Autor Thema: Prostatakrebs - neuer Tumormarker  (Gelesen 7572 mal)

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Josef

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Prostatakrebs - neuer Tumormarker
« am: 30. September 2007, 15:03 »

MikroRNA als Marker des Prostatakarzinoms

11.09.2007

Das Prostatakarzinom stellt die häufigste Krebserkrankung des Mannes in Deutschland dar und steht in der Krebssterblichkeitsstatistik hinter dem Lungen- und Darmkrebs auf Platz 3, in den USA sogar nach dem Lungenkrebs auf Platz 2. Obwohl das Prostatakarzinom als Tumor des alten Mannes gilt, sind nahezu 30% der Patienten mit einem neu entdeckten Prostatakrebs jünger als 65 Jahre.

Ist die Diagnose Prostatakrebs gestellt, ergibt sich aus dem Phänomen, dass es sich in der Regel um sehr langsam wachsende Tumoren mit spätem Metastasierungspotenzial handelt, ein klinisches Dilemma im Hinblick auf therapeutische Überlegungen. Mit den seit der Einführung des PSA-Tests verbesserten Früherkennungsmöglichkeiten werden auch solche Prostatakarzinome entdeckt, die wahrscheinlich zu Lebzeiten der Patienten nie oder erst sehr spät zu Beschwerden geführt hätten. Die besondere Eigenart der Prostatakarzinome erschwert jedoch die Unterscheidung dieser so genannten insignifikanten Karzinome von den aggressiven Tumoren, die letztendlich immer zum Tode des Patienten führen.

Für eine risikoangepasste und damit auf dem Wachstumsverhalten des jeweiligen Karzinoms basierte Therapieplanung sind also zuverlässige Prognosefaktoren erforderlich. Die bisher in der Klinik verwendeten Vorhersagemodelle basieren auf statistischen Berechnungen und sind damit auf den Einzelfall bezogen oft nicht hinreichend präzise genug. Von neuen biochemischen oder molekularen Biomarkern erwarten sich die Forscher eine höhere Zuverlässigkeit in der Voraussage des individuellen Tumorverlaufs.

In dieser Hinsicht vielversprechend sind eine erst kürzlich entdeckte Klasse kleiner, nicht kodierender RNA-Moleküle, die so genannten mikroRNAs. MikroRNAs greifen in die Regulation verschiedenster Gene ein und sind damit an vielen biologischen Vorgängen wie Abwehr von Virusinfektionen und Zelldifferenzierung beteiligt. Mehrere Befunde sprechen dafür, dass ihnen auch eine Rolle bei der Entstehung und dem Wachstum von Tumoren zukommt, wobei die genauen molekularen Funktionen bislang nur in sehr geringem Maße verstanden sind.

Mit neuen experimentellen Ansätzen versuchen Prof. Wullich und Prof. Grässer mit Mitarbeitern alle in gesundem und bösartig verändertem Prostatagewebe vorkommenden mikroRNAs zu erfassen und zu beschreiben. Damit sollen neben bekannten vor allem neue mikroRNAs identifiziert werden, die sich möglicherweise als neue diagnostische oder prognostische Marker für das Prostatakarzinom eignen könnten. Mit Hilfe Prostata-spezifischer Biochips soll untersucht werden, inwieweit spezifische Expressionsmuster eine Vorhersage harmloser oder aggressiver Krankheitsverläufe erlauben. Darüber hinaus sollen neu identifizierte mikroRNAs auf deren funktionelle Bedeutung im Hinblick auf die Entstehung von Prostatakarzinomen analysiert werden, womit mögliche neue Therapieansätze verbunden sein könnten.


Die Wilhelm Sander-Stiftung fördert dieses Forschungsprojekt mit über 250.000 €.
Stiftungszweck der Stiftung ist die medizinische Forschung, insbesondere Projekte im Rahmen der Krebsbekämpfung. Seit Gründung der Stiftung wurden dabei insgesamt über 160 Mio. Euro für die Forschungsförderung in Deutschland und der Schweiz bewilligt. Die Stiftung geht aus dem Nachlass des gleichnamigen Unternehmers hervor, der 1973 verstorben ist.

