Autor Thema: D., Versicherungen  (Gelesen 13485 mal)

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Richi

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D., Versicherungen
« am: 29. Juni 2008, 18:43 »
Ausweitung bestehender Verträge auf das größte Bundesland

TK zahlt Homöopathie in Nordrhein-Westfalen

27.06.08 - Ab 1. Juli können nordrhein-westfälische Ärzte homöopathische Behandlungen mit der Techniker Krankenkasse abrechnen. Voraussetzung ist ein Diplom des Homöopahten-Zentralvereins. Vergütet wird in festen Euro-Beträgen.

Die Techniker Krankenkasse (TK) ist die größte gesetzliche Kasse, die sich in größerem Umfang für die Homöopathie einsetzt. Bisher zahlt sie bereits in Baden-Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Hamburg, Berlin und Rheinland-Pfalz für die alternative Behandlungsform.

Vertragspartner ist die Managementgesellschaft des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte (DZVhÄ). Sie vergibt die Homöopathie-Diplome, die der Arzt für die Teilnahme an dem Vertrag vorweisen müssen. In Nordrhein-Westfalen sind das zur Zeit rund 140 Kollegen.

Homöopathische Behandlung von A bis Z abrechenbar

Sie können nun Leistungen aus dem Vertragspaket abrechnen. Dazu zählen die ausführliche Erstanamnese, homöopathische Analyse und Arzneimittelauswahl sowie Folgeanamnesen und Beratungen. Vergütet wird - je nach Aufwand - mit einer von sieben verschiedenen Euro-Pauschalen. Die Höhe der Pauschalen wollte die TK auf Anfrage nicht nennen - für diese Information müssen sich die Ärzte schon einschreiben.

Günter van Aalst, Leiter der TK-Landesvertetung, erläutert die Gründe für das Engagement: "Damit kommen wir dem Wunsch vieler Versicherten nach alternativen Heilmethoden nach." Nach Angaben der Kasse erklärten 86 Prozent der befragten Versicherten in NRW, dass sie in bestimmten Fällen an einer homöpathischen Behandlung interessiert wären.
Behandlung der Patienten ohne Druck

DZVhÄ-Mitglied Ferdinand Escher aus Hagen zeigte sich erfreut über die neue Möglichkeit. "Es macht jetzt richtig Freude, Homöopathie in der Kassenpraxis einzusetzen", sagte er. "Ich kann es mir jetzt leisten, Patienten die Zeit zu geben, die sie benötigen.

Homöopathie zählt in Deutschland nicht zum Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung. Trotzdem ist die etwa 200 Jahre alte alternative Arzneitherapie in der Bevölkerung beliebt. Bei Allergien, Kopfschmerzen oder Magen-Darm-Krankheiten wird sie gern nachgefragt.

TK / DZVhÄ / chy

http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_politik_arzneiversorgung_homoeopathie_121456825768.htm&n=1

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Homöopathie
Leistungskatalog

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Deutsche setzen häufig auf Alternativmedizin

Werner

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Ombudsmann für Versicherungen - Von Mann zu Mann
« Antwort #1 am: 15. Juli 2008, 10:55 »
Ärzte Zeitung, 15.07.2008

Kummer-Etikette: Von Mann zu Mann

Es ist schon arg, was man sich als Mann alles bieten lassen muss!

.............. http://www.aerztezeitung.de/panorama/auch_das_noch/default.aspx?sid=503919


Josef

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D., Barmer KV. will Versicherte langfristig an sich binden
« Antwort #2 am: 08. August 2008, 13:31 »
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=080808016

   Prämie von bis zu 200 Euro in Aussicht gestellt

   Bonn (pte/08.08.2008/12:30) - Die Barmer Ersatzkasse http://www.barmer.de
   (BEK) zahlt mehreren zehntausend Versicherten Prämien dafür, dass sie die
   Krankenkasse nicht verlassen. Das berichtet heute, Freitag, die F.A.Z.
   Insgesamt sollen gut 25.000 Versicherte in den Genuss der so genannten
   "Serviceberater-Pauschale" kommen. Im Gegenzug für die Prämie in Höhe von
   200 Euro verpflichten sich die Versicherten, bis Ende 2009 in der BEK zu
   bleiben und an Umfragen teilzunehmen. Das Bundesversicherungsamt (BVA)
   rügt diese Prämie scharf, da sie seiner Meinung nach wettbewerbswidrig
   sei. "Die Serviceberater-Verträge dienten primär nicht der
   Marktforschung, sondern bezweckten, die Versicherten mittels einer hohen
   Geldprämie weiterhin an die Kasse zu binden", erklärt Sylvia
   Bohlen-Schöning, Vizepräsidentin des BVA
   http://www.bundesversicherungsamt.de . "Damit verstößt die Barmer gegen
   die Grundsätze des fairen Wettbewerbs unter den gesetzlichen
   Krankenkassen."

