Autor Thema: Augen, Makuladegeneration  (Gelesen 16845 mal)

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Tanja

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Augen, Makuladegeneration
« am: 15. August 2008, 13:37 »

http://www.gesundheitsinformation.de/altersbedingte-makuladegeneration.303.56.de.html

Makuladegeneration, altersbedingte

Spezial: Altersbedingte Makuladegeneration

Die Netzhaut des Auges ist ein Höchstleistungsorgan. Mehr als 120 Millionen Lichtsinneszellen wandeln die durch das Auge fallenden Lichtreflexe in Bruchteilen von Sekunden in Nervensignale um, die das Gehirn verarbeiten kann. Besonders scharf sehen wir im Zentrum der Netzhaut, der so genannten Makula. Doch gerade in diesem Bereich der Netzhaut kann es im Alter zu Schäden und Vernarbungen kommen, die das Augenlicht gefährden können. Obwohl die so genannte altersbedingte Makuladegeneration häufig ist, halten sich die medizinischen Gegenmaßnahmen in Grenzen. Lesen Sie hier, für wen es eine Möglichkeit gibt, die Erkrankung zumindest zu verlangsamen.
•   Merkblatt: AMD
•   Merkblatt: Neue Medikamente
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Kurze Antworten auf wissenschaftliche Fragen
Altersbedingte Makuladegeneration: Kann eine thermische Lasertherapie den Sehverlust verlangsamen?
Eine thermische Lasertherapie kann den Sehverlust bei einer bestimmten Form der feuchten altersbedingten Makuladegeneration (AMD) verringern. Die Wirkung macht sich jedoch erst zwei Jahre nach der Behandlung bemerkbar, und kurzfristig kann die Therapie die Sehkraft verschlechtern. Dieses Risiko könnte für Menschen mit der häufigsten Form der feuchten AMD höher sein. weiter...

Altersbedingte Makuladegeneration: Was kann eine photodynamische Therapie leisten?
Eine photodynamische Therapie kann die Entwicklung bestimmter altersbedingter Schäden an der Netzhaut bei einem Teil der Patienten abbremsen. Sie kann bereits bestehende Sehschäden aber nicht rückgängig machen. weiter...

Altersbedingte Makuladegeneration: Welche möglichen Vor- und Nachteile bieten die neuesten Arzneimittel?
Bei manchen Menschen mit einer bestimmten Form der altersbedingten Makuladegeneration können regelmäßige Injektionen mit Lucentis oder Macugen den Sehverlust reduzieren. Allerdings können sowohl die Injektion selbst als auch die Medikamente unerwünschte Wirkungen hervorrufen. weiter...

Richi

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Augen - Fisch (Omega3) und Makuladegeneration
« Antwort #1 am: 28. August 2008, 11:18 »

Makuladegeneration: Fisch senkt wahrscheinlich Risiko

Eine Meta-Analyse liefert starke Indizien dafür, dass Omega-3-Fettsäuren aus Fischen das Risiko einer Makuladegeneration im höheren Lebensalter senken können.18.08.2008

Omega-3-Fettsäuren, zum Beispiel in Fischen, sollen einer neuen Analyse zufolge das Risiko einer Makuladegeneration, die häufig die Ursache für Blindheit ist, vermindern. In Fisch befinden sich vor allem langkettige Omega-3-Fettsäuren, zum Beispiel die Alpha-Linolensäure, Dokosahexaensäure und Eicosapentaensäure.

Von besonderem Interesse für die Wissenschaft ist die Dokosahexaensäure. In der Retina befindet sich nämlich ein hoher Anteil an dieser langkettigen Fettsäure. Man hat daraus geschlossen, dass Menschen, die gerne Fisch essen, seltener an einer Makuladegeneration erkranken müssten als Fischverächter.

Das hat nun eine Meta-Analyse geprüft, welche die Daten von neun Studien mit insgesamt 88.974 Teilnehmern umfasste. Bei 3.203 Personen trat eine Makuladegeneration auf. Als man diese Fälle mit den Ernährungsgewohnheiten der Probanden abglich, zeigte sich, dass ein hoher Verzehr von Omega-3-Fettsäuren tatsächlich das Risiko einer Makuladegeneration im höheren Lebensalter vermindert.

Genauer: Wer mindestens zwei Mal pro Woche Fisch isst, senkt sein Risiko, im späten Alter an einer Makuladegeneration zu erkranken, um 33 Prozent. Das Risiko, bereits im mittleren Lebensalter von dieser Erkrankung betroffen zu sein, sinkt um 24 Prozent.

Allerdings weisen die Studienleiter darauf hin, dass ihre Ergebnisse nur Anhaltspunkte liefern können: Unter den analysierten Studien waren nur wenige prospektive Studien zu dieser Frage und keine randomisierten klinischen Studien. Ob Fischkonsum tatsächlich vor einer Makuladegeneration schützt, müssen große prospektive Studien zeigen.

Archives of Ophthalmologie 2008, Vol. 126, S. 826-833

http://www.medica.de/cipp/md_medica/custom/pub/content,lang,1/ticket,g_u_e_s_t/oid,25397

Richi

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Augen, Makuladegeneration, Altersblindheit muss nicht sein
« Antwort #2 am: 07. September 2008, 11:05 »

http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=080905027



   Altersblindheit muss nicht sein
   Kaum jemand weiß, dass AMD eine Augenkrankheit ist"

   Frankfurt (pte/05.09.2008/13:00) - Ein Konsortium aus Vertretern aus der
   Sozialpolitik, der Ärzteschaft und der Gesundheitsbranche hat sich unter
   dem Namen "Bewahren Sie Ihr Augenlicht"
   http://www.bewahren-sie-ihr-augenlicht.de firmiert. Ziel ist es, die
   Bevölkerung über die Folgen von Altersbedingter Makula-Degeneration (kurz
   AMD) aufzuklären und sie für das Thema der frühzeitigen Behandlung zu
   sensibilisieren. "Es muss nicht sein, dass man im Alter schlecht sieht",
   meint Andreas Bethke, Geschäftsführer des Deutschen Blinden- und
   Sehbehindertenverbandes, der die Initiative mit gegründet hat. Mehr als
   vier Mio. Menschen würden alleine in Deutschland an AMD leiden. "Dabei
   weiß gerade einmal 14 Prozent der Bevölkerung überhaupt, dass es sich bei
   AMD um eine Augenkrankheit handelt", erläutert Maximilian Gaßner,
   Ministerialdirigent am Bayrischen Saatsministerium für Arbeit.

