Autor Thema: Zahn - Ratgeber zum Thema Wurzelbehandlung  (Gelesen 5499 mal)

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Werner

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Zahn - Ratgeber zum Thema Wurzelbehandlung
« am: 17. Juni 2008, 12:13 »
Eine neue Informationsseite des Patientenportals Zahnforum.org informiert ausführlich
in einem Ratgeber über das Thema Wurzelbehandlung.

Wurzelbehandlung?
Viele denken an Horrorszenarien, wenn es um diese Routine-Behandlung beim Zahnarzt geht. Das Patientenportal Zahnforum.org hat nun einen Ratgeber veröffentlicht, in dem ausführlich über das Thema Wurzelbehandlung informiert wird. "Viele Patienten wissen nicht, dass acht von zehn Wurzelbehandlungen nicht oder kaum mit Schmerzen verbunden sind", sagt. Dr. Rahmanian, Initiator des neuen Projektes www.wurzelbehandlung1.org.
"Patienten sind überrascht, wenn sie eine Wurzelbehandlung beim Zahnarzt erfahren, die für sie kaum spürbar ist - meist hört man nur von jenen Fällen, bei denen die Anästhesie nicht gewirkt hat und es daher zu Schmerzen gekommen war", so Dr.Rahmanian.

Das neue Projekt soll den Startschuss für weitere kostenlose Ratgeber zu zahnmedizinischen Themen geben, die von Zahnärzten verfasst wurden. Geplant sind unter anderem Ratgeber zum Thema Weisheitszähne, Kronen- und Brückenprothetik sowie Füllungstherapie. "Wir haben festgestellt, dass Patienten durch eine Vielzahl von Falschinformationen im Internet überfordert sind bei der Suche nach zahnmedizinischem Fachwissen, daher wollen wir in einer leicht verständlichen Sprache über Vor- und Nachteile von Behandlungsmethoden sowie Ablauf und Durchführung informieren", sagt Dr. Rahmanian bei der Vorstellung des Projektes.


Der Ratgeber Wurzelbehandlung1.org gibt einen Überblick über die wichtigsten Schritte der Wurzelbehandlung, über Komplikationen während und nach der Behandlung sowie einen Einblick in die Ursachen und medizinischen Hintergründe.

Zahnforum.org - Informationsforum für Patienten
Carl-Appel-Straße 9/13.6
1100 Wien
Tel: +43 (0) 6603422914
eMail: saed(at)rahmanian.at

Zahnforum.org wurde 2006 von Dr. Saed Rahmanian gegründet und hat das Ziel Patienten mit kompetenten Experten im Internet zu verbinden. Patienten sollen vor oder nach dem Besuch beim Zahnarzt weitere Informationen aus erster Hand erhalten können. Mit mehr als 100.000 Beiträgen und 5.000 Mitgliedern – Patienten, Zahnärzten, Zahnmedizinstudenten – gehört das Portal zu den größten Patientenforen im Fach Zahnmedizin.

Geri

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Zähne: Wurzelkanalbehandlung versus Implantat
« Antwort #1 am: 30. Juli 2012, 23:34 »



Wurzelkanalbehandlung versus Implantat: Im Zweifel für den Zahn entscheiden / European Society of Endodontology rät, Vor- und Nachteile
beider Behandlungsmethoden genau abzuwägen

Cardiff (ots) - Zahnerhalt oder Zahnersatz, das ist hier die Frage.
Jahr für Jahr stehen tausende Patienten vor der Qual der Wahl: Sollen
sie die natürlichen Zähne retten und eine Wurzelkanalbehandlung
durchführen lassen oder soll der Zahn entfernt und durch einen
künstlichen Zahn ersetzt werden? Die European Society of
Endodontology (ESE) rät jetzt: Handeln Sie nicht vorschnell und
bedenken Sie auch die Langzeitauswirkungen! Oft werden Zähne, die
durch eine Wurzelkanalbehandlung gerettet werden könnten, einfach
durch ein Implantat ersetzt. Zwar hätten beide Behandlungsmethoden
ihre Vorteile, im Zweifel sei es jedoch immer ratsam, die Rettung des
natürlichen Zahns dem künstlichen Ersatz vorzuziehen.

Noch immer werden in Europa Millionen Zähne gezogen. Unnötig, denn in
sehr vielen Fällen könnten Wurzelkanalbehandlungen diese Zähne
retten. In erster Linie sollten Implantate als Ersatz für bereits
fehlende Zähne und nicht als Alternative zum natürlichen Zahn gesehen
werden. Daher sollte die Frage nicht "natürlicher versus künstlicher
Zahn" lauten, sondern viel mehr "zahnlos versus Implantat".

