Autor Thema: Diabetes und ..........  (Gelesen 6447 mal)

0 Mitglieder und 2 Gäste betrachten dieses Thema.

Werner

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 866
  • Geschlecht: Männlich
Diabetes und ..........
« am: 18. Juni 2008, 23:18 »

Folgenschwere Allianz

Forscher entdecken Zusammenhang zwischen Diabetes und Herpes

18.6.08 - Eine besondere Form des Diabetes, die bei Menschen in Afrika südlich der Sahara auftritt, könnte durch Herpes mit ausgelöst werden. Darauf deuten Untersuchungen an Patienten mit einer Form von Typ 2-Diabetes hin, die mit einem häufigen Auftreten von Ketosen verknüpft ist. Die Ketose ist eine Folgeerscheinung unzureichender Kohlenhydratzufuhr und der dadurch verstärkten Produktion von Ketonen, die in extremen Fällen tödlich verlaufen kann.

Die spezielle Form des Diabetes kommt nur südlich der Sahara vor und tritt dort häufig bei Menschen in Erscheinung, die Träger des Herpesvirus HHV-8 sind, also etwa 30 bis 60 Prozent der Bevölkerung. In ihrer Studie konnten die Forscher bei 87 Prozent der Patienten mit dieser untypischen Diabetesvariante auch die HHV-8-Viren nachweisen. Das Virus könnte die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse direkt infizieren und dadurch die Produktion des lebenswichtigen Hormons stören, erklären die Forscher die mögliche Wechselwirkung zwischen Diabetes und Herpes. Eine solche Infektion der auch als Langerhansschen Inseln bezeichneten Zellhaufen beobachteten Forscher bis jetzt jedoch nur im Reagenzglas. Die Infektion könnte eine Stresssituation in der Zelle auslösen, wie sie schon bei einem verwandten Herpesvirusstamm beobachtet wurde.

Besondere Kennzeichen dieser speziellen Diabetes-Variante sind ihr plötzliches Einsetzen, eine kurzfristig drastisch reduzierte Insulinproduktion und die Anhäufung sogenannter Ketonkörper. Ketone sind Stoffwechselprodukte, die bei Insulinmangel durch den Abbau von Fettreserven erzeugt werden. Diese Anhäufung von Ketonen in Gewebe und Körperflüssigkeiten kann zu einer gefährlichen Übersäuerung des Blutes führen, die im schlimmsten Fall tödlich verläuft.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO rechnet diese Diabetesart bisher zum Typ 1 Diabetes Mellitus, der durch die Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse gekennzeichnet ist. Der Beginn der Krankheit in höherem Alter und die genetische Veranlagung sprechen allerdings dafür, dass sie eher zum Typ 2 gehört, der auf einer zunehmenden Unempfindlichkeit der Körperzellen gegenüber Insulin beruht. Um die klinische Bedeutung dieser Ergebnisse genauer zu verstehen, müssten weitere Studien in größerem Ausmaß und mit anderen Bevölkerungsgruppen durchgeführt werden, erklären die Wissenschaftler. Das HH8-Herpesvirus wurde erst 1994 von amerikanischen Virologen entdeckt. Es wird unter anderem dafür verantwortlich gemacht, Krebs auszulösen.

Eugene Sobngwi (Saint-Louis-Hospital in Paris) et al.: JAMA, Bd. 299, S. 2008

http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/292298.html

ddp/wissenschaft.de – Uwe Thomanek

Edi

  • Global Moderator
  • intensiv Benutzer
  • *****
  • Beiträge: 471
  • Geschlecht: Männlich
23/06/08

Typ-2-Diabetes und depressive Symptome sind in beiden Richtungen miteinander verbunden: Menschen mit Diabetes sind vermehrt für depressive Symptome gefährdet und jene mit depressiven Symptomen haben ein erhöhtes Risiko Diabetes zu entwickeln. Dies zeigt ein Bericht im Journal of the American Medical Association vom 18. Juni.

