Autor Thema: MS - aha  (Gelesen 4620 mal)

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hilde

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MS - aha
« am: 26. Juni 2008, 11:09 »

MS-Broschüre für junge Leser kostenlos

Multiple-Sklerose - Da es bisher noch keinen entsprechenden Ratgeber für Kinder und Jugendliche mit MS gab,
in dem die Erkrankung altersgerecht erklärt wird, haben Prof. Dr. Jutta Gärtner (Neuropädiatrie, Universitätsmedizin Göttingen)
und Prof. Dr. Wolfgang Brück (Neuropathologie, Universitätsmedizin Göttingen) - zusammen mit dem
Berliner Medizinjournalisten Thomas Hake eine 80-seitige Broschüre entwickelt.
Das Buchprojekt wurde von der Bayer Vital GmbH unterstützt.

Die Info-Broschüre enthält unter anderem Kapitel mit den Themen „Diagnose MS - Was nun?“, „Was ist mit mir los? Was ist MS?“, „Wie kann ich behandelt werden?“ und „Wie kann ich mit MS leben?“ Im Lexikon wird den jungen Lesern erklärt, welche deutschen Begriffe, Fremdwörter und Abkürzungen üblich sind, wenn sie sich mit ihren Ärzten über ihre Krankheit unterhalten. Die Autoren wünschen sich, dass die jungen Leser dieser neuen MS-Broschüre schon sehr bald zu einer „Fachfrau“ bzw. einem Ratgeber für Kinder und Jugendliche mit Multipler Sklerose Multiple Sklerose – was ist das?

„Fachmann in Sachen MS“ werden, denn auch das kann dazu beitragen, die vorhandenen Unsicherheiten und Ängste zu überwinden. Vor allem die Frage, wie man mit der Krankheit leben kann und mit welchen Veränderungen im Alltagsleben, in der Schule und im Freundeskreis man rechnen muss, beschäftigt die jungen Patienten, betonte Frau Prof. Gärtner. Alle diese Fragen werden in der Broschüre angesprochen und leicht verständlich erklärt.

http://www.openpr.de/news/221843.html



Geri

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MS - Multiple Sklerose
« Antwort #1 am: 17. Juli 2008, 00:38 »
Multiple Sklerose

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Multiple Sklerose (MS), häufig auch Encephalomyelitis disseminata, ist eine chronisch-entzündliche Entmarkungserkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS), deren Ursache trotz großer Forschungsanstrengungen noch nicht geklärt ist. Sie ist neben der Epilepsie eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen im jungen Erwachsenenalter und von erheblicher sozialmedizinischer Bedeutung.

Bei der Multiplen Sklerose treten im Marklager von Gehirn und Rückenmark verstreut vielfache (multiple) entzündliche Entmarkungsherde auf, die vermutlich durch den Angriff körpereigener Abwehrzellen auf die Myelinscheiden der Nervenzellfortsätze verursacht werden. Da die Entmarkungsherde im gesamten ZNS auftreten können, kann die Multiple Sklerose fast jedes neurologische Symptom verursachen. Sehstörungen mit Minderung der Sehschärfe und Störungen der Augenbewegung (internukleäre Ophthalmoplegie) sind relativ typisch, aber nicht spezifisch für die Multiple Sklerose.

Die Erkrankung ist nicht heilbar, der Verlauf kann durch verschiedene Maßnahmen jedoch günstig beeinflusst werden. Entgegen der landläufigen Meinung führt die Multiple Sklerose nicht zwangsläufig zu schweren Behinderungen. Auch viele Jahre nach Beginn der Erkrankung bleibt die Mehrzahl der Patienten noch gehfähig.
Inhaltsverzeichnis

    * 1 Medizinhistorische Aspekte
    * 2 Epidemiologie
          o 2.1 Krankheitshäufigkeit
          o 2.2 Sterblichkeit
          o 2.3 Geographische Verteilung
    * 3 Neuropathologie
    * 4 Ätiologie und Pathogenese
          o 4.1 Genetische Prädisposition
          o 4.2 Infektionshypothese
          o 4.3 Hygienehypothese
          o 4.4 Vitamin-D-Stoffwechselhypothese
          o 4.5 Umweltgifte
          o 4.6 Impfungen
          o 4.7 Experimentelle Tiermodelle der MS
    * 5 Verlaufsformen
          o 5.1 Schubförmig remittierende MS (RR-MS) und sekundär progrediente MS (SP-MS)
          o 5.2 Primär progrediente MS (PP-MS)
    * 6 Symptome
    * 7 Diagnose
          o 7.1 Klinische Diagnosekriterien
          o 7.2 Bildgebende Untersuchungen
          o 7.3 Laborchemische Untersuchungen
                + 7.3.1 Blutuntersuchungen
                + 7.3.2 Liquordiagnostik
          o 7.4 Neurophysiologische Untersuchungen
          o 7.5 Differenzialdiagnose
    * 8 Therapie
          o 8.1 Schubtherapie
          o 8.2 Immunmodulation und Immunsuppression
                + 8.2.1 Schubförmiger Verlauf
                + 8.2.2 Chronisch progrediente Verlaufsformen
          o 8.3 Symptomatische Therapie
                + 8.3.1 Behandlung der Spastik
                + 8.3.2 Schmerzbehandlung
                + 8.3.3 Behandlung von Blasenfunktionsstörungen
                + 8.3.4 Behandlung von Sprech- und Schluckstörungen
                + 8.3.5 Behandlung des Fatigue-Syndroms und depressiver Störungen
                + 8.3.6 Behandlung von Störungen der Sexualität
          o 8.4 Ernährung
          o 8.5 Therapien außerhalb der evidenzbasierten Medizin
          o 8.6 Ausblick
    * 9 Prognose
    * 10 Quellen und weiterführende Informationen
          o 10.1 Literatur
                + 10.1.1 Einzelnachweise
          o 10.2 Weblinks
                + 10.2.1 Dachorganisationen
                + 10.2.2 Weiterführende Informationen
                      # 10.2.2.1 Leitlinien und Grundsätze
                      # 10.2.2.2 Meldungen aus der Forschung