   Wie die F.A.Z. weiter berichtet, haben sich andere Kassen bereits 2007
   beim BVA über diese Marketingaktion beschwert. "Ich kann gut verstehen,
   dass die anderen Kassen über das wettbewerbswidrige Verhalten der Barmer
   verärgert sind", sagt Bohlen-Schöning. Sie hoffe, dass kein Rechtsstreit
   nötig werde, damit die BEK bis Ende September 2008 ihr
   "Serviceberater-Programm" einstellt. Die mit 5,2 Mio. Mitgliedern größte
   deutsche Ersatzkasse hält die Einwände der Aufsicht für unbegründet.
   Dennoch wolle man das Programm ab Oktober nicht mehr weiter verfolgen,
   heißt es von der Barmer. Nach eigenen Angabe habe die BEK das
   "Serviceberater-Programm" rund 3,7 Mio. Euro gekostet, die aus dem
   gesetzlich begrenzten Marketingetat finanziert würden.

   Mit Nachdruck wies die BEK die Formulierung zurück, es handle sich bei
   der "Serviceberater-Pauschale" um eine "Bleibeprämie". Tatsächlich gehe
   es darum, mit wissenschaftlicher Hilfe zu erforschen, warum Mitglieder
   die Kasse verlassen wollen. "Das entspricht auch einer früheren Anregung
   des BVA, die Marktforschung sogar noch zu intensivieren", sagte der
   BEK-Vorstandsvorsitzende Johannes Vöcking. Deshalb habe man Mitglieder
   angesprochen, die ihren Austritt nicht eigens begründet hätten. Die Kasse
   widersprach der Vermutung, dass dies vor allem für besserverdienende
   Mitglieder gegolten habe, die einen hohen Beitrag zahlen. Das Programm
   laufe aus, auch wegen der Ungewissheiten im Zusammenhang mit der
   geplanten Einführung des Gesundheitsfonds im kommenden Januar.

   Die F.A.Z. zitiert aus einem ihr vorliegenden Vertrag zwischen der BEK
   und einem "Serviceberater": "Er nimmt bis zum 31. Dezember 2009 an vier
   Befragungen der Barmer teil." Im Gegenzug gab es eine Prämie von 150 bis
   200 Euro als Aufwandsentschädigung. Erste scharfe Kritik aus der Politik
   auf das Vorgehen der BEK ließ nicht lange auf sich warten. So sagte
   FDP-Gesundheitspolitiker Daniel Bahr: "Serviceberaterverträge werfen
   einen Schatten auf die Ergebnisse von Versichertenbefragungen. Die Kassen
   haben häufig genug Ärzte und Apotheker kritisiert, die sich durch
   Beraterverträge an die Pharmaindustrie binden. Das fällt auf die Barmer
   zurück."
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Richi

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D., Wie Schwerkranke um Leistungen kämpfen müssen
« Antwort #3 am: 07. Januar 2009, 20:57 »
Wie Schwerkranke um Leistungen kämpfen müssen

Autorin: Christiane Cichy

Sendeanstalt und Sendedatum: mdr, Dienstag, 6. Januar 2009 im Ersten

Annett M. leidet an einer schweren und seltenen Krankheit. Ihre Wirbelsäule ist stark deformiert. Nur ein Stab in ihrem Rücken hält sie noch gerade. Die Krankheit führte zu weiteren Beeinträchtigungen. So wurden etwa ihre Lungen so stark geschädigt, dass die junge Frau inzwischen auf Sauerstoffversorgung angewiesen ist. Ohne fremde Hilfe und medizinische Geräte kann sie nicht leben. Doch seit einiger Zeit weigert sich die Versicherung immer wieder, notwendige Therapien, Geräte und Hilfsmittel zu bezahlen. So wollte sie zum Beispiel bislang nicht die kompletten Kosten für einen neuen Rollstuhl tragen und zahlte lediglich eine Pauschale, die nur für eine Reparatur des alten Rollstuhls ausreichte. Der ist jetzt allerdings schon zehn Jahre alt und nach zahlreichen Reparaturen nicht mehr zu gebrauchen. Annett M. musste sich selbst helfen und sich um Ersatz kümmern:

"Ich sitze jetzt in einem Rollstuhl, der aus Spendenmitteln, über Stiftungen und über Privatpersonen finanziert wurde. Für den muss ich alle Reparaturen selber begleichen. Es werden keinerlei Kosten über die Krankenkassen getragen."
Keine Leistungen aus Kalkül