Die Ergebnisse einer bevölkerungsbasierten Langzeitstudie, in der rund 5000 Personen mittleren Alters für bis zu fünf Jahre nachbeobachtet wurden, demostrieren erstmalig eine bidirektionale Assoziation zwischen „diesen zwei ernsten Langzeit-Erkrankungen”, sagten Dr. Sherita Hill Golden von der Johns Hopkins University in Baltimore und ihre Kollegen.

Die Ergebnisse legen nahe, dass Interventionen, die auf die Depression abzielen, Strategien zur Diabetesprävention komplementieren könnten, und dass Patienten, die bereits an Diabetes leiden, auf depressive Symptome gescreent werden sollten, vermerkten die Wissenschaftler (JAMA 2008;299:2751-9).

Sie untersuchten den Zusammenhang zwischen Diabetes und Depression anhand von Daten einer multizentrischen Langzeit-Kohortenstudie mit Männern und Frauen im mittleren Alter von 60-70 Jahren, die in sechs amerikanischen Gemeinden wohnten. Depressive Symptome wurden anhand der Center for Epidemiologic Studies Depression (CES-D)-Skale abgeschätzt, einem 20 Punkten umfassenden Fragebogen, der zur Beurteilung solcher Symptome in der Allgemeinbevölkerung entwickelt wurde.

Unter den Personen, die zu Beginn keine depressiven Symptome zeigten, hatten jene mit Typ-2-Diabetes während des Follow-up ein signifikant höheres Risiko für die Entwicklung depressiver Symptome, und dies unabhängig von ihrem Body Mass Index, sozioökonomischem Status und Komorbidität.

Es sei möglich, dass der psychologische Stress des Umgangs mit Diabetes zu Depressionen führt, oder dass Komplikationen und Komorbidität der Erkrankung depressive Symptome erhöhen, sagten Dr. Golden und ihre Mitarbeiter.

Zudem hatten Personen, die zu Beginn depressive Symptome zeigten, ein mäßig erhöhtes Risiko dafür, während des Follow-up Diabetes zu entwickeln, und dies unabhängig von soziodemografischen, ökonomischen und metabolischen Faktoren.

Menschen mit depressiven Symptomen halten sich mit geringerer Wahrscheinlichkeit an Ernährungsempfehlungen und sind eher körperlich inaktiv, was zur Diabetesentwicklung beitragen könnte. Zudem wurden depressive Symptome mit vermehrter Inflammation verknüpft, was ebenfalls einen Risikofaktor für Diabetes darstelle ............. http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_News_Article_Medical?profileAOI=23&profileAOIName=Geriatrie&articleItemId=7e02912f138c90fed56d04c70d80ff43

Gitti

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 1.339
  • Geschlecht: Weiblich
Diabetes – teuerste chronische Krankheit Deutschlands
« Antwort #2 am: 19. Juli 2008, 16:21 »

Diabetes ist weiter auf dem Vormarsch und mittlerweile zur Volkskrankheit aufgestiegen. In Deutschland hat die Zahl der Diabetiker die 7-Millionen-Marke überschritten, berichtet das Apothekenmagazin “Diabetiker Ratgeber”. Rund 90 Prozent davon leiden am Typ 2 der Erkrankung. Diese wird im Gegensatz zum Typ 1 ganz wesentlich auf falsche Ernährung und Bewegungsmangel zurückgeführt.

Jährlich wachse die Zahl der Zuckerkranken um etwa 300 000, hat Professor Hans Hauner aus München auf der Jahrestagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) berichtet. Das bedeutet, dass täglich alleine in Deutschland über 800 neue Diabetiker hinzukommen. Mit 18 Milliarden Euro Kosten pro Jahr ist die Stoffwechselkrankheit die teuerste im deutschen Gesundheitswesen. Weltweit kommen täglich über 30.000 neue Diabetiker hinzu. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet mit einem Anstieg auf 366 Millionen Diabetiker im Jahr 2030.

