verengt werden sollte, und unterstützen einen Wert von ungefähr 4,0 als oberen Referenz-Wert.

   1.

      Hamilton TE et al. Thyrotropin levels in a population with no clinical, autoantibody, or ultrasonographic evidence of thyroid disease: Implications for the diagnosis of subclinical hypothyroidism. J Clin Endocrinol Metab 2008 Apr; 93:1224. 
   2. Hypothyreose: Interpretation von leicht erhöhten TSH-Werten bei älteren Patienten, 2008

   
http://www.medknowledge.de/abstract/med/med2008/06-2008-8-tsh-oberer-wert.htm


hilde

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Schilddrüsenkrebs, Allgemeines
« Antwort #5 am: 06. Juli 2008, 12:14 »
Gute Infos fand ich ............

Aufbau der Schilddrüse
Die Schilddrüse sieht aus wie ein H.Die Schilddrüse ist wohl die "bekannteste" Hormondrüse. Störungen ihrer Funktion sind recht häufig. Deshalb ist das Wissen um die Funktion und Wirkungsweise dieser endokrinen Drüse sehr wichtig.

Die Schilddrüse ist wie ein "H" geformt und liegt vor der Luftröhre. Der rechte und linke Lappen wölbt sich um Schildknorpel und Ringknorpel des Kehlkopfes. Das mittlere Verbindungsstück, das auch Isthmus genannt wird, hält beide Hälften zusammen.

Die Lappen haben eine Länge von ca. 3 bis 5 cm. Bei Frauen beträgt das Gewicht der Schilddrüse etwa 18g und bei Männern 25g. Die hier beschriebene Form und insbesondere die Größe sind die "Norm". Sie können im Einzelfall sehr unterschiedlich sein, ohne daß ein krankhafter Befund vorliegt. Manchmal kommt es z. B. sogar zu einer Auswölbung eines Lappens bis in den Bereich des Mundbodens.

Die Follikelepithelzellen produzieren die Schilddrüsenhormone.    Unter dem Mikroskop kann man die Feinstruktur der Schilddrüse erkennen. Sie ist aus ........... http://www.medizinfo.de/endokrinologie/anatomie/schilddruese.htm


Und auch eine Sammlung auf ...........
http://www.medknowledge.de/krankheiten/hypoparathyreoidismus.htm
bzw. dort, davon
http://www.sprechzimmer.ch/sprechzimmer/Krankheitsbilder/Nebenschilddruesen_Unterfunktion_Hypoparathyreoidismus.php
+ etliche weitere!


« Letzte Änderung: 06. Juli 2008, 12:18 von hilde »

Gitti

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Schilddrüsenkrebs, Allgemeines
« Antwort #6 am: 06. Januar 2012, 14:36 »


Eine steigende Inzidenz bei einer sinkenden Mortalität bescheinigen Epidemiologen dem Schilddrüsenkarzinom. Dank Jodsupplementation über das Speisesalz sind die besonders aggressiven Formen wie das anaplastische oder das medulläre Schilddrüsenkarzinom sehr selten geworden. Die anderen Karzinomtypen können mit Chirurgie, Strahlenbehandlung und Hormontherapie meist geheilt werden, wobei eine erhöhte Rezidivgefahr zeitlebens bestehen bleibt. Die Diagnose des Schilddrüsenkarzinoms ist meist ein Zufallsbefund. Umso wichtiger ist, dass die Schilddrüse bei jeder Gelegenheit palpiert wird.

http://www.medical-tribune.at/dynasite.cfm?dsmid=77069&dspaid=693641