Medizinhistorische Aspekte ]

Eine der ersten literarischen Beschreibungen der Erkrankung findet sich im Tagebuch des Augustus Frederick d'Este (1773 –1843),[1] einem Enkel von Georg III.[2][3]

D'Este beschreibt zunächst eine bei ihm im Alter von 28 Jahren erstmals aufgetretene vorübergehende Sehschärfeminderung:

    „Im Dezember des Jahres 1822 reiste ich von Ramsgate in die schottischen Highlands um einige Tage mit einem Verwandten zu verbringen, für den ich die Gefühle eines Sohnes hegte. Bei meiner Ankunft war er verstorben …. Kurz nach der Beerdigung war ich gezwungen, mir die empfangenen Briefe vorlesen und meine Antwortbriefe schreiben zu lassen, da meine Augen so angegriffen waren, dass das Sehen undeutlich wurde, wenn ich kleine Dinge fixierte. Solange ich jedoch nicht versuchte zu lesen oder zu schreiben, war mir nicht im Geringsten gegenwärtig, dass meine Sehkraft eingeschränkt war. Kurz darauf reiste ich nach Irland und meine Augen erholten sich ohne jegliche Behandlung und gewannen ihre Stärke und klare Sicht zurück.“ [4]

In der Folge traten schubförmig weitere typische Symptome der Erkrankung wie Doppelbilder, eine Schwäche der Beine und Taubheitsgefühle auf:

    „17. Oktober 1827. Zu meiner Überraschung bemerkte ich (in Venedig) eine Erstarrung oder Undeutlichkeit der Empfindung in der Gegend der Schläfe über meinem linken Auge. In Florenz begann ich an einer Störung des Sehvermögens zu leiden: Um den 6. November herum nahm das Übel soweit zu, dass ich alle Dinge doppelt sah. Jedes Auge hatte sein eigenes Bild. Dr. Kissock nahm an, dass ein Übermaß an Galle die Ursache sei: zweimal wurden Blutegel im Bereich der Schläfe angesetzt, Einläufe wurden verabreicht, Erbrechen wurde ausgelöst und zweimal wurde ich zur Ader gelassen, was mit Schwierigkeiten verbunden war. Die Erkrankung meiner Augen klang ab, ich sah alle Dinge wieder natürlich in ihrem einzelnen Zustand. Ich war in der Lage auszugehen und zu spazieren. Nun begann sich eine neue Krankheit zu zeigen: Mit jedem Tag stellte ich fest, dass mich schrittweise meine Kraft verließ. Eine Taubheit und Empfindungstörungen traten an Steißbein und Damm auf. Schließlich hatte mich die Kraft der Beine um den 4. Dezember herum fast ganz verlassen. Ich verblieb in diesem außergewöhnlichen Zustande der Schwäche für etwa 21 Tage ….“ [4]

Eine der ersten medizinischen Beschreibungen der Multiplen Sklerose wird William MacKenzie (1791–1886) zugeschrieben. Der schottische Augenarzt berichtete die Krankengeschichte eines 23-jährigen Mannes, der, nachdem zunächst Sehstörungen aufgetreten waren, wegen zunehmender Lähmungen in das Londoner St. Bartholomew's Hospital aufgenommen worden war. Zusätzlich entwickelten sich eine Sprechstörung (Dysarthrie) und eine Harninkontinenz. Alle Symptome waren jedoch nach zwei Monaten wieder weitestgehend verschwunden.[5]

Im Jahre 1868 beschrieb Jean-Martin Charcot die Erkrankung nicht nur umfassend klinisch, sondern auch detailliert pathologisch: etwa das Verteilungsmuster multipler sklerosierender Herde in der Nachbarschaft der Hirnventrikel und im Hirnstamm sowie mikroskopisch den Verlust der Markscheiden im Bereich dieser Herde. Er bezeichnete die Erkrankung als la sclerose en plaques. Bereits 1877 schlug der Neurologe Julius Althaus (1833–1900) vor, die Erkrankung nach Charcot zu benennen; das Eponym Morbus Charcot ist jedoch ungebräuchlich geworden.

