Autor Thema: Cholesterin - Statine - Krebs?  (Gelesen 23028 mal)

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Geri

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Cholesterin - Statine - Krebs?
« am: 26. August 2008, 18:21 »

26/08/08,18:22, Elsevier Von Michele G. Sullivan

Statine verursachen bei Patienten mit niedrigem LDL-Cholesterin keine Karzinome

Es gibt keinen Beleg dafür, dass die Verwendung von Statinen Karzinome verursacht, obwohl Patienten, die ihren LDL-Cholesterinwert mithilfe von Statinen senken, ein signifikant erhöhtes Risiko für die Erkrankung zu haben scheinen, berichteten Dr. Alawi Alsheikh-Ali und Kollegen in der Ausgabe des Journal of the American College of Cardiology vom 30. September.

Da der Zusammenhang ebenfalls bei nichtbehandelten Patienten mit niedrigem LDL-Cholesterinwert auftritt, wird er wahrscheinlich durch eine derzeit noch nicht bestimmte Beziehung zwischen Karzinomen und niedrigen LDL-Cholesterinwerten unabhängig von ihrem Auftreten gesteuert, schrieben die Forscher (J. Am. Coll. Cardiol. 2008 Sept. 30 [doi:10.1016/j.jacc.2008.06.037]).

Dr. Alawi A. Alsheikh-Ali von der Tufts University in Boston und seine Kollegen stellten kürzlich bei Patienten, die Statine anwendeten, eine signifikante Beziehung zwischen niedrigen LDL-Cholesterinwerten und Karzinomen fest (J. Am. Coll. Cardiol. 2007;50:409-18). Die Meta-Analyse, auf der die Schlussfolgerung basierte, untersuchte allerdings das Risiko nur bei behandelten Patienten. Diese neue Meta-Analyse berücksichtigte Daten von sowohl den aktiven als auch den Kontrollgruppen in 15 randomisierten, kontrollierten Studien der Statintherapie, die mehr als 97.000 Patienten und 437.000 Personenjahre Follow-up umfassten.

Während dieser Studien entwickelten 5752 Patienten ein Karzinom. Die Inzidenz lag bei 4 bis 27 Prozent pro 1000 Personenjahre in den Statinarmen und 6 bis 24 Prozent pro 1000 Personenjahre in den Kontrollarmen.

Die Forscher analysierten die Daten mit verschiedenen Methoden: univariate und multivariate Regressionsanalysen sowie Fixed-Effects-Poisson-Modelle und Bayes'sche Random-Effects-Analysen. Der Zusammenhang zwischen niedrigen LDL-Cholesterinwerten und Karzinomen in den Statin-Gruppen blieb in fast jedem Modell stark und statistisch signifikant.

Diese Modelle zeigten jedoch außerdem ähnliche Zusammenhänge zwischen Karzinomen und niedrigen LDL-Cholesterinwerten in den Kontrollarmen, stellten die Forscher fest. "Dies ist ein Beleg für die Auffassung, dass eine Senkung von LDL-C mit Statinen nicht ätiologisch zu Karzinomen beiträgt", schrieben sie. Daher, so überlegten sie, müsse etwas anderes den Zusammenhang vorantreiben. Obwohl es sich um einen Zufallsbefund handeln könnte, hielten es die Autoren für wahrscheinlicher, dass der Zusammenhang von einem "unbekannten Störfaktor, der selbst mit einem Krebsrisiko verbunden ist", beeinflusst sein könnte.

In einem begleitenden Leitartikel sagte Dr. Daniel Steinberg von der University of California in San Diego, dass der Zusammenhang ein "unvermutetes Krankheitsphänomen" darstelle. Anstatt dass geringe LDL-Cholesterinwerte die Entstehung von Karinomen verursachen, verursachen undiagnostizierte frühe Karzinome wahrscheinlich niedrige LDL-Cholesterinwerte (J. Am. Coll. Cardiol. 2008 Sept. 30 [doi:10.1016/j.jacc.2008.06.036]).

