Autor Thema: Diät, aber welche?  (Gelesen 6449 mal)

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Dietmar E.

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Diät, aber welche?
« am: 30. Juli 2008, 18:52 »
25/07/08 Aerzte_Zeitung

Abspecken? Hauptsache eine Diät, welche ist egal


BEER-SHEVA (hub). Fett- oder Kohlenhydrat-reduzierte Diäten lassen ebenso die Pfunde purzeln wie eine Mittelmeerdiät. Unterschiede gibt es aber für den Fett- oder Glukosestoffwechsel.

Innerhalb von zwei Jahren führten die drei Diäten zur mittleren Abnahme des Körpergewichts von 3,3 (low-fat), 5,5 (low-carb) oder 4,6 kg (mediterran). Bei allen je etwa 100 leicht adipösen Teilnehmern in den drei Gruppen war die maximale Gewichtsabnahme nach etwa einem halben Jahr erreicht. Dann wurde wieder leicht zugelegt, nach weiteren sechs Monaten blieb das Gewicht relativ stabil (NEJM 359, 2008, 229). Zum Abnehmen seien alle drei Diäten gleich geeignet, folgern die Forscher von der Ben-Gurion-Uni in Israel.

Deutliche Unterschiede gab es hingegen bei den Blutfettwerten und beim Nüchternblutzucker: In der Gruppe mit Fett-reduzierter Diät nahm der Quotient aus ........ http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_Medizin_Detail?articleItemId=234fa98d83267ef95f43786f6a8008c4
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Sissi

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Fructose steigert Gewichtszunahme .............
« Antwort #1 am: 16. Oktober 2008, 23:49 »

Ein Fructose-Anteil in der Ernährung kann schleichend zu einer Leptin-Resistenz führen. Kommt dann noch eine hochkalorische und fettreiche Kost hinzu, ist der Grundstein für Übergewicht gelegt.

Bereits frühere Studien konnten belegen, dass eine Leptin-Resistenz bei gleichzeitig energiereicher Ernährung zu einer rapiden Gewichtszunahme führen kann. Aktuelle Tierversuche zeigen, dass die Resistenz gegenüber dem Hormon durch übermäßigen Fructose-Verzehr ausgelöst werden kann und sich schleichend entwickelt.

Forscher um Philip Scarpace von der University of Florida fütterten zwei Gruppen von Ratten sechs Monate lang mit mit nahezu identischer Kost. Einziger Unterschied: die eine Hälfte der Tiere erhielt große Mengen Fructose, die andere Hälfte musste fast vollständig auf das Monosaccharid verzichten.

Innerhalb dieser sechs Monate zeigten sich in puncto Körpergewicht, Nahrungsaufnahme und Körperfettanteil keine Unterschiede zwischen den Gruppen. Auch die im Blut der Tiere gemessen Konzentrationen von Insulin, Glucose, Leptin und Cholesterin waren vergleichbar. Der einzige Unterschied: Die mit Fructose gefütterten Ratten wiesen höhere Triglycerid-Werte auf.

Leptin
Das Hormon spielt eine wichtige Rolle im Fettstoffwechsel. Es wird hauptsächlich von Adipozyten gebildet und vermindert Hungergefühle. Damit signalisiert der Körper, dass seine Fettspeicher gefüllt sind.

Im nächsten Schritt injizierten die Wissenschaftler den Ratten Leptin - was im Normalfall zu einer reduzierten Nahrungsaufnahme führt. Dies bestätigte sich auch bei den nicht mit Fructose gefütterten Tieren. Diese aßen weniger, während die Fructose-Ratten ihr reguläres Essverhalten beibehielten - offenbar waren letztere also resistent gegenüber dem Hormon geworden.

"Normalerweise geht eine Leptin-Resistenz mit Fettleibigkeit einher", stellen die Forscher fest. "Dies konnten wir jedoch nicht beobachten." Offenbar entwickele sich die Resistenz also schleichend und zunächst symptomlos.

Industrie setzt auf Fructose

Industriell hergestellte Nahrungsmittel - vor allem auch Getränke - enthalten häufig einen mit Fructose angereicherten Sirup aus Maisstärke (high-fructose corn syrup). Die hohe Süßkraft und das kostengünstige Handling räumten ihm seinen hohen Stellenwert in der Industrie ein - und sorgen für eine Überversorgung der Bevölkerung mit Glucose.

Evident wurde die Stoffwechselveränderung erst, als die Forscher die Futtermenge für die Tiere aufstockten und zusätzlich den Fettanteil erhöhten. Nun legten die Fructose-Ratten erheblich mehr an Gewicht zu als die Kontrolltiere, wobei sie auch mehr aßen.

