Autor Thema: Im Krankenhaus massiv erkrankt: Virus  (Gelesen 41092 mal)

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Sissi

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Zehntausende Behandlungsfehler im Krankenhaus - Neue Studie
« Antwort #26 am: 29. Januar 2014, 00:45 »
21.01.2014
   
Gesundheitspolitik Deutschland

Anmerkung: 10 % = Österreich!
   
   
Zehntausende Behandlungsfehler im Krankenhaus - Neue Studie

Die AOK schlägt Alarm. Mehr Menschen sterben nach ihren Angaben durch Fehler im Krankenhaus als im Straßenverkehr. Nun will sie genauere Daten vorlegen. Die Kliniken betonen: Ihre Standards seien hoch.


Zehntausende Patienten beschweren sich jedes Jahr wegen Verdachts auf Ärzte- oder andere Behandlungsfehlern. Die meisten Versicherten fühlen sich dabei in der Klinik falsch behandelt. An diesem Dienstag werden nun die Risiken für Deutschlands Klinikpatienten bei der Vorstellung einer neuen Studie in Berlin beleuchtet (10.30 Uhr).

Der AOK-Krankenhausreport analysiert, welchen gesundheitlichen Gefahren Patienten ausgesetzt sind. Hintergrund ist laut AOK, dass etwa bei jeder hundertsten Behandlung ein Fehler passiert. Das wären bei zuletzt rund 18,6 Millionen Klinikfällen pro Jahr knapp 190 000 Behandlungen mit Problemen.

Die Folgen könnten von gesundheitlichen Beschwerden bis zum Tod reichen. "So sterben jedes Jahr mehr Menschen durch Fehler im Krankenhaus als durch Unfälle im Straßenverkehr", so die AOK. Im vergangenen Jahr gab es nach einer vorläufigen Bilanz rund 3300 Verkehrstote.

Allein der Medizinische Dienst der Krankenkassen kümmerte sich nach den jüngsten Zahlen 2012 um rund 8600 Vorwürfe von Patienten gegen Kliniken - und bestätigte fast jeden dritten Verdacht. Insgesamt beanstanden nach Schätzungen rund 40 000 Versicherte pro Jahr ihre Behandlung bei Ärztestellen, Kassen oder direkt vor Gerichten. Die Dunkelziffer gilt bei den Problemen im Klinikablauf als hoch.

Die Bandbreite reicht von Infektionen, die sich Kranke zusätzlich im Krankenhaus holen, über verkehrte Medikamente bis hin zu Einzelfällen von vergessenem OP-Material im Inneren des Patienten.

Ärztevertreter weisen immer wieder darauf hin, dass in der Regel nicht einfach Pfusch eines Arztes dahintersteckt. Organisationsmängel, mehr komplizierte Eingriffe und auch der Mut vieler Operateure zum Risiko zählen zu den Ursachen.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft unterstrich, die Sicherheitsstandards seien so hoch wie nie. "Sie können sich im internationalen Vergleich sehen lassen", sagte Hauptgeschäftsführer Georg Baum. "Nie war die Bereitschaft der Krankenhäuser größer, Qualität und Sicherheit weiterzuentwickeln." Allerdings dürften die Kliniken bei der Finanzierung des Mehraufwands nicht alleingelassen werden.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hatte angekündigt, den Behandlungserfolg stärker zum Maßstab für die Patienten in Deutschland machen zu wollen. Gröhe bezog sich damit auf den Koalitionsvertrag von Union und SPD. Ein neues Institut soll demnach sämtliche routinemäßig anfallende Daten der Patienten zum jeweiligen Erfolg oder zu Problemen bei den einzelnen Behandlungen auswerten.

