Autor Thema: Brustkrebs und Ernährung  (Gelesen 8073 mal)

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Tanja

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Brustkrebs und Ernährung
« am: 09. Juli 2008, 14:00 »
Sojareiche Ernährung könnte schützen

Ältere Frauen, die viel Sojaprodukte zu sich nehmen, könnten ein geringeres Brustkrebs-Risiko haben als ihre Altersgenossinnen,
die sich weniger sojareich ernähren, so die Ergebnisse einer Studie.

Bisherige Studien waren zu keinen eindeutigen Ergebnissen gekommen, was die Wirkung von sojareicher Ernährung auf das Brustkrebs-Risiko angeht. US-amerikanische Forscher haben diesen Zusammenhang nun anhand der Daten einer großen chinesischen Langzeit-Studie untersucht.
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Mehr als 35.000 Chinesinnen hatten im Zeitraum von 1993-1998 detaillierte Fragebögen zu ihrer Ernährung ausgefüllt. Im Anschluss beobachteten die Wissenschaftler sie für mindestens sieben Jahre. Bis 2005 hatten 629 der teilnehmenden Frauen Brustkrebs entwickelt.

Die Wissenschaftler schlossen zunächst andere Risikofaktoren wie familiäre Belastung und starkes Übergewicht rechnerisch aus. Danach kamen sie zu dem Ergebnis, dass Frauen mit sojareicher Ernährung ein deutlich niedrigeres Risiko hatten, Brustkrebs zu entwickeln, als Frauen, die weniger Sojaprodukte zu sich nahmen. Eine weitere Analyse zeigte, dass sich diese Schutzwirkung auf die Zeit nach den Wechseljahren beschränkte und für leicht übergewichtige Frauen stärker ausgeprägt war als für schlankere Gleichaltrige.

Die Forscher machen für den positiven Einfluss der Sojaprodukte bestimmte Inhaltsstoffe, die sogenannten Isoflavone verantwortlich. Sie kommen zu dem Schluss, dass bereits 10mg Soja-Isoflavone täglich einen anhaltend positiven Effekt auf das Brustkrebsrisiko haben könnten. Diese Menge Isoflavone ist etwa in einer Portion Tofu enthalten. Nach Meinung der Wissenschaftler ist die Zufuhr dieser Menge Soja auch für Bevölkerungsgruppen erreichbar, die sich nicht typischerweise sojareich ernährten.

http://www.lifeline.de/cda/nachrichten/medizin-news/content-186985.html

Evi

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Brustkrebs, Prostatakrebs - Milch, IGF-1 Laborwert
« Antwort #1 am: 31. Juli 2008, 19:43 »

Zum Nachlesen unter:

http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?t=1521


Im Zusammenhang mit Brustkrebs wurde schon vor Jahren vom Kuhmilchkonsum abgeraten.
Oft heißt es auch ganz allgemein, Milch sollte eher den Kindern vorbehalten sein, denn viele Erwachsene reagieren
mit Unverträglichkeitsreaktionen, die auf einen Mangel des Enzyms zur Verdauung der Lactose zurückzuführen sind.

Inzwischen häufen sich die Erkenntnisse darüber, dass auch bei Prostatakrebs die Milch ungesund sei - dies wohl hauptsächlich deswegen,
weil in ihr der Wachstumsfaktor IGF-1 enthalten ist, der Tumoren zum Wachstum anregen könnte.

Mir ging es in dem Beitrag oben eher um den Hinweis, dass das IGF-1, das bei Krebserkrankungen niedrig sein sollte,
durch den Verzehr von Kuhmilchprodukten ansteigt und man diesen Anstieg möglichst vermeiden sollte.

Den Ausweg über Schaf- und Ziegenmilchprodukte halte ich für unbedenklicher.