"Erst die Kombination aus Fructose-reichen Nahrungsmitteln mit einer generell hochkalorischen und fettreichen Kost macht die erhebliche Gewichtszunahme aus", schließt Scarpace.

Einen potenziellen Wirkmechanismen hat die Forschung auch schon gefunden: Über die Metabolisierung der Fructose steigt der Anteil der Triglyceride im Blut. Diese wiederum hemmen den Transport von Leptin über die Blut-Hirn-Schranke, so dass selbst eine Injektion des Hormons keinerlei Signale auslöst.


Tanja

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Adipositas: Geld motiviert zur Diät

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Philadelphia – Ein US-Wirtschaftswissenschaftler schlägt vor, Adipösen eine Diät durch finanzielle Anreize schmackhaft zu machen. In einer randomisierten Studie in JAMA (2008; 300: 2631-2637) war dieser „verhaltensökonomische” Ansatz durchaus erfolgreich.

An der Studie beteiligten sich 75 Patienten mit einem Body-Mass-Index von 30 bis 40, die an einer Crash-Diät teilnahmen. 16 Pfund in 16 Wochen lautete das Ziel. In dem Eingangsgespräch erklärte die Diätassistentin die geplanten Maßnahmen. Dann unterbreitete sie zwei von drei Teilnehmern ein bestechendes Angebot. Sie sollten Geld erhalten, wenn sie tatsächlich abnehmen.

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=34736

admin

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Diätmittel im Test - Öko-Test-Ausgabe 2/2010
« Antwort #3 am: 18. Februar 2010, 23:41 »
http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=2674&key=standard_document_38729355&seite=6#titel20

Diätmittel im Test
Innerhalb von nur vier Wochen 15 Kilo abnehmen? Und das scheinbar ganz einfach nur mit dem richtigen Schlankheitsmittel, ohne dabei auf irgendetwas zu verzichten? Klingt toll, aber gibt es solche Schlankheitsmittel wirklich? Ökotest hat 47 Diätprodukte getestet, darunter bekannte Marken wie Slimfast, Drofa Vital und CM3. Bei allen getesteten Mitteln bleibt festzuhalten, dass "die wenigsten Hersteller tatsächlich über Daten verfügen, die nachweisen können, dass diese Produkte tatsächlich wirksam sind", so unser Experte Professor Manfred Schubert-Zsilavecz, Pharmakologe an der Uni Frankfurt.

Getestet von Ökotest wurde eine ganze Reihe von Produkten, die Wirkstoffe aus grünem Tee, Kartoffeln oder Kaffee enthalten. Die anregende Wirkung von Kaffee und Tee soll den Hunger bremsen, die Kartoffelextrakte dagegen sollen sättigend wirken. Wissenschaftliche Beweise für diese Annahmen, so der Experte, gibt es dafür nicht, die Menschen werden also mit diesen Produkten auch nicht besonders schnell abnehmen. Und deshalb bewertete Ökotest diese Produkte im besten Fall mit einer "5" - "mangelhaft". Ebenso wenig bewiesen als Schlankmacher: Chitosan, ein Wirkstoff, der aus dem Panzer von Krabben und Garnelen gewonnen wird. Enthalten ist Chitosan in vier verschiedenen Test-Produkten und er soll das Fett im Körper binden und dessen Ausscheidung beschleunigen. "Wissenschaftliche Belege dafür gibt es nicht", so der Pharmakologe, "zudem kann der Wirkstoff Allergien auslösen oder begünstigen." Deshalb auch hier das Ökotest-Urteil ‚Mangelhaft'.
 
Von den 47 Produkten enthielten immerhin zehn auch noch Spuren von Pestiziden oder Schwermetallen. Am meisten belastet waren Natuvit Extra Ballaststoffkerne. Hier fanden die Tester Rückstände von zwölf verschiedenen Pestiziden - die Beurteilung "Mangelhaft" ist daher kaum verwunderlich. Denn Pestizide sind in aller Regel fettlöslich und werden vom Körper im Fettgewebe gespeichert. "Deshalb sind Nahrungsergänzungsmittel", so Professor Schubert-Zsilavecz, "die zur Gewichtsabnahme empfohlen werden und gleichzeitig Pestizide enthalten, besonders problematisch."

Von den 47 Test-Produkten bekamen 25 die Note "6", 19 Produkte erreichten ein "mangelhaft". Vor allem, weil nicht bewiesen ist, dass sie tatsächlich beim Abnehmen helfen. Die Note "ausreichend" bekamen allein zwei Produkte. Eines davon das Slim-Fast Milch-Shake-Pulver. Seine Wirksamkeit ist in zahlreichen langjährigen Studien bewiesen. Statt einer Mahlzeit einfach Slimfast trinken, klingt doch nach der perfekten Abnehmhilfe - doch warum wurde es von Ökotest nicht besser bewertet? Dazu der Experte: "Sie täuschen natürlich darüber hinweg, dass es für eine dauerhafte Gewichtsreduktion notwendig ist, grundsätzlich die Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten zu ändern."
 