Doch Annett M. musste nicht nur um einen Rollstuhl kämpfen. In insgesamt elf Verfahren wehrt sie sich gegen die Leistungsverweigerung der Krankenversicherung. Vier sind noch offen. Die anderen Verfahren hat sie gewonnen. Für Dr. Peter Klink, ihren Anwalt, ist das Verhalten der Krankenkassen von dem Kalkül bestimmt, Geld zu sparen:

"Die Krankenkassen lehnen einfach aus Kostengesichtspunkten ab. Die Versicherten wehren sich einfach in einer viel zu geringen Häufigkeit, obwohl der Anspruch besteht. Letztlich geht das Kalkül natürlich auf: Ca. 90 Prozent der Versicherten wehren sich nicht."
Lebenswichtige Behandlung gekürzt

Besonders gravierend war die Kürzung von Annett M.s täglicher Bewegungstherapie. Diese Behandlung ist angesichts des fortschreitenden Krankheitsverlaufs für sie lebenswichtig. Darum legte sie gegen die Entscheidung nicht nur Widerspruch ein, sondern beantragte mit ihrem Anwalt auch eine Einstweilige Anordnung vor Gericht. Dort erkennt die Versicherung die Notwendigkeit der Therapie plötzlich wieder an. Doch die Ablehnung hätte fatale Folgen haben können:

"Nach den vorliegenden ärztlichen Stellungnahmen wäre es dazu gekommen, dass unsere Patientin, unsere Mandantin heute nicht mehr leben würde."

Damit konfrontiert erklärt die Krankenkasse gegenüber "Plusminus": " ... der Gang zum Gericht wäre ... nicht notwendig gewesen. ... auch im Widerspruch ... hätte die Bewilligung der Physiotherapie ... erfolgen können." Außerdem wurde die Bewilligung eines neuen Rollstuhls zugesichert, für den man allerdings nur eine Pauschale zahlen will. Ob sie für die Erfordernisse von Annett M. ausreicht, bleibt abzuwarten.
Katalogleistung verwehrt

Elke P., eine weitere Mandantin von Rechtsanwalt Klink, leidet an Multipler Sklerose und ist ebenfalls auf fremde Hilfe angewiesen. Damit sie sicher und einfacher vom Bett in den Rollstuhl gehoben werden kann, hat ihr Ehemann Rüdiger schon vor acht Jahren einen sogenannten Deckenlifter beantragt. Doch obwohl sich selbst der Medizinische Dienst dafür ausgesprochen hatte, wollte ihre Krankenkasse nicht die Kosten dafür übernehmen. Darum müssen Pfleger auch weiterhin mehrmals am Tag Elke P. unter großer körperlicher Anstrengung umheben. Jetzt entschied das Bundessozialgericht: "Die Deckenliftanlage ist als Hilfsmittel der Kranken- oder Pflegeversicherung kostenfrei zur Verfügung zu stellen." Nach Auffassung des Anwalts war der Streit von Vornherein überflüssig:

"Der Krankenkasse hätte schon von Anfang an klar sein können, dass der Deckenlifter ein Hilfsmittel ist. Es steht in ihrem eigenen Hilfsmittelverzeichnis. Es gibt eine entsprechende Verlautbarung der Spitzenverbände der Krankenkassen zu der Thematik Deckenlifter. Darin sind die Deckenlifter noch einmal ausdrücklich als Hilfsmittel erwähnt. Dementsprechend hätte die Krankenkasse von Anfang an den Deckenlifter gewähren können."

Trotz der Entscheidung hat Elke P. noch immer keinen Deckenlifter. Weil sich ihr Gesundheitszustand erheblich verschlechtert hat, wird nun darüber gestritten, ob die Krankenkasse oder die Pflegekasse dafür aufkommen muss.
Spartrend auf Kosten der Schwerkranken

Der Gesundheitsökonom Prof. Michael Schlander sieht in dem Verhalten der Kassen, selbst notwendige Therapien abzulehnen, einen Trend, der sich in Zukunft noch verschärfen wird:

"Die Kassen müssen sehen, dass sie mit begrenzten Mitteln auskommen. Die Realität ist, dass wir - wenn wir nur begrenzte Mittel im System haben - folglich nicht alles bezahlen können. Es gehört zu den ganz großen Märchen der Gesundheitspolitik zu sagen: 'Wir könnten uns alles leisten.' Das ist lange nicht der Fall."

Die Folgen dieser Entwicklung haben offenbar die Schwerkranken zu tragen. Sie werden wohl immer häufiger für notwendige Behandlungen vor Gericht gehen müssen.
 