Weitere Informationen: www.wilhelm-sander-stiftung.de

MicroRNAs (miRNAs) werden im Zellkern als Vorläufermoleküle synthetisiert ("Transkripti-on") und nach der Prozessierung zur reifen miRNA (dargestellt in Grün) im Cytoplasma an die sogenannten "Argonaute" ("Ago") Proteine (dargestellt in Blau) angelagert. Nach der Ausbildung der miRNA-Ago-Komplexe binden diese wiederum an bestimmte Boten RNA (mRNA) Moleküle (dargestellt in Braun) und verhindern die Proteinsynthese.

Dies geschieht entweder durch Unterdrückung der Proteinsynthese ("Repression der Translation") ohne Zerstörung der mRNA, entweder durch direkte Spaltung der mRNA oder durch Einlei-tung der Deadenylierung mit anschließendem Abbau der mRNA. Schlussendlich verhindert die miRNA die Herstellung von Proteinen, man spricht von "post-transkriptionller Ruhigstel-lung" eines Genes.

URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news225096

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Josef

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Prostatakrebs - Tumormarker Annexin A3
« Antwort #1 am: 20. November 2007, 22:14 »

Diagnostik von frühem Prostatakarzinom

Annexin A3: Ein neuer Biomarker als Hinweis auf Prostatakarzinome im Frühstadium
PSA-Werte zwischen 2 und 4 ng/ml sind weder eindeutig normal noch sicher pathologisch und bedeuten immer noch ein diagnostisches Dilemma bei der Erfassung früher Prostatakarzinome. Auf dem Jahrestreffen der American Urological Association wurde mit Annexin A3 ein neuer Biomarker vorgestellt, der die Frühdiagnostik des Prostatakarzinoms verbessern soll.

Annexin A3 ist ein Protein, dessen Funktionen noch nicht vollständig aufgeklärt sind, es scheint unter anderem an zellulären Wachstumsvorgängen beteiligt zu sein. Seine  Regulierung wird auch von Androgenen beeinflusst [1, 2]. Das Molekül wird im Urin ausgeschieden. Die Arbeitsgruppe um M. Schostak von der Charité, Berlin stellte Ergebnisse einer ersten multinationalen Doppelblindstudie vor, die den Wert von Annexin als Biomarker zur nicht invasiven Frühdiagnose von Prostatakarzinomen untersuchte.

Für die Studie wurden in vier klinischen Zentren 507 Patienten rekrutiert, die sich dort einer transrektalen Prostatabiopsie unterzogen. Die Qantifizierung von Annexin erfolgte mittels Western Blot aus Urin, der direkt nach einer digitalen rektalen Untersuchung gewonnen wurde. Die ersten 250 Ergebnisse dienten der Etablierung der Methode, die Daten der übrigen 257 Patienten gingen in die Evaluation ein. Die Ergebnisse wurden als "Areas Under the Receiver Operating Characteristic Curve" (AUROC) ausgedrückt, dabei wurde Annexin A3 mit totalem (t-PSA), freiem (f-PSA)  und komplexiertem PSA (k-PSA) verglichen.

Die kombinierte Auswertung (AUROC) von Annexin A3 und totalem PSA war gegenüber allen anderen Werten nochmals überlegen:

PSA-Range 2-6 ng/ml:  0,80
PSA-Range 4-10 ng/ml:  0,75
Alle Patienten:  0,77
In der kritischen PSA-Zone von 2-6 ng/ml erreichten die Annexin A3 Werte eine Spezifität von 90 und eine Sensitivität von 60 Prozent. Der Korrelationskoeffizient von Annexin A3 und PSA liegt jedoch unter 0,05, das heißt, die beiden Substanzen korrelieren nicht miteinander.


Der neue Biomarker Annexin A3 erscheint als viel versprechende Möglichkeit, die Erfassung des frühen Prostatakarzinoms zu verbessern. Gerade in der unbefriedigenden Grauzone von PSA-Werten zwischen 2 und 6 ng/ml kann der neue Parameter, alleine oder in Kombination mit PSA, die diagnostische Trennschärfe erhöhen.