   AMD ist eine Erkrankung, die die Netzhaut im hinteren Bereich des Auges
   am sogenannten Gelben Fleck (der Makula) angreift. Die Makula sorgt
   dafür, dass der Mensch scharf sehen und somit lesen, Auto fahren und
   Gesichter er
   kennen kann. Es gibt zwei Formen der AMD, die üblicherweise als "feuchte"
   und "trockene" Form bezeichnet werden. Bei der trockenen bildet sich ein
   Teil der Netzhaut zurück, wird dünner und kann absterben. Dies führt zu
   einer schrittweisen Beeinträchtigung der Sehkraft. Derzeit gibt es keine
   wirkungsvolle Therapie, um die Schädigung des Augenlichts durch trockene
   AMD zu behandeln. Untersuchungen haben jedoch ergeben, dass eine
   Umstellung der Lebensweise sowie Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamine,
   Mineralien und Antioxidantien den Verlauf verzögern können.

   Die feuchte Altersbedingte Makula-Degeneration ist schmerzlos und bleibt
   zunächst oft unbemerkt. "Was auch das große Problem ist, denn die
   Patienten erkennen viel zu spät, dass sie krank sind", sagt Gaßner. Im
   Fortlauf der Erkrankung wachsen neue, krankhafte Blutgefäße unter und in
   die Netzhaut. Sie sind die Ursache für Blutungen und manchmal auch
   Narbenbildung. Die feuchte AMD tritt nicht so häufig auf wie die trockene
   AMD, ist im fortgeschrittenen Stadium jedoch mit schwerwiegenden
   Sehverlusten verbunden. Jedoch ist die feuchte AMD im Gegensatz zu ihrem
   Bruder der trockenen im Frühstadium noch gut behandelbar.

   Folge beider Varianten ist, dass Patienten unter einer erhöhten
   Lichtbedürftigkeit, höherer Blendungsempfindlichkeit und verminderter
   Wahrnehmung von Kontrasten leiden. Zudem tritt ein verzerrtes Sehbild,
   verminderte zentrale Sehschärfe und dunkle Flecken in der Mitte des
   Sichtfeldes auf. Die Experten empfehlen vor allem über 60-Jährigen sich
   einmal im Jahr einer Vorsorgeuntersuchung zu unterziehen. Gleichsam
   warnen sie aber auch vor den AMD fördernden Faktoren. So erkranken
   Raucher nicht nur drei Mal so oft an AMD, sondern zudem im Schnitt noch
   zehn Jahre früher als Nichtraucher. Auch Übergewicht sei mittlerweile im
   Verdacht Augenerkrankungen zu begünstigen. Deshalb wird empfohlen, auf
   eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu setzen.

   Die UN schätzt, dass weltweit zwischen 20 und 25 Millionen Menschen von
   AMD betroffen sind. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung ist davon
   auszugehen, dass sich diese Zahl innerhalb der nächsten 30 bis 40 Jahre
   verdreifachen wird.


Dietmar E.

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Auge - Besser sehen im Alter
« Antwort #3 am: 08. Oktober 2008, 23:47 »

Utl.: Trend-Tipp: besser Sehen annehmen und anpassen

Wien (OTS) - Mit fortschreitendem Alter haben viele Menschen das
Gefühl, beim Lesen zu kurze Arme zu haben. In der Folge verschwimmen
die Buchstaben vor den Augen. Alterssichtigkeit entsteht in
zunehmendem Alter, wenn die Elastizität der Augenlinse abnimmt. Die
Sehschärfe ist nicht mehr so genau. Eine Lesebrille wird notwendig.
Nicht nur die Augen, aber auch die Verarbeitung der visuellen Signale
im Gehirn können zu einer Verminderung der Sehqualität führen.
Vermehrt auftretende Krankheiten oder Mangelerscheinungen können
weitere Gründe für eine verminderte visuelle Wahrnehmung sein.

   Augenoptiker und Optometristen empfehlen daher ab dem 40. bzw. 45.
Lebensjahr die Sehleistung regelmäßig zu überprüfen und eine
entsprechende Brille zu tragen. Sich verringernde Sehleistung wirkt
sich auf den Alltag aus. Sie beeinflußt berufliche Tätigkeiten
ebenso, wie Freizeitaktivitäten.

   Die gute und gesunde Sicht bis ins hohe Alter wirkt sich
maßgeblich auf die persönliche Lebensqualität aus. Regelmäßige
Kontrollen, umsichtiger Umgang und Achtsamkeit mit sich selbst sind
daher das Um und Auf.

Weitere Tipps:

 - Überanstrengungen vermeiden, Augen schonen.
 - Fehlsichtigkeit kontrollieren und korrigieren lassen.
 - Sonnenbrille bei zu starkem Licht- bzw. Sonneneinstrahl.
 - Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel für die Augen (Vitamin C, 
   A, Omega 3 Fettsäuren)

   Gegen die mögliche Alterssichtigkeit gibt es kein Patentrezept.
Sie ist eine natürliche biologische Entwicklung. Besser sehen im
Alter lässt sich jedoch durch die Unterstützung des Augenoptikers und
Optometristen aktiv und modisch herbeiführen.

"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Jutta

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Augen, Makuladegeneration, REHAB
« Antwort #4 am: 14. Oktober 2008, 11:27 »
10/10/08,12:00, Aerzte_Zeitung

Mit optischer Reha können viele Patienten trotz Makula-Degeneration wieder Zeitung lesen

Sehbehinderten Menschen bringt die optische Rehabilitation einen großen Gewinn. Drei Viertel der Teilnehmer gaben in einer Studie an, von den Maßnahmen stark zu profitieren. Doch oft wird das Potenzial der Reha nicht genügend genutzt.

Von Angela Speth

Für die optische und soziale Reha können sich Hausärzte einsetzen: durch Nachfragen und Koordinieren. Denn sie betreuen ja viele Patienten, die zusätzlich an altersbedingter Makula-Degeneration (AMD) oder diabetischer Retinopathie erkrankt sind. "Oft wird leider versäumt, die Patienten an die richtigen Adressen zu schicken", so die Erfahrung von Dr. Stephan Fröhlich von der Sehbehindertenambulanz der LMU München.

Für grundlegend hält es Fröhlich, Mut und Zuversicht zu vermitteln. Und Hausärzte können Patienten zu Kontrollen beim Augenarzt motivieren. Fröhlich empfiehlt halbjährliche Abstände und stützt sich dabei auf eine eigene Studie mit 105 Patienten, die vorwiegend an AMD erkrankt waren: Sechs Monate nach einer ersten Untersuchung hatte sich bei 40 Prozent die Sehschärfe schon wieder verschlechtert, so dass eine Anpassung der Sehhilfen notwendig war.

