Autor Thema: Nur 25 - 30 %? Die "Dunkelziffer" wird wohl über 50 % liegen!  (Gelesen 3789 mal)

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Josef

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   25-30% der Bevölkerung erkranken einmal im Leben an einer depressiven Verstimmung

   Betroffene helfen Betroffenen durch eine eigene Informationsbroschüre


   Wien (pts/30.06.2008/12:45) - Die beiden Organisationen Focus Patient und
   Meditia haben gemeinsam mit der Plattform "Öffentlichkeitsarbeit
   Depression (PÖD)" im Rahmen eines 4-teiligen Workshops zum Thema
   Depression eine Informationsbroschüre für Betroffene erarbeitet, um
   Erleichterung und Hilfestellung im Alltag zu geben. Ziel ist auch die
   eine Enttabuisierung und Entstigmatisierung dieses Krankheitsbildes, das
   von den Betroffenen aus ihrer Sicht sehr unterschiedlich wahrgenommen
   wird. Einige davon haben in einem Textbeitrag über ihre Erfahrungen mit
   depressiven Zuständen geschrieben.

   Dass Depression eine Krankheit ist, wird von der Umwelt auch heute noch
   nicht vollständig akzeptiert. Diese Krankheit kann weitreichende Folgen
   haben wie Jobverlust, Trennungen bis hin zu Selbstmord. Betroffene haben
   essentielle Fragen erörtert wie: Worin unterscheidet sich eine Depression
   bei Frauen und Männern? Wann werden bei Depression Medikamente eingesetzt
   und zu welchem Zweck? Warum geht es depressiven Menschen häufig am Morgen
   schlechter? Depression und Burn-out - Was haben die beiden gemeinsam?
   Herr Dr. Günter Klug, Leiter des Psychosozialen Dienstes in Graz,
   Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, hat der PÖD mit Antworten
   zur Seite gestanden. Die PÖD hat diese Punkte in ihrer praxisrelevanten
   Patientenbroschüre zusammengefasst, die nicht nur für Betroffene sondern
   auch für Angehörige, Arbeitgeber, Freunde und Bekannte hilfreich sein
   soll. Sie wird ab 1. Juli praktische Ärzten sowie Neurologen und
   Psychiatern kostenlos zur Verfügung gestellt.

   Zusätzlich kann die Broschüre unter http://www.focuspatient.at und
   http://www.meditia.at heruntergeladen, aber auch kostenlos unter
   info@ratiopharm.at angefordert werden. Besonderer Dank richtet sich an
   die Betroffenen für ihren Einsatz bei der Erstellung der
   Informationsbroschüre sowie der Firma ratiopharm Österreich, die den
   Druck übernommen hat.

   Ansprechpersonen

   Focus Patient Ltd
   Ingeborg Obermayer, MAS, MBA
   +43 676 971 63 13
   ingeborg.obermayer@focuspatient.com
   Melkergasse 23-25/1, 2500 Baden

   Meditia Information - Kommunikation - Interaktion
   Mag. Angelika Kraus-Rirsch, MAS
   +43 664 50000 22
   Angelika_Krauss-Rirsch@meditia.at
   Rauhensteingasse 7/44, 1010 Wien

   ratiopharm Österreich
   Dr. Eva Pasching
   Albert Schweitzer Gasse 3
   1140 Wien
   01-97007-500
   epasching@ratiopharm.at

   PÖD Plattform Öffentlichkeitsarbeit Depression
   c/o Verein Achterbahn
   Plüddermanngasse 45/1
   office@achterbahn.st
   http://www.achterbahn.st (Ende)

     Aussender: pts - Workshop (A)
   Ansprechpartner: Dr. Eva Pasching
   email: epasching@ratiopharm.at
   Tel. 01-97007-500

http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=080630024
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Dietmar E.

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Fast die Hälfte der Australier war schon einmal psychisch krank

Freitag, 24. Oktober 2008

Canberra – Rund 45 Prozent aller Australier im Alter zwischen 16 und 65 Jahren waren schon mindestens einmal in ihrem Leben von psychischen Störungen betroffen. Besonders auffällig ist der Anteil junger Menschen, wie das „Australische Büro für Statistik“ am Freitag in Canberra mitteilte.

Bei den 16 bis 24 Jahre alten Australiern litten demnach ein Viertel unter psychischen Problemen, während es unter den 65- bis 85-Jährigen nur sechs Prozent waren. In der Gruppe der Jugendlichen war es bei 320.000 Personen durch den Missbrauch von Alkohol und Drogen zu den psychischen Störungen gekommen.

Mentale Probleme seien besonders häufig bei Australiern zu finden, die arbeitslos seien, eine Haftstrafe verbüßt hätten oder obdachlos gewesen seien, so die Statistiker. Von den 3,2 Millionen Australiern, die in dem Untersuchungszeitraum unter psychischen Problemen litten gaben überdies 2,1 Millionen an, keine adäquate Behandlung erfahren zu haben.

© afp/aerzteblatt.de
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

hilde

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Montag, 25. Oktober 2010

Fast jeder dritte Bundesbürger leidet jährlich an psychischer Störung

München – Nach einer Untersuchung leiden mittlerweile rund 30 Prozent der Bevölkerung innerhalb eines Jahres an einer diagnostizierbaren psychischen Störung. Das geht laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins Focus aus einer Analyse von 19 Professoren und Klinikchefs aus den Bereichen Psychologie und Psychosomatik hervor, die die seelischen Krankheiten in Deutschland analysiert haben.

Am häufigsten treten danach Depressionen, Angststörungen, psychosomatische Erkrankungen und Suchterkrankungen auf. Die wirtschaftlichen Behandlungskosten solcher Seelenkrisen stiegen in Deutschland 2008 auf 28,6 Milliarden Euro, schreibt das Magazin unter Berufung auf neue Berechnungen des Statistischen Bundesamtes und des Robert Koch-Instituts.

Die Deutsche Rentenversicherung habe im vergangenen Jahr mit 64.000 Neu-Rentnern wegen psychischer Erkrankungen einen neuen Rekord registriert. Diese Folgen betreffen laut den Experten alle entwickelten Industrieländer in ähnlicher Weise.

Angesichts dieser Entwicklung warnten die Professoren und Klinikchefs laut Focus in einem Appell davor, dass die Kosten und Folgen psychosozialer Krisen nicht mehr beherrschbar seien.

............................ http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/43220/Fast_jeder_dritte_Bundesbuerger_leidet_jaehrlich_an_psychischer_Stoerung.htm