Autor Thema: Prostatakrebs  (Gelesen 13147 mal)

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Geri

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Prostatakrebs
« am: 17. Juli 2008, 00:55 »

16/07/08,13:54, Elsevier Von Fran Lowry

Prostatakarzinom im Stadium IV wird häufiger bei jüngeren Männern diagnostiziert

CHICAGO (EGMN) – Ein fortgeschrittenes Prostatakarzinom wird in den USA trotz der weitverbreiteten Verfügbarkeit von Tests auf das prostataspezifische Antigen zunehmend bei jüngeren Männern von höchstens 60 Jahren diagnostiziert. Das geht aus epidemiologischen Belegen über einen Zeitraum von 15 Jahren aus der amerikanischen Surveillance, Epidemiology and End Results Datenbank hervor.

"Das ist die schlechte Nachricht", sagte Dr. Michael Carducci auf dem Jahrestreffen der American Society of Clinical Oncology, auf dem er die Daten in Form eines Posters präsentierte. "Die gute Nachricht ist, dass sie länger leben als je zuvor."

Dr. Carducci, Professor für Medizin an der Johns Hopkins University in Baltimore,
dämpfte die gute Nachricht mit der Beobachtung, dass ein verbessertes Überleben diese Männer
anfällig für ernsthafte physische und psychische Nebenwirkungen durch zunehmend erfolgreiche Therapien
macht. Darüber hinaus führt der natürliche Verlauf eines fortgeschrittenen Prostatakarzinoms zu einem
langwierigen Krankheitsverlauf, wobei Einschränkungen der Lebensqualität
eine bedeutende Besorgnis darstellen, erklärte ......... http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_News_Article_Medical?profileAOI=11&profileAOIName=Onkologie&articleItemId=c30a322260b859e0ea49ebe640cbb493

Geri

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Prostatakrebs - Androgenentzug kann Gedächtnis schaden
« Antwort #1 am: 28. Juli 2008, 22:13 »

28.07.08 - Patienten mit einem Prostatakarzinom erhalten häufig über einen längeren Zeitraum eine Hormon-Entzugsbehandlung. Dass diese sich negativ auf die kognitiven Fähigkeiten auswirken kann, zeigt nun eine aktuelle Review-Analyse.

Während verschiedene Nebenwirkungen der Androgenentzugstherapie - beispielsweise erhöhtes Osteoporose-Risiko oder Libidoverlust - relativ gut beschrieben sind, ist die Datenlage zu den Auswirkungen auf das Gedächtnis eher dürftig. Studien liefern zum Teil widersprüchliche Resultate.

Daher werteten Dr. Christian Nelson vom Memorial Sloan-Kettering Cancer Center und Kollegen nun die vorhandenen Daten in einer Review-Analyse aus - dabei bezogen sie auch Untersuchungen an Tiermodellen mit ein.

Insgesamt zeigten sich bei 47 Prozent bis 69 Prozent der Patienten, deren Prostatakarzinom mit Androgendeprivation behandelt wurde, kognitive Verschlechterungen auf mindestens einem Gebiet. Besonders häufig betroffen waren das räumliche Vorstellungsvermögen oder die Fähigkeit des "Multi-Taskings".

Einige Studien zeigten zudem, dass Testosteron sich auf Neurotransmitter-Systeme auswirken und Synapsen-Verbindungen stimulieren kann.

"Eine Androgenentzugstherapie kann offenbar die kognitive Fähigkeiten beeinträchtigen", schließen die Autoren. Ärzte sollten sich dieser möglichen Nebenwirkungen bewusst sein und bei Patienten verstärkt auf Symptome achten. Weitere Studien - auch mit bildgebenden Verfahren - müssten allerdings genauer Aufschluss über die Mechanismen und das Ausmaß dieser Effekte geben.

Die Studie erscheint in der "September-Ausgabe von "Cancer".

Blackwell Publishing

Dietmar E.

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Neue Hoffnung bei aggressivem Prostatakrebs
« Antwort #2 am: 16. August 2008, 17:18 »

http://www.welt.de/wissenschaft/article2239386/Neue_Hoffnung_bei_aggressivem_Prostatakrebs.html

22. Juli 2008

Wissenschaftler testen ein neues Medikament, das gegen Prostatakrebs helfen soll. Es ist der bedeutendste Fortschritt
der letzten 70 Jahre auf diesem Gebiet, berichtet BBC online. Der Wirkstoff kann Patienten helfen, bei denen der Krebs
bereits gegen die herkömmlichen Chemotherapien resistent geworden ist.

