Autor Thema: Nachsorge, und was vor dem PSA-Test beachten?  (Gelesen 7793 mal)

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Josef

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Nachsorge, und was vor dem PSA-Test beachten?
« am: 16. Juni 2008, 10:01 »

Dass jeder Krebspatient sofort Selen (z.B. Selaminplus) einnehmen soll ist sicher bekannt,
genau so wie das Wobemugos bzw. noch besser (aber teuer) Wobe Mucos NEM.

Auch würde ich sofort mit der Misteltherapie, z. B. Iscador, beginnen.



Prostatakrebs?

Vor der Kontrolle des PSA
(Prostata Spezifisches Antigen) und fPSA:

vorher 5 Tage keinen Geschlechtsverkehr,

kein Radfahren,

keinen sehr anstrengenden Sport,

regelmäßig gleiche Menge täglich trinken,

keine Prostata-Fingeruntersuchung,

immer zum gleichen Labor,

beachten!


Gelegentlich einen Immunstatus machen lassen, der Wert 

IgG1 müsste da dabei sein!

Leukozyten, Lymphozyten sind so wie so beim normalen Labortest dabei.


Wenn du in Wien bist: "imPSA"

Auch beim PCA3 tut sich einiges.




Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Josef

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Nachsorge, PSA beachten
« Antwort #1 am: 26. Juni 2009, 21:49 »

Nachsorge von Prostatakarzinom-Patienten


Univ.-Prof. Dr. W. Höltl wies mit Nachdruck auf die Wichtigkeit
des PSA-Werts auch als Nachsorgeparameter hin. Die
erste postoperative Messung sollte frühestens nach 6 Wochen
erfolgen.

Weiters ist der PSA-Wert im ersten Jahr nach 3, 6, 9
und 12 Monaten, im zweiten bis fünften Jahr halbjährlich und
danach einmal pro Jahr abzunehmen.
Nach der Bestrahlung
eines, bis dato, unbehandelten Prostatakarzinoms, mit/ohne
adjuvante hormonsuppressive Therapie ist der PSA-Wert 6-
monatlich zu kontrollieren.
Im Vergleich dazu ist nach Bestrahlung
eines biochemischen Rezidivs der PSA-Wert aus
folgender pragmatischer Sicht sofort zu bestimmen: Bei Persistenz
des PSA-Wertes handelt es sich mit Sicherheit um ein
systemisches Geschehen, das einer sofortigen hormonsuppressiven
Therapie bedarf. Zusätzliche Untersuchungen
sind lediglich in ausgewählten Fällen und bei erforderlichen
Änderungen des Therapiekonzepts durchzuführen. Die Bestrahlung
eines Lokalrezidivs sollte mit einer Strahlendosis
von 64–66 Gy und unbedingt vor Erreichen des PSA-Wertes
von 1 ng/ml erfolgen. Beim systemischen Progress ist die
Hormontherapie Mittel der Wahl.

Univ.-Doz. Dr. W. Albrecht erörterte die Nachsorge bei
Prostatakarzinom-Patienten unter Hormontherapie. Bei der
Interpretation des PSA-Verlaufs ist es wichtig, immer die
gleichen Kits zu benützen, die Verwendung hypersensitiver
Kits ist seines Erachtens nicht erforderlich.
Der PSA-Wert
sollte 3 und 6 Monate nach Therapiebeginn kontrolliert werden
und von einer digital-rektalen Untersuchung begleitet
sein. Bei M1-Patienten sind regelmäßig Hämoglobin, Kreatinin
und die alkalische Phosphatase zu bestimmen.
Weiters
ist das Nachsorgemanagement symptomorientiert durchzuführen.
Die Gabe von Bisphosphonaten zur Vermeidung ossärer
Komplikationen ist ebenso wie die begleitende Therapie
mit Analgetika, Kortison, Radiotherapie und Radionukliden
bei entsprechender Skelettbeteiligung frühzeitig einzuleiten.

http://www.krebsforum.at/forum/index.php/topic,3012.msg8029.html#msg8029
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Carola-Elke

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Prostatakrebs? Was ist vor dem PSA-Test beachten? Neubearbeitung!
« Antwort #2 am: 02. April 2010, 11:37 »
Krebspatienten für Krebspatienten, Österreich
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PSA und Prostatakrebs

Ist bei einem PSA-Wert von 4 oder 6 "Feuer am Dach"? Wichtig ist auch Alter, Größe der Prostata, Erhöhungen  bei der regelmäßigen PSA-Messung (mit fPSA, cPSA, Quotient); denke an den „imPSA“; Urologe macht ggf. Antibiotika-Therapie.