Zudem legt der Ophthalmologe Hausärzten nahe, sich zu erkundigen, ob die Patienten mit Hilfsmitteln versorgt sind. "Schon mit der richtigen Brille gegen Kurz- oder Weitsichtigkeit sind oft ein oder zwei Zeilen gewonnen", so Fröhlich zur "Ärzte Zeitung". Die Anpassung ist bei AMD schwieriger, aber öfter notwendig als bei anderen Brillenträgern, weil sich durch die Krankheit die Dioptrienzahl stärker ändert, zu höheren oder niedrigeren Werten.

Nächster Schritt bei der Reha: die Vergrößerung. Denn nutzt ein AMD-Patient etwa ein Stück Netzhaut, das 10 Grad von der zerstörten Makula entfernt liegt, muss er eventuell mit nur noch 10 Prozent der Sehschärfe auskommen. Gute Voraussetzungen sind ein Training des exzentrischen Sehens, auf jeden Fall aber optische und elektronische Hilfen. Fröhlich: "Zentrales Anliegen der meisten ist es, wieder Zeitung zu lesen." Für zu Hause gibt es etwa Lupenbrillen oder Standlupen mit großer Fläche und Beleuchtung, weiterhin Bildschirmlesegeräte oder schließlich Vorlese-Apparate. Um in Geschäften die Preise, in Restaurants die Speisekarte zu entziffern eignen sich Einstecklupen. Mit Teleskopen (Monokularen) sind auf der Straße wieder Schilder oder Bushaltestellen zu erkennen.

Auch die soziale Eingliederung können Hausärzte fördern, indem sie nach lebenspraktischen Fähigkeiten fragen: Verstärken die Patienten Kontraste, indem sie etwa dunkle Teller für helle Tische oder umgekehrt verwenden, Treppenstufen markieren oder merken, ob der Küchenherd ein- oder ausgeschaltet ist? Besitzen sie sprechende Uhren oder Waagen?

Wichtig ist auch ein Schwerbehindertenausweis, worin der Prozentrang der Behinderung und Merkzeichen für Vergünstigungen eingetragen sind. Zudem können Ärzte den Kontakt zu Selbsthilfegruppen, zu Hörbüchereien (mit "Blindenhörbücherei" googeln) und zum Deutschen Blinden- und Sehbehindertenbund (www.dbsv.org) vermitteln. Der schickt auf Anfrage Low Vision-Trainer, die schauen, ob die Patienten ihre Hilfsmittel nutzen können und bieten ein Mobilitäts- und Orientierungstraining von ungefähr 40 Stunden an. Dazu gehört das Üben mit Sehhilfen, Geldscheinen, CDs, Kassetten, dem weißen Langstock, von Essen, Eingießen von Getränken oder sozialen Kompetenzen. Beispiel: Wie geht man mit einem Bekannten um, der in Unkenntnis der Behinderung tief beleidigt ist, weil man ihn auf der Straße nicht gesehen und gegrüßt hat?

Die Erfolge der Reha sind besonders beim Nahsehen erstaunlich, hat Fröhlich nachgewiesen: Drei Viertel der Patienten gaben an, von den allgemeinen Maßnahmen stark zu profitieren. 81 Prozent nutzten ihre Sehhilfen mehrmals täglich. 57 Prozent erledigten ihre Korrespondenz wieder selbst, was vor der Reha nur vier Prozent gelang. Und auch der Wunschtraum, wieder Zeitung zu lesen, ging für viele in Erfüllung: Waren vor der Reha nur 14 Prozent imstande, Überschriften zu entziffern, waren es nachher 65 Prozent. Den Text selbst konnten vorher nur 2 Prozent lesen, danach jedoch rund die Hälfte.

Der Schwerbehindertenausweis für Sehbehinderte und Blinde wird ab einem Grad der Behinderung (GdB) von 50 Prozent ausgestellt. Der Inhaber ist damit je nach GdB zu sozialen Unterstützungen, etwa bei der Arbeitssuche, berechtigt. Zudem sind Merkzeichen für finanzielle Erleichterungen eingetragen. So gibt es ab 60 Prozent GdB das Zeichen RF für die Befreiung von Rundfunk- und Fernsehgebühren. Unter 70 Prozent GdB werden die Buchstaben G für Gehbehinderung und B für die Notwendigkeit ständiger Begleitung vergeben. Bei 100 Prozent GdB stehen die Kürzel Bl für blind und H für hilflos. Ab 70 Prozent GdB hat der Behinderte das Recht, kostenlos in öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren, mit B auch ein Begleiter. Blindensendungen sind generell gebührenfrei.

(ars)

Geri

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Augen, Makuladegeneration
« Antwort #5 am: 29. Januar 2009, 15:25 »
Altersbedingte Makuladegeneration vorbeugen 
 
Wie in der sogenannten European Eye Study nun herausgefunden wurde, gibt es offenbar einen Zusammenhang zwischen der Sonnenlicht-Einwirkung im Laufe des Lebens und der Augenkrankheit AMD (altersbedingte Makuladegeneration). Auch ein niedriger Antioxidanzienspiegel (Vitamin C und E, Zink, Zeaxanthin) führt zu einem höheren Erkrankungsrisiko.

Bei der AMD sterben Zellen der Augennetzhaut an der Stelle ab, wo man am schärfsten sieht. Für die Studie wurden 4753 Probanden mit bzw. ohne AMD interviewt und untersucht. Die Schlussfolgerung der Forscher: Wer im Alter noch lange gut sehen möchte, sollte seine Augen mit einer Sonnenbrille vor zu starker Lichteinwirkung schützen und sich außerdem gesund ernähren.
 

Josef

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Re: Augen, Makuladegeneration, Vorbeugung
« Antwort #6 am: 06. März 2009, 15:22 »
Positive Effekte für Augengefäße vermutet

B-Vitamine schützen vor Makuladegeneration

25.02.09 - Die tägliche Einnahme von Folsäure und den Vitaminen B6 und B12 kann das Risiko einer altersbedingten Makuladegeneration um 34 Prozent senken. Vermutlich spielt die Regulation von Homocystein-Werten dabei eine Rolle.