Mit den richtigen Informationen können viele der typischen Folgekrankheiten von Diabetes vermieden werden, die das Gesundheitssystem jährlich Milliarden kosten. Information ist beim Thema Diabetes von entscheidender Bedeutung. Denn viele Betroffene wissen nicht einmal, dass sie bereits Diabetes haben oder auf dem besten Wege sind, einen Diabetes zu entwickeln. Das Hauptproblem: Diabetes entwickelt sich langsam und verursacht zunächst kaum Beschwerden. Oftmals wird ein Diabetes erst dann diagnostiziert, wenn bereits die ersten Folgeerkrankungen da sind.

Betroffene, deren Angehörige und Interessierte erhalten zahlreiche Informationen rund um das Thema Diabetes auf dem Online-Portal www.diabetes-germany.com. Das Portal bietet auch die Möglichkeit, das individuelle Diabetes-Risiko mittels eines von der Deutschen Diabetes-Stiftung entwickelten Tests kostenlos zu ermitteln.

Diabetes-Germany.com
Rosario Beteiligungen GmbH
Lindenweg 8
74915 Waibstadt
Internet: www.diabetes-germany.com
eMail:

Diabetes-Germany.com ist das Online-Portal für Diabetiker und alle an der Volkskrankheit Diabetes Interessierten. Informationen rund um die Themengebiete Diabetes, Geld und Börse; Diabetes & Versicherungen, Diabetes & Ernährung, Diabetes & Wein, Diabetes & Hautpflege, Diabetes & Reisen sowie neueste Nachrichten aus der Diabetes-Forschung und Informationen zu neuen Produkten für Diabetiker machen das Online-Portal diabetes-germany.com zu einer wichtigen Informationsplattform für Diabetiker, deren Angehörige und Interessierte.

Richi

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 627
  • Geschlecht: Männlich
Diabetes und Sexualität
« Antwort #3 am: 26. Juli 2008, 15:04 »

STARNBERG (Rö). Eine Testosteron-Substitutionstherapie kann die Insulinsensitivität und die sexuelle Funktion signifikant verbessern. Dies hat eine Studie mit Männern mit Hypogonadismus und Typ-2-Diabetes oder mit Metabolischem Syndrom ergeben.

Wie das Unternehmen ProStrakan mitgeteilt hat, haben an der Einjahresstudie 220 Männer teilgenommen. Die Studie war Placebo-kontrolliert, doppel-blind und randomisiert. Bei allen Patienten war vorher ein Typ-2-Diabetes oder ein Metabolisches Syndrom diagnostiziert worden.

Der primäre Endpunkt, die Insulinsensitivität, war nach sechs und zwölf Monaten mit dem 2-prozentigen Testosteron-Gel (Tostran®) signifikant verbessert. Der HOMA-IR-Index betrug in der Placebo-Gruppe 4,9 und bei Therapie mit dem Präparat 5,9.

Jutta

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 957
  • Geschlecht: Weiblich
Zahntod durch Diabetes
« Antwort #4 am: 10. August 2008, 21:13 »

Die Zuckerkrankheit macht anfälliger für bakterielle Infektionen

Eine schlecht eingestellte oder unbehandelte Diabetes kann der Zahngesundheit schaden.

Wer unter Diabetes leidet, sollte seine Zähne regelmäßig vom Zahnarzt auf Schäden kontrollieren lassen.

Wer unter Diabetes leidet, sollte seine Zähne regelmäßig vom Zahnarzt auf Schäden kontrollieren lassen.

Die professionelle Beratung durch eine Mundhygiene-Expertin kann vorzeitigen Zahnverlust verhindern.

Regelmäßiges Zähneputzen ist für Diabetes-Patienten besonders wichtig.

Wer Diabetes hat, sollte besonders gut auf die Gesundheit seiner Zähne achten. Denn die Zuckerkrankheit führt zu einer größeren Anfälligkeit gegenüber bakteriellen Infektionen. Das betrifft auch solche im Mund, der reichlich von mikroskopisch kleinen Bakterien besiedelt wird.
Sie fühlen sich in der feuchtwarmen Mundhöhle besonders wohl. Bis zu 700 verschiedene Arten tummeln sich dort. Einige von ihnen können Zahnfleisch und Zähne schädigen - insbesondere dann, wenn die Zahnbürste nicht regelmäßig zum Einsatz kommt.