Ein neues Medikament namens Abiraterone könnte vermutlich 80 Prozent der Patienten heilen, die an der besonders aggressiven Form dieses Krebses erkrankt sind und wo der Krebs bereits gegen die herkömmlichen Chemotherapien resistent geworden ist. Eine klinische Studie zu diesem Mittel mit 1200 Testpersonen läuft bereits seit geraumer Zeit. Weitere, ausführlichere Tests sollen noch in diesem Jahr folgen.

Prostatakrebs ist der bei Männern am häufigsten vorkommende Krebs. Ungefähr 10.000 Männer bekommen jedes Jahr in Großbritannien die Diagnose an dem aggressiven und meist tödlichen Prostatakrebs erkrankt zu sein. Die im Durchschnitt verbleibende Lebenserwartung liegt bei 18 Monaten, wenn man sich einer Chemotherapie unterzieht.

 Bislang wurde vermutet, dass der Krebs von dem Sexualhormonen Testosteron, das in den Hoden produziert wird, gesteuert wird. Daher versuchen die momentanen Behandlungsmethoden die Produktion des Testosterons in den Hoden zu stoppen.

Neue Ergebnisse
Experten haben nun entdeckt, dass der Krebs von allen Drüsen, die die Sexualhormone produzieren, herrühren kann. Das schließt auch die Hormone ein, die der Krebs selbst produziert. Abiraterone soll daher die Produktion der Hormone im gesamten Körper blockieren.
Die letzte Studie dazu, erschienen kürzlich im Journal of Clinical Oncology und basiert auf Tests mit nur 21 Patienten, die allerdings eine fortgeschrittenen, sehr aggressiven Form des Prostatakrebses hatten und das neue Medikament getestet haben.
Bei der Mehrheit der Patienten wurde eine eindeutige Verminderung des Krebses festgestellt und ein Verlust des Schlüsselproteins, welches der Krebs produziert, ein spezifisches Prostata-Antigen. Viele Patienten sprachen daher von einer deutlichen Verbesserung ihrer Lebensqualität. Einige konnten sogar die Einnahme des Morphiums einstellen, welches sie lange Zeit einnahmen, um die unerträglichen Schmerzen zu mindern, die die Streuung des Krebses auf die Knochen auslöste.

Es besteht Hoffnung
Der Leiter der Forschungsgruppe Dr. Johann de Bono sagte die Ergebnisse müssen noch in umfangreicheren Studien belegt werden. In diesem Stadium, keiner der Patienten hat das Medikament länger als zwei und ein halbes Jahr eingenommen, ist es noch nicht exakt zu sagen, welchen Effekt das Medikament auf die Lebenserwartung der Patienten haben wird.
Aber er sagte weiter: „Wir glauben wir haben einen großen Schritt vorwärts in der Behandlung von Patienten mit Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium gemacht. Diese Männer haben eine sehr aggressive Form des Prostatakrebses, welche sehr schwer zu behandeln ist und fast immer tödlich endet. Wir hoffen, dass Abiraterone ihnen eventuell Hoffnung auf ein besseres und vor allem längeres Leben geben wird.“

Die Forscher rechnen damit, dass der Wirkstoff auch anderen Krebspatienten helfen kann, so beispielsweise auch Brustkrebspatienten. Professor David Webb, Experte in klinischer Pharmakologie an der Universität in Edinburgh, sagt: „Dieser Wirkstoff sieht sehr vielversprechend aus aber der ist noch immer in den Anfangsstadien der Entwicklung.
Es ist wichtig, sehr aufmerksam zu untersuchen, inwieweit er positive Effekte erzielt aber auch welche Nebenwirkungen es mit sich führt, bevor man feste Schlussfolgerungen über die Nützlichkeit dieses Medikamentes zieht. Wichtige Nebenwirkungen zeigen sich meist erst in größeren und ausführlicheren Studien, die nun durchgeführt werden müssen.“

Den neu entdeckten Wirkstoff, der die Hormone blockiert, die den Krebs schüren, soll man in zwei bis drei Jahren als einfache Tablette verschrieben bekommen. Das hoffen zumindest die Forscher des Institutes der Krebsforschung.
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Gitti

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« Letzte Änderung: 11. Juli 2009, 00:34 von Gitti »

Josef

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Prostatakrebs: Stahl schlägt Strahl
« Antwort #4 am: 08. Dezember 2010, 12:25 »


Dipl. biol. Birgit Frohn,  17.09.2010
Prostatakarzinom: Stahl schlägt Strahl

Patienten mit Prostatakarzinom, die operativ behandelt werden, haben eine signifikant höhere Überlebensrate: Die tumor-assoziierte Mortalität bei hormoneller Behandlung ist dreimal höher. Bei der Radiotherapie ist sie doppelt so hoch.

