Autor Thema: Gesundheitssystem/-reform international  (Gelesen 1838 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Dietmar E.

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 1.889
  • Geschlecht: Männlich
Gesundheitssystem/-reform international
« am: 10. Oktober 2008, 20:15 »

Briten sehen für das staatliche Gesundheitssytem keine Zukunft

London – Jeder zweite Patient in Großbritannien rechnet damit, dass der staatliche Gesundheitsdienst innerhalb der nächsten zehn Jahre abgeschafft wird und durch ein ausschließlich aus Krankenkassenbeiträgen finanziertes System ersetzt wird. Aber neun von zehn Patienten sind gegen eine solche Änderung.

Der britische Ärztebund (British Medical Association, BMA) befragte landsweit 1.000 Patienten zu ihrer gesundheitspolitischen Meinung. Ergebnis: Obwohl rund 40 Prozent der Patienten der Meinung sind, der  staatliche Gesundheitsdienst (National Health Service, NHS) habe sein Leistungsangebot in den vergangenen zehn Jahren „verbessert“, glaubt die Hälfte er Engländer nicht an einen langfristigen Fortbestand.

Zudem ist Mehrheit der befragten Patienten dagegen, privaten Leistungsanbietern eine größere Rolle im britischen Gesundheitswesen einzuräumen.  Damit votierten die Patienten eindeutig gegen den gesundheitspolitischen Kurs der Regierung Brown.

Premierminister Gordon Brown möchte Privatunternehmen besser ins Geschäft mit der Gesundheit verhelfen, indem er beispielsweise bestimmte Routine-Operationen von privaten Leistungsanbietern ausführen lässt. Das entlastet zwar die Staatskliniken, ist aber bei den Patienten unbeliebt.
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)