"Wir wissen, dass Karzinome schon zehn Jahre, bevor sie klinisch in Erscheinung treten, die Cholesterinwerte verringen können", schrieb Dr. Steinberg. "Die zufällig rekrutierten Kohorten in den großen Statin-Studien enthielten zweifellos einige Personen, die zum Zeitpunkt ihrer Aufnahme in die Studie niedrige LDL-[Cholesterin]Werte aufwiesen, da bei ihnen bereits ein Karzinom vorhanden war."

Tumorzellen besitzen eine Vielzahl von LDL-Cholesterinrezeptoren und nutzen LDL-Cholesterin in stärkerem Maße als normale Zellen, sagte Dr. Steinberg. Aufgrund dieses erhöhten Katabolismus wird jede große zufällig rekrutierte Studienpopulation ohne Statinbehandlung, die mindestens fünf Jahre lang nachverfolgt wird, bei denjenigen mit den geringsten LDL-Cholesterinwerten zu Studienbeginn eine größere Mortalität aufgrund von Karzinomen aufweisen.

"Die entscheidende Frage für den Arzt ist die, ob ein niedriger LDL-Cholesterinwert eine immanente Gefahr für Karzinome oder andere ernsthafte Folgen mit sich bringt", sagte er. "Mit großer Sicherheit nicht." Zellen nehmen so viel LDL-Cholesterin auf, wie sie benötigen, selbst wenn die Konzentrationen extrem niedrig sind, somit sollte nicht gezögert werden, bei Hochrisikopatienten auf LDL-Cholesterinwerte von 50-70 mg/dl hinzuarbeiten, schloss er.

Werner

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Re: Cholesterinsenker Statine - Krebs?
« Antwort #1 am: 23. Oktober 2008, 20:28 »

Anmerkung:
Bitte mehr Bewegung, täglich 30 min schnelles
Gehen, oder
Nordic walking oder
Joggen oder
Radfahren (auch im Wohnzimmer)
senkt den Cholesterinwert deutlich und erhöht zusätzlich das "gute" Cholesterin!



23/10/08,12:00, Elsevier

Statine beeinflussen das Krebsrisiko nicht

Für Statine wurde häufiger eine Krebs-protektive Wirkung vermutet…

Statine (HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren) verbessern das Lipidprofil und senken die Häufigkeit kardiovaskulärer Erkrankungen sowie Todesfälle aufgrund der koronaren Herzerkrankung. Sie haben antiproliferative, proapoptotische, anti-invasive und strahlenverstärkende (Radiosensitizing) Eigenschaften. Über verschiedene Mechanismen wird eine Krebsprotektion angenommen. Bisherige systematische Reviews hatten randomisierte Studien untersucht, ohne die Studienqualität zu berücksichtigen. Den Zusammenhang zwischen einer Statintherapie und Krebs untersuchte nun Jaana Kuoppala der finnischen Krebsregistratur in Helsinki und ihre Mitarbeiter in einem systematischen Review unter Berücksichtigung der Evidenz.

Ingesamt wurden 42 Studien, davon 17 randomisierte kontrollierte Studien, zehn Kohortenstudien und 15 Fallkontrolllstudien eingeschlossen. Der durchschnittliche Follow-up betrug vier Jahre.

In diesem Zeitraum waren für Statine weder Auswirkungen auf die allgemeine Krebshäufigkeit, noch auf die Lungen-, Prostata- oder Brustkrebshäufigkeit nachzuweisen. Sie schienen jedoch vor Magenkrebs, Leberkrebs und Lymphomen zu schützen. Die Häufigkeit von schwarzem Hautkrebs und anderen Hautkrebsarten dagegen war erhöht. Insgesamt variierten die Ergebnisse in Abhängigkeit vom Statintyp.