Dieser Text informiert über den Fernsehbeitrag vom 06.01.2009. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.

http://www.daserste.de/plusminus/beitrag_dyn~uid,hfmeowc0szyyzmmf~cm.asp

Sissi

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Deutschland: Privatkassen erhöhen Prämien um bis zu 20 Prozent
« Antwort #4 am: 13. Januar 2009, 10:52 »
Erneute Steigerung zum Jahreswechsel

Privatkassen erhöhen Prämien um bis zu 20 Prozent

12.01.09 - Für viele privat Krankenversicherte sind die Beiträge zum Jahresanfang erneut deutlich gestiegen. Das ergab eine Umfrage des Berliner "Tagesspiegels" unter den größten Anbietern.

Durchschnittlich 3,5 Prozent sind es bei der Allianz, 9,2 Prozent bei der Victoria und 2,9 Prozent bei der DKV. Im Einzelfall können die Erhöhungen je nach Tarif bis zu 20 Prozent betragen. Nur die Debeka hat die Prämien nach eigenen Angaben nicht heraufgesetzt.

Für die neuerliche Preisrunde machen die Versicherer vor allem höhere Ausgaben für Arzneimittel, Arzt- und Heilpraktikerbehandlungen verantwortlich. Neukunden zahlen seit Jahresanfang zudem einen Aufschlag von rund zehn Prozent, weil sie künftig ihren Anbieter wechseln können.

Dazu muss die Branche neuerdings http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_politik_krankenkassen_private_123177405744.htm&n=1

Evi

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Gericht bestätigt Verbot der Gesundheitsprämie

Kassen dürfen Verzicht auf Arztbesuch nicht belohnen

19.02.09 - Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen den Verzicht auf medizinische Leistungen nicht mit einer Prämie belohnen. Finanzielle Anreize sind lediglich für gesundheitsbewusstes Verhalten erlaubt, so ein Urteil des Hessischen Landessozialgerichts (L 1 KR 150/08 KL).

Eine Betriebskrankenkasse wollte Ende 2007 den Bonus für gesundheitsbewusstes Verhalten um eine Gesundheitsprämie für Versicherte erhöhen, die lediglich Präventionsleistungen in Anspruch nehmen, auf weitere Leistungen aber verzichten. Das Bundesversicherungsamt verweigerte dieser Regelung die Genehmigung.

http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_politik_krankenkassen_gesundheitspraemie_123504923338.htm

Jutta

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D., Berufsunfähigkeitsversicherung
« Antwort #6 am: 08. August 2009, 14:33 »
VERSICHERUNG + VORSORGE

Leseraufruf Berufsunfähigkeitsversicherung Bekommen Sie den optimalen Schutz?

Erwerbstätige sollten eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Im aktuellen Test hat jede zweite Berufsunfähigkeitspolice ein "sehr gut" erreicht. Aber längst nicht jeder Kunde erhält den guten Rundumschutz. Helfen Sie Finanztest beim Nachprüfen.
Zur vollständigen Meldung
http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/meldung/-Leseraufruf-Berufsunfaehigkeitsversicherung/1797958/1797958/

admin

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Deutsche Krankenkassen: Wenn der Service klemmt
« Antwort #7 am: 31. August 2010, 20:19 »

Deutsche Krankenkassen: Wenn der Service klemmt

http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/meldung/4129351-4129354/

Chat Krankenkassen Meldung

25.08.2010

Beim Servicetest Krankenkassen haben AOK Plus und Techniker Krankenkasse ein gut abgeliefert. Service und Beratung bei den anderen 19 Kassen im Test ist befriedigend. Auf Fragen zum Thema antwortet Finanztest-Expertin Sabine Baierl-Johna im Chat am Mittwoch, dem 1. September, zwischen 13 und 14 Uhr. Stellen Sie jetzt Ihre Fragen.
Wie gut sind Sie aufgehoben?

