Autor Thema: Arbeit macht (nicht) krank - Fit im Beruf  (Gelesen 3071 mal)

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Tanja

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Arbeit macht (nicht) krank - Fit im Beruf
« am: 13. August 2008, 14:10 »

Fit-im-Beruf - Das neue Online-Angebot zur betrieblichen Gesundheitsförderung

Wie fit ist der eigene Betrieb?
Liegt der Krankenstand der Mitarbeiter über dem Durchschnitt?
Wie steht es um das Betriebsklima?
Sind die Arbeitnehmer motiviert und gesund?
Haben sie Spaß an der Arbeit? Wie geht das Team mit Stress um?

Unter
www.ikk-pro-gesundheit.de
finden Unternehmer und Führungskräfte jetzt ein maßgeschneidertes kostenfreies Online-Angebot
zur betrieblichen Gesundheitsförderung in Handwerk und Mittelstand.

Entwickelt wurde das Angebot von Innungskrankenkassen, dem IKK-Bundesverband und den Partnern des
Aktionsbündnisses pro Gesundheit in Zusammenarbeit mit der xx-well.com AG.

Herzstück des Internetauftritts ist der von xx-well.com konzipierte „IKK Fit-im-Beruf-Coach“. Der Coach enthält drei Workshops zu den Themen Stressmanagement, Teamführung und demografischer Wandel. Diese zeigen Arbeitgebern einen Weg zu einem erfolgreichen, gesunden und motivierten Mitarbeiterteam.
Psychologen und Arbeitswissenschaftler sind für Teilnehmer des Programms per E-Mail erreichbar. Im Forum werden Erfahrungen ausgetauscht, Kontakte geknüpft, Anregungen gesammelt.

Neben zahlreichen Informationen, Tests und aktuellen Meldungen gibt es drei weitere interaktive Tools der xx-well.com AG:

·Der „Stresstypentest“ gibt Auskunft über den Alltagsdruck.
·Die "Potentialanalyse" ermöglicht einen Vergleich des Krankenstands mit anderen Betrieben und findet heraus, wie viel Geld gespart werden könnte, wenn die Belegschaft weniger krank wäre.
·Der "Quick-Check" testet betriebliche Faktoren wie Personalmanagement, Arbeitsorganisation und Betriebsklima.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
xx-well.com AG
Corinna Bussenius
"Alte Lok-Fabrik", Aufgang E
Chausseestraße 8
10115 Berlin
Tel.: 030/288 800 600
Fax: 030/288 800 601
Mobil: 0163/603 55 16
E-Mail:
www.xx-well.com

Sissi

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Arbeit macht krank
« Antwort #1 am: 19. August 2008, 22:21 »
Armut macht krank

Utl.: Fachleute diskutieren auf der 9. Präventionstagung des Fonds
Gesundes Österreich Strategien zur Schaffung gesundheitlicher
Chancengleichheit

Wien (OTS) - Österreich hat ein exzellentes und gut ausgebautes
Gesundheitssystem, trotzdem leben Personen mit einem niedrigen
sozioökonomischen Status ungesünder, erkranken häufiger und sterben
früher.

   Die sozialen Unterschiede in der Krankheitslast und der
Lebenserwartung spiegeln vor allem den unterschiedlichen Lebensstil
und die unterschiedlichen Lebensbedingungen (Arbeit, Wohnen) wider.
Aber auch prophylaktische medizinische Leistungen (Impfungen,
Gesundenuntersuchungen) werden von sozial Benachteiligten weniger in
Anspruch genommen.

   Besonders betroffen von der gesundheitlichen Ungleichheit sind
alleinstehende Pensionist/innen, kinderreiche Haushalte,
Alleinerzieher/innen, Migrant/innen und Bezieher/innen von
Sozialleistungen. 1.030.000 Österreicher/innen sind laut einer
Untersuchung der Statistik Austria (2006) armuts- und damit auch
gesundheitsgefährdet.

Auf der 9. Präventionstagung des Fonds Gesundes
Österreich (FGÖ) mit dem Titel "Soziale Ungleichheit und Gesundheit"
werden deshalb die Ursachen analysiert und Strategien zur Schaffung
gesundheitlicher Chancengleichheit diskutiert. Fredy Mayer, Präsident
des Roten Kreuzes und FGÖ-Vizepräsident: "Die Verringerung sozialer
und gesundheitlicher Ungleichheit zählt zu den vorrangigen
gesundheitspolitischen Aufgaben.
Für einen Erfolg ist es wichtig,
dass diese Aktivitäten sich nicht auf den Gesundheitsbereich
beschränken, sondern durch alle Politikbereiche ziehen." Auch der FGÖ
stellt sich diesen Herausforderungen: "Bei der Projektförderung
achten wir darauf, dass die Aktivitäten jene Personen erreichen, die
am meisten davon profitieren: die sozial Benachteiligten." stellt
Mag. Christoph Hörhan, der Leiter des FGÖ fest.