Aber lest selbst:

http://www.milch-den-kuehen.de/prostate.html
http://www.milchlos.de/milos_0706.htm
http://www.ndrtv.de/plusminus/20060425_3.html
http://www.milchbessernicht.de/txt_s123.htm
http://www.zeit.de/zeit-wissen/2006/01/Milch.xml

http://www.diabetes-deutschland.de/1111.htm
Risiko Milch? http://www.sylt-gesund-leben.de/texten/milch.htm

http://www.prostatadiaet.de/

Und weiter geht es dort u. a. mit:

IGF-1 und Östradiol (E2) (S) machen lassen beides zusammen kostete 50,71 €

Analyse:

IGF-1 gesamt 307 ng/ml --> Normwert 75 - 212 ng/ml

Östradiol 30,0 pg/ml -----> Normwert 7,0 - 38,0 pg/ml

Nehme zu diesem Zeitpunkt keine Milch mehr in den Kaffee und Milchprodukte ebenfalls nicht!

Bin gespannt wie die Werte nach 4 - 6 Monaten aussehen werden.

Östradiol habe ich messen lassen weil ich zu dieser Zeit etwa 90 Kg gewogen habe und jetzt 87 kg habe aber weiter hin im Abnehmen bin.

Eigentlich wollte ich das Verhältnis von Testosteron (letzter wert 4,4 ng/ml) zu Östradiol 30 pg/ml wissen!

Um das Verhältnis zu Testos. rechnen zu können muß ja das Östradiol in ng/ml gerechnet werden und das wäre doch 0,030 ng/ml oder?

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Hallo Allerseits,

mich hat vor allem die Frage beschäftigt, in welchem Umfang IGF I in veränderter Milch enhthalten ist. In dem Link http://www.milchlos.de/milos_0731.htm habe ich etwas gefunden. Bitte dann auf "Neuigkeiten" gehen und dort Mai 2006 anklicken.

Zitat:" Der Problematik hat sich ein koreanisches Wissenschaftler-Team angenommen. Sie stellten Folgendes fest: Der IGF-I-Gehalt der Milch wurde signifikant abgesenkt durch:

    * Erhitzungen auf 75 °C und mehr bei einer Dauer von 15 Minuten,
    * durch die Ultra-hoch-Erhitzung auf 121 °C für 15 Minuten, z.B. H-Milch
    * durch Fermentation mit Laktobazillen bulgaricus und acidophilus, z.B. traditionell hergestellter Joghurt.

Der IGF-I-Gehalt wurde nicht oder nicht wesentlich abgesenkt durch :

    * Homogenisierung, z.B. Frischmilch, Quark,
    * Pasteurisierung (Kurzzeiterhitzung auf 73 °C), z.B. Frischmilch, Quark, Käse,
    * Sprühtrocknung von Milchpulver, bei der die Milch kurzzeitig sehr hohen Temperaturen (130-150 °C) ausgesetzt ist, z. B. handelsübliche Milchpulver,
    * Lagerung.

Journal of Dairy Science, Volume 89 Nr. 2, 2006, S. 402-409, PMID: 16428610
Letzte Änderung am 31.03.2007" Zitat Ende

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Ich selbst nehme Kefir für mein Müsli. Für die Zubereitung des Kefirs verwende ich entrahmte H-Milch mit 0,3 % Fett. Die Kefirpilze hat ein Freund mit mir geteilt. Einfach in die Milch tun, ca. 24 h warten, abgießen und fertig. Pilze mit Wasser spülen und in etwas Milch im Kühlschrank aufbewahren. Pilze nicht mit Metall (Sieb, Löffel) in Berührung kommen lassen. Jeder alte Kaukasier hatte seinen Kefirpilz ein Leben lang.



Gitti

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Vitamin D senkt das Brustkrebsrisiko junger Frauen
« Antwort #2 am: 09. September 2008, 21:59 »

Bisher war die Bedeutung von Vitamin D nur bei der Entstehung der Osteoporose
wissenschaftlich erwiesen. Hohe Spiegel des Vitamins können aber scheinbar auch
das Brustkrebsrisiko positiv beeinflussen.

In Laboruntersuchungen zeigten Forscher, dass Vitamin D vor Brustkrebs schützen kann, indem es das Wachstum der Krebszellen hemmt. Kanadische Ärzte haben nun nachgewiesen, dass ein hoher Vitamin-D-Spiegel tatsächlich das Risiko für die Entstehung von Brustkrebs reduzieren kann.