Forscher um Dr. William Christen von der Harvard Medical School in Boston (USA) hatten die Daten von 5.205 Frauen im Alter von über 40 Jahren ausgewertet. Die Teilnehmerinnen litten bereits an einer kardiovaskulären Erkrankung oder wiesen mindestens drei Risikofaktoren auf.

http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_allgemeinmedizin_augenerkrankungen_makuladegeneration_123557641556.htm
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Werner

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http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=090609009

Makrele und Co gegen Augenerkrankung

Ölreiche Fische verlangsamen altersabhängige Makuladegeneration
 

Omega-3-Fettsäuren halten Makuladegeneration im Zaum

Boston (pte/09.06.2009/10:00) - Menschen mit altersabhängiger Makuladegeneration (AMD) sollten zumindest zwei Mal in der Woche ölreiche Fische essen, um ihre Krankheit im Zaum zu halten. Laut einer Studie der Tufts University http://www.tufts.edu scheinen die Omega-3-Fettsäuren, die in Makrelen und Lachsen reichlich enthalten sind, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen oder sogar zu stoppen. Das soll für frühe aber auch für späte Stadien von AMD gelten. Die Erkenntnisse des Teams basieren auf den Daten von fast 3.000 Personen, die an einem Test für Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel teilgenommen haben. Details der Studie wurden im British Journal of Ophthalmology veröffentlicht. Allein in Großbritannien leiden laut BBC rund 500.000 Menschen an altersabhängiger Makuladegeneration.

Frühere Studien hatten ergeben, dass Omega-3-Fettsäuren das Erkrankungsrisiko um ein Drittel verringern können. Die aktuelle Studie legt nahe, dass diese Fette auch bei einer bereits bestehenden Erkrankung wirksam sind. Das Fortschreiten der trockenen und der feuchten Form der AMD war bei einer entsprechenden Ernährung um 25 Prozent weniger wahrscheinlich. Menschen mit einer fortgeschrittenen Erkrankung, die eine Low-GI-Diät machten - also Lebensmittel zu sich nahmen, die ihren Zuckergehalt langsamer freisetzen - und die zusätzlich antioxidante Vitamine und Mineralien wie Vitamin C und Zink einnahmen, schienen ihr Erkrankungsrisiko um bis zu 50 Prozent zu senken.

Das Ersetzen von fünf Scheiben weißen Brotes täglich durch Vollkornbrot könnte innerhalb von fünf Jahren fast acht Prozent der fortgeschrittenen Erkrankungen verhindern. Erstaunlicherweise waren die Nahrungsergänzungsmittel in frühen Stadien der Erkrankung kontraproduktiv. Sie machten den Nutzen der Fettsäuren zunichte und schienen das Risiko eines Fortschreitens der Krankheit sogar zu erhöhen. Jene Teilnehmer, die alle antioxidanten Vitamine und Zink einnahmen und täglich viel Beta-Carotin über die Nahrung aufnahmen, erkrankten mit einer um 50 Prozent erhöhten Wahrscheinlichkeit an einer fortgeschrittenen Form von AMD. Die Forscher gehen davon aus, dass Omega-3-Fettsäuren gegen AMD schützen, in dem sie nach einer Mahlzeit die Fettwerte im Blut verändern, die für den Körper schädlich sein können. Es ist jedoch aufgrund der widersprüchlichen Forschungsergebnisse nicht klar, ob Patienten Nahrungsergänzungsmittel und Omega-3-Fettsäuren schlucken sollten. Sie raten eher dazu, zwei bis drei Mal in der Woche einen ölreichen Fisch zu essen. (Ende)


Aussender: pressetext.austria
Redakteur: Michaela Monschein
email: monschein@pressetext.com
Tel. +43-1-81140-0

Sissi

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Augen und Bildschirm
« Antwort #8 am: 04. August 2009, 16:40 »

 
Augentraining bei langer Bildschirmarbeit
 
In den meisten Berufen wird mit dem Computer gearbeitet und viele Menschen schauen dabei stundenlang konzentriert auf ihren Bildschirm. Dabei halbiert sich die Häufigkeit des Lidschlags, hat die Uniklinik Augsburg gemessen. Die Folge können trockene, gereizte oder übermüdete Augen sein.

Wichtig ist hier eine ausgewogene Ernährung, für die Augen sind vor allem die Vitamine A, C und E nützlich. Gegen trockene Augen hilft unter anderem ausreichend zu trinken. Zusätzlich kann man zwischendurch kurze Pausen einlegen und ein Augen-Entspannungstraining durchführen.

Und genau das ist unser Tipp für heute: Wenden Sie sich für einen Moment von Ihrer Arbeit ab, schauen aus dem Fenster in die Ferne und schließen und öffnen Sie langsam die Augen. Aktivieren Sie Ihre Augenmuskulatur, indem Sie einige Sekunden lang schnell blinzeln und danach mit den Augäpfeln rollen. Lassen Sie Ihren Blick zwischen einem nahen und einem entfernten Objekt hin- und herspringen. Schließen Sie zum Schluss für einige Zeit die Augen.

Außerdem sollten Sie währen der Arbeit ab und zu den Abstand zum Monitor verändern, empfohlen werden 50 bis 70 cm.
 




admin

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Augen
« Antwort #9 am: 13. August 2010, 20:48 »
Es hat seinen guten Grund, dass wir zwei Augen haben. Jedes sieht für sich, aber erst zusammen bilden sie die Realität ab. Die Augen nehmen die Welt aus verschiedenen Perspektiven wahr, und das Gehirn verschmilzt beide Bilder. So entsteht das räumliche Sehen, das uns erlaubt Tiefe und Entfernung zu erkennen.
 
Als Primatin habe ich eine sehr gute Tiefenwahrnehmung. Ich kann deutlich erkennen, wie weit etwas weg ist. Ich sehe genau, wo ich mich festhalten kann. Diese Fähigkeit haben wir von unseren in den Bäumen lebenden Vorfahren geerbt. Ich bin zwar schon öfter geklettert, aber dies ist ein schwieriger Aufstieg, und meine Augen sind dabei unersetzlich.

Unsere Augen haben einen „eingebauten" Autofokus. Ich kann zahllose Details erkennen, wie etwa hilfreiche Felsvorsprünge und die Struktur des Steins. Ich kann den Fokus auch verändern, wenn ich hinunter sehe. Der Aufstieg war schon verzwickt, als ich sehen konnte. Jetzt verbinde ich mir die Augen.

Trevor sieht für mich.

Trevor: „Ich tu mein Bestes.“
Mit der Augenbinde habe ich kein Gefühl dafür, wie weit der Boden entfernt ist.
Trevor: „Stell dich hier drauf.“
Wirklich? Ich stehe praktisch im Nichts. Wo soll ich mich festhalten? Ich habe das Gefühl, nach rechts wegzukippen. Das macht mich ganz nervös. Ich weiß nicht, ob ich meinen Fuß hier abstellen kann. Ich finde keinen Halt. Hilfe. Weiter runter.. Ich kann mich jetzt nur noch voran tasten. Ich kann das Seil weder sehen noch spüren. Das ist beängstigend. Ich fühle Gras und das Seil. Fantastisch. Es ist herrlich, die Augenbinde abzunehmen. Die Aussicht ist umwerfend. Das Auge ist wie eine Kamera, und das ist nicht nur eine Metapher.