Quellen
[1] Doehring A. 2006. Identifizierung und Charakterisierung androgenabhängiger Gene in gefäßrelevanten Zellen. Ger
[2] Harashima M. 2006. Change in annexin A3 expression by regulatory factors of hepatocyte growth in primary cultured rat hepatocytes. Biol Pharm Bull 29: 1339-43
[3] Schostak M. 2007. ANNEXIN A3 In AUA, Abstract 1425

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Gitti

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Re: Prostatakrebs - neuer Tumormarker
« Antwort #2 am: 18. Dezember 2008, 02:01 »
http://www.springerlink.com/content/w3412681mr8101v4/

2004

Forschungsschwerpunkt „Molekulare und Funktionelle Bildgebung“
1. Molecular and Functional Imaging/Molekulare und funktionelle Bildgebung
Die Darstellung von Molekülen und molekülartigen Strukturen in vivo mittels bildgebender Verfahren ist derzeit ein wesentlicher Gegenstand der internationalen Forschung. Große internationale Forschungseinrichtungen widmen erhebliche Resourcen diesem Forschungsbereich. Wichtige Förderinstitutionen in Europe, USA und Asien stellen dafür erhebliche Geldmittel zur Verfügung. Das National Institute of Biomedical Imaging and Bioengineering (NIBIB) und die EU haben im Jahr 2004 Calls veröffentlicht, in dem die Errichtung von Forschungskonsortien und Forschungsschwerpunkten gefördert wird. Das NIBIB veröffentlichte kürzlich Daten, aus denen abzulesen ist, dass Forschungsvorhaben mit dem Schwerpunkt Molecular Imaging die meisten Fördergelder im Jahr 2004 zugeteilt bekommen haben. Die geförderten Projekte beschäftigten sich mit:

- der Entwicklung hoch spezifischer und hoch sensitiver Markersubstanzen, die einen Stoffwechselvorgang oder Zellen bzw. Zellstrukturen sichtbar machen können. Das Ziel ist innerhalb von 5 Jahren Substanzen zu entwickeln, die eine 10 – 100 fach höhere Sensitivität haben. Markersubstanzen können Tracer, Nanopartikel, farbstoffmarkierte Stoffwechselsubstrate, Zellen, Gewebsbestandteile oder Kontrastmittel sein.

- der Erstellung von Marker Bibliotheken, die die spezifischen Eigenschaften und möglichen Anwendungen von Markersubstanzen bei verschiedenen Erkrankungen und biologischen Vorgängen beschreiben

- der Einrichtung von Markersubstanzenproduktions- und Entwicklungszentren, die Substanzen bereitstellen, die nicht kommerziell verfügbar sind. Diese Zentren sollen auch entsprechende Markersubstanzen für spezifische Fragestellungen entwickeln.

- der Erforschung von Substanzen, Nanopartikeln oder anderweitige Trägersubstanzen, die eine gezielte, gewebsspezifische Medikamentenapplikation ermöglichen („targeted drug therapy“)

Um die Entwicklung der Bildgebung und Nanomedizin zu fördern, wurde .................



