Autor Thema: Vorsorge - Gewicht  (Gelesen 4134 mal)

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Tanja

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Vorsorge - Gewicht
« am: 29. April 2007, 15:56 »


Krebsvorsorge durch Normalgewicht

Dass dick sein Herz und Kreislauf schadet, ist keine neue Nachricht. Aber dass Übergewicht eine direkte Ursache von Krebs sein kann, ist eine neue Erkenntnis. Dabei scheint der „Bierbauch“ oder „Schwimmring“ um die Hüften für viele Menschen nur ein lästiges oder rein ästhetisches Thema zu sein. Falsche, unachtsame Ernährung erhöht das Risiko für eine spätere Tumorerkrankung weiß die weltweite Krebsforschung, wie unlängst auch Prof. Dr. Günter Emons und Dr. Thomas Hawighorst von der Universitätsfrauenklinik Göttingen veröffentlichten.

58 Prozent der Männer und 41 Prozent der Frauen in Deutschland sind ihrer Schätzung nach übergewichtig - weltweit geht man von über einer Milliarde Menschen aus. Bei fast allen Krebsarten zeigt sich mehr oder weniger deutlich ein Zusammenhang mit Übergewicht. Nach Erkenntnissen des Göttinger Forscherteams sind 3 bis 4 Prozent aller Tumorerkrankungen wohl direkt auf Übergewicht zurück zu führen. Auch eine aktuelle EU-Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass pro Jahr ca. 37.000 Krebsneuerkrankungen in Europa auf Adipositas und fast ebenso viele auf Übergewicht zurückzuführen sind.

Die "American Cancer Society" beobachtete 900.000 Amerikaner und stellte eine allgemeine Erhöhung der Todesrate durch Krebs um 52 Prozent bei übergewichtigen Männern und um 62 Prozent bei übergewichtigen Frauen fest. Die Forscher kamen zum Schluss, dass über 90.000 Todesfälle pro Jahr in den Vereinigten Staaten vermeidbar wären, wenn diese Gruppe ein normales Körpergewicht aufweisen würde. Tobias Pischon, Mediziner am Deutschen Institut für Ernährungsforschung bringt es auf den Punkt: „Umweltfaktoren und hier vor allem die Ernährung spielen eine wesentliche Rolle bei der Krebsentstehung”. Und selbst die Weltgesundheitsorganisation WHO statuierte schon vor vier Jahren, dass sich ein Drittel aller Krebserkrankungen in industrialisierten Ländern durch falsche Ernährung erklären ließen.

Das Körperfett spielt bei der Tumorentstehung eine wichtige und besondere Rolle. Fettgewebe speichert nämlich nicht nur Energie, sondern produziert und verändert Hormone auch derart, dass ein Krebswachstum gefördert wird. Krebsprävention heißt demnach ganz einfach: Senkung des Übergewichts!

Übergewicht ist letztendlich fast immer die Folge des Verzehrs kalorienreicher, fetter und zuckerreicher Nahrungsmittel und zu geringer körperlicher Aktivität. EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition, Potsdam 1994-2006), die weltweit bisher größte wissenschaftliche Studie über die Zusammenhänge zwischen Krebs und Ernährung, kam zu dem Ergebnis, dass sogar bis zu einem Drittel aller Krebsfälle auf falscher Ernährung beruhen und weist auf die schützende Wirkung von Obst und Gemüse hin.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) plädiert im Rahmen ihrer „5-am-Tag“-Initiative dafür, möglichst 400 Gramm Gemüse und etwa 250 Gramm Obst über den Tag verteilt zu verzehren. Die darin enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe sind nicht nur ein Schutzschild gegen Krebs, sondern stärken darüber hinaus auch das Immunsystem und das Herz; können den Cholesteringehalt senken und zudem Arteriosklerose und Herzkrankheiten vorbeugen.

Doch 9 von zehn Bundesbürgern essen weniger als 250 Gramm Obst und Gemüse pro Tag. Schwer fällt auch – besonders Übergewichtigen – die Umstellung auf eine kalorienbewusste, ausgewogene Ernährung.

Peggy Reichelt
E-Mail: presse@amapur.de
Pressemitteilung 20.03.2007

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