Mehr zu diesem Thema:
Studie
Leitlinien AUA
CaPSURE

Noch immer ist das Prostatakarzinom in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Männern: Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts werden bundesweit jährlich rund 60.000 neue Fälle diagnostiziert. Auch bei der Mortalitätsrate mit 26 Prozent ist Prostatakrebs der Spitzenreiter unter den zum Tode führenden bösartigen Tumoren. Jenseits des Atlantiks, in den USA, sieht es nicht viel besser aus. Hier belegt das Prostatakarzinom den zweiten Platz bei den krebsbedingten Todesfällen.

Bislang wenig Evidenz zur Effizienz
Ungeachtet dieser hohen Inzidenz und Mortalität gibt es relativ wenige qualitativ hochwertige evidenz-basierte Daten zur Effizienz von Therapien beim lokalisierten Prostatakrebs: Adäquate Studien, die verschiedene Strategien miteinander vergleichen, sind Mangelware, beklagt Dr. Matthew Cooperberg von der Fakultät für Urologie der Universität von Kalifornien in San Francisco (UCSF). Befasst sich eine Arbeit einmal mit dem direkten Therapievergleich, dann liegt der Fokus meist nur auf der Analyse der PSA-Werte. "Der wesentlich wichtigere Aspekt, nämlich welchen Effekt eine Therapie auf das Langzeitüberleben hat, wird zu wenig berücksichtigt", so Dr. Cooperberg. Das gilt auch für die Nebenwirkungen der einzelnen Behandlungsregime. Entsprechend sucht man in den Leitlinien der American Urological Association auch vergeblich nach Empfehlungen, die auf konkreten Angaben zur Effektivität der einzelnen Therapien basieren. Mithin Gründe genug für Dr. Cooperberg und sein Team, endlich eine Studie zu initiieren, die Genaues zu den Überlebensraten unter den gängigen Behandlungsstrategien beim Prostatakarzinom liefert – Anti-Androgene, Radiotherapie und radikale Prostatektomie im direkten Vergleich. Dieser brachte ebenso beachtliche wie wichtige Resultate.

Prostatektomie klar im Vorteil
Die Urologen der UCSF analysierten die Daten von 7.538 Männern mit lokalisiertem Prostatakarzinom aus dem so genannten CaPSURE-Register; kurz für Cancer of the Prostate Strategic Urologic Research Endeavor. Dieses nationale Register erfasste Patienten aus vierzig urologischen Therapiezentren in ganz USA. Das individuelle Risiko bestimmte die Gruppe um Dr. Cooperberg mit Hilfe des Cancer of the Prostate Risk Assessment (CAPRA) und des Kattan preoperative nomogram – beides laut Dr. Cooperberg "gut validierte Systeme zur Risikoerfassung". Anhand dessen konnten er und sein Team schließlich die einzelnen Outcomes, je nach Risiko und Alter der Patienten, gegenüberstellen.

Wie sich dabei herausstellte, schnitt die radikale Prostatektomie am besten ab. Mit deutlichem Vorsprung zu den beiden anderen untersuchten Therapiestrategien: Ihr Risikoquotient oder Hazard Ratio (HR) für die Überlebenszeit betrug 2.21. Die HR für die Radiotherapie lag zwischen 1.50 und 3.24. Für die Hormonbehandlung mit Anti-Androgenen belief sich die HR auf 3.22. Dr. Cooperberg: "Das Risiko der krebs-assoziierten Mortalität ist bei der Therapie mit Anti-Androgenen über dreimal so hoch wie bei der Entfernung der Prostata". Die Radiotherapie erwies sich ebenfalls als schlechte Alternative zur Prostatektomie. Bei den damit behandelten Patienten war die Sterblichkeitsrate im Vergleich zur Operation mehr als doppelt so groß.
Größeres Risiko, größere Unterschiede

Bei Patienten mit einem niedrigen Risiko fielen die Unterschiede zwischen den drei untersuchten Therapiestrategien noch gering aus. Das änderte sich, je größer das individuelle Gefahrenpotenzial der Betroffenen war: "Proportional zum Risiko der Patienten steigen die Unterschiede in der Effektivität der Behandlungen ganz erheblich", stellten Dr. Cooperberg und sein Team fest. Männer mit einem mittleren und hohen Risiko profitieren deutlich mehr von der radikalen Prostatektomie. Den "größten Benefit" von der Entfernung der Prostata haben laut Dr. Cooperberg die Patienten mit dem höchsten Risiko. Das trifft auch für Rezidivfälle sowie metastasierende Karzinome zu.

