Autor Thema: Gamma Knife  (Gelesen 9693 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Dietmar E.

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 1.889
  • Geschlecht: Männlich
Gamma Knife
« am: 03. Mai 2007, 11:23 »

USA auf: www.Krebsforum.at


Hallo Karin,

gerne habe ich dir die Informationen zu Avestin zukommen lassen.
Weiteres wirst du wirklich mit deinem Prof. besprechen müssen,
ebenso die Situation betreffend gammaknife.

Gammaknife ist schon einige Jahre im
Einsatz, glaublich 1 oder 2 stehen in Österreich (z.B. Graz). Erfolgreiche Fälle sind mir aus dem
Bereich "Behandlung von Gehirntumoren" bekannt.

Es freut mich, dass wir dir etwas weiter helfen konnten;
bitte bewirb unser www.krebsforum.at bei deinen Bekannten und melde dich
wieder bei Bedarf.

Wir alle sind aufgerufen, mündige - das heißt
sehr gut informierte - Patienten zu werden und zu sein!
Mein neues Forum soll dabei mit helfen, denn mit jedem Beitrag eines Betroffenen
können sich zig Krebspatienten weiter informieren, Kontakte aufbauen,
und wieder über ihre Krankengeschichte berichten bzw. Fragen stellen.

Alles erdenklich Gute wünsche ich dir!

Liebe Grüße über den Teich,

Dietmar

Und nun noch ein wenig über den Einsatz "Gammaknife":

Gamma Knife Frankfurt - Gamma Knife Therapie
Die Gamma Knife Therapie ist eine sichere, zuverlässige und effektive Therapie zur Behandlung von Hirntumoren, Gefäßmissbildungen und Trigeminusneuralgie.
Bei einem Minimum an Belastung für den Patienten, bietet die Gamma Knife Therapie ein Maximum an Sicherheit und Effektivität. Dies ist durch eine Vielzahl klinischer Studien in Ihrer 30 jähriger Erfahrung belegt.
Welche Krankheitsbilder werden mit dem Gamma Knife behandelt
Mit dem Leksell Gamma Knife können bestimmte Hirnerkrankungen behandelt werden. Ob dies der Fall ist, wird in der Regel von einem Gremium aus spezialisierten Fachärzten (Neurochirurgen, Neurologen, Internisten, Radiologen) festgestellt.
Die wichtigsten Erkrankungen, die mit dem Gamma Knife behandelt werden können, sind derzeit:
Hirntumoren
•   Metastasen
•   Meningeome
•   Akustikusneurinome
•   Neurinome anderer Hirnnerven
•   Hypophysenadenome
•   Chordome
•   Chondrosarkome
Gefäßmalformationen
•   Arteriovenöse Malformationen (AVM)
•   Glomus Jugulare Tumoren
•   Cavernome
Tumore der Augen
•   Aderhautmelanome
•   Metastasen der Orbita
•   (Retinoblastome)
Funktionelle Erkrankungen
•   Trigeminusneuralgie