Wie erfahre ich, ob ich die für mich passende Krankenkasse gewählt habe? Was kann ich tun, wenn die Krankenkasse Leistungen verweigert? Wie kann ich verhindern, dass ich Zusatzbeiträge an die Kasse zahlen muss? Wer unterstützt mich, wenn es mit meiner Kasse Streit gibt? Stellen Sie jetzt Ihre Fragen.
Praxistest Krankenkassen: 21 Kassen im Test

Josef

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D., Versicherungen
« Antwort #8 am: 07. September 2010, 00:01 »
Koalition will Privatkassen entlasten
Private Krankenkassen sollen erstmals auch von Preissenkungen für Arzneimittel profitieren, die für gesetzliche Kassen ausgehandelt werden. Regelungen für die gesetzlichen Versicherungen (GKV) sollten auf Wunsch der Union in bestimmten Bereichen in der privaten Krankenversicherung (PKV) angewendet werden, sagte der Sprecher von Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP), Christian Lipicki, am Montag in Berlin. Er bestätigte damit einen Bericht der «Financial Times Deutschland» («FTD»), wonach Preise für neue Medikamente, die künftig der Spitzenverband der gesetzlichen Kassen mit den Herstellern aushandelt, auch für private Versicherer gelten sollen.
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Carola-Elke

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Montag, 16. Mai 2011

Gerichtsbeschluss zu homöopathischen und anthroposophischen Arzneien

Kassel/Berlin – Ärzte können homöopathische und anthroposophische Arzneimittel zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verordnen. Allerdings müssen die Medikamente als Therapiestandard in der Anlage I, der sogenannten OTC-Übersicht, der Arzneimittel-Richtlinie aufgelistet sein.

Entscheidend sind außerdem die Erkrankung und das Therapieziel, mit dem die Ärzte das Präparat verordnen. Das hat der 6. Senat des Bundessozialgerichts (BSG) Mitte Mai in Kassel entschieden und damit die Rechtsauffassung des Gemeinsamen Bundesausschusses im Zusammenhang mit anthroposophischen Mistel-Präparaten bestätigt (Az.: B 6 KA 25/10 R).

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/45861/Gerichtsbeschluss_zu_homoeopathischen_und_anthroposophischen_Arzneien.htm

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D., Versicherungen bei Schwerbehinderungen, sowie ....
« Antwort #10 am: 21. Mai 2011, 00:37 »
Freitag, 20. Mai 2011

G-BA beschließt Neufassung der Heilmittelrichtlinie

Berlin – Nach fünfjähriger Beratungsdauer hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) gestern in Berlin die Neufassung der Heilmittelrichtlinie beschlossen. Neu geregelt wird dadurch unter anderem das Genehmigungsverfahren für behinderte Patienten.

Musste bislang vor jeder Verordnung eine Genehmigung erteilt werden, kann ab dem 1. Juli ein Arzt den Patienten für ein Jahr in den Status einer Schwerbehinderung setzen und ihn damit für diesen Zeitraum von allen Genehmigungsverfahren befreien.

Darüber hinaus können Kindertherapeuten Tagesfördereinrichtungen besuchen, um zerebral geschädigte Kinder zu betreuen. Es sei den Kindern nicht zuzumuten, stets die Praxen der Therapeuten aufzusuchen, sagte der G-BA-Vorsitzende Rainer Hess vor Journalisten. 

Darüber hinaus hat der G-BA Computertomographie (CT)- und Magnetresonanztomographie (MRT)-gestützte Schmerzbehandlungen in den Katalog der hochspezialisierten Leistungen nach § 116b SGB V aufgenommen. Diese Verfahren, bei denen beispielsweise Injektionen und Infusionen von schmerzlindernden Arzneimitteln an die Nervenwurzeln mithilfe von CT und MRT durchgeführt werden, können somit künftig als ambulante Leistungen im Krankenhaus abgerechnet werden. 

Zudem hat der G-BA die Qualitätsindikatoren, die in den Qualitätsberichten der Krankenhäuser enthalten sind, von 30 auf 182 erhöht. Intern werden 319 dieser Indikatoren erhoben, das AQUA-Institut hat nun im Auftrag des G-BA diejenigen Indikatoren bestimmt, die für eine Veröffentlichung in den Qualitätsberichten geeignet sind.

Der G-BA ist darüber hinaus einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) gefolgt, die Frauen, die bislang gar nicht oder nur einmal gegen Röteln geimpft wurden, empfohlen hatte, sich ein zweites Mal impfen zu lassen.

Erst dann könne von einer Immunität ausgegangen werden, hatte die STIKO erklärt. Dies gelte auch für Schwangere. Sowohl diese Rötelimpfung als auch eine Impfung Schwangerer gegen die saisonale Influenza können künftig abgerechnet werden.

© fos/aerzteblatt.de
Bookmar

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D. - Quartalszahlen: Milliardenüberschuss für Krankenkassen
« Antwort #11 am: 20. Juni 2011, 23:11 »

20/06/11 10:15, PAG

Quartalszahlen: Milliardenüberschuss für Krankenkassen

Berlin – Die gesetzlichen Krankenversicherung hat im 1. Quartal 2011 einen Überschuss von 1,468 Milliarden Euro erzielt. Das ist weit mehr als im Vergleichszeitraum 2010. Damals war es ein Plus von 235 Millionen Euro. Das hat das Bundesgesundheitsministerium (BMG) mitgeteilt.