Vorne ist die Linse. Die Hornhaut bricht und bündelt das einfallende Licht. Außerdem hat die Kamera eine Blende, die die Lichtmenge reguliert. Unsere Iris übernimmt diese Aufgabe und verändert dabei die Größe der Pupille. Hinter der Iris befindet sich die Linse des Auges, die das Bild zusätzlich scharf stellt. Das gebündelte Licht trifft auf die Netzhaut, die es in elektrische Impulse umwandelt und diese an das Hirn weiterleitet. Alle diese Teile finden sich auch in diesem Auge.

Sarah Crump hat einen Job, der für ihre Augen anstrengend ist. Sie arbeitet täglich am Computer und schaut mehrere Stunden fern. Ein Sehtest, ist bei ihr schon lange überfällig. Und damit ist sie nicht alleine.

Passantin: „Keine Ahnung, wann mein letzter Sehtest war.“
Passant 1: „Noch nie.“
Passant 2: „Ich weiß nicht…“
Passant 3: „Vor zwei Jahren.“
Passant 2: „Vor 13 Jahren.“
Passant 4: „Noch nie, es wird also Zeit.“
Passantin: „Heute morgen.“

Um besser verstehen zu können, wie unsere Augen arbeiten, habe ich Sarah zu mir ins Labor eingeladen. Ich möchte mit ihr ein Pferdeauge sezieren.

Ich reich's dir mal rüber. Es hat nämlich eine eigenartige Konsistenz.
Sarah Crump: „Ja, wirklich. Das fühlt sich seltsam an.“
Komisch, oder? Man kann fühlen, dass es von einer lederartigen Haut umhüllt ist. Dreh das Auge jetzt mal auf die andere Seite. Hier ist der Sehnerv. Genau da. Ganz schön kräftig! Er kommt aus der Rückseite des Auges. In ihm sind all die Nervenfasern, die die optische Nachricht zum Gehirn bringen. Das Auge ist durch die Linse in zwei Teile gegliedert: einen vorderen und einen hinteren Bereich. Siehst du, wie dieses wässrige Zeug hier rauskommt? Ich quetsch das mal raus.
Sarah Crump: „Sieht aus wie Gel.“
So, irgendwo hier sollte die Linse sein... ja, da ist sie: die Linse. Das sieht sehr flüssig aus, das sind aber Zellen, tausende von Zellen.
Sarah Crump: „Ja, sehr flüssig.“
Wir testen jetzt, ob die Linse funktioniert. Du siehst: Sie macht ihren Job ziemlich gut. Nach dem Laborbesuch wird es Zeit für Sarahs Sehtest. Ihren letzten hatte sie vor sechs Jahren.
Sarah Crump: „Ich habe oft Kopfschmerzen und ich weiß nicht warum. Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie etwas mit meinen Augen zu tun haben könnten.“
Ein Sehtest alle zwei Jahre kann helfen, Augenkrankheiten rechtzeitig zu entdecken.
Sarah Crump: „Fantastisch! Mein Sehvermögen ist bestens.“

Wer an einer Fehlsichtigkeit leidet, sollte unbedingt eine Brille oder Kontaktlinsen tragen. Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit: Die Laser-Augenkorrektur. In den letzten Jahren ist sie immer beliebter geworden. Immer mehr Menschen unterziehen sich dieser Operation. Auch Neil Hawkins will den Schritt wagen, obwohl ihm vor der Operation gehörig die Knie zittern.

Neil Hawkins: „Ich habe gestern Nacht ernsthaft darüber nachgedacht einen Rückzieher zu machen. Im Zug hierher habe ich überlegt, lieber einfach nur einkaufen zu gehen."

Die Augen werden von einem Computer ausgemessen. Auch die eigentliche Operation läuft computergesteuert ab. Zunächst werden Neils Augen durch Tropfen betäubt. Dann trennt der Laser eine dünne Schicht der Hornhaut teilweise ab, bevor ein zweiter Laser die tiefer liegende Hornhaut abschleift, um die Fehlsichtigkeit zu korrigieren. Eine Laser-Operation ist nicht bei jedem möglich und kostet außerdem an die 4.000 Euro für beide Augen. Nach einer halben Stunde hat Neil es überstanden.

Neil Hawkins: „Ich kann sehen. Erstaunlich, eine echte Offenbarung. Es ist richtig aufregend.

Das Leben im 21. Jahrhundert fordert unseren Augen einiges ab. Viele von uns sitzen bei der Arbeit den ganzen Tag vor dem Bildschirm. Stimmt es, dass die Augen davon schlechter werden?

Sarah ist eine von Millionen, die am Computer arbeiten. Sie hat noch Glück: Die Angestellten hier machen alle zwei Stunden eine Bildschirmpause. Verändert sich die Sehkraft, wenn wir die Pausen streichen? Sarah und ihre Kollegen spielen heute für mich die Versuchskaninchen. Der Augenarzt Doktor Robert Cubbidge überwacht das Experiment mit mir.

Wir haben sie in Gruppen aufgeteilt: Drei von Ihnen machen keine Pausen, drei legen regelmäßige Pausen ein und eine arbeitet wie immer. Vorher testet Doktor Cubbidge noch einmal ihr Sehvermögen. Der Sehtest dient uns später als Vergleichswert. Danach arbeiten unsere Testpersonen vier Stunden lang nach ihrem jeweiligen Pausenmuster. Anschließend testen wir sie noch einmal und hören, ob sie unter trockenen Augen, Kopfschmerzen oder Müdigkeit leiden. Jetzt kann das Experiment beginnen. Wir wollen herausfinden, wie sich die lange Zeit vor dem Bildschirm auf die Sehschärfe auswirkt. Nehmen wir an, dieser Wasserballon wäre die Linse und meine Finger der sie umgebende Ziliar-Muskel. Wenn wir in die Ferne schauen, ist der Muskel entspannt und die Linse flach. Wenn man etwas in der Nähe betrachtet, wölben die Muskeln die Linse nach vorn. Dadurch wirft sie die Lichtstrahlen gebündelt auf die Netzhaut. Genau wie alle anderen Muskeln kann auch der Ziliar-Muskel ermüden. Wenn man dann vom Bildschirm in die Ferne schaut, entspannt er sich nicht völlig, und das Bild ist verschwommen. Ich bin schon sehr gespannt, ob unser Versuch das bestätigt.
Die Langzeitfolgen sind noch nicht bekannt. Studien zeigen aber, dass es zu vorübergehenden Phasen von Kurzsichtigkeit kommt, wenn man keine Bildschirmpausen einlegt. Nach vier Stunden dürfen unsere Testpersonen endlich eine Pause machen. Es gab tatsächlich auffallende Unterschiede zwischen denen, die pausiert haben und denen, die es   nicht taten. Die Sehtests waren unverändert, aber die Fragebögen zeigten deutliche Abweichungen. In den Fragebögen beklagten sich diejenigen, die durchgearbeitet hatten, vermehrt über trockene, gereizte Augen und Kopfschmerzen.