Umso bedenklicher bewertet man an der urologischen Fakultät des UCSF die derzeit übliche Praxis, eine Prostatektomie bei Patienten mit höherem Risikopotenzial zusehends seltener durchzuführen. "Diese Vorgehensweise ist komplett konträr zu dem, was unsere Untersuchung gezeigt hat", warnt der kalifornische Urologe. Statt auf die Entfernung der Prostata mit steigendem Risiko zu verzichten, sollte diese ganz im Gegenteil gerade bei diesem Patientenklientel stattfinden. Schließlich, so Dr. Cooperberg, erwies sich die Prostatektomie hier als besonders effektiv.
    
Dass die Ergebnisse aus dieser Studie "ein klares, unmissverständliches Signal an die ärztliche Gemeinde sind" betont auch Cooperbergs Kollege und Co-Autor Dr. Peter Carroll: "Die Prostatektomie ist die Therapie der Wahl bei Hochrisiko-Patienten". Auf Grund der Befunde aus San Francisco empfiehlt inzwischen auch die American Cancer Society eine Modifizierung der Therapieleitlinien beim Prostatakarzinom.

          Die Aussagekraft der veröffentlichung wird m.E. dadurch relativiert, dass in den Staaten nur ein hochselektives Patientengut operiert wird. (Haftungsproblematik und öfffenltiche Qualitätsdaten zwingendie kollegen zu extremer Selektion). Die deutschen Zahlen hierzu sind meines Wissens nicht so eindeutig

 

          Da für die Hormontherapie bislang überhaupt kein Überlebensvorteil bewiesen wurde, erachte ich diese Vergleichsgruppe als schwierig. Dreimal Null bleibt ja null... Der hinweis von Alfred Richter ist auch richtig, weiter werden die operierten Patienten zu einem erheblichen Teil nachbestrahlt worden sein, was das Ergebnis weiter verwässert haben dürfte. Es war schon immer so, beim Prostatakarzinom darf man alles machen, es gibt für alles eine Studie...

 
          Welche Dosis wurde bei der Strahlentherapie appliziert?
          chlechter Artikel

   
          "Größter Benefit" auch für Rezidivfälle sowie metastasierende Karzinome?

          Rezidiv nach Prostatektomie?
          Mit Metastasen nützt eine Prostatektomie gar nichts mehr.
          Hormoneller Krebs ist ein systemisches Problem und muss entsprechend behandelt werden. Alle alten Männer haben mehr oder weniger Krebszellen, mit denen das Immunsystem fertig werden muss.
          Dieses muss in Schuss gehalten oder neu gestärkt werden.


          Leider muss ich sagen, dass der Artikel schlecht informiert, weil die Risikobasis nicht ausreichend erläutert wird. Wer ektomiert denn noch eine Prostata, wenn bereits Metastasen vorliegen.


          Frage: Wie berücksichtigt die Studie die verbleibende "Lebensqualität" der Patienten? Welche Anteile haben "Impotenz" und "Inkontinenz"? "Überlebenszeit" ist doch nicht das wesentlichste Kriterium für die Patienten, sondern "Überlebenszeit-Qualität" - aus der Sicht der Betroffenen, nicht der der Behandler... Deshalb bleibt die bestmögliche Aufklärung des Patienten weiterhin das Wichtigste!
          Der "Königsweg" ist noch längst nicht gefunden...

    *
      5
      User_default_image
      17.09.10 - 21:12
      Prof. Arnd Hallmeyer
      Arzt/Ärztin
      anzeigen

          Das ist nicht korrekt recherchiert! Wenn man Patienten mit gleichen Tumorstadien vergleicht, ist die Strahlentherapie kurativ deutlich überlegen - abgesehen von der posttherapeutischen Lebensqualität. Prof. Metz (Univ. of Pennsylvania) hat dies bereits am 28.04.2002 (OnkoLink)publiziert.
          Siehe auch www.protons.com

    *
      4
      User_default_image
      17.09.10 - 20:32
      dr.med egbert loenicker
      Arzt/Ärztin
      anzeigen

          Ich glaube dsß die Frage nach deroptimalen Therapieoption desn Prostatakrzinoms noch nicht entschieden ist.