Eine qualitativ hochwertige Wurzelkanalbehandlung kann den Zahn bei
guter Mundhygiene und anschließend adäquater Versorgung ein Leben
lang erhalten. Auch wenn Implantate zweifellos eine gute Lösung für
fehlende Zähne darstellen, ist diese Methode nicht unbedingt
erfolgreicher als Wurzelkanalfüllungen in natürlichen Zähnen.
Allerdings stehen bei Implantaten kontinuierliche Nachsorge und
Folgekosten, um deren Erhalt zu gewährleisten, an der Tagesordnung.
Es liegt auf der Hand, dass Patienten den Erhalt ihres natürlichen
Zahns einer künstlichen Alternative stets vorziehen sollten.

Sowohl Endodontologie als auch Implantologie sind dank moderner
Methoden mittels Lokalanästhetika weitestgehend schmerzfrei.
Allerdings ist das Zähneziehen einschließlich Implantat für den
Patienten meist weitaus teurer als eine Wurzelkanalbehandlung und die
damit verbundene Wiederherstellung des natürlichen Zahns. Darüber
hinaus ergeben sich die wohl signifikantesten Unterschiede beim
Kauprozess: Nach einer erfolgreichen Wurzelkanalbehandlung bleiben
Kaugefühl und -leistung unverändert. Künstliche Zähne haben immer
eine Beeinträchtigung des Kaugefühls zur Folge und können in der
Konsequenz auch als unangenehm empfunden werden.

Ganz gleich wie effektiv moderner Zahnersatz auch ist: Ein
künstliches Implantat kann den natürlichen Zahn nicht ersetzen. Aus
Patientensicht ist Zahnerhalt in den meisten Fällen jede Mühe wert.
Der Lohn für die Entscheidung zur Endodontie ist ein gesunder,
funktionierender, natürlicher Zahn bis an das Lebensende. Leider ist
momentan ein Trend zu beobachten, dass Zähne, die erhalten werden
könnten, vorzeitig und unnötig durch Implantate ersetzt werden. Hier
müssen Zahnärzte Aufklärung leisten.

Weitere Informationen unter www.e-s-e.eu

admin

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Zahnimplantate können Probleme bereiten
« Antwort #2 am: 31. Juli 2012, 19:56 »


Implantate: Murks im Mund?
Zahnimplantate können Probleme bereiten

Schöne Zähne wünscht sich wohl jeder. Wenn die eigenen verloren gehen,
sind Zahnimplantate eine elegante Lösung. Etwa 1 Millionen werden
derzeit jährlich in Deutschland gesetzt. Seit etwa 30 Jahren gelten sie
als eine wissenschaftlich anerkannte Therapie zur Zahnsanierung. Es kann
aber auch einiges schief gehen.

Was ist ein Zahnimplantat?
Das Prinzip ist immer gleich: Eine künstliche Zahnwurzel, in der Regel
aus Titan, wird in den Kieferknochen eingeschraubt und mit Zahnfleisch
bedeckt. Diese muss dann einige Monate einheilen. Danach wird über ein
Verbindungsstück eine Krone auf der künstlichen Wurzel befestigt.

Teurer Verlust: Wenn ein Implantat wieder raus muss
Implantate müssen vom Patienten selbst bezahlt werden. Je nach Aufwand
kostet das zwischen 1500 und 5000 Euro. Umso ärgerlicher ist es, wenn
ein Implantat wieder herausoperiert werden muss. Experten schätzen, dass
das jedes Jahr etwa 140.000mal der Fall ist. In den meisten Fällen hat
sich zuvor um das Implantat herum eine Entzündung gebildet. Ursache
dafür können mangelnde Pflege sein, aber auch ungünstige Verhältnisse im
Munde: Diabetiker und Raucher haben wegen eingeschränkter Durchblutung
häufiger Probleme.

Nicht selten: Behandlungsfehler
Auch Behandlungsfehler können dazu führen, dass ein Implantat erneuert
werden muss. Meist hat der Zahnarzt in diesem Fall vor dem Einsetzten
der künstlichen Zahnwurzel versäumt, die Kieferknochen ausreichend
aufzubauen. Ein weiteres Problem ist, dass die Zahnarztausbildung der
aktuellen Entwicklung hinterher hinkt. Denn bis heute ist Implantologie
nicht offiziell in den universitären Lehrplänen vorgesehen. Der Grund
liegt darin, dass die Approbationsordnung für Zahnärzte veraltet ist.
Sie stammt aus den 50er Jahren. Zu dieser Zeit gab es noch keine
Implantate.

Woran erkennt man einen guten Implantologen?
Erst über eine Zusatzausbildung im Anschluss an das Studium können
Zahnärzte bzw. Kieferchirurgen das Handwerk Implantologie lernen. Drei
Fachgesellschaften bieten hierzulande so genannte Curricula an.
Fachleute raten, den Arzt nach dieser Zusatzausbildung zu fragen und
sich außerdem auf der Suche nach einem guten Implantologen im Freundes
und Bekanntenkreis umzuhören. Auch an Qualität der Beratung sei zu
erkennen, ob man in guten Händen ist. Neben der Aufklärung über die
Implantattherapie sollten immer alternative Therapien und deren Vor- und
Nachteile verständlich erklärt werden. Gute Zahnärzte kennen auch ihre
Grenzen: Schwierige Fälle überweisen sie an einen Spezialisten.