Da die Evidenz der meisten Studien als schwach bewertet wird, nehmen die Forscher keinerlei Kurzzeitwirkungen der Statine hinsichtlich der Krebsentstehung an. Beweise für Langzeitwirkungen fehlen. Allgemein sollte eine schwache Evidenz nicht als Basis für definitive Schlussfolgerungen akzeptiert werden, die die klinische Praxis bestimmen, warnen die Wissenschaftler.

J Kuoppala et al.: Statins and cancer: A systematic review and meta-analysis. European Journal of Cancer 2008; 44: 2122-2132

Werner

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Statine für Gesunde?
« Antwort #2 am: 10. November 2008, 09:14 »
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=081110002

   Einnahme von Statinen könnte auch Gesunden Vorteile bringen
   Rosuvastatin soll Herzrisiko um 44 Prozent senken

   London (pte/10.11.2008/06:00) - Eine von dem Pharmaunternehmen
   AstraZeneca http://www.astrazeneca.com finanzierte Studie ist zu dem
   Ergebnis gekommen, dass auch Menschen mit normalen Cholesterin-Werten von
   der Einnahme von Rosuvastatin profitieren können. Für die Studie wurden
   die Daten von 17.800 Männern und Frauen ausgewertet. Es zeigte sich, dass
   das Medikament die Anzahl der Tode durch Herzanfälle und Schlaganfälle
   reduzierte. Derzeit werden Statine nur Patienten mit einem leichten bis
   hohen kardiovaskulären Risiko verschrieben. Details der Studie wurden im
   New England Journal of Medicine http://content.nejm.org veröffentlicht.

   Die Teilnehmer an der Studie verfügten über Cholesterinwerte, die unter
   jenen lagen, die normalerweise auf die Notwendigkeit einer Behandlung
   hindeuten und litten auch unter keinen anderen Anzeichen einer
   Herzerkrankung. Erhöht waren die Werte eines C-reaktiven-Proteins, das
   auf eine Entzündung im Körper hinweist und ein Marker für zukünftige
   einschlägige Erkrankungen sein soll. Nach einem Beobachtungszeitraum von
   bis zu zwei Jahren, verringerten 20 Milligramm Rosuvastatin täglich, die
   Cholesterinwerte um 50 Prozent und die Werte des C-reaktiven-Proteins um
   37 Prozent. Insgesamt sank die Wahrscheinlichkeit eines Herzanfalls,
   eines Schlaganfalls, einer Einlieferung ins Krankenhaus aufgrund von
   Schmerzen im Brustbereich oder eines Todesfalls durch eine
   kardiovaskuläre Erkrankung um 44 Prozent. Laut den Wissenschaftlern
   sollen auch Teilnehmer mit einem sehr geringen Risiko innerhalb von zehn
   Jahren profitieren.

   Keine Erklärung konnte dafür gefunden werden, warum die Statin-Gruppe
   häufiger an Diabetes erkrankte. Ihre Blutzuckerwerte entsprechen in etwa
   jenen Teilnehmern, die ein Blindpräparat eingenommen hatten. Allein in
   Großbritannien nehmen derzeit Millionen Menschen Statine ein. Das
   National Institute of Clinical and Health Excellence (NICE)
   http://www.nice.org.uk geht derzeit davon aus, dass Menschen mit einem
   20prozentigen Risiko in den nächsten Jahren einen Herzinfarkt oder einen
   Schlaganfall zu erleiden, eine tägliche Dosis Simvastatin verschrieben
   werden sollte. Dieses Medikament ist das billigste aller Statine. NICE
   wird laut BBC seine Empfehlungen in Kürze einer umfassenden Überprüfung
   unterziehen.

