Autor Thema: Rücken: Bewegungsmangel begünstigt Muskelabbau und Haltungsschwächen  (Gelesen 11154 mal)

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Tanja

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München im Juli 2008. Massive Rückenbeschwerden wie Bandscheibenvorfälle oder Gleitwirbel treten meist erst im fortgeschrittenen Alter auf. Doch oft lassen sich Grundsteine für derartige Probleme bereits in jungen Jahren finden. „Heutzutage stellen Kinderärzte bei rund zwei von drei Kindern Rückenschmerzen fest“, weiß Dr. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde in München und Präsident der deutschen Wirbelsäulenliga. „Jeder zweite Grundschüler weist deutliche Haltungsschwächen auf.“ Gegen diese Beschwerden hilft vor allem eines: Bewegung.
Leider für viele nicht selbstverständlich. Ebenso wie Erwachsene verbringen Kinder viel zu viel Zeit im Sitzen. Sei es in der Schule oder zu Hause vor Computer oder Fernseher. Toben und Spielen im Freien kommen häufig zu kurz. Dabei führt der Bewegungsmangel schnell zum Abbau der stützenden Bauch- und Rückenmuskulatur. Belastungen wirken dadurch viel stärker auf die empfindlichen Wirbel und Bandscheiben.
Auch schwere Schulranzen belasten Kinderrücken in erheblichem Maße. Für Eltern empfiehlt es sich daher darauf zu achten, dass das Gewicht des Tornisters keinesfalls mehr als 15 Prozent des Körpergewichtes des Kindes beträgt. Besonders in der Wachstumsphase reagiert die Wirbelsäule empfindlich auf jede falsche Belastung. Als Resultat zeigen sich oft Fehlhaltungen wie Rund- oder Hohlrücken.


Leichte Übungen für einen starken Rücken

„Bei bestehenden Beschwerden oder zur Vorbeugung bieten sich auch gezielte Übungen zur Stärkung der Muskulatur an“, sagt Dr. Schneiderhan. „Dabei sorgt eine aktive Beteiligung der Eltern für zusätzliche Motivation der Kinder und die Erwachsenen tun ihrem eigenen Rücken ebenfalls etwas Gutes.“ Vor den Übungen bringen zum Beispiel Seil- und Trampolinspringen den Kreislauf in Schwung und wecken die Bewegungslust.

1. Haltungstraining: Aufrecht auf einen Pezziball setzen und leicht auf- und abfedern. Dabei hebt das Gesäß immer leicht vom Ball ab. Darauf achten, dass der Rücken gerade bleibt.

2. Bauchmuskeln: Auf den Rücken legen und Beine angewinkelt aufstellen, Fersen drücken in den Boden. Einen Ball mit beiden Händen festhalten und Arme nach oben strecken. Dann den Ball in Richtung der Knie schieben, Kopf und Schulterblätter gehen mit. Darauf achten, dass der Hals lang bleibt und der Ball nicht die Knie berührt. Mehrfach wiederholen.

3. Rumpfmuskeln: Auf die Seite legen und den Ball zwischen die Knöchel klemmen. Den unteren Arm unter den Kopf legen und mit dem oberen abstützen. Beide Beine mit dem Ball vom Boden abheben. Mehrfach wiederholen, dann die Seite wechseln.

Weitere Tipps und Übungen für eine gesunde Wirbelsäule bei Jung und Alt gibt Dr. Reinhard Schneiderhan in seinem Buch „Dein Rücken – endlich schmerzfrei“.

Buchtipp: Dr. med. Reinhard Schneiderhan „Dein Rücken – endlich schmerzfrei“
Klaus Oberbeil Verlag, 264 Seiten, durchgehend farbig, € 19,90, ISBN: 978-3980238922

Weitere Informationen unter www.orthopaede.com.