So stirbt ein Zahn

Werden schädliche Keime von den Bürsten nicht hinweggefegt, vermehren sie sich in den Zahnbelägen munter weiter.
Vor allem wenn sich die Beläge zu Zahnstein verhärten, ist Gefahr im Verzug, denn auf diesen harten Ablagerungen siedeln die Bakterien
praktisch rund um die Uhr.
Von dort wandern die giftigen Stoffwechselprodukte weiter ins Zahnfleisch und dringen in das Bindegewebe ein, das sich mit einer Entzündung dagegen wehrt.

Wenn der Entzündungsvorgang nicht gestoppt wird und die Taschen immer tiefer werden, bildet sich das Zahnfleisch langsam zurück.
Auch dunkelbrauner bis schwarzer Zahnstein, der unter dem Zahnfleischrand sitzt, kann jetzt sichtbar werden.

Zuletzt weitet sich die Entzündung bis zum zahntragenden Kieferknochen aus. Knochensubstanz geht verloren,
schließlich verliert der Zahn seinen Halt und fällt aus.

Parodontitis bei Diabetikern

Bei Diabetikern verläuft eine Parodontitis, also die beschriebene Entzündung des Zahnhalteapparates, schneller und heftiger. Umgekehrt kann eine nicht erkannte oder nicht behandelte Parodontitis den Schweregrad und die Einstellbarkeit des Diabetes beeinflussen.
Daher ist eine regelmäßige Mundhygiene für Zuckerkranke besonders wichtig. "Die Zahnpasta sollte spezielle plaque- und entzündungshemmende Eigenschaften besitzen und die Regeneration von gereiztem Zahnfleisch fördern", empfiehlt Dr. Ruth Hinrichs, Expertin der meridol Forschung.
"In Ergänzung zum täglichen Zähneputzen bietet sich eine alkoholfreie Mundspül-Lösung auf Basis von Aminfluorid und Zinnfluorid an. Sie wirkt dauerhaft gegen Bakterien, ohne aber die Mundflora aus dem Gleichgewicht zu bringen."

Unter www.zahngesundheit-aktuell.de/zahnfleischtest können Internet-Nutzer überprüfen, wie es um ihr eigenes Zahnfleisch bestellt ist.

admin

  • Administrator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 4.504
  • Geschlecht: Männlich
Statine - Diabetes
« Antwort #5 am: 19. Februar 2010, 02:39 »
Donnerstag, 18. Februar 2010

Medizin Statine als Diabetesrisiko

Glasgow – Die Therapie mit Cholesterinsenkern aus der Gruppe der Statine begünstigt einen Typ-2-Diabetes mellitus. Das Risiko ist einer Meta-Analyse im Lancet (2010; doi: 10.1016/S0140-6736(09)61965-6) zufolge aber so gering, dass die British Heart Foundation keine therapeutischen Konsequenzen für notwendig erachtet.

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/40122/Statine_als_Diabetesrisiko.htm

Tanja

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 932
  • Geschlecht: Weiblich
Diabetes und Kalium
« Antwort #6 am: 02. Dezember 2012, 01:37 »



Kalium ein Frühmarker für Typ-2-Diabetes?

Gemeinsam mit Partnern aus dem Deutschen Zentrum für Diabetesforschung haben Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München herausgefunden, dass niedrige Kaliumkonzentrationen im Blut bei Bluthochdruckpatienten dann auftreten, wenn sie an Typ-2-Diabetes oder einer Vorstufe davon erkrankt sind - bei Gesunden dagegen nicht. Die auf der Basis von Daten aus der KORA-Studie durchgeführte Untersuchung wird in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Diabetologia veröffentlicht.

Geri

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 674
  • Geschlecht: Männlich

admin

  • Administrator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 4.504
  • Geschlecht: Männlich
WIEDER Bestätigung: DIABETES durch RAUCHEN!
« Antwort #8 am: 24. Januar 2017, 19:23 »




WIEDER Bestätigung: DIABETES durch RAUCHEN!


http://derstandard.at/2000051403653/Rauchen-foerdert-Diabetes-Typ2