    *
      3
      17.09.10 - 18:47
      C.M. Dr. med.
      anzeigen

          Wo ist denn die Originalstudie veröffentlicht? Erfahrungsgemäß ist es immer sinnvoll, nochmal einen kritischen Blick auf die Originaldaten zu werfen. Vor allem, wenn es bei einer Studie und deren Ergebnissen um so viel Geld geht, wie bei der Frage, ob Prostata-Pateinten künftig primär operiert oder radiotherapiert werden sollten...

    *
      2
      User_default_image
      17.09.10 - 18:40
      Dr. med. Fritz-martin Müller
      Arzt/Ärztin
      anzeigen

          gut und kompakt

    *
      1
      User_default_image
      17.09.10 - 18:12
      Dr.med. Alfred Richter
      Arzt/Ärztin
      anzeigen

          Könnte das bessere Abschneiden der Prostatektomie gegenüber der Hormon- und der radiologischen Therapie letztlich darin zu suchen sein weil der operative Eingriff eher bei Anfangsstadien durchgeführt wird ?
          Ich erinnere mich noch gut daran als bei der vornehmlich radiologisch ausgerichteten Klinik, die meisten Portiocarcinome der Gruppe III (also als fortgeschritten)zugeordnet und nur radiologisch, in der mehr operativ ausgerichteten Klinik ein Porticarcinom mehr der Gruppe I zugeordnet und damit operativ behandelt wurde.
          Allerdings dies zu einer Zeit, in der lediglich der Tastsinn das Diagnostikum war.

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Deutsche Krebshilfe: Kampf gegen Prostatakrebs
« Antwort #5 am: 16. Juli 2013, 21:49 »


Deutsche Krebshilfe: Kampf gegen Prostatakrebs

Mittwoch, 3. Juli 2013

Berlin – Zu den Förderschwerpunktthemen der Deutschen Krebshilfe im Geschäftsjahr 2012 gehörte der Prostatakrebs. „Das Prostatakarzinom ist mit Abstand die häufigste Krebserkrankung des Mannes“, erläuterte Michael Stöckle, Mitglied im Fachausschuss „Krebs-Früherkennung“ der Deutschen Krebshilfe, heute anlässlich der Jahres-Pressekonferenz der Organisation in Berlin.

Ziel der im vergangenen Jahr bewilligten Projekte sei es gewesen, Wissenslücken zu schließen und die Prostatakrebsforschung voranzubringen. Denn noch immer erkranken jedes Jahr 67.600 Männer in Deutschland an einem Tumor der Prostata. „Diese hohen Erkrankungszahlen verdeutlichen, dass es mehr denn je von großer Bedeutung ist, die Früherkennung und die Therapie der Betroffenen weiter zu verbessern“, betonte Stöckle.
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Für die Forschung zu Früherkennung und Therapie bei Prostatakrebs bewilligte die Organisation im Jahr 2012 rund 15,5 Millionen Euro. Mit der Ende Januar gestarteten PREFERE-Studie, der größten urologischen Studie der letzten Jahrzehnte, wird auch erstmals ein Forschungsvorhaben gemeinsam von der Deutschen Krebshilfe und den gesetzlichen sowie privaten Krankenversicherungen finanziert. Dabei soll untersucht werden, ob die gängigen Behandlungsstrategien bei Frühformen von Prostatakrebs vergleichbar gut sind oder eine Therapie der anderen überlegen ist.

Auf Spenden angewiesen
Hans-Peter Krämer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe, betonte, dass die Hilfsorganisation auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen ist. 2012 konnte sie jedoch 89,4 Millionen Euro konnte an Einnahmen verzeichnen. 43 Prozent davon, also etwa 39,2 Millionen Euro, stammten aus Erbschaften und Vermächtnissen. Hinzu kamen fast 380.000 Einzelspenden von Privatpersonen und Firmen mit insgesamt 23,7 Millionen Euro sowie die Beiträge des Mildred-Scheel-Kreises mit 500.000 Euro, Erlöse aus Aktionen und Veranstaltungen sowie Kondolenzspenden zugunsten der Deutschen Krebshilfe.