Ungünstiger Lebensstil

   Bei den wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung von
Krankheiten zeigen sich deutliche statusbedingte Unterschiede. 52%
der Frauen mit Pflichtschulabschluss sind übergewichtig bzw. adipös,
unter Hochschulabsolventinnen sind es nur 28%. Bei den Männern ist
der Unterschied geringer: 57% vs 47%.

Auch bei der Bewegung in der Freizeit zeigt sich ein ähnliches Bild: Unter
Pflichtschulabsolventinnen sind nur 20% einmal pro Woche körperlich
aktiv, bei den Hochschulabsolventinnen sind es hingegen 30%, bei den
Männer steht es 26% zu 34%. Der Anteil der Raucher ist unter
Pflichtschulabsolventen mit 28% deutlich höher als unter
Universitätsabsolventen (18%). Bei den Frauen zeigen sich keine
Unterschiede: jeweils 17% rauchen. (bmgfj, Statistik Austria, 2007).

Höhere Krankheitslast

   Auch beim Gesundheitszustand zeigen sich signifikante
Unterschiede: 8% der Pflichtschulabsolvent/innen haben nach eigenen
Angaben einen schlechten Gesundheitszustand, unter
Universitätsabsolvent/innen sind es nur 1%. Nur 28,2% der
Pflichschulabsolvent/innen haben keine gesundheitlichen Beschwerden,
bei den Hochschulabsolvent/innen sind es immerhin 40,9%.

Auch sind im
Vergleich zu Universitätsabsolvent/innen doppelt so viele
Pflichschulabsolvent/innen (20%) chronisch krank. Nicht
verwunderlich, dass 81,7% der Pflichschulabsolvent/innen mindestens
einmal im Jahr einen praktischen Arzt aufsuchen, während es bei
Hochschulabsolvent/innen nur 72,7% sind (Statistik Austria 2002 und
2006).

Sozial benachteiligte Männer sterben 6,2 Jahre früher

   Der ungünstigere Lebensstil und die höhere Zahl chronischer
Erkrankungen findet in der Lebenserwartung Niederschlag: ein heute
35-jähriger Akademiker kann nach Berechnungen der Statistik Austria
ein durchschnittliches Sterbealter von 81,4 Jahren erwarten, ein
gleichaltriger Pflichtschulabsolvent dagegen eines von nur 75,2
Jahren. Bei Frauen sind die Unterschiede etwas geringer (84,4 vs.
81,6 Jahre).

Strategien zur Schaffung gesundheitlicher Chancengleichheit:

   Die alarmierenden Unterschiede in der Lebenserwartung zwischen
unterschiedlichen sozialen Schichten zeigen dringenden
Handlungsbedarf. Die Gesundheitsförderung besitzt mit ihren
praxisorientierten Projekten Instrumente, mit denen sozial
Benachteiligte gezielt angesprochen und zur Nutzung gesundheitlicher
Angebote befähigt werden. In einer Präsentation werden auf der 9.
Präventionstagung 18 erfolgreiche Projekte aus ganz Österreich dazu
vorgestellt.

Maßgeschneiderte Ansätze der Gesundheitsförderung

   "Durch Gesundheitsförderungsprojekte, die benachteiligte Gruppen
speziell ansprechen, arbeitet der Fonds Gesundes Österreich seit
Jahren daran, gesundheitliche Chancengleichheit zu schaffen." stellt
Mag. Christoph Hörhan, der FGÖ-Leiter fest und folgert: "Letztlich
geht es aber darum, das Problem an der Wurzel zu beheben, wobei alle
Politikfelder ihren Beitrag leisten müssen."

Gleiche Bildungschancen

   Bildung ist der Schlüssel zu höheren Einkommen und damit besseren
Chancen auf Gesundheit. Deshalb sind die Befunde der OECD (2007),
wonach "Kinder aus besserem Haus" besseren Zugang zu höherer Bildung
haben, alarmierend, da damit die Ungleichheit weiter fortgeschrieben
wird. Die Bildungspolitik muss danach streben, allen Kindern die
gleichen Chancen auf Bildung zu ermöglichen.

Health in all policies (Gesundheit in allen Politikbereichen)

   Was unter der finnischen Ratspräsidentschaft auf die europäische
Agenda gesetzt wurde, ist der wohl gründlichste Ansatz: "Health in
all policies" will den Gesundheitsgedanken in alle Politikfelder
hineintragen, die die Lebensbedingungen bestimmen. Ähnlich der
Umweltverträglichkeitsprüfung sollen alle politischen Aktivitäten auf
ihre gesundheitsrelevanten Auswirkungen untersucht werden.

   "Gesundheitsförderung kann kein Patentrezept anbieten, aber durch
die umfassende Sicht von Gesundheit unter Einbeziehung der sozialen
Wurzeln in einem fächerübergreifenden Prozess eine tragende Rolle
spielen." betont Vizepräsident Fredy Mayer.

   Mag. Markus Mikl, Leiter Kommunikation
   Gesundheit Österreich GmbH
   Geschäftsbereich Fonds Gesundes Österreich
   Mobil: 0664 3850511
   Tel.: 01 895 04 00-16
   mailto:markus.mikl@fgoe.org
   www.fgoe.org