Ziel ist unter anderem eine online einsehbare Vergleichsliste zu Behandlungserfolgen der Krankenhäuser. Schlechte Qualität soll durch Abschläge bei der Finanzierung bestraft werden.
 ............................ http://www.journalmed.de/newsview.php?id=42277

Richi

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Clostridium-difficile-Infektionen (CDI)
« Antwort #27 am: 16. März 2014, 23:58 »


09. März 2014 16:38

Die Zunahme der Clostridium-difficile-Infektionen (CDI) nach Antibiotika-Einnahme insbesondere bei älteren Patienten wird auch in Deutschland ein großes medizinisches Problem. Die Ärzte stehen vor allem bei multimorbiden Patienten mit akuten Infektionen (oft Atemwegsinfektionen, oder auch Weichteilinfektionen), die bereits anamnestisch Clostridium-difficile-Infektionen hatten, vor dem Problem, welche Antibiotika sie für die aktuelle Infektion einsetzen sollten, um nicht ein Rezidiv der Clostridium-difficile-Infektion zu begünstigen. Zwei große Meta-Analysen überprüften das Risiko der Clostridium-difficile-Infektionen im Zusammenhang mit einzelnen Antibiotika-Klassen.

Geri

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Transplantation von Darmflora bei Clostridium difficile-Infektion
« Antwort #28 am: 18. März 2014, 21:46 »



Transplantation von Darmflora bei Clostridium difficile-Infektion

Dienstag, 18. März 2014

Köln – Die Transplantation von Darmflora bieten Infektiologen und Gastroenterologen der Uniklinik Köln Patienten mit Clostridium difficile Infektionen an. Bei der Methode – auch als „Stuhltransplantation“ bezeichnet – übertragen die Ärzte eine intakte Darmflora auf den erkrankten Darm, um so das Gleichgewicht der Mikroorganismen wieder herzustellen.

„Wenn durch eine Infektion mit dem Bakterium Clostridium difficile die Darmflora derart gestört ist, dass ........ http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/57997

Geri

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Clostridium diff. - Fäkalien als Darm-Therapie
« Antwort #29 am: 18. März 2014, 21:49 »

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Krankenhaus-Durchfall wird oft übersehen
« Antwort #30 am: 26. Mai 2014, 23:26 »



 12.05.2014, 07:39


Krankenhaus-Durchfall wird oft übersehen

Labortest kann zeigen, ob eine Clostridium-difficile-Infektion vorliegt.

Man muss ins Spital und fängt sich dort eine Krankheit ein: Clostridium-difficile-Infektion, kurz CDI, ist so eine typische Krankenhauskrankheit. Sie entsteht infolge einer Infektion der Darminnenwand mit dem Bakterium C. difficile. Das Bakterium produziert Giftstoffe, die zu einer Entzündung des Darms führen, zu Durchfall und in manchen Fällen zum Tod. Patienten entwickeln CDI in der Regel nach einer Behandlung mit Breitbandantibiotika, die die normale Darmflora zerstören und damit die ungehemmte Ausbreitung von C. difficile ermöglichen.

CDI ist die häufigste Ursache einer im Krankenhaus erworbenen Diarrhö in Industrieländern, das Risiko einer CDI ist bei älteren Patienten besonders hoch. Bis zu 25 Prozent der CDI-Patienten erleiden einen Rückfall innerhalb von 30 Tagen nach der Erstbehandlung mit gängigen Therapien.

............ http://kurier.at/lebensart/gesundheit/krankenhaus-durchfall-wird-oft-uebersehen/64.934.352

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Clostridium-difficile-Infektionen übersehen
« Antwort #31 am: 01. Juni 2014, 00:06 »




EUCLID-Studie deckt auf, daß jährlich mehr als 39.000 Fälle von Clostridium-difficile-Infektionen übersehen werden könnten

Clostridium difficile ist die häufigste Ursache einer infektiösen nosokomial erworbenen Diarrhö in Industrieländern



Infografik: CDI Fälle in Europa

PDF herunterladen OTS0005 5 CI 0608 LPK0001 XI
Mo., 12. Mai 2014



Barcelona/Wien (OTS) - Auf dem 24. Europäischen Kongress für
klinische Mikrobiologie und Infektionskrankheiten (ECCMID) wurden
heute die vollständigen Ergebnisse der EUCLID-Studie präsentiert, der
bisher größten europäischen Studie über
Clostridium-difficile-Infektionen (CDI). Daten von 482 europäischen
Kliniken zeigen, dass an einem einzigen Tag durchschnittlich 109
Fälle von CDI aufgrund mangelnden Verdachts oder inadäquater
Labortests übersehen werden, was einem jährlichen Potenzial von mehr
als 39.000 unentdeckten Fällen in ganz Europa entspricht.