Mit ‚ausreichend' bewerteten die Ökotester auch die CM3 Alginat Kapseln. Das Prinzip der Kapseln ist wissenschaftlich haltbar: Sie quellen im Magen zu großen Schwämmchen auf und signalisieren so ein Völlegefühl. Trotz eines nachweisbaren Wirkprinzips fehlen aber auch hier Nachweise, dass durch die Einnahme der Kapseln eine dauerhafte Gewichtsreduktion möglich ist. Nur ein einziges Produkt im Test, die Alli Hartkapseln erhielt von den Testern die Note 3. Sie enthalten den Wirkstoff "Orlistat", der zu einem Teil die Fettaufnahme im Dünndarm hemmt, und so deren Aufspaltung und Weiterverarbeitung verhindert. Die Nahrungsfette verbleiben also im Darm und werden über den Stuhl ausgeschieden. Weil dadurch ein Teil der Nahrungsfette also gar nicht aufgenommen wird, kommt es zu einer Gewichtsreduktion, erklärt der Arzneimittelexperte. Zudem ist die Gewichtsabnahme auch noch stärker als bei einer Änderung der Ernährungsgewohnheiten.

Fazit: Die Wunderpille zum Abnehmen gibt es nicht. Aber es gibt einige Mittel, die den Einstig für eine Diät erleichtern können. Darunter die CM3 Alginat Kapseln, das Slim-Fast Milchshake Pulver, und die Alli Hartkapseln. Den vollständigen Test können Sie in der Öko-Test-Ausgabe 2/2010 nachlesen. Wichtig! Eine Diät ist nur dann erfolgreich, wenn Sie Ihre Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten dauerhaft ändern.

Experte im Beitrag:
Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz
Institut für Pharmazeutische Chemie
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Max-von-Laue-Str. 9
60438 Frankfurt am Main

Autor: Davina Weitowitz

Jutta

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Kann eiweißreiche Ernährung Übergewicht vorbeugen?
« Antwort #4 am: 01. November 2012, 00:13 »


31.10.2012
   
Kann eiweißreiche Ernährung Übergewicht vorbeugen?

Eine eiweißreiche Ernährung kann dabei helfen, Übergewicht vorzubeugen oder es zu verringern. Doch warum ist dies so, was passiert im Stoffwechsel? Ein Wissenschaftlerteam des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) um Susanne Klaus ist diesen Fragen nachgegangen. Wie das Team nun am Mausmodell zeigt, führt eine hohe Aufnahme von Eiweiß oder Eiweißbausteinen zu einer erhöhten Wasseraufnahme. Diese ist mit einer geringeren Nahrungsaufnahme verbunden und trägt so dazu bei, Übergewicht vorzubeugen. Zudem wirkt eine eiweißreiche Kost der Fettneubildung in der Leber entgegen (1).

Die Anzahl der Menschen mit Übergewicht nimmt weltweit zu und damit verbunden auch die Anzahl der Personen, die unter den negativen Folgen des Übergewichts leiden. Daher arbeiten Wissenschaftler und Mediziner daran, effektive Behandlungsmethoden und Ernährungsstrategien zu entwickeln, die dazu beitragen, diesen negativen Trend zu stoppen. Einige Wissenschaftler setzen dabei auf eine eiweißreiche Kost. In der Tat weisen zahlreiche Untersuchungen darauf hin, dass eine Erhöhung des Eiweißanteils in der Nahrung oder eine erhöhte Aufnahme bestimmter Eiweißbausteine besonders bei der heute üblichen, fettreichen Ernährung helfen können, Übergewicht und einer Leberverfettung vorzubeugen. Welche Mechanismen diesen Effekten zugrunde liegen, ist jedoch noch weitgehend unerforscht.

Das Wissenschaftlerteam um Susanne Klaus, Leiterin der DIfE-Arbeitsgruppe „Physiologie des Energiestoffwechsels“, untersuchte daher die Wirkung von vier fettreichen Futtermischungen auf den Körperfettgehalt und den Fettstoffwechsel von Mäusen. Die Futtermischungen waren entweder mit Eiweiß aus Molke, mit dem Eiweißbaustein Leucin oder mit dem Eiweißbaustein Alanin angereichert. Als Kontrolle verwendeten die Forscher ein fettreiches Futter mit einem normalen Eiweißanteil.