Ganz wichtig sind die richtigen Vorbereitungen zum PSA-Test:
1) 5 Tage vorher keinen Geschlechtsverkehr,
2) kein Radfahren,
3) keinen "Leistungs"Sport.
4) Taggleich und am Tag davor immer in etwa gleich viel Tagesflüssigkeit.
5) Ein harter Stuhl, voller Darm, drückt auf die Prostata - diese schüttet dann vermehrt PSA aus.     
    Daher vorher auf gute Verdauung, weichen Stuhl, achten.
6) Auch manche Medikamente, z. B. Aspro (ASS) verändern den PSA-Wert (10 %)!
7) keine Prostata-Abtastung  und das WICHTIGSTE ……
8) immer das gleiche Labor wählen!
9) Größe der Prostata
10) Pr. ggf. entzündet (bakteriell, antibakteriell)? Dann oft Antibiotikum!

Absam: http://www.mediziner.at/content/publikationen/1174994986_2_6.pdf
Seite 4
dort auch:
Vitamin C stört bei Harnuntersuchung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29

Urologen mit Zusatzfach Onkologie findet man unter: http://www.krebsforum.at/forum/index.php/topic,2933.msg7772.html#msg7772

PSA? Hier gibt es mehr zu lesen:
http://www.krebsforum.at/forum/index.php/topic,3390.0.html

Onkologen („Krebsarzt“) und Komplementärmediziner (Ärzte mit Wissen „begleitend zur Schulmedizin“) findet man hier: http://www.krebsforum.at/forum/index.php/topic,3731.msg9724.html#msg9724

Wenn du mehr dazu wissen willst: www.krebsforum.at, und
Selbsthilfegruppe Praterstern, http://www.krebsforum.at/forum/index.php/topic,2978.0.html

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Siehe nachstehende 5 Anlagen, je 1 Seite


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Rehabilitation bei Prostatakrebs - in Österreich ein FREMDWORT !

....... in Deutschland schon seit jeher: mindestens 3 Wo. ANSCHLUSSHEILBEHANDLUNG !


Rehabilitation bei Prostatakrebs


Eine Rehabilitation für an Krebs Erkrankte hilft dabei, den Weg ins Leben zurückzufinden. Denn durch gezielte Maßnahmen während der Reha können Krebspatienten ihre Leistungsfähigkeit zurückerlangen und zudem spezifische Probleme angehen, die mit ihrer Krebserkrankung verbunden sind.

Auch für Männer, die an Prostatakrebs erkrankt sind, ist eine Rehabilitation empfehlenswert, betont die Deutsche Gesellschaft für Urologie. Nach- und Nebenwirkungen der Krebstherapie können bei an Prostatakrebs Erkrankten beispielsweise Inkontinenz und Impotenz sein. Hier kann Beckenbodentraining während der Reha helfen bzw. den Zeitraum bis zur Besserung verkürzen.

Aber auch psychische Belastungen wie Schlafstörungen, Ängste oder depressive Verstimmungen können die Lebensqualität von Prostatakrebspatienten stark einschränken. Da in der modernen Krebsrehabilitation ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt wird, werden auch diese Aspekte in der Reha berücksichtigt. Ziel ist laut der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) psychische Belastungen des Krebspatienten zu reduzieren und seine uneingeschränkte Wiedereingliederung in das gewohnte familiäre, soziale und berufliche Leben zu ermöglichen. Zudem werden die Patienten hinsichtlich weiterer Risikofaktoren beraten und angeleitet, wie Übergewicht, Diabetes oder Bluthochdruck.

I. d. R. dauert eine onkologische Reha drei Wochen, sie kann ambulant oder stationär erfolgen, auch wohnortnah. Laut DGU unterscheiden sich dabei Anschlussheilbehandlung (AHB) und Reha hauptsächlich durch den Zeitpunkt, zu dem sie nach der Behandlung eingeleitet werden. Die AHB muss spätestens zwei Wochen nach der Entlassung aus der Akutklinik beginnen, die Reha innerhalb eines Jahres.

Der Krebsinformationsdienst rät stationär behandelten Prostatakrebspatienten dazu, schon in der Klinik das Gespräch mit den behandelnden Ärzten zu suchen, um zu klären, ob eine Rehamaßnahme sinnvoll ist, wie umfangreich sie sein sollte und welche Leistungsansprüche bestehen. Zudem kann der Sozialdienst im Krankenhaus angesprochen werden, der bei Bedarf auch dabei hilft, den Antrag zu stellen.

Träger für die Reha-Maßnahme sind die gesetzlichen, ggf. auch die privaten Krankenkassen sowie – in den meisten Fällen – die Deutsche Rentenversicherung. I. d. R. klären die Träger jedoch unter sich, wer für die Maßnahme zuständig ist, so die Deutsche Rentenversicherung. Wichtig für die Beantragung einer Reha ist ein ärztliches Gutachten, ein aktueller Befundbericht oder ein Krankenhausbericht. Anträge sind bei der Deutschen Rentenversicherung, in Auskunfts- und Beratungsstellen, den Servicestellen für Rehabilitation, den gesetzlichen Krankenkassen, Versicherungsämtern und den Versichertenberatern erhältlich. Die Gemeinsamen Servicestellen für Rehabilitation informieren zudem neutral und kostenlos über die Angebote aller Kostenträger.

Quelle: Befund Krebs 4/2014

28.01.15