Vitamin D (Cholecalciferol) spielt besonders bei der Regulierung des Kalziumhaushalts und somit beim Knochenaufbau eine große Rolle. Mit Hilfe von Sonnenlicht kann der Körper das Vitamin selbst produzieren. Auch durch den Verzehr bestimmter Lebensmittel wie Milchprodukte, Leber, Eier und Fisch nimmt der Mensch Vitamin D auf.

Die Wissenschaftler haben etwa 750 Brustkrebspatientinnen und mehr als 1.100 gesunde Frauen befragt, wie oft sie sich der Sonne aussetzten. Zudem ermittelten sie, wie viel Vitamin-D-haltige Nahrung die Frauen zu sich nahmen.

Das Brustkrebsrisiko der Frauen, die im Alter von zehn bis 29 Jahren hohe Vitamin-D-Spiegel hatten, war um fast ein Viertel geringer, als das der Teilnehmerinnen mit geringen Vitamin-D-Spiegeln in ihrer Jugend. Dieses Ergebnis war unabhängig davon, ob der Tumor Östrogen- oder Progesteron-Rezeptoren aufwies oder nicht.

http://www.lifeline.de/cda/nachrichten/medizin-news/krebs/content-189671.html

Sissi

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Brustkrebs: Ernährung war/ist wichtig
« Antwort #3 am: 28. Oktober 2008, 22:38 »
Ernährung kann Brustkrebsrisiko verdoppeln

Dienstag, 28. Oktober 2008

Potsdam-Rehbrücke – Eine bestimmte Ernährungsweise kann mit einem bis zu zweifach erhöhten Brustkrebsrisiko verbunden sein. Das berichtet eine Arbeitsgruppe um Heiner Boeing vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke im British Journal of Nutrition (2008, 100:942-946).

Verschiedene in den 1980er-Jahren durchgeführte Tier- und Humanstudien ließen einen Zusammenhang zwischen einer erhöhten Fettaufnahme, der Aufnahme gesättigter Fettsäuren und dem Brustkrebsrisiko vermuten. Folgestudien führten jedoch zu widersprüchlichen Ergebnissen.

Um zur Klärung des Sachverhaltes beizutragen, wertete das Forscherteam die Daten von 15.351 Teilnehmerinnen der sogenannten Potsdamer EPIC-Studie mit einem neuen statistischen Ansatz aus. Dabei gingen die Wissenschaftler der Frage nach, ob ein an Fettsäuren abgeleitetes Ernährungsmuster zu identifizieren ist, das in einem direkten Zusammenhang mit dem Brustkrebsrisiko steht und ob dieses auf günstige oder ungünstige Effekte der verschiedenen Fettsäurearten hinweist.

In der Gruppe von Frauen, die gleichzeitig viel verarbeitetes Fleisch, Fisch, Butter oder andere tierische Fette sowie Margarine verzehrten, dafür aber wenig Brot und Fruchtsäfte konsumierten, traten im Verlauf von sechs Jahren etwa doppelt so viele Brustkrebserkrankungen auf wie in der Vergleichsgruppe, die sich gegenteilig ernährte.

Damit identifizierten die Wissenschaftler ein Ernährungsmuster, das mit einem erhöhten Risiko für Brustkrebs verbunden ist. Einen positiven oder negativen Einfluss von ungesättigten oder gesättigten Fettsäuren lässt das Muster allerdings nicht erkennen. Die beobachtete Risikobeziehung war unabhängig vom Körpergewicht der Frauen. Ebenso spielte es keine Rolle, ob sich die Frauen vor oder in der Menopause befanden oder ob sie eine Hormonersatztherapie bekamen.

„Nach unseren Ergebnissen haben Frauen ein höheres Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, wenn sie sich nach einem Muster ernähren, das durch eine hohe Fettaufnahme charakterisiert ist. Dieser Befund bestätigt sowohl die älteren Daten als auch die erst kürzlich publizierten Befunde anderer prospektiver Studien.

