Autor Thema: Zöliakie  (Gelesen 3898 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Gitti

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 1.339
  • Geschlecht: Weiblich
Zöliakie
« am: 10. Juli 2008, 17:02 »
10/07/08,12:00, Aerzte_Zeitung

Klinisches Bild der Zöliakie hat sich bei Kindern gewandelt

NEU-ISENBURG (ikr). US-Kollegen haben möglicherweise einen Grund dafür gefunden, warum Zöliakie oft lange unentdeckt bleibt: Zumindest bei den betroffenen Kindern über drei Jahren hat sich das klinische Erscheinungsbild gewandelt.

"Wir haben es bei Kindern mit Zöliakie jetzt in der Regel mit asymptomatischen Kindern im Schulalter zu tun, die lediglich Risikofaktoren haben", berichten US-Forscher um Dr. Grzegorz Telega aus Milwaukee (Arch Pediatr Adolesc Med 162, 2008, 164). Es seien Risikofaktoren wie ein Typ-1-Diabetes oder Verwandte ersten Grades mit Zöliakie.

Die Pädiater haben die Krankendaten von 143 Kindern durchgesehen, bei denen in der Kinderklinik der Universität von Wisconsin zwischen 1986 und 2003 eine Zöliakie diagnostiziert worden war. Dabei stellte sich heraus, dass das Durchschnittsalter zum Zeitpunkt der Diagnose der Erbkrankheit von im Mittel 5,3 Jahren in der Zeit vor 1995 auf 8,7 Jahre nach 1995 gestiegen war.

Und noch etwas haben die Kollegen bemerkt: Bei Kindern unter drei Jahren überwogen typische gastrointestinale Symptome wie Diarrhoe, Bauchschmerzen und Gedeihstörung. Ältere Kinder hatten dagegen häufig nicht-gastrointesinale Erkrankungen wie Typ-1-Diabetes, Thyreoiditis, Minderwuchs sowie eine positive Familienanamnese für die Zöliakie oder einen Eisenmangel.

Überrascht waren die Pädiater nach eigenen Angaben über ein weiteres Ergebnis: 11 Prozent der Kinder mit Zöliakie waren sogar übergewichtig und nicht, wie es zu erwarten gewesen wäre, untergewichtig.

Die US-Kollegen raten aufgrund der neuen Erkenntnisse, bei Kindern aus Zöliakie-Familien, bei denen Verwandte ersten Grades von der Krankheit betroffen sind, oder anderen Risikofaktoren wie Minderwuchs und Typ-1-Diabetes auch an das Vorliegen einer Zöliakie zu denken.

Mehr Infos zu Diagnostik und Therapie bei Zöliakie bietet die Deutsche Zöliakie Gesellschaft: www.dzg-online.de

http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_Medizin_Detail?articleItemId=29ce88c9a658a57e4bcde95fbb90e696

Tanja

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 932
  • Geschlecht: Weiblich
Re: Zöliakie
« Antwort #1 am: 14. Oktober 2008, 16:17 »


Zöliakie

Gluten stresst den Darm

Jeder 500. Deutsche verträgt das Eiweiß Gluten nicht. Aber 70 bis 80 Prozent der Betroffenen wissen nichts
von ihrer Erkrankung, denn häufig leiden sie unter untypischen Symptomen.

Von FOCUS-Online-Autorin Saskia Stöcker

Der Getreidebstandteil Gluten kann die Zöliakie verursachen

Das Tückische an der Dünndarmerkrankung ist die Vielfalt der auftretenden Symptome. „Die Zöliakie
ist das Chamäleon unter den Magen-Darm-Erkrankungen“, beschreibt der Gastroenterologe Andreas Stallmach
die Problematik. Treten die Anzeichen in harmloser Form auf, beispielsweise mit einem gelegentlichen
Bauchdrücken, erkennt der Betroffene häufig gar nicht, dass er unter einer Nahrungsmittelunverträglichkeit
leidet.

Nicht immer hat der Patient den typischen Durchfall. Manchmal ist auch nur ..........
http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/nahrungsunvertraeglichkeit/tid-11530/zoeliakie-gluten-stresst-den-darm_aid_325932.html