hilde

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Cholesterin zu hoch? Vielleicht ........
« Antwort #3 am: 22. Dezember 2008, 21:06 »

http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=081222003

   Naturstoffcocktail senkt Cholesterinspiegel

   Alternativmethode zu Medikamenten erzielt gute Wirkung


   Rom (pte/22.12.2008/06:10) - Wissenschaftler des Nationalen
   Forschungsrates CNR http://www.cnr.it haben aus natürlichen
   Pflanzenstoffen eine Heilmittelmischung gegen überhöhte Cholesterinwerte
   entwickelt. Phytosterole, fermentierter roter Reis, Policosanole und
   grüner Tee können in ihrem Zusammenwirken für eine nachhaltige Senkung
   des Cholesterinspiegels sorgen, so die Wissenschaftler. "Ein kleiner
   Milchtrank mit zwei Gramm Phytosterol nach dem Abendessen in Kombination
   mit einem Neutrazeutikum und einer Kapsel aus fermentierten roten Reis,
   Policosanolen und grünem Tee vor dem Schlafengehen ist genau das Richtige
   für all jene, die dem Problem nicht mit Medikamenten zu Leibe rücken
   wollen oder können", erklärt Projektleiter Roberto Volpe.

   Als erster Schritt zur Senkung des Cholesterinspiegels sei auf jeden Fall
   eine fettarme Ernährung einzuhalten, so Volpe. Bei Patienten mit hohem
   kardiovaskulärem Risiko und über zwanzig Prozent Infarkt- oder
   Ictus-Wahrscheinlichkeit in zehn Jahren werde in der Regel eine Kur mit
   dem Lipidsenker Statin hinzugeschaltet. Um dauerhaft Wirkung zu zeigen,
   müsse diese Therapie jedoch ein ganzes Leben lang durchgeführt werden.
   Deshalb sei bei Patienten mit geringer Gefährdung der Herzkranzgefässe
   eine nicht-pharmazeutische Behandlung vorzuziehen.

   Laut einer Studie des Mailänder Forschers Andrea Poli trifft dies für
   mehr als 50 Prozent der an überhöhtem Cholesterin leidenden Italiener zu.
   Mit Hilfe der vor allem in Pflanzenölen, Getreide und Obst vorkommenden
   Phytosterole, des fermentierten rotes Reises und der aus Zuckerrohr
   gewonnenen Polisacanole wird die Absorption von Cholesterin im Darm
   reduziert. Die Untersuchung über deren inhibitorische Wirkung sei an
   zwanzig Patienten durchgeführt worden, die trotz Einzelbehandlung mit
   Phytosterolen oder Nutrazeutika immer noch zu hohe Cholesterinwerte
   aufwiesen.

   "Durch das in unserer Mischung herbeigeführte Zusammenwirken dieser
   Naturstoffe konnte der Cholesterinspiegel auf moderate Werte gesenkt
   werden", bestätigt der italienische Wissenschaftler. Diese
   Naturheilmethode sei deshalb als vollwertige Alternative zu den
   herkömmlichen Therapien auf Statin-Basis anzusehen. Einzelheiten zu den
   Forschungsarbeiten der CNR-Mitarbeiter sind in der Fachzeitschrift
   "Nutrition, Metabolism & Cardiovascular Deseases" veröffentlicht worden.



Edi

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Cholesterinbomben? Nicht beim Ei?
« Antwort #4 am: 12. Februar 2009, 13:57 »
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=090212001

   Entwarnung: Eier sind keine Cholesterinbomben

   Gesättigte Fette weit gefährlicher als das tägliche Frühstücksei


   Guildford (pte/12.02.2009/06:05) - Eier enthalten Cholesterin, doch ihr
   regelmäßiger Verzehr führt nicht automatisch zu einem höheren
   Cholesterinspiegel im Blut, wie vielfach angenommen wird. Gesättigte
   Fetten in der Ernährung sind für das Herz weitaus gefährlicher. Das
   betont die British Nutrition Foundation http://www.nutrition.org.uk unter
   Berufung auf Wissenschaftler der Universität Surrey
   http://www.surrey.ac.uk, die mehrere diesbezügliche Studien verglichen.
   "Es gibt keinen klinisch relevanten Nachweis, dass sich häufiger
   Eierverzehr negativ auf das Blutcholesterin und die Herzgesundheit
   auswirkt", resümiert Studienleiter Bruce Griffin im pressetext-Interview.