Ob sich dieser Trend bei neueren Befunden fortsetzt und ob negative oder positive Effekte bestimmten Fettsäurearten zugeordnet werden können, werden die nächsten Monate zeigen. Auffällig ist auch, dass jüngste Studien mit Brustkrebspatientinnen auf günstige Effekte einer fettarmen Ernährung hinweisen“, sagte Boeing. © hil/aerzteblatt.de
Links zum Thema

» Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE)

» Abstract im British Journal of Nutrition

Evi

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Schützt grüner Tee Frauen vor Brustkrebs?
« Antwort #4 am: 14. November 2008, 14:20 »
Ärzte Zeitung, 14.11.2008

Schützt grüner Tee Frauen vor Brustkrebs?

ROSTOCK (ikr). Die tatsächliche Bedeutung von grünem Tee für das Brustkrebs-Risiko ist nach wie vor unklar: Eine Metaanalyse von zwölf Studien bestätigt zwar eine signifikante mehr als 20-prozentige Risikoreduktion für Brustkrebs bei hohem Konsum von grünem Tee im Vergleich zu geringem Konsum (Gynäkologe 41, 2008, 490).

In anderen Metaanalysen

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/mamma-karzinom/default.aspx?sid=521207

Geri

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Grüner Tee und Brustkrebs
« Antwort #5 am: 23. November 2008, 23:31 »
Schutz vor Brustkrebs durch grünen Tee umstritten

Der positive Effekt von grünem Tee auf das Brustkrebsrisiko ist umstritten.
Zwei Meta-Analysen von mehreren Studien, in denen die Wirkung des Tees auf Brustkrebsrisiko untersucht wurde, kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen.

...................... http://www.focus.de/gesundheit/ticker/krebs-schutz-vor-brustkrebs-durch-gruenen-tee-umstritten_aid_348578.html

Evi

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Brustkrebs und Kalzium
« Antwort #6 am: 07. März 2009, 00:13 »
Vor allem Frauen profitieren

Kalzium schützt vor Krebs

26.02.09 -

Frauen, die viel Kalzium mit ihrer Nahrung oder in Form von Supplements aufnehmen, senken ihr allgemeines Krebsrisiko signifikant. Bei Männern schützt eine hohe Kalziumzufuhr immerhin vor gastrointestinalen Tumoren.

http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_onkologie_krebspraevention_kalzium_123566205056.htm

Evi

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Brustkrebs und Wein
« Antwort #7 am: 09. März 2009, 09:15 »
09.03.2009 - Gesundheit

Rot schlägt Weiß nicht immer

Beim Brustkrebsrisiko wirken sich Rot- und Weißwein gleichermaßen negativ aus

Rotwein und Weißwein steigern gleichermaßen das Brustkrebsrisiko von Frauen. Das haben Mediziner herausgefunden, indem sie mehrere tausend Frauen befragten. Alkohol gilt generell als krebsfördernd, jedoch wirkt sich Rotwein bei manchen Krankheiten positiv aus. Die neue Studie zeigt, dass es für Brustkrebs keinen Unterschied zwischen den Weinsorten gibt.

http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/301287.html

hilde

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Brustkrebs und Ernährung
« Antwort #8 am: 11. Januar 2011, 00:52 »

Montag, 10. Januar 2011

Mammakarzinom: Fettiges Essen als Risikofaktor

Philadelphia – Eine cholesterinreiche Kost hat in einem Tiermodell die Bildung von Mammakarzinomen gefördert. Die wachsenden Tumoren machten sich einer Studie im American Journal of Pathology (2011; 178: 402-412) zufolge dann durch sinkende Cholesterinspiegel im Blut bemerkbar.

Der Brustkrebs ist stark an den westlichen Lebensstil gebunden. Die Prävalenz ist in den USA fünfmal höher als in Entwicklungsländern. Aber auch in Japan mit einem vergleichbaren Lebensstandard erkranken deutlich weniger Frauen an einem Mammakarzinom.