Ihre Angaben stimmen mit dem überein, was wir erwartet haben, wenn man lange den Bildschirm fixiert. Sie dagegen gehörten vermutlich zu denen, die viele Pausen machen durften? In ihrem Fragebogen steht nichts von Reizungen.

Mitarbeiterin: „Uns ging es gut.“
Ihre Augen waren nicht angestrengt, und sie hatten keine Kopfschmerzen. Wenn man sich pausenlos auf den Bildschirm konzentriert, vergisst man zu blinzeln. Wenn man nicht blinzelt, verteilt man keinen Tränenfilm auf den Augen. Deshalb werden sie trocken und gereizt. Man sollte lieber öfter Pausen machen. Nachdem das geklärt ist - zurück an die Arbeit.

Gezielte Bildschirmpausen beruhigen die Augen dadurch, dass sich die Muskeln entspannen können und wir öfter blinzeln. Gemeinsam mit Doktor Rob Cubbidge erforsche ich das Innere des menschlichen Auges näher.

Rob Cubbidge, University of Birmingham: „Ich mache eine Infrarot-Aufnahme. Blinzeln Sie bitte mal.“
Fotografieren Sie den Augenhintergrund?
Rob Cubbidge: „Genau, und wir können das Bild hier drüben ansehen."
Das ist also meine Netzhaut.
Rob Cubbidge: „Man sieht sehr viele Blutgefäße.“
Das ist die Sehnerven-Scheibe oder Papille, von der aus die Nerven vom Auge zum Gehirn führen.
Rob Cubbidge: ”An der Papille treten die Sehnerven gebündelt aus dem Auge aus."
Das sind die Netzhautgefäße.
Rob Cubbidge: „Die dunkleren sind Venen, die sauerstoffarmes Blut transportieren. Die helleren, dünnen sind Arterien. Auf der Netzhaut gibt es außerdem einen Bereich, den man Makula oder gelben Fleck nennt. Die Makula ist für das Scharfsehen zuständig. Wenn man ein Buch liest oder fernsieht, benutzt man die Makula.“
Im Alter kann es zu einer Makula-Degeneration kommen, bei der dieser wichtige Teil der Netzhaut abstirbt.
Rob Cubbidge: „Die lichtempfindlichen Sinneszellen kollabieren. Dadurch entstehen Narben, die einen blinden Fleck im Sichtfeld verursachen. Im fortgeschrittenen Stadium wie hier, ist die Netzhaut großflächig vernarbt. Dieser Patient gilt als blind.“
Ist hier alles vernarbt?
Rob Cubbidge: „Die Ränder des Gesichtsfelds sind unbeschädigt und funktionieren.“
Er sieht also gar nichts im Zentrum.
Rob Cubbidge: „Ja, und das Zentrum ist das Entscheidende.“
Durch die Makula-Degeneration werden ganz alltägliche Unternehmungen schwierig oder sogar gefährlich. Wie kann man das Risiko einer Erkrankung senken?
Rob Cubbidge: „Zum Beispiel, indem man das Rauchen aufgibt. Rauchen schädigt das Makula-Pigment Lutein, das vor UV-Strahlung schützt. Ohne diesen natürlichen Schutz kann das UV-Licht den Augenhintergrund langfristig beschädigen.“

Einer der lernen musste, mit einer Makula-Degeneration zu leben, ist Danny Gleeson. Bei ihm ist die Krankheit genetisch bedingt.

Danny Gleeson: „Eine Makula-Degeneration kann man sich wie eine Brille vorstellen, auf deren Gläser man im Zentrum zwei Kleckse Vaseline geschmiert hat. So sehe ich die Welt. Dein Gehirn ist ziemlich clever: Du kannst Zeitungen durch einen kurzen Blick auf die Titelseite unterscheiden. „Express" und "Mail" können aber ziemlich ähnlich aussehen. Also, kaufst du die "Times". Wenn der Bus kommt - ich meine, du siehst natürlich nicht, dass der Bus kommt - dann realisierst du erst sehr spät, dass er da ist. Du hast keine Ahnung welche Nummer er hat oder in welche Richtung er fährt. Wenn er dann so nah ist, dass du die Nummer erkennst, ist es meistens schon zu spät und er fährt weiter. Wenn ich in mein Stammlokal gehe, um meine Freunde zu treffen, dann gehe ich hinein und habe keine Ahnung, wer da ist. Du weißt nicht, wer dich anschaut, denn keiner hat ein Gesicht. Ein Experte hat mir mal gesagt, dass ich meine periphere Sicht immer behalten werde. Also kann ich noch ins Pub gehen, wenn ich achtzig bin.“

Um ihre Augen vor Krankheiten wie der Makula-Degeneration zu schützen, muss Sarah ihre Essgewohnheiten ändern. Ernährungs-Experte Ian Grierson wird ihr dabei einige Tipps geben.

Sarah Crump: „Sind Karotten wirklich so gut für die Augen?“
Ian Grierson, University of Liverpool: “Ja, tatsächlich. Sie enthalten besonders viel Vitamin E. Das ist ein tolles Antioxidanz und gut für die Gesundheit unserer Retina. Aber es gibt noch besseres Gemüse für die Augen. Halte dich an die Ampel-Farben: grüne, gelbe und rote Früchte schützen die Retina und die Makula des Auges.“
Sarah Crump: „Also was soll ich kaufen?“
Ian Grierson: „Grünes Gemüse ist besonders gut. Es enthält einen Farbstoff, der vor allem in der Linse und der Makula angereichert ist. In der Makula liegt unser zentrales Sichtfeld."