„Das wichtigste Ziel der Deutschen Krebshilfe ist es, jede http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/55015

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Interview vom Jahreskongress der europäischen Urologenvereinigung 2013

EAU 2013: Neues zu Diagnostik und Therapie des Prostatakrebs

Laut Prof. Kurt Miller aus Berlin standen beim Jahreskongress der europäischen Urologenvereinigung (EAU) 2013 in Mailand vor allem neue Daten zum Prostatakrebs im Vordergrund. So zeigten mehrere Studien, dass die so genannte Fusionsbildgebung, eine Kombination aus Kernspintomographie und Ultraschall, die Tumorerkrankung besser nachweist als die Standard-Biopsie. Darüber hinaus wurden mehrere Studien zur Therapie des fortgeschrittenen Stadiums des Prostatakarzinoms vorgestellt, in dem der Krebs bereits gestreut hat. Untersucht wurden die – teils bereits seit längerem erhältlichen, teils jedoch noch nicht zugelassenen – antihormonellen Wirkstoffe Enzalutamid, Degarelix und Abirateronacetat.

Film mit dem Windows Media Player starten

http://www.krebsgesellschaft.de/ip_eau2013_miller_prostatakrebs_int,229453.html

Aktualisiert am: 28.03.13 - 10:28

Josef

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Prostatakrebs: Neuer „Tumorfinder“
« Antwort #7 am: 26. Dezember 2014, 22:35 »





PSMA-Eiweiß im Visier der Nuklearmedizin

Neuer „Tumorfinder“ bei Prostatakrebs

17.11.2014


http://www.biermann-medizin.de/fachbereiche/urologie/medizin-forschung/neuer-tumorfinder-bei-prostatakrebs

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Prostatakrebs? PSMA-617 zur Diagnose und Behandlung
« Antwort #8 am: 24. Juni 2015, 01:59 »



23.06.2015   
   
Preisgekrönter Wirkstoff PSMA-617 zur Diagnose und Behandlung von Prostatakrebs


Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum entwickelten den Wirkstoff PSMA-617, der spezifisch an Prostatakrebszellen andocken kann. Der Wirkstoff lässt sich mit verschiedenen radioaktiven Substanzen markieren: Gebunden an ein schwach strahlendes diagnostisches Radionuklid macht er Prostatatumoren und deren Absiedlungen im PET sichtbar. Markiert mit einem stark strahlenden therapeutischen Radionuklid kann PSMA-617 gezielt Krebszellen vernichten. Ein erster klinischer Einsatz des Radiopharmakons im Universitätsklinikum Heidelberg verlief erfolgversprechend.


PSMA, das Prostata-spezifische Membran Antigen, ist auf der Oberfläche gesunder Prostatazellen vorhanden, sehr viel mehr aber auf Prostatakrebs-Zellen. Im übrigen Körper kommt das Protein kaum vor. „PSMA ist deshalb ein ideales Zielmolekül für die Diagnostik und zugleich auch für zielgerichtete Therapien von Prostatakrebs“, sagt der Biotechnologe Dr. Matthias Eder vom Deutschen Krebsforschungszentrum.

Seiner Arbeitsgruppe ist es gelungen, ein kleines Molekül (PSMA-617) zu entwickeln, das spezifisch an PSMA andocken kann und sich mit verschiedenen radioaktiven Substanzen, so genannten Radionukliden, markieren lässt.

Gebunden an das schwach strahlende diagnostische Radionuklid Gallium-68 kann PSMA-617 bei PET-Untersuchungen (Positronen-Emmissions-Tomographie) selbst kleinste Ansammlungen von Prostatakrebszellen sichtbar machen. „Damit können Ärzte kleine Krebsabsiedlungen in anderen Organen aufspüren oder sehr genau verfolgen, ob eine Therapie anschlägt. Bisher klinisch eingesetzte Diagnostika haben längst nicht diese Empfindlichkeit“, so Matthias Eder.

Alternativ binden die Forscher auch das therapeutische Radionuklid Lutetium-177 an PSMA-617. Dieses Radiopharmakon wird von Tumorzellen, die das Zielmolekül PSMA tragen, aufgenommen und zerstört sie von innen. Besonders für Patienten mit hormonresistenten Prostatakarzinomen, die schwierig zu behandeln sind, könnte es eine vielversprechende Behandlungsalternative sein.

Im Universitätsklinikum Heidelberg hat das Team um den Nuklearmediziner Prof. Dr. Uwe Haberkorn im Rahmen individueller Heilversuche bereits Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakrebs mit radioaktiv markiertem PSMA-617 behandelt. Die Ärzte setzten die therapeutischen Nuklide Lutetium-177 und Actinium-225 ein. Nach Therapie mit dem Lutetium-markierten Radiopharmakon sank bei etwa 70% der Patienten der Prostatakrebsmarker PSA stark ab, nach Behandlung mit dem Actinium-markierten Radiopharmakon sogar bei allen Patienten.