Während des gesamten Versuchszeitraums von sieben Tagen registrierten die Forscher die Wasser- und Nahrungsaufnahme der Tiere. Zudem bestimmten sie die Änderungen des Körperfettgehaltes mittels Kernresonanzspektroskopie (NMR) und maßen Veränderungen im Fettstoffwechsel.

Die Tiere, die das eiweißreiche Futter erhielten, tranken mehr, fraßen weniger und nahmen im Vergleich zu den Tieren, die ein Futter mit normalem Eiweißgehalt bekamen, trotz der sehr fettreichen Ernährung nicht zu. Ebenso wiesen sie deutlich niedrigere Cholesterin- und Leberfettwerte auf. Zudem war die Fettneubildung in der Leber gebremst. Bei den Tieren, die mit dem Eiweißbaustein Leucin bzw. Alanin angereichertes Futter erhielten, waren diese günstigen Effekte nicht so stark ausgeprägt. Bei allen Tieren bestand jedoch ein enger Zusammenhang zwischen der Körperfettzunahme, den Leberfettwerten (Triglycerid-Werten) und der Gesamtenergieaufnahme.

„Bereits fünf Stunden nach der Umstellung auf das eiweißreiche Futter tranken die Tiere umso mehr und fraßen umso weniger, je mehr Aminostickstoff sie über die Eiweiße bzw. Eiweißbausteine im Futter aufnahmen“, erklärt Klaus-Jürgen Petzke, Co-Autor der Studie. Die Forscher vermuten daher, dass die erhöhte Wasseraufnahme ursächlich für die sättigende Wirkung des eiweißreichen Futters ist und durch die hohe Stickstoffaufnahme ausgelöst wird. Denn der Stickstoff muss mit dem Urin ausgeschieden werden, um eine Vergiftung des Körpers mit Ammoniak zu vermeiden. Ferner beobachteten die Wissenschaftler, dass sich die beiden Eiweißbausteine Leucin und Alanin nicht in ihrer Wirkung unterschieden. Dieses spricht nach Angaben der Forscher dafür, dass die sättigende Wirkung einer eiweißreichen Kost nicht auf eine bestimmte Art Eiweißbaustein zurückzuführen ist, sondern generell auf die erhöhte Stickstoffzufuhr. Hinweise auf einen eiweißbedingten höheren Energiebedarf des Stoffwechsels fanden die Wissenschaftler nicht.

„Unsere Ergebnisse tragen dazu bei, http://www.journalmed.de/newsview.php?id=39053

Evi

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Übergewicht? Österreich weit vor Deutschland! Diät?
« Antwort #5 am: 21. Februar 2013, 14:24 »






Warum Diäten oft keinen Erfolg bringen


Leipzig – Mehr als ein Drittel der Deutschen und 40 Prozent der Österreicher sind übergewichtig. Neueste bildgebende Befunde und Verhaltensstudien zeigen, dass bei den Betroffenen belohnungsrelevantes Verhalten und Hirnregionen verändert sind. Diese Areale bestimmen nicht nur über das Essverhalten, sondern auch über den Erfolg von Diäten. Die aktuellen Ergebnisse ihrer Übergewichtsforschung stellen die Forscher auf der 57. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN) vom 21. bis 23. März 2013 in Leipzig vor.

In wieweit die Übergewichtigkeit ...........................   http://derstandard.at/1360681587786/Warum-Diaeten-oft-keinen-Erfolg-bringen?ref=nl



Jutta

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Fettarme Diäten langfristig ohne Vorteile
« Antwort #6 am: 02. November 2015, 21:33 »




Fettarme Diäten langfristig ohne Vorteile

Samstag, 31. Oktober 2015


Boston – Eine fettreduzierte Kost, lange Zeit als die effektivste Variante der Kalorien­restriktion gepriesen, zeigte in randomisierten Studien langfristig keine bessere Wirkung als andere Diäten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Meta-Analyse in Lancet Diabetes & Endocrinology (2015; doi: 10.1016/S2213-8587(15)00367-8).

Weil Fett pro Gewichtseinheit fast doppelt so viele Kalorien enthält wie Kohlenhydrate oder Proteine, erschien eine fettarme Kost als der leichteste Weg zur Gewichtsreduktion. Immerhin musste die Größe der Portionen weniger eingeschränkt werden als bei anderen Diäten. Das klingt plausibel, langfristig erzielen fettreduzierte Diäten jedoch eine vergleichsweise geringe Gewichtsabnahme, wie ein Team um Frank Hu von der T.H. Chan School of Public Health in Boston in einer Meta-Analyse aus 53 Studien mit 68.128 Teilnehmern zeigt, ..... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/64649