............ http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/44197/Mammakarzinom_Fettiges_Essen_als_Risikofaktor.htm

Gitti

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Kaffee schützt vor rezeptornegativem Brustkrebs
« Antwort #9 am: 11. Mai 2011, 20:52 »

Mittwoch, 11. Mai 2011

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/45801/Kaffee_schuetzt_vor_rezeptornegativem_Brustkrebs.htm

Kaffee schützt vor rezeptornegativem Brustkrebs

pa
Stockholm – Frauen, die viel Kaffee trinken, erkranken seltener an Brustkrebs. Die Assoziation war in einer Kohortenstudie aus Schweden in Breast Cancer Research 2011; 13: R49) auf rezeptor-negative Mamma­karzinome beschränkt. Die Ergebnisse konnten an einer deutschen Kohorte annähernd reproduziert werden.

Nirgendwo trinken die Menschen so viel Kaffee wie in Schweden. Der durchschnittliche Verbrauch liegt bei 8,2 kg pro Person und Jahr. Das macht in etwa drei Becher am Tag. Ob sich dies auf das Krebsrisiko auswirkt, beschäftigt Forscher schon seit langem.

Kaffee ist eine komplexe Mischung aus Koffein und Polyphenolen. Unter letzteren sind Moleküle, die in vitro als Karzinogen aktiv sein können, aber auch andere solche, denen eine antioxidative und damit krebspräventive Wirkung nachgesagt wird.

Schließlich gibt es in dem Getränk auch Moleküle mit einer, wenn auch schwachen östrogenen Wirkung. Ob sich dies auf die Inzidenz des Mammakarzinoms auswirkt, haben Jingmei Li vom Karolinska Institut in Stockholm und Mitarbeiter zunächst an einer Gruppe von 2.818 postmenopausalen Brustkrebspatientinnen aus Schweden untersucht, denen 3.111 Kontrollen gegenübergestellt wurden.

Beide Gruppen wurden ausführlich zu ihren Lebensstil befragt, zu dem auch der Kaffeekonsum zählt. Außerdem wurden die bekannten Brustkrebsrisikofaktoren wie frühe Menarche, positive Familienanamnese, Hormonersatztherapie und Body-Mass-Index erhoben.

Auch nach Berücksichtigung dieser bekannten Faktoren konnten die Forscher eine protektive Assoziation feststellen: Danach erkranken postmenopausale Frauen, die mehr als 5 Becher (à 1,5 dl) Kaffee pro Tag konsumierten, zu 20 Prozent seltener an Brustkrebs als Frauen die im Durchschnitt einen Becher oder weniger trinken.

Besonders ausgeprägt war der Zusammenhang bei östrogen-rezeptor-negativen Tumoren. Li ermittelt hier eine Odds Ratio von 0,43 (95-Prozent-Konfidenzintervall 0,25-0,72), was mehr als eine Halbierung des Risikos bedeuten würde. Auch für progesteron-negative Tumoren wurde eine Reduktion um ein Drittel gefunden.

zum Thema

    zur Studie
    Pressemitteilung des Karolinska Instituts
    Pressemitteilung von BioMed Central

Die Forscher konnten die Ergebnisse mit Unterstützung des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg an der deutschen “Mamma Carcinoma Risk factor Investigation” oder MARIE-Kohorte validieren.

Die Ergebnisse waren hier zwar noch so eindeutig wie in Schweden, wiesen aber in die gleiche Richtung. Der Unterschied könnte, so eine Spekulation von Li, damit zusammenhängen, dass in Schweden der Kaffee aufgegossen wird, während Deutsche den Filterkaffee bevorzugen. Nach dieser Vermutung würden protektive Faktoren im Filter zurückgehalten.

Warum Kaffee selektiv vor rezeptor-negativen Tumoren schützen soll, ist unklar und wird sich angesichts der komplexen Zusammensetzung des Kaffeegetränks wohl nicht so leicht ermitteln lassen. Denkbar ist, dass der Gehalt an Phytoöstrogenen wie Trigonelin eine protektive Wirkung bei rezeptor-positiven Tumoren verhindern. © rme/aerzteblatt.de

Werner

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Brust/Krebs und Zucker
« Antwort #10 am: 12. März 2016, 00:43 »