PET/CT-Aufnahmen bestätigten darüber hinaus, dass die Metastasen kleiner wurden oder gar nicht mehr nachweisbar waren. „Die Ergebnisse waren so vielversprechend, dass wir so bald wie möglich in einer klinischen Studie prüfen wollen, ob das PSMA-617 anderen Therapieverfahren überlegen ist“, sagt Uwe Haberkorn.

„Es sind bereits andere Wirkstoffe in der Entwicklung, die auf PSMA zielen und die sich mit starken sowie mit schwachen Strahlern koppeln lassen. Nur wenige haben sich aber als ideal herausgestellt: Sie sind zu instabil, reichern sich zu wenig in den Krebszellen an und waschen zu langsam aus gesunden Organen aus“, erklärt der Chemiker Prof. Dr. Klaus Kopka, Abteilungsleiter am Deutschen Krebsforschungszentrum. „PSMA-617 reichert sich hingegen stark in Tumoren und Metastasen an und wird gut in den Krebszellen gespeichert. Damit lässt sich Prostatakrebs sozusagen von innen heraus bestrahlen.“

Matthias Eder, die Radiochemikerin Martina Benešová, Klaus Kopka, Uwe Haberkorn und Mitarbeiter wurden nun in Baltimore, USA, bei der Konferenz der Internationalen Gesellschaft für Nuklearmedizin und molekulare Bildgebung für die Entwicklung von PSMA-617 mit der Auszeichnung „Image of the Year“ und dem Berson-Yalow Award ausgezeichnet.

Literaturhinweis:
Martina Benešová, Martin Schäfer, Ulrike Bauder-Wüst et al. Preclinical Evaluation of a Tailor-Made DOTA-Conjugated PSMA Inhibitor with Optimized Linker Moiety for Imaging and Endoradiotherapy of Prostate Cancer. J Nucl Med 2015; DOI: 10.2967/jnumed.114.147413

Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum

Geri

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Prostatakrebs News
« Antwort #9 am: 19. Juli 2015, 17:55 »



Prostatakarzinom (lokal, fortgeschritten)

Das fortgeschrittene Prostatakarzinom wird aufgrund der zahlreichen neuen und von den Patienten sehr gut tolerierten Therapien (Abirateron, MDV 3100, Denosumab etc.) noch mehr und länger in der urologischen Praxis therapierbar sein. Die neuen Therapien werden der Chemo- und Strahlentherapie zunehmend den Rang ablaufen.

Geri

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Prostatakrebs - bedeutende Studie
« Antwort #10 am: 20. Juli 2015, 22:24 »



http://www.krebshilfe.de/metanavigation/presse/archiv-meldungen/archiv-meldungen-einzelansicht/article/mit-prefere-zur-besten-krebstherapie/1847.html


Mit PREFERE zur besten Krebstherapie
Logo PREFERE

29.06.2015
Deutsche Krebshilfe und Krankenversicherungen investieren auch in Zukunft in bedeutende Prostatakrebsstudie

Bonn, 29. Juni 2015 (svl) – Die Deutsche Krebshilfe und die gesetzlichen sowie privaten Krankenversicherungen halten an der wohl wichtigsten Studie zur Behandlung von Prostatakrebs im Frühstadium fest, da die Frage nach der besten Therapiemethode wissenschaftlich nicht geklärt ist. Damit unterstreichen sie die Notwendigkeit und Bedeutung einer der größten klinischen Studien auf dem Gebiet der Onkologie.

Durch die PREFERE-Studie werden die vier gängigen Behandlungsmethoden bei frühen Formen von Prostatakrebs miteinander verglichen: das operative Entfernen der Prostata, die Bestrahlung von außen, die Behandlung des Tumors mittels dauerhaft in der Prostata platzierten Strahlenquellen - die sogenannte Brachytherapie - und die aktive Überwachung. Bisher gibt es weltweit keine ausreichenden Daten, um die am besten geeignete Behandlungsart zu belegen.