Epidemiologie

Krankheitshäufigkeit

Die Multiple Sklerose ist in Mitteleuropa die häufigste chronisch-entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems. Frauen sind ungefähr doppelt so häufig betroffen wie Männer. Nach aktuellen Schätzungen liegt die Krankheitshäufigkeit (Prävalenz) in Deutschland bei 149 Erkrankten pro 100.000 Einwohner, woraus sich eine Gesamtzahl von etwa 122.000 Erkrankten ergäbe.[6] Andere Schätzungen gehen von 67.000 bis 138.000 erkrankten Patienten aus.[7] Für Österreich werden vergleichbare Zahlen angegeben[8], woraus eine Gesamtzahl von etwa 8150 Erkrankten resultiert. Für die Gesamtschweiz liegen keine epidemiologischen Untersuchungen vor, für den Kanton Bern wurde jedoch mit 110 Erkrankten pro 100.000 Einwohner eine vergleichbare Prävalenz ermittelt.[9] Weltweit sind etwa 2,5 Millionen Menschen an der MS erkrankt.

Sterblichkeit

Insbesondere bei Patienten, die keine höhergradigen Behinderungen aufweisen, ist die Sterblichkeit (Mortalität) nicht wesentlich erhöht.[10] Die Lebenserwartung von MS-Patienten liegt sechs bis zehn Jahre unter der von Nichterkrankten vergleichbaren Alters.[11] In den letzten Jahrzehnten ist jedoch ein deutlicher Rückgang der Sterblichkeit zu verzeichnen.[12]

Geographische Verteilung und ........... http://de.wikipedia.org/wiki/Multiple_Sklerose

Dietmar E.

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Multiple Sklerose - Urlaub
« Antwort #2 am: 29. Juli 2009, 00:22 »
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=090724020

Multiple Sklerose: Entspannung im Urlaub wichtig


Mönchengladbach (pte/24.07.2009/13:55) - Barrierefreiheit und Angebote, die besonders auf Bedürfnisse von Menschen mit Multipler Sklerose (MS) eingehen, geben Tourismus-Anbietern Zugang zu einer neuen Kundengruppe. Zu diesem Schluss kommt die Touristikforscherin Dominica Buchelt von der Hochschule Niederrhein http://www.hs-niederrhein.de . In Interviews mit MS-Patienten und unter Berücksichtigung der Krankheitsbilder entwarf sie Urlaubsangebote, die auf Bedürfnisse bei MS zugeschnitten sind. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf Voraussetzungen, die Entspannung ermöglichen. "Die Erholung auf einer Reise kann das Immunsystem stärken und Körperkräfte regenerieren, was sich auch positiv für die Vermeidung von Krankheitsschüben auswirken kann", so die Forscherin gegenüber pressetext.

Die Planung einer Urlaubsreise stellt MS-Patienten und ihre Angehörigen vor hohe Herausforderungen. "MS hat körperliche, kaum zu vereinheitlichende Folgen, die zu zahlreichen Hindernissen führen", erklärt Buchelt. Übermäßige Hitze fördere beispielsweise Entzündungen und in weiterer Folge Krankheitsschübe, ähnliches gelte für Erkältungen auslösendes kaltes Wetter. Betroffene müssen stets die Möglichkeit einer Ruhepause haben, weswegen streng organisierte Studien- und Erlebnisreisen gemieden werden. Entscheidend ist auch, ob der Zugang zum Hotel oder medizinische Versorgung im Fall eines Schubes gewährleistet ist. MS-Patienten suchen derzeit bei der Urlaubsplanung nach Erfahrungsberichten in Internetforen oder fragen bei den Verbänden um Hilfestellungen an. "Spezielle Reiseangebote für MS-Patienten gibt es jedoch bisher weltweit nicht", betont Buchelt.

Das wichtigste Merkmal eines Urlaubsangebotes für MS-Patienten, die je nach Krankheitsverlauf oft in Gehfähigkeit oder auch in ihrer Greifmotorik eingeschränkt sind, ist die barrierefreie Einrichtung des Hotels. Hotelzimmer sollten über Klimaanlage und eigene Kühlschränke verfügen, auch spezielles Geschirr und ein geschultes Servicepersonal erleichtere den Betroffenen den Aufenthalt. "Darüber hinaus ist ein Freizeitprogramm zu empfehlen, das speziell auf vollwertiger Ernährung sowie auf Sport und Bewegungsübungen für spezielle Muskelgruppen aufbaut", so Buchelt. Bewusstes Wahrnehmen von Natur und Kultur lasse zudem krankheitsbedingte Einschränkungen in den Hintergrund treten. Reiseanbieter würden von einer speziellen Berücksichtigung der Bedürfnisse bei MS durchaus profitieren, gibt die Expertin zu bedenken. "2,5 Mio. Menschen leiden an Multipler Sklerose, vor allem in Industrieländern." (Ende)


Aussender: pressetext.deutschland
Redakteur: Johannes Pernsteiner
email: pernsteiner@pressetext.com
Tel. +43-1-81140-316
« Letzte Änderung: 29. Juli 2009, 00:22 von Dietmar E. »
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)