Die Studienergebnisse zeigen, dass die Inzidenz von CDI in Europa
(im Vergleich zu früheren Studien) zwischen 2008 und 2012/13 von 4,1
auf 7,92 Fälle pro 10.000 Patiententage zugenommen hat. Darüber
hinaus geht aus den neuen Daten hervor, dass der CDI-PCR-Ribotyp 027
- einer der virulentesten PCR-Ribotypen, die mit CDI-Epidemien in
Verbindung gebracht werden - der häufigste Ribotyp in Europa ist.
Die Länder mit den höchsten Raten von Tests auf CDI hatten die
niedrigsten Raten dieses epidemischen C. difficile-Stamms.

"Länder mit einem ausgeprägteren Bewusstsein für CDI konnten aller
Wahrscheinlichkeit nach Ausbrüche in Verbindung mit den virulentesten
C. difficile-Stämmen durch eine verbesserte Früherkennung dieser für
gewöhnlich nosokomial erworbenen Infektion reduzieren", sagte
Professor Mark Wilcox, Professor für medizinische Mikrobiologie an
den Lehrkrankenhäusern- und an der Universität von Leeds. "Diese
Studie unterstreicht, wie wichtig es ist, die Durchführung von
diagnostischen CDI-Tests in Krankenhäusern zu intensivieren. Nur so
können wir das Problem der zunehmenden Inzidenz von CDI in ganz
Europa in den Griff bekommen."

An der zweimal jährlich durchgeführten multizentrischen,
prospektiven EUropäischen Punktprävalenzstudie der
CLostridium-difficile-Infektion bei hospitalisierten Patienten mit
Diarrhö (EUCLID) nahmen 482 Zentren in 20 europäischen Ländern teil.

Die vorliegenden vollständigen Ergebnisse basieren auf einem
Vergleich von Daten, die an zwei unterschiedlichen Tagen, einem im
Winter 2012/13 und einem im Sommer 2013, erfasst wurden. An jedem
dieser festgelegten Tage übermittelten die teilnehmenden Kliniken
alle erhaltenen ungeformten Stuhlproben an das jeweilige nationale
EUCLID-Koordinierungslabor (NCL - National Coordinating Laboratory).
Insgesamt wurden von den teilnehmenden Kliniken 7.181 Stuhlproben
übermittelt.

Aus den Ergebnissen dieser Studie geht hervor, dass sich in
letzter Zeit die Richtlinien und Methoden der CDI-Diagnostik merklich
in Richtung verbesserter Testverfahren und einer gezielteren Auswahl
der Labormethoden verschoben haben.2 Die Daten zeigen, dass in jenen
Ländern, in denen die Testverfahren und -methoden verbessert wurden,
die falsch positiven Resultate zwischen den beiden Studientagen
zurückgegangen waren.2 Dennoch verwenden mehr als 50 % der
Krankenhäuser noch immer nicht die optimalen Diagnoseverfahren für
CDI, und mehr als eine von fünf (21,8 %) Proben, die im NCL als
CDI-positiv diagnostiziert wurden, waren im betreffenden Krankenhaus
nicht getestet worden.2 Darüber hinaus ergab die Studie, dass mehr
als die Hälfte (52,1 %) der Krankenhäuser in Europa nur auf Anweisung
eines Arztes Tests auf CDI durchführen.

"In Leitlinien wird empfohlen, dass Krankenhäuser alle ungeformten
Stuhlproben auf CDI testen, wenn die Ursache für die Diarrhö nicht
bekannt ist. Wir sind leider noch immer mit dem Problem konfrontiert,
dass es sowohl am klinischen Verdacht als auch an Tests auf CDI
mangelt", meinte Professor Mark Wilcox. "CDI ist eine Erkrankung, die
nicht nur beträchtliches Leiden bei den Patienten verursacht, sondern
auch eine enorme wirtschaftliche Belastung für Krankenhäuser in ganz
Europa darstellt. Diese Ergebnisse zeigen, dass es noch viel zu tun
gibt, um das Management und die Prävention von CDI zu optimieren."

Die EUCLID-Studie wird von einem Forschungsteam unter der Leitung
von Professor Mark Wilcox an der Universität von Leeds,
Großbritannien, mit Unterstützung der EUCLID Core Group koordiniert.
Die Studie wurde von Astellas Pharma Europe Ltd. in Auftrag gegeben
und finanziert.