Autor Thema: Mistel-Kostenersatz in Österreich: Die unendliche (leidige) Geschichte!  (Gelesen 4013 mal)

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Dietmar E.

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Wieder bekomme ich die Mitteilung:

"Mein Rezept für die Misteltherapie wurde nicht bewilligt!",

und das nach Brustkrebs mit 32 Jahren, zwei kleinen Kindern, Alleinerzieherin.


Ich bin entsetzt, dass nun ein weiteres Bundesland den Krebspatienten die Misteltherapie nicht zahlen will.

Selbst eingefleischte Schulmediziner sind überzeugt von der Hilfe zur Gesundung durch die


Misteltherapie (z. B. Iscador), aber auch der

Enzymtherapie (z. B. Wobemugos), und dem

Selen.

Diese 3 Bausteine sind DIE komplementärmedizinischen Hilfen,
begleitend zur Schulmedizin, beim Kampf gegen den Krebs.


Als ich mit der Diagnose zu meinem Allgemeinmediziner kam, überraschte er mich:
Er zog die Schublade auf, hab mir je eine Musterpackung davon,
stellte 3 Rezepte aus und meinte: DEN  KAMPF  GEWINNEN  WIR!

So sollen 38.000 Krebsneuerkrankte/Jahr in Österreich, begleitend zur Schulmedizin, sofort behandelt werden!

Nur dadurch ist ein baldiger Wiedereintritt ins Berufsleben möglich,
anstatt vorzeitige Frühpension und immenses Leid (in der ganzen Familie/Verwandtschaft) und
ein enormer volkswirtschsaftlicher Schaden!



Wir Krebspatienten verlangen doch nichts Unmögliches -

wir wollen "nur" überleben und dabei leben!




Wir fordern:

Lehrstuhl der Komplementärmedizin an der Uni Wien und Innsbruck

Komplementärmedizinische Abteilung am AKH für Männer wieder öffnen (Dir. Dr. Krepler: Beendigung des Geschlechterkampfes)

Komplementärmedizinische Sprechstunden zwei mal wöchentlich an jedem Bezirkskrankenhaus

Österreich weite Kostenübernahme der 3 komplementärmediz. Bausteine in der begleitenden Krebstherapie




Deshalb: Wir unterstützen dich!

Wir schreiben dir, wie du dich als mündiger Krebspatient wehren kannst,

denn heute ist es die Mistel und nächstens die Einsparung bei der Chemo!



Bitte melde dich unter: kontakt@krebspatient.at und denke daran: Gemeinsam sind wir stark!
« Letzte Änderung: 17. Juni 2008, 14:08 von Dietmar E. »
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Dietmar E.

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MISTEL: Lenkt die Tiroler Gebietskrankenkasse endlich ein?
« Antwort #1 am: 13. Februar 2009, 10:49 »
                      K f K
SHG Krebspatienten für Krebspatienten,
  Onkologische Selbsthilfegruppen Tirol
  6175 Kematen, Messerschmittweg 7A
kontakt@krebspatient.at, 0650-577-2395
             www.krebsforum.at

 
Sehr geehrter Herr Ombudsmann der Tiroler Gebietskrankenkasse,

leider bekommen wir regelmäßig Klagen, dass Krebspatienten mit aktueller Diagnose nicht die Misteltherapie bewilligt bekommen.

 Sicher, die TGKK ist autonom! Braucht sich also nichts Dreinreden lassen! Auch nicht vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger (siehe Anlage)!

Auch nicht von sehr erfolgreichen Studien, die wir Ihnen zig-fach zur Verfügung stellen können.

Wer heilt hat Recht! Ein Dienstnehmer der wieder früher seine Arbeit aufnimmt, mit weniger Nebenwirkungen bei Chemo- oder Strahlentherapie, und Beiträge zahlt, statt Unterstützungen zu bekommen, müsste doch auch der TGKK angenehm sein. Denkt man hier überhaupt nicht volkswirtschaftlich?

Dass Krebspatienten mit Misteltherapien weniger oft eine Psychotherapie in Anspruch nehmen ist bekannt. Ebenso, dass solche Patienten weniger starke und/oder weniger lang Psychopharmaka benötigen. Auch gibt es Studien, dass weniger häufig ein Rezidiv entsteht.

Woran liegt es dann, dass Krebspatientinnen und Krebspatienten zu Boden kriechen vor der TGKK und trotzdem meist keine Misteltherapie bewilligt bekommen.

Wie kann es umgesetzt werden, dass endlich in ganz Tirol automatisch jeder Krebspatient – vorerst bis 2 Jahre nach der Operation oder Chemo-/Strahlentherapie - wenigstens die Misteltherapie als Begleittherapie bekommt? Dies laut Anlage!

Wir schätzen Sie, Herr Ombudsmann, und sind uns sicher, dass Sie mit helfen, unser kleines Anliegen zielführend zur Umsetzung zu bringen. Gerade Krebspatientinnen und Krebspatienten sind oft auch stark physisch und psychisch belastet, sodass sie meist nicht willig sind, Ablehnungsbescheide zu verlangen und – kostenfrei – beim Arbeits- und Sozialgericht zu klagen. Wenn es aber nicht anders mehr möglich ist, dann müssen wir dies künftighin verstärkt empfehlen und diesbezüglich Hilfestellungen übernehmen.

Mit Interesse erwarten wir Ihre geschätzte, hoffentlich positive  Nachricht.

Mit freundlichen Grüßen

Dietmar Erlacher, Landesobmann


Kopien: An einige Betroffene der letzten Wochen, an weitere,
so auch an die Ärztekammer und Patientenvertretung und
LeiterInnen von Onkologischen Selbsthilfegruppen.

 
Anlagen

Jede(r) die(der) angemeldet ist kann interessante Anlagen hier unten herunterladen.
Meist ist es jeweils nur 1 Seite!
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Dietmar E.

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"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)