   Die langjährigen Empfehlungen, man solle den Konsum auf etwa drei Eier
   pro Woche beschränken, führt Griffin auf eine zu vereinfachte Denkweise
   zurück. "Man nahm an, dass cholesterinhältige Nahrung auch erhöhte
   Cholesterinwerte im Blut bewirken. Das ist jedoch nicht automatisch der
   Fall." Ganz im Gegenteil seien Eier aufgrund ihres reichen
   Nährstoffgehalts als wesentlicher Bestandteil gesunder Kost zu empfehlen.
   Mehrere Gesundheitsorganisationen wie etwa die British Heart Foundation
   http://www.bhf.org.uk erkannten dies und nahmen entsprechende Ratschläge
   kürzlich zurück.

   Widersprüchliche Meldungen über die Folgen des Eierverzehrs sind immer
   wieder im Umlauf. Laut einer aktuellen Untersuchung der Havard Medical
   School sei etwa der tägliche Eierverzehr mit höherem Diabetes 2-Risiko
   verbunden. Griffin wirft dieser Studie fehlende Wissenschaftlichkeit vor.
   "Man vergaß in der Ernährungsanalyse, den Konsum von gesättigten
   Fettsäuren in die Erhebung einzubeziehen. Dieser Zusammenhang scheint
   viel wahrscheinlicher."

Gesättigte Fette seien für das Herz weit
   gefährlicher. "Ein Burger ist für das Blutcholesterin fünfmal
   schädlicher, denn neben der doppelten Cholesterinmenge enthält er auch
   zahlreiche gesättigte Fettsäuren", so Griffin. Zurückhalten solle man
   sich bei erhöhtem Cholesterinspiegel zudem bei Vollmilchprodukten,
   Kuchen, Biskuit und Gebäck.


   Cholesterin im Blut erhöht zwar das Risiko einer Herzkrankheit, doch nur
   ein Drittel des Körpercholesterins stammt aus der Ernährung
. Großen
   Einfluss hat neben dem vom Körper selbst produzierten Cholesterin auch
   der Lebensstil. Es sei zielführender, mit dem Rauchen aufzuhören,
   abzunehmen oder mehr Sport zu betreiben, als auf das Ei zu verzichten, so
   Griffin.

"Eier enthalten eine Vielzahl wertvoller Nährstoffe, bei
   gleichzeitig geringem Fettgehalt und wenigen Kalorien. Sie sind für
   Kinder wie auch für alte Personen gut verträglich." Der Verzehr von bis
   zu sieben Eiern pro Woche sei durchaus vertretbar, "wenngleich nicht an
   einem einzigen Tag", so der Guildforder Stoffwechsel- und
   Ernährungsspezialist abschließend zu pressetext. (Ende)

Tanja

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Re: Cholesterin - Statine - Krebs?
« Antwort #5 am: 28. Juli 2009, 21:01 »
Was tun bei hohen Cholesterinwerten?

Was ist eigentlich Cholesterin?
Jeder Mensch hat Cholesterin in seinem Körper. Der Körper braucht es zum
Beispiel, um Gallensäure, Hormone oder Vitamin D zu bilden. Cholesterin
wird von der Leber produziert, nur ein geringer Teil wird mit der
Nahrung aufgenommen. Cholesterin muss im Blut  mit Hilfe von
Eiweißbausteinen transportiert werden, und die gibt es mit niedriger
(LDL) oder mit hoher physikalischer Dichte (HDL). Das LDL wird auch das
„böse“  Cholesterin (Transporteiweiß) genannt. Es gibt nämlich
Cholesterin ins Blut ab, wenn mehr davon im Angebot ist, als die
Körperzellen aufnehmen können. Dann lagert sich Cholesterin an den
Gefäßwänden ab. Diese Arteriosklerose kann zum Herzinfarkt oder
Schlaganfall führen. Das „gute“ HDL dagegen nimmt überschüssiges
Cholesterin aus den Körperzellen und dem Blut auf und leitet es zur
Leber zurück. Es hilft also gegen Gefäßverkalkung.