Bei einer differenzierten Betrachtung der Kassenarten verbuchten die AOKen einen Überschuss von rund 627 Millionen Euro, die Ersatzkassen von 518 Millionen Euro, die Betriebskrankenkassen von 113 Millionen Euro, die Innungskrankenkassen von 121 Millionen Euro und die Knappschaft Bahn-See von 78 Millionen Euro.

Als Grund für die positive Finanzentwicklung der Krankenkassen nennt das Ministerium gedämpfte Ausgaben, vor allem bei Arzneimitteln, und konjunkturbedingt bessere Einnahmen. So standen in den Monaten Januar bis März 2011 bei sämtlichen Krankenkassen Einnahmen in Höhe von rund 45,85 Milliarden Euro Ausgaben in Höhe von etwa 44,38 Milliarden Euro gegenüber.

Das BMG warnt angesichts der positiven Zahlen davor, die finanzielle Situation zu überschätzen. Erfahrungsgemäß stiegen die Ausgaben der Kassen im weiteren Jahresverlauf, so dass über das gesamte Jahr betrachtet nicht mit weiteren Überschüssen in dieser Höhe zu rechnen sei, heißt es.

http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_Gesund_Detail?GRPid=28&GRPName=Gesundheitspolitik&articleItemId=98bd36e5b67f44486a9c76180bfe71fb


hilde

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Wenn die Krankenkasse Nein sagt - Patientenberater schlagen Alarm
« Antwort #12 am: 02. Juli 2013, 19:50 »


02.07.2013
      
Wenn die Krankenkasse Nein sagt - Patientenberater schlagen Alarm

Die Krankenkassen kümmern sich vorbildlich um ihre Patienten - zumindest in ihren Hochglanzbroschüren. Tausendfach stoßen ihre Mitarbeiter aber Kranke vor den Kopf und verweigern Leistungen.

Die Mitteilung der Krankenkasse war für die 46-jährige Christine M. ein Schock. Trotz schwerer Depression sollte sie von einem Tag auf den anderen kein Krankengeld mehr bekommen. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) hatte rein nach Aktenlage entschieden: Die Pflegerin im Schichtdienst sei wieder gesund.

Selbst die an schweres Leid gewohnten Mitarbeiter der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) sind verblüfft, wie oft und hartleibig deutsche Krankenkassen in den vergangenen zwölf Monaten Krankengeld verweigerten. Und es ist nur einer von vielen Bereichen, in denen Patienten nicht zu ihren Leistungen, zu ihrem Recht kamen.

Christine M. hatte das Gefühl, wieder in ein tiefes Loch zu fallen. Wovon sollte sie fortan leben? Vor allem aber verstand sie nicht, wie der MDK ohne jede Untersuchung so ein harsches Urteil fällen konnte. Denn ihr Arzt hatte sie erst kurz vorher wieder krankgeschrieben.

75.000 Patientenbeschwerden und -fragen nahmen sich die UPD-Berater zwischen Anfang April 2012 und Ende März 2013 an. Nun haben sie analysiert, wo demnach die größten Probleme für die Patienten im Gesundheitswesen lauern. "Was erstaunlich war, ist die hohe Relevanz des Themas Krankengeld", sagt UPD-Geschäftsführer Sebastian Schmidt-Kaehler. "Das haben wir so nicht erwartet."

Genau 4.761 Mal fragten deshalb Patienten um Rat - oft überfordert und orientierungslos. Denn oft wollen Kassen die Patienten nach Erkenntnissen der Berater zur Rentenversicherung drängen. Mit der Folge, dass die Betroffenen neue Problem bekommen und nicht wissen, wer für sie zuständig ist. "Da geht es ja letztlich um die wirtschaftliche Überlebensfähigkeit, um den Unterhalt, den man bestreiten muss", sagt Schmidt-Kaehler.

Wieviel Geld die Kassen durch verweigertes Krankengeld sparen, weiß niemand. Auch nicht, wie viele solche Fälle es bei den 70 Millionen Versicherten insgesamt gibt. Allerdings ist bekannt, dass die Ausgaben der Kassen für Krankengeld innerhalb der letzten fünf Jahre um mehr als drei Milliarden Euro auf über neun Milliarden Euro gestiegen sind.

Der Bundespatientenbeauftragte .......... http://www.journalmed.de/newsview.php?id=41018

admin

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"Plusminus" – am Mittwochabend, 22. Januar 2014, um 22:05 Uhr im Ersten.

Die Sendung wird in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag um 05:00 Uhr wiederholt.