Der Farbstoff, von dem Ian spricht, heißt Lutein. Er kommt in allen grünen Blattgemüsen vor und ist für die Gesundheit unserer Augen unverzichtbar. Lutein ist gelb. Der Farbstoff wird sichtbar, wenn grünes Blattgemüse verwelkt. Normalerweise schützt das Lutein die Augen sehr effektiv. Eine der größten Gefahren für die Netzhaut lauert dennoch überall: Das Sonnenlicht. Ich habe dieses Prisma mit in die Sonne genommen, um das sichtbare Licht in seine einzelnen Farben zu spalten. Wenn ich das Prisma drehe, kann ich einen Regenbogen entstehen lassen: Von rot über orange, gelb, grün, blau und violett. Jede dieser Farben hat eine eigene Wellenlänge. Rot hat eine vergleichsweise große Wellenlänge, während blau eine deutlich kürzere hat. Das UV-Licht liegt außerhalb des sichtbaren Spektrums, aber es ist trotzdem vorhanden. Seine Wellenlänge ist noch kürzer als die des blauen Lichts. Ich kann beweisen, dass es existiert, weil ich einen UV-Sensor habe. In meiner Hand misst er nichts, aber in der Sonne schlägt er sofort aus. Auch die unsichtbare Strahlung lässt sich also messen. Jeder weiß, dass UV-Licht schädlich für die Haut ist - aber wie ist es mit unseren Augen? Wer sich zu häufig ungeschützt der UV-Strahlung aussetzt, hat ein erhöhtes Risiko an Grauem Star zu erkranken. Schützt eine Sonnenbrille wirksam vor den unsichtbaren Strahlen?

Die ist sehr bequem. Was kosten die?
Verkäuferin: „Zwischen 150 und 240 Euro.“
Die große Brille schützt das ganze Gesicht. Ist guter UV-Schutz teuer?
Passantin 1: „120 bis 150 Euro sollte man für eine Brille mit UV-Schutz schon ausgeben.“
Passant: „150 Euro?“
Passantin 2: „Für UV-Schutz gebe ich nicht viel aus, mir ist er auch nicht wichtig.“
Passantin 3: „Ich suche sie nach dem Design aus, der UV-Schutz ist zweitrangig."

Im Ausverkauf habe ich richtig zugeschlagen. Diese Brille für zwölf Euro mit Perlmutt-Effekt verspricht hundertprozentigen UV-Schutz. Genau wie diese Kinderbrille, bei der ich das unbedingt überprüfen will. Sie ist jedenfalls richtig schick.

An der Aston Universität in Birmingham testen Doktor Colin Fowler und ich den UV-Schutz der Brillen.
Sie haben da die Gläser von der silbernen Brille. Können wir überprüfen, ob sie die UV-Strahlung abhalten?
Colin Fowler, Aston University, Birmingham: ”Wir stecken sie einfach in das Messgerät. Das Gerät misst, welche Strahlen durch das Glas dringen. Es ist ein gebündelter Lichtstrahl verschiedener Wellenlängen.“

Die Wellenlänge des Lichts wird in Nanometern gemessen. Die gefährlichen UV-Strahlen liegen zwischen 280 und 400 Nanometern. Unsere Messung zeigt, ob Sonnenbrillen unsere Augen davor schützen. Wir sind beim sichtbaren Licht angelangt, und es ist keine UV-Strahlung durchgedrungen. Die Preisspanne der Sonnenbrillen, die wir prüfen, reicht von fünf Euro-Kinderbrillen bis hin zu 240 Euro teuren Designerbrillen. Einige davon geben an, die UV-Strahlung zu hundert Prozent abzublocken, während andere gar keine Angaben machen. Worauf muss ich also beim Kauf achten?
Colin Fowler: „Die Sonnenbrille sollte zumindest das CE-Zeichen tragen. Es bestätigt, dass sie die grundlegenden Sicherheitsanforderungen erfüllt. Alle Sonnenbrillen haben den UV-Test bestanden - von den billigsten zur teuersten. Obwohl eine so kostspielige Brille nicht nötig wäre, werde ich sie behalten.“

In dieser Folge haben wir gesehen, dass regelmäßige Bildschirm-Pausen unsere Augen entlasten. Dass man für den UV-Schutz einer Sonnenbrille nicht hunderte von Euro ausgeben muss, sondern aufs CE-Zeichen achten sollte und wie wichtig es ist, alle zwei Jahre einen Sehtest zu machen. Es ist also ganz einfach, auf die Gesundheit unserer Augen zu achten. Jetzt müssen mich meine Augen nur noch heil runterbringen!

Edi

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Makuladegeneration (AMD)
« Antwort #10 am: 03. Oktober 2010, 15:45 »

Freitag, 1. Oktober 2010

Medizin AMD: Avastin und Lucentis gleichwertig

Boston - In der Behandlung der exsudativen (feuchten) altersbezogenen Makuladegeneration (AMD) ist das für Krebserkrankungen zugelassene Bevacizumab (Avastin®) für viele Augenärzte eine gleichwertige und zugleich deutlich preisgünstigere Alternative zu dem Ophthalmikum Ranibizumab (Lucentis®). Die Ergebnisse der ersten direkten Vergleichsstudie in Eye (2010; doi: 10.1038/eye.2010.147) scheinen dies zu bestätigen.

Bevacizumab und Ranibizumab sind monoklonale Antikörper, die den humanen vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor A (VEGF-A) binden, der an der Pathogenese der exsudativen AMD beteiligt ist. Beide Wirkstoffe wurden aus dem gleichen murinen Antikörper abgeleitet, doch die Anwendung von Lucentis® ist mit Kosten von über 1.500 Euro wesentlich teurer als Avastin®, das durch Portionierung der für die Krebstherapie zugelassenen Präparate für weniger als 100 Euro hergestellt werden kann.

Bevacizumab ist jedoch nicht mit Ranibizumab identisch. Der wesentliche Unterschied besteht .......... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/42942/AMD_Avastin_und_Lucentis_gleichwertig.htm

Jutta

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Update Altersabhängige Makula-Degeneration: Blick in die Pipeline
« Antwort #11 am: 06. August 2012, 23:10 »


Update Altersabhängige Makula-Degeneration: Blick in die Pipeline

Die Behandlung der feuchten Form der Altersabhängigen Makula-Degeneration (AMD) mit sogenannten VEGF-Hemmern lässt aktuellen Studien zufolge die Zahl der Neuerblindungen in einigen Ländern sinken. In Deutschland bleiben die Behandlungsergebnisse in der Praxis jedoch hinter den Möglichkeiten zurück. Auf dem 17. Weltkongress der Selbsthilfeorganisation RETINA INTERNATIONAL geht es darüber hinaus auch um Strategien gegen die trockene Form der AMD, für die es bislang noch keine wirksame Behandlung gibt.