Welche Werte für wen?
Es gibt keine allgemeingültigen Grenzwerte für den Cholesterinspiegel im
Blut. Ab welchem Wert es problematisch wird und
Herz-Kreislauferkrankungen drohen, hängt von vielen anderen
Risikofaktoren ab. Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt:
-   Ein gesunder Mensch ohne zusätzliche Risikofaktoren und ohne Hinweise
auf Herz- und Gefäßerkrankungen sollte einen Gesamtcholesterinwert bis
höchstens 240mg/dl haben. Der LDL-Wert sollte unter 160 mg/dl liegen.

Gesunde mit weiteren Risikofaktoren, wie zum Beispiel Herz- und
Gefäßerkrankungen bei Verwandten 1. Grades, Übergewicht,
Bewegungsmangel, Rauchen, Bluthochdruck, sollten einen
Gesamtcholesterinwert um oder unter 200mg/dl haben, der LDL-Wert sollte
bei unter 130 mg/dl liegen.

Menschen, die bereits Herz- und Gefäßerkrankungen haben, wird empfohlen,
ihre Gesamtcholesterinwerte unter 150 mg/dl und die LDL-Cholesterinwerte
deutlich unter 100 mg/dl zu halten, am besten nicht mehr als 70 mg/dl.
Solche niedrigen Werte lassen sich nur mit Medikamenten, den so
genannten Statinen, erreichen.

Mythos Cholesterin?
Manche Experten bezweifeln, dass der Cholesterinwert für das
Herzinfarktrisiko tatsächlich eine so große Rolle spielt, wie allgemein
angenommen. Zum Beispiel Peter Sawicki, der Leiter des Institutes für
Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Das IQWiG
bewertet im Auftrag des Gesundheitsministeriums und des Gemeinsamen
Bundesausschusses die Wirksamkeit von Medikamenten und Therapien.
Sawicki betont, es gäbe zwar einen statistischen Zusammenhang zwischen
einem hohen Cholesterinwert und dem Herzinfarktrisiko. Doch sei nicht
erwiesen, dass es auch einen kausalen Zusammenhang gäbe, dass also der
hohe Blutfettwert tatsächlich eine der Ursachen für den Herzinfarkt ist.
Durch strikte Grenzwerte würde man auch ansonsten völlig gesunde
Menschen für krank erklären, nur weil ihr Cholesterinwert etwas erhöht
sei. Davon profitiere letztendlich nur die Pharmaindustrie. Das IQWiG
fand in einer Auswertung wissenschaftlicher Studien zur Wirkung von
Cholesterinsenkern keinen Zusammenhang zwischen der Stärke der
Cholesterinsenkung und dem Risiko von Herzinfarkten oder Todesfällen.

Was man selbst gegen einen hohen Cholesterinspiegel tun kann
Eine Ernährung nach dem Vorbild der traditionellen mediterranen Küche
mit wenig gesättigten Fettsäuren und vielen einfach ungesättigten
Fettsäuren, mit viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Getreide und Fisch,
aber wenig Fleisch soll helfen, den Cholesterinspiegel zu senken. Wer
regelmäßig Sport treibt, hält seine Blutfettwerte ebenfalls gut in Schach.
Um das Herzinfarktrisiko zu senken, sollte man außerdem etwas gegen
einen zu hohen Blutdruck tun, starkes Übergewicht vermeiden und nicht
rauchen.

