Autor Thema: Hirntumor: Laser findet selbst kleinste Krebszellen (OCT)  (Gelesen 6237 mal)

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Josef

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Weltweit erstes Op.-Mikroskop mit integrierter OCT-Technologie

19.08.08 - Der weltweit erste Prototyp eines Operationsmikroskops mit integrierter optischer Gewebeanalyse findet seit kurzem bei Hirntumoroperationen Anwendung. Erste klinische Erfahrungen der Universitätsmedizin Göttingen zeigen, dass damit hochpräzise zwischen krankem und gesundem Hirngewebe unterschieden werden kann.

Während der Operation eines Hirntumors ist es oftmals schwierig, zwischen Tumorgewebe und gesundem Gehirn zu unterscheiden. Daher hat eine neurochirurgische Arbeitsgruppe der Universitätsmedizin Göttingen untersucht, ob die optische Kohärenztomographie (OCT) hier von Nutzen sein könnte.

Dazu wurde das weltweit einzige Op.-Mikroskop mit integrierter OCT-Technologie entwickelt. Mit Hilfe dieser Analyse lassen sich solide Tumoren darstellen und auch kleinste Spuren von Krebszelleneinwanderungen im umliegenden Gewebe nachweisen.

"Wir können erstmals zeigen, dass eine Technologie wie die optische Lasergewebeanalyse geeignet ist, minimale Tumorreste im Bereich der ehemaligen Tumorhöhle noch während der Operation darzustellen", berichtet Prof. Veit Rohde. "Die Genauigkeit ist viel höher als die der übrigen im Operationssaal zum Einsatz kommenden bildgebenden Verfahren". Rohde war zusammen mit dem Göttinger Neurochirurgen Prof. Alf Giese in die Entwicklung des Geräts involviert.

Bei dem neuartigen Kombi-Mikroskop tastet ein Laserstrahl das Gewebe ab und erlaubt noch während der Operation eine direkte Gewebeanalyse. Mittlerweile sind in Göttingen die weltweit ersten Patienten mit dieser Methode operiert worden.

Eine Unterscheidung zwischen aktiven Tumorzellen am Tumorrand und abgestorbenen Tumorzellen im Tumorzentrum sei ebenso möglich wie die Erfassung von Zellnestern im normalen Hirngewebe, erläutern die Göttinger Forscher.

Sie hoffen, damit das Überleben der Patienten verlängern zu können. Die ersten Ergebnisse stimmen optimistisch. Bis es gesicherte Patientendaten für das neue OP-Verfahren gibt, wird es allerdings noch einige Jahre dauern.


OCT - Die optische Kohärenztomographie
Bei dieser Methode werden die Reflektionseigenschaften von Geweben unter Einstrahlung von nahinfrarotem Laserlicht genutzt und damit zusätzliche diagnostische Informationen gewonnen. Umfangreiche klinische Erfahrungen mit OCT-Darstellung existieren bislang nur für die Ophthalmologie und die Dermatologie. Für den Einsatz in der Urologie, Gynäkologie, oder Hals-Nasen-Ohrenheilkunde liegen bislang nur experimentelle Arbeiten vor.
Siehe auch:
http://www.krebsforum.at/forum/index.php/topic,1418.msg3621.html#msg3621
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

serenity

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Re: Hirntumor: Laser findet selbst kleinste Krebszellen (OCT)
« Antwort #1 am: 10. Juni 2009, 21:29 »
gibt es da schon neuere tests?
bzw hilft es gut gegen ein glioblastiom?

lg serenity
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Dietmar E.

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Krebs! Wohin soll ich mich wenden?
« Antwort #2 am: 11. Juni 2009, 00:30 »
Selbstverständlich!

Wieder hängt es davon ab, wo du zu Hause bist.

Auf alle Fälle würde ich jedem Krebspatienten empfehlen ein Stützpunktkrankenhaus aufzusuchen,

bzw. ein spezielles Zentrum für genau diese Krebsart,

bzw. eine Universitätsklinik.


Bitte ein mündiger Patient werden und sein.

Keine Angst vor Rückfragen!

Immer einen Zweitbefund, eine Zweittherapiemöglichkeit von einem anderen großen Krankenhaus einholen!


PS: Ich habe mein "eindeutiges Krebsgewebe" nach Washington zum Zweitgutachten schicken lassen. Es dauerte zwar 2 Monate, aber: kein Krebs!

Wer gestern abend im ndr-tv oder heute im ....... die Fehldiagnosen bei Brustkrebs und Prostatakrebs gesehen hat, der weiß weshalb!


PSS: Die zu geringe Information eines Arztes war gestern. Information ist, auch für den mündigen Patienten, eine Holschuld. Daher hier unter Veranstaltungen nachsehen, oder im Internet googeln. Ich finde z. B. oft für Mitglieder der SHG Kontakte bei Kongressen, also schauen, wie heißen die Vortragenden, und dann
Kontakt suchen. Das gelingt zu 90 %!
Nächster großer Onkologiekongress ist im Juli in Wien: http://www.krebsforum.at/forum/index.php/topic,3306.msg8830.html#msg8830

Bitte melde deine Veranstaltungen, die du weißt, mit denen du uns helfen kannst!




« Letzte Änderung: 11. Juni 2009, 00:39 von Dietmar E. »
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

serenity

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Re: Hirntumor: Laser findet selbst kleinste Krebszellen (OCT)
« Antwort #3 am: 11. Juni 2009, 08:36 »
ich bin in wien zuhaus...meine mama hat hat glioblastom und ich versuch nun so gut wie möglich alle therapiemöglichkeiten zu finden.
sie wird im kaiser franz josef betreut und bekommt ab nächster woche donnerstag intravenöse chemo, weil trotz der chemo tabletten ist der tumor binnen kurzer zeit auf 3 cm gewachsen.

WIESO, WESHALB, WARUM...WER NICHT FRAGT BLEIBT DUMM!