Wie Krankenkassen auf neue Krebstherapien reagieren

Im Kampf gegen den Krebs gibt es immer wieder neue Therapien. Eine davon ist die Protonentherapie. In manchen Krankenhäusern

wird sie schon seit längerem erfolgreich eingesetzt. Doch eine Reihe von Patienten bleibt dabei auf ihren Behandlungskosten sitzen.

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http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/mdr/2014/sendung-vom-22012014-110.html

Neue Strahlentherapie: Warum einige Patienten auf ihren Behandlungskosten sitzen bleiben

Zwei Patienten mit dem Befund Prostatakrebs. Beide bekommen in einer Klinik in München eine Strahlenbehandlung mit Protonen, die in beiden Fällen erfolgreich ist. Aber nur die Kasse von einem von ihnen übernimmt die Behandlung! Warum ist das so?
Fall 1: Peter Meisner
Mann mit einem Netz über dem Kopf. Auf sein Auge ist ein Rohr gerichtet.

In den USA schon seit 20 Jahren Standard: Die Protonentherapie

Er ist 2010 an Krebs erkrankt. Dem Anwalt haben die Ärzte damals zur OP oder einer herkömmlichen Röntgenbestrahlung geraten. Wegen der Gefahr von Impotenz und Inkontinenz lässt dieser aber davon ab und entscheidet sich für die Protonentherapie. Der Vorteil des Verfahrens im Vergleich zu Röntgenstrahlen: Röntgenstrahlen durchdringen den Körper vollständig und schädigen auf ihrer Wegstrecke nicht nur den Tumor, sondern auch das getroffene, gesunde Gewebe rund um den Tumor. Bei der Protonenstrahlung ist das anders. Protonen sind winzige Teilchen, die erst im Ziel Energie abgeben. Unterwegs richten sie aber keinen Schaden an. Das schont das gesunde Gewebe. Und man kann zielgenau den Tumor bekämpfen, sogar, wenn er sehr tief im Körper sitzt. Ärzte wie Dr. Hans Rinecker haben gute Erfahrungen mit der Protonenbestrahlung:
»…wir haben bei allen 1800 Patienten, die wir bisher mit dieser Methode bestrahlt haben, weniger Strahlung, weniger Nebenwirkungen, weniger Strahlen in die Umgebung gesetzt.«

PD Dr. Hans Rinecker:Rinecker Proton Therapy Center

Ein weiterer Vorteil: Das Verfahren ist so schonend, dass es oft ambulant durchgeführt wird. Die Patienten können nach einer Bestrahlung meist wieder nach Hause. Bei Prostata-Patient Meisner führt die ambulante Bestrahlung im Mai 2013 zu einem guten Ergebnis. Seine PSA-Blutwerte, an denen man den Tumor identifiziert, sind seitdem unauffällig niedrig. Er ist mit der Behandlung sehr zufrieden.
»Die Erwartungen haben sich voll erfüllt. Es sind auch keine Nebenwirkungen eingetreten bisher. Ich fühle mich auch völlig als geheilt.«

Peter Meisner

Seine Krankenversicherung, die Siemens Betriebskrankenkasse, übernimmt die Kosten von etwa 18.000 Euro anstandslos. Die Kasse hat einen Versorgungsvertrag zur Kostenübernahme der ambulanten Behandlung mit der Klinik abgeschlossen.
Fall 2: Jochen Sonntag

Auch Jochen Sonntag erkrankt an Prostatakrebs. Wieder wird nur eine OP angeboten, die aber lehnt er wegen möglicher Nebenwirkungen ab. Von den Ärzten fühlt er sich unzureichend beraten und recherchiert selbst. Auch er entscheidet sich für die Protonentherapie und beantragt die Kostenübernahme durch seine Krankenkasse. Doch die lehnt ab. Jochen Sonntag ist fassungslos:
»Ich war ersteimal entsetzt, habe gefragt, warum? Man sagte mir, es gibt genug andere Behandlungsmöglichkeiten, dieses Verfahren sei experimentell und man würde das nicht bezahlen.«

Jochen Sonntag

Dr. Rinecker sieht das anders. Aus dem experimentellen Stadium sei die Protonentherapie längst hinaus, meint der Mediziner. Schließlich würden in den USA seit über 20 Jahren Patienten damit bestrahlt:
»Weltweit wurden bisher 80.000 Patienten schon behandelt. Es liegt genügend Erfahrung in der Protonentherapie vor.«

In Asien boomt die Protonentherapie bereits seit 2001. Auch in Europa ist diese Methode seit einigen Jahren klinisch etabliert. Sogar in Deutschland existieren mittlerweile fünf Protonenstrahlzentren, die nicht nur Prostatatumore, sondern auch Krebsarten wie Bauchspeicheldrüsen-, Augen-, Lungen- oder Darmkrebs behandeln. Doch die Häuser sind nicht ausgelastet. Schuld sind gesetzliche Hürden, die Kassen zwingen, Einzelfallentscheidungen zur Kostenübernahme zu treffen.