Praxis Dr. med. Schneiderhan und Kollegen, Dr. med. Reinhard Schneiderhan, Anja Koutny,
Eschenstr. 2, 82024 München / Taufkirchen
Tel: 089 / 614510-0, Fax: 089 / 614510-12, E-Mail: , www.orthopaede.com

Die Praxisklinik Dr. Schneiderhan und Kollegen hat sich auf die Behandlung von Wirbelsäulen-Erkrankungen spezialisiert. Im Mittelpunkt steht ein interdisziplinäres Diagnose- und Therapiekonzept, welches durch Fachärzte aus Orthopädie, Neurochirurgie, Chirotherapie und Anästhesie umgesetzt wird. Rückenbeschwerden behandeln die Experten mit modernsten Methoden, wie minimalinvasive Verfahren. Mit über 10.000 Wirbelsäulenkatheter-, 8.000 Bandscheibenlaser- und 12.000 Hitzesondentherapien gehören sie zu den erfahrensten Spezialisten Deutschlands. Seit kurzem bietet die Praxisklinik diese Verfahren – sofern eine stationäre Behandlung medizinisch begründet ist – auch für Kassenpatienten auf Krankenschein an.

Dr. med. Reinhard Schneiderhan, Leiter der Praxisklinik, ist Wirbelsäulenspezialist und Orthopäde. 2000 wurde er von der deutschen Wirbelsäulenliga e.V. zum Präsidenten ernannt. Neben der Mitgliedschaft in vielen internationalen Fachgesellschaften führt er die Bezeichnung Algesiologe (Schmerztherapeut) mit Anerkennung der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V.

Dietmar E.

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Rückenschmerzen - Fitnessstudio?
« Antwort #1 am: 05. August 2008, 22:29 »
Fitness-Studio: Pro und Kontra

Welches Fitness-Studio ist für das Rückentraining geeignet?

Ein regelmäßiges Training im Fitness-Studio kann die Rückengesundheit verbessern. Doch wie sich zurechtfinden im Dickicht der zahlreichen Angebote? Die folgende Übersicht liefert wichtige Orientierungshilfen.

Das sportliche Angebot im Fitness-Studio reicht heute in den meisten Fällen vom klassischen Krafttraining über gymnastische Übungen bis hin zu verschiedenen Formen des Ausdauertrainings. Ein ganzheitliches Trainingskonzept, bei dem es nicht nur um den einseitigen Aufbau von Muskelmasse geht, ist wichtig für die Rückengesundheit. Laut Sportärztebund sollte ein Training zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit generell ganzheitlich ausgelegt sein und die wesentlichen Bereiche Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination umfassen.

Grundfrage: Ist ein ganzheitliches Training möglich?

Längst nicht alle Fitness-Studios bieten ein solches Komplettprogramm, reine Geräte- oder Aerobicstudios sind keine Seltenheit. Interessenten sollten daher vorab prüfen, ob es sich bei dem jeweiligen Studio um eine reine Muckibude oder ein ernst zu nehmendes Fitness-Studio handelt. Schauen Sie sich die Ausstattung der Studioräume und auch die hygienischen Zustände in den Nebenräumen wie Umkleidebereiche und Duschen an, bevor Sie sich für ein bestimmtes Studio entscheiden.

Erfüllen Geräte und Personal wichtige Standards?

Grundsätzlich muss die Geräteausstattung des Studios den Güte- und Prüfbestimmungen des TÜV für gesundheitsorientierte Fitness-Anlagen genügen. Zusätzliche Orientierungshilfe bietet das Gütesiegel des Deutschen Instituts für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. für Sportanlagen.

Ein ebenso entscheidender Punkt für die Wahl des Fitness-Studios ist die Qualifikation des Personals. Fachsportlehrer "Fitness- und Gesundheit" ist heute ein anerkannter Beruf und erfordert eine entsprechende Ausbildung, die von der Deutschen Fitness Akademie der Deutschen Fitnesslehrer Vereinigung e.V. angeboten wird.