3. Projektpartner: Universitätsklinik für Radiodiagnostik/Urologie
A.Univ.-Prof. Dr. F. Frauscher, Oberarzt an der UKR
Projektbeschreibung: „Targeted“ Gasvesikel-Ultraschall zur Prostatakarzinomdetektion
Die Detektion des Prostatakarzinomes wurde durch die PSA Bestimmung revolutioniert. Das Prostatakarzinom ist derzeit das häufigste Malignom des Mannes. Die PSA Bestimmung ist eine sehr sensitive Methode, mit jedoch geringer Spezifität. Daher wird zur Diagnose die transrektale sonographisch geführte Biopsie durchgeführt. Die B-Bild Sonographie zeigt eine geringe Spezifität und Sensitivität in der Prostatakarzinomerkennung. Dies führte zur Einführung des systematischen Biopsie, welche derzeit den „goldenen Standard“ darstellt.
Dur die Entwicklung von Ultraschallkontrastmitteln („microbubbles“) besteht die Möglichkeit, kleinste Tumorgefäße („Angiogenese“) darzustellen. Dadurch wird die Tumordetektion verbessert.
Seite 27 von 55
Das Prostatakarzinom produziert das prostataspezifische Membranantigen (PSMA) welches in dieser Studie als Marker verwendet wird. Studien haben gezeigt, das PSMA im Prostatakarzinom deutlich höher exprimiert wird als im normalen Gewebe. Daher eignet sich dieser Marker für eine spezifische Bindung an die „microbubbles“. Dadurch kann prinzipiell malignes von benignem Prostatagewebe differenziert werden.
Mittels in-vitro Experimenten soll die Bindungseffizienz von PSMA Antikörpern an die Ultraschallkontrastmittel evaluiert und die Anbindung von den „targeted microbubbles“ an die Prostatakarzinomzelle untersucht werden.
Diese Studie soll völlig neue Aspekte für die Prostatakarzinomdetektion mittels Ultraschall eröffnen.
« Letzte Änderung: 18. Dezember 2008, 02:05 von Gitti »

Geri

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Re: Prostatakrebs - neuer Tumormarker
« Antwort #3 am: 11. Februar 2009, 22:33 »
Prostatakarzinom: „Süße“ Alternative zum PSA-Test?

Mittwoch, 11. Februar 2009

Ann Arbor – US-Forscher haben erstmals einen Marker für das Prostatakarzinom im Urin gefunden. Ob der Nachweis von Sarcosin genauer als der PSA-Test zwischen der benignen Prostatahyperplasie und dem Prostatakarzinom unterscheiden kann, wie die Autoren in Nature vermuten, dürfte weiteren Studien vorbehalten bleiben.

Das prostataspezifische Antigen (PSA), ein vom Drüsenepithel gebildetes Protein (ihm sollen die Spermien ihre Fähigkeit verdanken, sich frei im Ejakulat zu bewegen), ist ein sehr ungenauer Marker für das Prostatakarzinom. Denn es wird auch bei der benignen Prostatahyperplasie, eine im Alter regelmäßig auftretende Vergrößerung der Prostata, vermehrt gebildet.

Dies führt zu vielen falschpositiven Testergebnissen (die schmerzhafte Biopsien zur Folge haben) und zu vielen falschnegativen Tests (mit der noch schmerzlicheren Folge eines zu spät erkannten Tumorleidens).

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=35394

Josef

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Prostatakrebs - neuer (süßer) Tumormarker
« Antwort #4 am: 21. Februar 2009, 22:22 »
Urologen äußern sich skeptisch über neuen Tumormarker

20.02.09.

Sarkosin soll Diagnose und Behandlung von Prostatakrebs verbessern

Hamburg (AP) Die Deutsche Gesellschaft für Urologie hat sich zurückhaltend über den neu entdeckten Biomarker zur Diagnose von Prostatakrebs geäußert. Für den Einsatz von Sarkosin in der Routinediagnostik sei es sicher noch zu früh, erklärten die Fachärzte. Die US-Wissenschaftler, die den Tumormarker entdeckten, setzen dagegen große Hoffnung in Sarkosin: Nach ihrer Überzeugung könnte er künftig die Diagnoseverfahren vereinfachen und die Behandlungsmethoden optimieren.

In ihrer Studie hatten die Forscher der Universität Michigan Urin-Proben von Prostatakrebs-Patienten und gesunden Kontrollpersonen verglichen. In 79 Prozent der Proben mit gestreutem Prostatakrebs und in 42 Prozent der Proben mit frühen Tumorstadien konnte Sarkosin nachgewiesen werden. Bei tumorfreien Patienten wurde der Marker dagegen nicht gefunden. Die Experten urteilten daher, Sarkosin sei zumindest in der Studie ein besserer Indikator für fortgeschrittenen Krebs gewesen als der herkömmliche PSA-Test.