Auch Jochen Sonntag strebt eine Einzelfallentscheidung an und legt Widerspruch gegen die Ablehnung bei der Kasse ein. Um keine Zeit zu verlieren, geht er zunächst in Vorleistung. Ende 2010 bekommt er die erforderlichen 21 ambulanten Bestrahlungen zu je 1 Minute. Nach erfolgreicher Therapie reicht er die Rechnungen bei seiner Kasse erneut ein. Die lehnt wieder ab. Grund nun: wäre die Behandlung stationär erfolgt, hätten sie die Kosten übernommen. Jochen Sonntag ärgert das:
»Ich habe keine Reha gebraucht, ich habe keine Kur gebraucht, ich war im Prinzip durch die ambulante Bestrahlungsart immer arbeitsfähig und das sollte auch im Interesse der Krankenkasse liegen.«

Die Kasse aber verweist auf den Gemeinsamen Bundesausschuss. Das oberste Gremium der Ärzte und Kassen beschließt 2010, eine endgültige Entscheidung zur Kostenübernahme der Protonentherapie bei Prostatakrebs bis 2018 auszusetzen. Grund seien fehlende wissenschaftliche Studien. Laut Gesetz dürfen Kassen bis dahin in besonderen Einzelfällen Kosten übernehmen, allerdings nur bei stationärer Behandlung. Warum gilt das nicht für ambulante Therapien? Antwort des Bundesgesundheitsministeriums:
»Damit soll sichergestellt werden, dass neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden erst nach ausreichender Prüfung […] in der vertragsärztlichen Versorgung ambulant eingesetzt werden.«

Die Kasse setzt so die ambulante Protonentherapie in der Klinik mit der Behandlung in einer Arztpraxis gleich. Das kritisieren Medizinrechtler wie Rechtsanwalt Dr. Frank Breitkreutz. Er plädiert bei so einem Aufwand, die solch eine Therapie erfordert, zumindest für eine teilstationäre Einordnung.
»[…] es ist eine sehr aufwendige Therapieplanung, die einen sehr hohen Personaleinsatz erfordert die, in ärztlicher und nicht-ärztlicher Hinsicht und das ist ein sehr hoher maschineller Einsatz, das ist eine sehr aufwendige Lagerungsplanung, das ist ja eine Hochpräzisionsbestrahlung […]«

Stellt sich die Frage, ob eine so unterschiedliche Gewichtung seitens des Gemeinsamen Bundesausschusses überhaupt noch zeitgemäß ist. Zumal es doch heißt:
»Entscheidungen des Gemeinsamen Bundesausschusses sind nicht zuletzt für den Schutz der Patienten […]«

Das widerspricht vielen Kosten-Ablehnungen der Kassen. Denn Patienten, deren Krebs sich schnell ausbreitet, haben nicht mehr die Zeit, auf eine endgültige Entscheidung bis 2018 zu warten. Brauchen diese Methode vielleicht sofort.

Jochen Sonntag bezahlt die Behandlung zwar selbst, hat aber aus Ärger über die Reaktion seiner Kasse trotzdem vor drei Jahren Klage eingereicht. Er gilt mittlerweile medizinisch als geheilt. Andere Patienten aber müssen nicht nur um ihr Leben, sondern auch weiter um ihr Geld kämpfen.

Autoren: Mareen Mosler, Ralf-Ulrich Schmidt, Jürgen Magister

Stand: 22.01.2014 21:45 Uhr
« Letzte Änderung: 22. Januar 2014, 23:15 von admin »

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D - Gesetzliche Krankenkassen verfügen über 15 Milliarden Finanzreserven


Die gesetzlichen Krankenkassen haben im ersten Quartal 2016 einen Überschuss von 406 Millionen Euro erzielt. Die Reserven stiegen damit auf 14,9 Milliarden Euro zum Stichtag Ende März, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag in Berlin mitteilte. Demnach verzeichneten sämtliche Kassenarten ein positives Ergebnis. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) erklärte dazu: "Mit 15 Milliarden Finanz-Reserven stehen die gesetzlichen Krankenkassen auch im Jahr 2016 auf einer sehr soliden Grundlage."

http://www.journalmed.de/newsview.php?id=48518