Der erste Zwischenbericht der PREFERE-Studienleitung nach den ersten beiden Studienjahren hatte die Deutsche Krebshilfe und die Krankenversicherungen, von denen die Studie mit erheblichen Mitteln finanziert wird, jedoch alarmiert: Trotz der hochinnovativen und ungeklärten Fragestellung war die Teilnehmerzahl nicht ausreichend. Eine der möglichen Ursachen: Adäquate Informationen zu PREFERE kamen nicht bei den Patienten an. Die Deutsche Krebshilfe und die Krankenversicherer fordern daher von der Ärzteschaft, bei Diagnose eines Prostatakarzinoms im Frühstadium die Patienten unvoreingenommen darüber aufzuklären, dass die Frage nach der besten Behandlungsmethode derzeit nicht zu beantworten ist. In diesem Zusammenhang soll adäquat über die PREFERE-Studie informiert werden.

„Nachdem uns zahlreiche Experten erneut bestätigt haben, dass die Frage nach der besten Therapie weiterhin offen ist, sehen wir uns als Deutsche Krebshilfe im Sinne der zahlreichen Patienten zur Klärung verpflichtet. Alle sollten mithelfen, diese wichtige Studie zum Erfolg zu führen. Mit PREFERE können wir mehr Sicherheit für den Patienten und die Ärzteteams schaffen“, meint Dr. Fritz Pleitgen, Präsident der Stiftung Deutsche Krebshilfe und Schirmherr der Studie.

Erstmals beteiligen sich an der Finanzierung einer klinischen Großstudie die Deutsche Krebshilfe als private Organisation und die Krankenversicherungen gemeinsam. Die Deutsche Krebshilfe stellt nun mit dem zweiten Förderbescheid einen weiteren Teilbetrag der grundsätzlich von ihr vorgesehenen Gesamtfördersumme von 13,5 Millionen Euro für die Studie bereit. Die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen beteiligen sich über die Gesamtlaufzeit der Studie mit 11,5 Millionen Euro. PREFERE wird zudem durch ein breites Bündnis des deutschen Gesundheitswesens getragen. Neben den Förderern unterstützen auch die Deutsche Gesellschaft für Urologie, die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie, der Berufsverband Deutscher Urologen, die Deutsche Krebsgesellschaft und der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe die PREFERE-Studie.

„Um das Ziel dieser wichtigen, auch gesundheitspolitisch bedeutsamen Studie zu erreichen, bedarf es einer hohen Beteiligung durch die Patienten, die allerdings sehr gut informiert und aufgeklärt werden müssen. Hier sind die behandelnden Ärzte, aber auch andere, beispielsweise Patientenorganisationen, gefordert. Wir werden die weitere Entwicklung der Studie mit einem sehr engmaschigen Controlling genau beobachten und gegebenenfalls auch die Information und Aufklärung der Patienten verstärken", sagt Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Krebshilfe. In diesem Sinne sei in Zukunft auch ein enger Dialog mit der Ärzteschaft, insbesondere der Deutschen Gesellschaft für Urologie und dem Berufsverband Deutscher Urologen, vorgesehen.

„Wir rufen alle niedergelassenen Urologen und die infrage kommenden Patienten dazu auf, an PREFERE teilzunehmen“, sagt Uwe Deh, Geschäftsführender Vorstand des AOK-Bundesverbandes und federführender Vertreter aller Kassenverbände. „Es ist sehr wichtig, dass die Studie von einem breiten Bündnis getragen wird. Dass sich der Berufsverband der Deutschen Urologen und die Deutsche Gesellschaft für Urologie weiter für den Erfolg der Studie einsetzen wollen, ist daher ein gutes Signal.“

Studienleitung:
Prof. Dr. Michael Stöckle, Direktor der Urologischen Klinik, Universitätsklinikum Homburg/Saar
Prof. Dr. Thomas Wiegel, Direktor der Klinik für Strahlentherapie, Universitätsklinikum Ulm


Weitere Informationen zur PREFERE-Studie unter www.prefere.de.

Hintergrund-Information: Prostatakrebs

Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern in Deutschland. Nach Schätzungen des Robert Koch-Institutes erkranken pro Jahr über 70.000 Patienten. Ein Großteil der Betroffenen hat einen lokal begrenzten Tumor. In diesem Fall kommen vier Behandlungswege infrage: das operative Entfernen der Prostata, die Bestrahlung von außen, die Behandlung des Tumors mittels dauerhaft in der Prostata platzierter Strahlenquellen, die sogenannte Brachytherapie, oder die aktive Überwachung mit regelmäßigen Kontrollen und der Einleitung weiterer Therapieschritte bei Fortschreiten der Krankheit.


Interviewpartner auf Anfrage!

Bonn, 29. Juni 2015