Die Gamma Knife Therapie:
Das Gamma Knife ist ein Bestrahlungsgerät mit 201 Strahlungsquellen, deren Strahlen alle genau auf einen Punkt ausgerichtet sind. Vergleichbar mit einem Brennglas entsteht in diesem Zentrum ein therapeutisch wirksames, nahezu kugelförmiges Strahlungsfeld. Diese Art der Strahlenkonzentration ermöglicht es, Tumorgewebe zu bestrahlen, ohne dabei das umliegende Gewebe zu schädigen. Die gesamte Strahlendosis, die nötig ist um den Tumor zu zerstören, kann in einer einzigen Sitzung appliziert werden. Die Gamma Knife Therapie ist eine sichere und effiziente Therapieform. Diese Methode verfügt über mehr als 30 Jahre an klinischer Erfahrung und wurde in dieser Zeit ständig weiterentwickelt und verfeinert.
Demonstration der Gamma Knife Behandlung (.mpg / 7,5 MB)
Bestrahlungseinheit:
Die 201 Strahlenquellen sind so abgeschirmt, dass der Bestrahlungsraum gefahrlos betreten werden kann, wenn keine Bestrahlung läuft. Mit Hilfe eines Blendensystems wird aus jeder Quelle ein feiner Strahl geformt, der sich mit allen anderen Strahlen im Fokuspunkt überlagert. Damit trägt jeder einzelne Strahl mit 0,5% zur Gesamtdosis bei, die nötig ist, um den Krankheitsherd auszuschalten.
Stereotaktischer Rahmen:
Damit die mechanische Genauigkeit der Hochpräzisionsbestrahlungseinrichtung sicher auf den Krankheitsherd übertragen werden kann, muss der Kopf des Patienten mit Hilfe eines stereotaktischen Rahmens fixiert werden. Dieses Fixieren ist in der Neurochirurgie ein sehr häufig angewendetes Verfahren und kommt z.B. bei der Entnahme einer Biopsie zum Einsatz. Eine lokale Betäubung an den Befestigungsstellen macht diese schmerzunempfindlich. Der Rahmen dient als Bezug für die exakte Lokalisierung des Krankheitsherdes mit Hilfe der bildgebenden Verfahren.
Geräte der digitalen Bildgebung:
Die genaue Lokalisierung des Krankheitsherdes mit dem bestmöglichen bildgebenden Verfahren wird unmittelbar vor der Behandlung durchgeführt. Damit ist sichergestellt, dass auch noch kurzfristige Veränderungen der Erkrankung bei der Therapie berücksichtigt werden können. Es stehen verschiedene Kernspintomographen zur Verfügung, die regelmäßig auf eine verzeichnungsfreie Bildgebung von uns geprüft werden.
Bei bestimmten Erkrankungen kann eine zusätzliche Untersuchung mit einem Computertomographen angezeigt sein. Müssen Blutgefäße dargestellt werden, so nutzt das Gamma Knife Frankfurt die große Erfahrung am Klinikum der Johann Wolfgang Goethe Universität und führt diese Untersuchung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Neuroradiologie durch.
Alle Bilddaten werden mit modernster Computertechnologie auf das Planungssystem des Gamma Knife übertragen.
Behandlungsplanung:
Anhand der gewonnenen Bilddaten wird der Krankheitsherd räumlich abgegrenzt. Hierzu können alle Bilddaten, die mit dem stereotaktischen Rahmen als Referenz aufgenommen wurden, räumlich exakt überlagert werden. Zusätzlich lassen sich andere Bilddatensätze hinzufügen, nachdem sie rechnerisch an die Referenzen angepasst wurden. Diese Arbeiten sind nötig, um die best mögliche Abgrenzung des Krankheitsherdes sicherzustellen.
Danach planen wir die Strahlenbehandlung so, dass der Krankheitsherd mit der Strahlendosis behandelt wird, die ein sicheres Ausschalten ermöglicht und gleichzeitig das umgebende gesunde Gewebe sowie nahe gelegene Risikostrukturen maximal geschont werden.
In der Regel resultieren daraus mehrere Behandlungspositionen. Bei der Durchführung der Behandlung wird der Patient dann mehrmals nacheinander in das Bestrahlungsgerät eingefahren und für kurze Zeit behandelt. Der Krankheitsherd wird quasi in einem Rasterverfahren mit einer wirksamen Strahlendosis behandelt und damit ausgeschaltet.
Überprüfung der Behandlung - Gamma Knife Therapie
Bei der Nachkontrolle wird der Erfolg der Behandlung überprüft und kontrolliert ob Nebenwirkungen aufgetreten sind. Bei einer radiochirurgischen Behandlung wird der Krankheitsherd nicht entfernt, sondern abgetötet. Darum ist es erforderlich den Verlauf nach Bestrahlung regelmäßig zu kontrollieren. An Hand neuer Kernspinaufnahmen werden Tumorvolumen genau ausgemessen und bei Gefäßmissbildungen wird beurteilt in wie weit sie bereits verschlossen sind.
Während Hirnmetastasen meistens nach sechs Wochen schrumpfen, benötigen gutartige Tumoren hierfür länger. Bei Angiomen kann es sogar einige Jahre dauern bis der Verschluss eingetreten ist. Deshalb werden je nach Art der Erkrankung Kontrollintervalle zwischen sechs Wochen und einem Jahr festgelegt.
Neben der Beurteilung der Kernspinbilder findet auch eine neurologische Untersuchung statt. Natürlich besteht Gelegenheit die Ergebnisse und das weitere Vorgehen eingehend mit dem Arzt zu besprechen. Weil der Patient meistens von einem Team von Spezialisten behandelt wird, ist es für unseren Arzt wichtig über die Behandlungen der anderen Ärzte informiert zu sein. Es ist dann auch sehr hilfreich, wenn der Patient eine Kopie der Befundberichte mitbringt.
Falls die Behandlung nicht effektiv war oder neue Tumoren aufgetreten sind, werden die therapeutischen Möglichkeiten erneut mit dem Patienten besprochen. Falls Nebenwirkungen auftreten, wird besprochen, ob eine Behandlung notwendig ist und diese anschliessend in die Wege geleitet.
Die Behandlungsdaten sowie die Nachuntersuchungsdaten werden anonym, also ohne dass erkennbar, ist um welchen Patienten es sich handelt, in eine Datenbank eingegeben. Hierdurch verfügen über große Mengen Daten und können wir durch wissenschaftliche Auswertung die Gamma Knife Methode weiter verbessern.

Quelle: http://www.gkfrankfurt.de/index.html
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)