Wenn Reparaturen fällig werden
Probleme kann schließlich auch das Implantat selber machen. Wenn die
Krone sich von der künstlichen Wurzel löst und eigentlich eine Reparatur
fällig wäre, finden sich manchmal nicht die richtigen Ersatzteile. Denn:
Der Markt ist sehr unübersichtlich. Eine Vielzahl von Herstellern bietet
jeweils eigene Systeme an, mit unterschiedlichen Durchmessern und
Verbindungselementen. Wenn ein Hersteller vom Markt verschwindet, wird
es besonders schwierig und oft sogar unmöglich, an Ersatzteile zu
kommen. In diesem Fall muss ein neues Implantat gesetzt werden.

Implantatpass hilft bei Nachbehandlung
Oft wissen Patienten gar nicht, welches System sie im Mund haben. Dann
wird es für den nächsten Behandler schwer, darauf aufzubauen. Die
Fachgesellschaften raten Patienten deswegen, sich nach der Behandlung
einen Implantpass geben zu lassen, in dem das Fabrikat genau vermerkt
ist. Vorteilhaft sei es auch, nur Implantatsysteme von bewährten
Herstellern zu wählen, die bereits auf dem Markt etabliert sind.

Eigentlich weiß man noch wenig
Zahnimplantate werden schon seit vielen Jahren eingesetzt. Dennoch
fehlen bis heute aussagekräftige Studien darüber, wie lange die
künstlichen Zahnwurzeln halten und welche Fabrikate die wenigsten
Komplikationen verursachen. Nach fünf Jahren, so die Schätzung der
Deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGI), sind noch 90 bis 95
Prozent der Implantate an Ort und Stelle. Über die langfristige
Haltbarkeit von Implantaten gibt es bisher kaum Zahlen.

Links:
Patienteninformation ‚Zahnimplantate’ der Bundesärztekammer und der
Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
http://www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/pati/bzaekdgzmk/5_01_implantate.pdf

Patienten-Informationen der Deutschen Gesellschaft für Implantologie.
Mit Implatologen-Suche http://www.dgi-ev.de/web/dgi/patients

Deutsche Gesellschaft für Zahnärztliche Implantologie (DGZI)
http://www.dgzi.de

Deutsche Gesellschaft für Orale Implantologie e.V. http://www.dgoi.info

Bundeszahnärztekammer mit allgemeinen Patienten-Informationen:
Behandlung, Versicherungsfragen, Rechte und
Beratungsstellen.http://www.bzaek.de/patienten.html

admin

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Gesetzesentwurf bringt Gleichstellung aller Zahnbehandler
« Antwort #3 am: 05. Oktober 2012, 21:49 »


NÖGKK-Hutter: Ja zur umfassenden Versorgung für die Patienten unserer Zahnambulatorien

Gesetzesentwurf bringt Gleichstellung aller Zahnbehandler

„Mit dem geplanten Sozialversicherungsgesetz soll endlich die Ungleichbehand¬lung der kasseneigenen Ambulatorien mit den niedergelassenen Zahnärzten besei¬tigt werden“, konstatiert NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter den entsprechenden ge-setzlichen Vorstoß von Gesundheitsminister Alois Stöger. Implantate, festsitzende Zahnspangen u. ä. sollen damit in Zukunft auch in den zwölf Zahnambulatorien der NÖGKK gefertigt werden.
Für Hutter eine klare Verbesserung – nicht nur für die 140.000 Patienten, die pro Jahr in die NÖGKK zur Zahnbehandlung kommen. „Bis jetzt mussten wir unsere Kunden für fest¬sitzenden Zahnersatz etc. wegschicken! Es ist nicht einzusehen, dass unserer Stammkli¬entel nur ein Teil des Leistungsangebotes zur Verfügung steht. Und unsere Zahnärzte, die auf hohem Niveau behandeln, nur einen Teil ihres Könnens in der Praxis einsetzen dürfen.“ Dieses „Weiterschicken“ ist besonders beim – oft angstbesetzten – Besuch des Zahnarztes unangenehm, weil gerade hier das vertraute Arzt-Patienten-Verhältnis eine große Rolle spielt.
Aber auch aus dem Fokus des Versorgungsauftrages der Ambulatorien bringt der Geset-zesentwurf eine Optimierung: zur flächendeckenden Versorgung kommt jetzt auch die ge¬samte Palette der Kassen- und Privatleistungen dazu. Hutter: „Für mich der Zug der Zeit: Nachdem bereits vor über zehn Jahren die Kronen und vor kurzem auch die Mundhygiene in unseren Instituten zu sozial verträglichen Tarifen und in hoher Qualität angeboten wer¬den dürfen, ist die Komplettierung der Gesamtversorgung nur eine logische Folge.“ Zu¬dem hat sich bereits bei oben genannten Leistungen gezeigt, dass die sozial verträglichen Kassentarife auch Regulativfunktion für den niedergelassenen Bereich haben und die Pa¬tienten damit eine größere Wahlfreiheit bekommen.