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Urologie hat das Studienergebnis auch in der Bundesrepublik die große Hoffnung geweckt, Sarkosin könne bald ein wichtiges diagnostisches Instrument sein und neue Behandlungsstrategien ermöglichen. Die Experten warnen aber vor zu hohen Erwartungen – nicht zuletzt weil der Marker bislang nur an einer geringen Zahl von Patienten untersucht wurde. Der Generalsekretär der Fachgesellschaft, Michael Stöckle,
sagte: «Der Biomarker Sarkosin hat ein hohes wissenschaftliches Zukunftspotenzial, es sieht aber eher so aus, als würde er die Patientenbehandlung allenfalls limitiert beeinflussen».

In Deutschland erkranken jedes Jahr fast 50.000 Männer neu an diesem bösartigen Tumor der Vorsteherdrüse. 11.000 Patienten sterben im gleichen Zeitraum an den Folgen.
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Re: Prostatakrebs - neuer Tumormarker
« Antwort #5 am: 17. März 2009, 01:02 »
04/03/09,23:05, Elsevier Von Elizabeth Mechcatie


Neuer Urintest könnte bei der Erkennung aggressiver Prostatakarzinome helfen

Bei Männern, die sich einer Prostata-Biopsie unterzogen, war ein molekularer Urintest hochspezifisch für Prostatakrebs, sagen Forscher in einem vorläufigen Bericht. Der Test weise die Fusion zweier Gene nach, die mit eher aggressiven Prostatakarzinomen im Zusammenhang steht.

Der nicht im Handel erhältliche Test deckte Fusionen zwischen TMPRSS2 (T2), einem androgenreguliertem Gen, und dem onkogenen Transkriptionsfaktor ERG auf. Diese Fusion wurde in etwa der Hälfte aller Prostatatumoren gefunden und war mit schlechten klinischen Outcomes assoziiert.

Gegen Ende 2005 wurde die Fusion das erste Mal beschrieben; dabei handelte es sich um die erste spezifische chromosomale Reorganisation, die bei Prostatatumoren identifiziert wurde. Es scheint "ein ideales Ziel für diagnostische Tests zu sein, weil es hochspezifisch für Prostatakrebs ist", so Dr. Jack Groskopf, Direktor der Abteilung für Forschung und Entwicklung von Krebsdiagnostiken bei Gen-Probe Inc. Diese Firma ist in San Diego niedergelassen und hat den Test entwickelt.

Der Test, der auch als T2:ERG -Test bekannt ist, könnte sich im Laufe der Zeit als nützlich erweisen, um Prognosen und richtige Behandlungsmaßnahmen für Prostatakrebs-Patienten zu entwickeln, sagte Dr. Groskopf auf einer Pressekonferenz, die am Dienstag, den 24. Februar gehalten wurde. Dies geschah im Vorfeld der Präsentation der Studie, die auf dem Symposium für urogenitale Karzinome vorgestellt wird. Er führte die Notwendigkeit eines Tests an, das feststellen kann, ob ein Prostatakrebs aggressivere Behandlungsmaßnahmen benötigt oder ob vielleicht eine konservative Therapie völlig ausreicht. Mit dem Test existiere auch das Potenzial, die Progression des Krebses sowie die Abhängigkeit von Androgenen auf molekularer Ebene zu erklären.

http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_News_Article_Medical?profileAOI=11&profileAOIName=Onkologie&articleItemId=6536b2abc59cc919fe54d69a82c86c7b
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hilde

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Prostatakrebs - neuer Tumormarker
« Antwort #6 am: 29. Januar 2013, 18:28 »



EANS-News: Epigenomics AG / Predictive Biosciences führt Prostatakrebstest basierend auf Epigenomics DNA-Methylierungsmarker ein

Corporate News übermittelt durch euro adhoc. Für den Inhalt ist der Emittent/Meldungsgeber verantwortlich.

Unternehmen/Neue Produkte/Molekulardiagnostik

Berlin, Deutschland, Seattle, WA, und Lexington, MA, USA (euro adhoc) - Das deutsch-amerikanische Krebsdiagnostik-Unternehmen Epigenomics AG (Frankfurt Prime Standard: ECX) und Predictive Biosciences, ein innovativer Entwickler neuartiger molekulardiagnostischer Tests, gaben heute bekannt, dass Predictive Biosciences aus Lexington (Massachusetts, USA) einen neuartigen Gewebe-basierten Test, der Epigenomics' Methylierungsarker GSTP1 verwendet, zur Bestätigung der Biopsie bei Verdacht auf Prostatakrebs auf den Markt gebracht hat.