„Die“ Altersabhängige Makula-Degeneration gibt es nicht. Vielmehr ist die Erkrankung, bei der die Stelle des schärfs-ten Sehens in der Netzhaut (Makula) betroffen ist, ausgesprochen vielgestaltig. Sowohl bei der frühen Form der trockenen AMD, die durch „Drusen“ genannte Ablagerungen gekennzeichnet ist, als auch bei der späten Form der trockenen AMD, der geographischen Atrophie, können die Augenärzte inzwischen verschiedene Unterformen unterscheiden. Genetische Unterschiede spielen dabei eine Rolle.

In den letzten Jahren haben Wissenschaftler 19 Abschnitte im Erbgut identifiziert, die das AMD-Risiko beeinflussen. Dazu gehören etwa Gene, die im sogenannten Komplementsystem eine Rolle spielen, der ersten Abwehrfront des angeborenen Immunsystems gegen Krankheitserreger. Dieses ist bei AMD-Patienten überaktiv. Auch Gene, die den Cholesterin- und Fettstoffwechsel steuern, haben Auswirkungen auf die Entstehung der Augenerkrankung. Unlängst entdeckte eine Forschergruppe, dass bei einer Unterform der AMD auch ein mutiertes Gen (ABCA4) beteiligt ist, das die erbliche Makula-Degeneration (Morbus Stargardt) verursacht.

Die genetischen Unterschiede sowie Lebensstilfaktoren, insbesondere das Rauchen, beeinflussen auch das Risiko, dass die trockene in die feuchte Form der AMD übergeht. In Deutschland erkranken pro Jahr schätzungsweise 50.000 zumeist ältere Patienten an dieser Form der AMD. In westlichen Industrienationen ist die Erkrankung die häufigste Ursache für Erblindungen.

Wirksame Therapien gegen die feuchte AMD sind verfügbar

Im Gegensatz zur trockenen Form der AMD, die langsam voranschreitet, ist die feuchte Form schwerwiegender. Ausgehend von der trockenen Form wachsen bei der feuchten Form der AMD Blutgefäße aus der Aderhaut unter die Netzhaut, aus denen Flüssigkeit und Blut austritt. Die zentrale Sehschärfe verschlechtert sich dadurch binnen kürzester Zeit. Da kurz VEGF genannte Signalmoleküle das Wachstum der Blutgefäße anregen, können VEGF-Hemmstoffe, die in den Augapfel gespritzt werden, das Fortschreiten des Sehverlustes stoppen und die Sehfähigkeit oft sogar verbessern. Zwei VEGF-Hemmer (Pegaptanib und Ranibizumab) sind bereits seit 2006 bzw. 2007 zugelassen, wobei die Fachgesellschaften Ranibizumab als Mittel der ersten Wahl einstufen. Ein dritter VEGF-Hemmer (Aflibercept) wird in den nächsten Monaten folgen. Ebenfalls eingesetzt wird der - für diese Indikation allerdings nicht zugelassene - VEGF-Hemmer Bevazizumab.

Schlechtere Therapie-Ergebnisse unter Praxisbedingungen

Die Therapie mit VEGF-Hemmern kann die Zahl der Neuerblindungen reduzieren. Das belegen neue Untersuchungen aus Dänemark und Israel. In Deutschland bleiben die Therapie-Ergebnisse unter Realbedingungen allerdings hinter den Resultaten kontrollierter Studien mit dem Wirkstoff Ranibizumab zurück. Das belegt die aktuelle Studie einer Wissenschaftlergruppe um Professor Frank G. Holz von der Universitätsaugenklinik Bonn mit 3470 Patienten, die in 274 Zentren entsprechend den hierzulande etablierten Empfehlungen behandelt wurden.

Diese Empfehlungen sehen nach einer dreimonatigen Startphase mit monatlichen Injektionen eine Erhaltungsphase vor, bei der das Medikament nur dann gespritzt wird, wenn die Sehschärfe erneut abnimmt oder es Anhaltspunkte für das erneute Aufflackern der Erkrankung gibt. Wie die Analyse ergab, konnte die Sehkraft unter Praxisbedingungen zwar zunächst verbessert werden, sank jedoch im Verlauf des Jahres auf den Ausgangswert zu Beginn der Therapie ab. Eine laxere Kontrolle des Erkrankungsverlaufes dürfte eine der Ursachen für die schwächeren Therapieergebnisse sein, vermuten die Forscher.

Gesucht: Kombi-Therapien

Mit den VEGF-Hemmern ist die Entwicklung noch keineswegs zu Ende. „Zusammen mit der feuchten Form der AMD kommt stets auch die Spätform der trockenen AMD“, sagt Professor Holz, „für die es bislang keine wirksame Therapie gibt. Wir brauchen Kombitherapien, die sich gegen beide Formen der AMD richten.“

Bei der trockenen AMD reichert sich Stoffwechselmüll aus dem visuellen Zyklus in der Netzhaut an. Ein Bestandteil davon ist Lipofuszin. Diese Substanz wirkt toxisch und schädigt die Zellen in der Netzhaut. Verschiedene Wirkstoffe, die den visuellen Zyklus und damit die Anreicherung von Lipofuszin beeinflussen, befinden sich inzwischen in der klinischen Prüfung. Auch Substanzen, welche das Komplementsystem beeinflussen, werden erforscht.

Auf dem Kongress von RETINA INTERNATIONAL werden auch Studienergebnisse mit dem Wachstumsfaktor CNTF (Ciliary Neurotrophic Factor) präsentiert. Produziert wird dieser von Zellen, die – in einem Implantat verpackt – in das Auge eingesetzt werden. Getestet werden Sicherheit und Wirksamkeit dieser Therapie nicht nur bei der späten Form der AMD, sondern auch bei der erblichen Netzhauterkrankung Retinitis pigmentosa. Die Behandlung verdickt die Schicht der Photorezeptoren in der Retina. Bei den AMD-Patienten wurde die Sehfähigkeit stabilisiert. Erprobt wird diese Behandlung, wie Professor Holz berichtet, demnächst auch im Rahmen einer Phase II-Studie bei einer anderen Makula-Erkrankung, der sogenannten Makulären Teleangiektasie. Bei dieser Erkrankung erweitern sich die dünnen Blutgefäße, welche die Sehgrube („Fovea“) in der Makula umgeben.

Stammzelltherapien noch im Experimentierstadium

Geht es um Stammzelltherapien gegen AMD ist Professor Holz sehr zurückhaltend. „Die Untersuchungen befinden sich noch im Experimentierstadium, getestet werden beispielsweise induzierbare pluripotente Stammzellen in Tiermodellen.“ Doch ist es noch ein weiter Weg bis die Wirksamkeit von Stammzellen an Patienten unersucht werden können.

Quelle: Pro Retina Stiftung zur Verhütung von Blindheit