Ein weiteres wichtiges ........ http://www.special-rueckenschmerz.de/rueckenschmerz/tipps_praevention/sport/content-187716.html#
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Tanja

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Ihre Rückenschule für zu Hause

Bei Rückenschmerzen ist Bewegung die beste Therapie: mit unseren Übungen können Sie Ihren Rücken
stärken und stabilisieren.

Fangen sie am Besten gleich an und planen Sie die Übungen in Ihren Tagesablauf ein.

http://www.special-rueckenschmerz.de/rueckenschmerz/service/informationsbroschueren/broschuere_rueckenschule/content-190562.html

Evi

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Rückenschmerzen - Bewegung
« Antwort #3 am: 23. Oktober 2008, 21:29 »

Sport gegen Rückenschmerzen 
 
Etwa 90 Prozent der Deutschen leiden irgendwann in ihrem Leben unter Rückenschmerzen. Ursache
dafür sind oft zu wenig Bewegung, falsche Körperhaltung und Verspannungen.

Wirkt man dem nicht früh genug entgegen, können die Schmerzen chronisch werden. Wichtig ist es,
die Beschwerden nicht nur mit Medikamenten zu unterdrücken, sondern die Ursache herauszufinden.
Therapiert wird dann beispielsweise mit intensiver Rückenschule und konsequenter
körperlicher Betätigung.

Will man Rückenschmerzen vorbeugen, sollte man vor allem in Bewegung bleiben,
denn Sport stärkt die Rückenmuskulatur und stabilisiert somit die Wirbelsäule. Je mehr
Muskulatur vorhanden ist, desto geringer ist das Risiko, im Laufe der Zeit,
Rückenschmerzen, Arthrose oder Osteoporose zu bekommen.


 
 

Sissi

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Rückenschmerzen als Volkskrankheit 
 
Wie eine aktuelle Studie zeigt, leiden immer mehr Menschen an Rückenschmerzen. 1998 klagten 53 Prozent der Bundesbürger über gelegentliche Rückenschmerzen, zehn Jahre später sind es schon zwei Drittel der Bevölkerung. Die Zahl der Menschen, bei denen sich die Schmerzen sogar chronifiziert hatten, stieg sogar von 17 auf 30 Prozent.

Gleichzeitig sinken aber die Arztbesuche: Nur noch 36 Prozent der Betroffenen holen sich medizinische Hilfe. Verschrieben werden dann meist Medikamente, Krankengymnastik, Massagen etc.. Leider kehren bei 81 Prozent der Befragten langfristig die Schmerzen wieder zurück. Komplette oder zumindest längere Schmerzfreiheit konnten jene Studienteilnehmer erzielen, die viel Sport trieben (drei- bis sechsmal pro Woche). Dabei spielt es allerdings eine maßgebliche Rolle, für welche Sportart man sich entscheidet: Tanzgymnastik, Pilates und Rückenschwimmen beispielsweise entlasten den Rücken, während Joggen gewöhnlich ganz schön aufs Kreuz geht.
 
 
 Lesen Sie dazu auch:
• Rückenschmerzen
http://www.wissen-gesundheit.de/content.asp?wdid=211&sid=0

hilde

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Rückenschmerzen? Krafttraining!
« Antwort #5 am: 21. Dezember 2008, 20:05 »

"Kurier" vom 20.12.2008

Seite: 27


Krafttraining hilft Rücken

Studie - Menschen mit chronischen Schmerzen im unteren Rückenbereich profitieren wesentlich stärker von Krafttraining als von Ausdauerübungen. In einer Studie der Universität von Alberta in Kanada besserte ein rund viermonatiges Training mit Hanteln die Schmerzen und die Beweglichkeit der Teilnehmer um durchschnittlich immerhin 60 Prozent. In einer zweiten Gruppe, deren Mitglieder Ausdauerübungen wie Joggen oder Walken absolvierten, lag die Besserung dagegen nur bei zwölf Prozent, wie die Forscher im Journal of Strength and Conditioning Research schreiben. Die kanadischen Sportphysiologen führen dies darauf zurück, dass beim Hanteltraining der ganze Körper beansprucht wird, während die Ausdauerübungen vor allem die untere Körperhälfte in Anspruch nehmen.