Pierre Cassigneul, Chief Executive Officer von Predictive Biosciences, kommentierte: "Wir freuen uns sehr, unser bestehendes kommerzielles CertNDx?-Franchise im Bereich Blasenkrebs durch diesen ersten neuen Test weiter auszubauen. Der Test richtet sich an den hohen ungedeckten Bedarf im Bereich der klinischen Diagnostik von Prostatakrebs. Wir planen die Kommerzialisierung einer Reihe weiterer neuer Tests in den nächsten Jahren."

Noel Doheny, Geschäftsführer von Epigenomics' amerikanischer Tochtergesellschaft, fügte hinzu: "Wir begrüßen es, dass Predictive Biosciences die Markteinführung eines Testsystems, das auf Epigenomics' Technologie basiert, erfolgreich voranbringen konnte. Dieser Markteintritt ist ein weiteres Zeichen für die wachsende Bedeutung von DNA-Methylierungstests in der Krebsdiagnostik."

-Ende-

Kontakt Epigenomics AG

Antje Zeise | CIRO Manager IR/PR Epigenomics AG Tel +49 (0) 30 24345 386 pr@epigenomics.com www.epigenomics.com

Über Predictive Biosciences Predictive Biosciences entwickelt neue molekulardiagnostische Krebstests und ist ein auf die Urologie spezialisierter Anbieter von molekular-pathologischen Produkten und Labordienstleistungen. Durch den Einsatz verschiedener patentierter Biomarker und klinischer Konzepte hat das Unternehmen ein einzigartiges Portfolio an Tests für das Management von Krebserkrankungen aufgebaut, das anfänglich auf Blasen- und Prostatakrebs ausgerichtet ist. Für weitere Informationen siehe www.predictivebiosci.com.

Über Epigenomics Die Epigenomics AG (www.epigenomics.de) ist ein Molekulardiagnostik-Unternehmen, das eine Pipeline eigener Produkte für Krebs entwickelt und vermarktet. Diese Produkte erlauben es Ärzten, Krebserkrankungen früher und genauer zu diagnostizieren, wodurch ein besserer Therapieerfolg für die Patienten ermöglicht wird. Epigenomics' Hauptprodukt ist der blutbasierte Test Epi proColon® für die Früherkennung von Darmkrebs. Der Test wird in Europa bereits vermarktet und befindet sich für den US-amerikanischen Markt in der Entwicklung. Die große Akzeptanz der Technologien und Produkte des Unternehmens bestätigt sich in einer Vielzahl von Partnerschaften mit führenden Unternehmen in der Diagnostikindustrie, darunter Abbott, QIAGEN, Sysmex und Quest Diagnostics. Epigenomics ist ein international aufgestelltes Unternehmen mit Standorten in Europa und den USA.

Epigenomics' rechtlicher Hinweis. Diese Veröffentlichung enthält ausdrücklich oder implizit in die Zukunft gerichtete Aussagen, die die Epigenomics AG und deren Geschäftstätigkeit betreffen. Diese Aussagen beinhalten bestimmte bekannte und unbekannte Risiken, Unsicherheiten und andere Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage und die Leistungen der Epigenomics AG wesentlich von den zukünftigen Ergebnissen oder Leistungen abweichen, die in solchen Aussagen explizit oder implizit zum Ausdruck gebracht wurden. Epigenomics macht diese Mitteilung zum Datum der heutigen Veröffentlichung und beabsichtigt nicht, die hierin enthaltenen, in die Zukunft gerichteten Aussagen aufgrund neuer Informationen oder künftiger Ereignisse bzw. aus anderweitigen Gründen zu aktualisieren.

Ende der Mitteilung   euro adhoc

Unternehmen: Epigenomics AG
             Kleine Präsidentenstraße 1
             D-10178 Berlin
Telefon:     +49 30 24345-0
FAX:         +49 30 24345-555
Email:       ir@epigenomics.com
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