Tanja

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Rückenschmerzen: Welche Weisheiten treffen zu?
« Antwort #6 am: 24. März 2012, 16:48 »



Rückenschmerzen: Welche Weisheiten treffen zu?

MARKTCHECK-Top 3

aus der Sendung vom Donnerstag, 1.3. | 21.00 Uhr | SWR Fernsehen

Rückenschmerzen zählen zu den häufigsten Volksleiden. Fast 20 Millionen Deutsche haben regelmäßig Schmerzen und holen sich medizinische Hilfe. Können althergebrachte Ratschläge, wie immer aufrecht sitzen und auf harter Matratze liegen, wirklich helfen? MARKTCHECK klärt über die Top 3 der Rückenschmerzen-Mythen auf.
Kälte verursacht Rückenschmerzen

Kälteschutz

So einfach ist es nicht. Zwar stimmt es, dass im Winter viele Menschen besonders mit Rückenproblemen zu kämpfen haben. Doch die Annahme, dass die Kälte daran schuld ist, stimmt so nicht. Die kalte Temperatur hat keinen direkten Einfluss auf unser Rückgrat. Sonst könnten etwa die Eskimos kaum ihren Pflichten nachkommen.
Aufrecht sitzen ist gesund

Gerade Sitzen

Nicht immer tut es dem Rücken gut, wenn wir ihn gerade halten, vor allem nicht die ganze Zeit und in jeder Situation. Es hat seinen Grund, warum die Wirbelsäule biegsam ist. Daher sollte man seine Sitzposition regelmäßig verändern. Wer das nicht macht, riskiert Muskelverkrampfungen und damit Schmerzen.
Je härter die Matratze desto besser für den Rücken

Unentspanntes Erwachen

Das ist falsch! Eine zu harte Unterlage führt häufig zu Verspannungen der Muskulatur. Im schlimmsten Fall drohen sogar Schlafstörungen und chronische Rückenschmerzen. Viel wichtiger: Auf das eigene Körpergewicht kommt es an. Wer weniger wiegt sollte eher zu einer weicheren Matratze greifen, Schwergewichtler dann doch zur härteren. Meistens eignen sich mittlere Härtegrade am besten, so dass auch empfindliche Schläfer ihre wohlverdiente Bettruhe finden.

    Das Rückenbuch - Aktiv gegen Schmerzen Stiftung Warentest, Buch, 2010, 256 Seiten, 19,90 Euro zzgl. Versand

Rückenschmerzen MARKTCHECK,  1.3.2012 | 3:22 min


http://www.swr.de/marktcheck/essen/rueckenmythen-top3/-/id=2248976/nid=2248976/did=9171030/11aquye/index.html


hilde

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Rückenoperationen in der Kritik
« Antwort #7 am: 02. Mai 2013, 13:41 »




Skalpell oder lieber Gymnastik?

Rückenoperationen in der Kritik

Rückenschmerzen sind weit verbreitet. Jeder Zweite hat es im Kreuz, mindestens einmal im Jahr. Und fast jeder Vierte geht damit zum Arzt.
Eine OP-Schwester bereitet am 10.01.2013 im Diakonie Klinikum Hamburg im OP-Saal ein Skalpell vor; Rechte: picture alliance / dpa

Immer häufiger setzen die Chirurgen das Messer an: Die Zahlen der Rücken-Operationen sind in den vergangenen Jahren sprunghaft angestiegen. Aber nicht allen Patienten geht es nach einer Operation besser. Viele fühlen sich sogar schlechter. Was also hilft gegen den Schmerz? Eine Frage, die auch bei Experten Diskussionen auslöst.

Autorin: Sigrun Damas

Redaktion: Monika Kunze

Themen: Gesundheit, Naturwissenschaft


http://www.wdr.de/wissen/wdr_wissen/programmtipps/radio/13/04/29_1605_5.php5