Statine
Statine sind Medikamente, die den Blutfettwert, genauer gesagt das
„böse“ LDL-Cholesterin, senken. Gleichzeitig haben sie aber noch andere
positive Effekte. Zum Beispiel reduzieren sie die Entzündungswerte im
Blut. Welche Wirkung letztlich ausschlaggebend ist, weiß man noch nicht.
Fest steht: Bestimmte Statine senken das Risiko für einen Herzinfarkt -
allerdings nur bei Patienten, die bereits eine koronare Herzerkrankung
oder ein großes Risiko für eine solche Erkrankung haben. Menschen, die
zwar einen erhöhten Cholesterinspiegel haben, aber keine weiteren
Risikofaktoren für einen Herzinfarkt, brauchen auch keine Statine, so
die vorherrschende Experteneinschätzung.

Link-Tipps:
www.gesundheitsinformation.de <http://www.gesundheitsinformation.de>
Auf der Patienten-Seite des Instituts für Qualität und
Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen kann man u. a. nachlesen, welche
Statine  bei koronarer Herzkrankheit aus Sicht des IQWiG sinnvoll sind.
Außerdem findet sich dort eine Bewertung der internationalen Leitlinien
für die Behandlung der koronaren Herzkrankheit ( Suchbegriffe:
„Cholesterin“ bzw. „koronare Herzkrankheit“)

www.herzstiftung.de http://www.herzstiftung.de
Die Herzstiftung informiert über die Behandlungsmöglichkeiten von
Herzkrankheiten. Hier bekommt man viele Ratschläge -  vor allem zur
Ernährung - und kann in einem Test sein eigenes Herzinfarktrisiko ermitteln.

<http://www.patienten-information.de/>
Das gemeinsame Angebot der Bundesärztekammer und der kassenärztlichen
Bundesvereinigung bietet qualitätsgeprüfte Infos zum Thema Cholesterin
und koronare Herzkrankheit.

www.chd-taskforce.de <http://www.chd-taskforce.de>  (International Task
Force for Prevention of Coronary Heart Disease) Die Organisation
internationaler Herzexperten hat das Ziel, Informationen zur Prävention
koronarer Herzkrankheit für Fachleute und Laien zugänglich zu machen.
Hier findet man u. a. praktische Tipps für einen „herzgesunden Lebensstil“.

Gitti

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Cholesterin - Statine - Krebs?
« Antwort #6 am: 21. Mai 2010, 20:31 »
Freitag, 21. Mai 2010

Statine: Leber und Nieren könnten leiden

Nottingham – Eine Auswertung von elektronischen Krankenakten im Britischen Ärzteblatt BMJ (2010; 340: c2197) zeigt, dass die Verordnung von Statinen – wie erwartet – kardiovaskulären Erkrankungen vorbeugt. Diesen Vorteilen stehen jedoch einige „unbeabsichtigte“ Ereignisse gegenüber. Zu ihnen gehören neben der Myopathie auch Leber- und Nierenfunktionsstörungen sowie ein häufigeres Auftreten von Katarakten.

Die präventive Wirkung von Statinen ist durch randomisierte Studien gut belegt. Auch das Risiko von Myopathien ist den Verordnern bewusst, spätestens seit Cerivastatin (Lipobay®) 2001 nach einer erhöhten Anzahl von tödlichen Rhabdomyolysen weltweit vom Markt genommen wurde. In den letzten Jahren wurden Statine mit einer Reihe weiterer schädlicher, aber auch protektiver Wirkungen in Verbindung gebracht.

Diskutiert wurde eine vorbeugende Wirkung gegen Morbus Parkinson, venöse Thromboembolien, rheumatoide Arthritis, osteoporotische Frakturen oder Demenzen. Keine dieser Auswirkungen wurde jetzt durch die Analyse der Krankenakten von etwa 2 Millionen Patienten bestätigt, von denen jeder achte mit Statinen behandelt wurde.

Sie erkrankten nicht häufiger und nicht seltener als andere an den genannten Entitäten. Aber auch vor Krebs schützten Statine nicht - vielleicht mit einer Ausnahme des Ösophaguskarzinoms, das bei den Statinanwendern seltener auftrat.

Erstautorin Julia Hippisley-Cox von der Universität Nottingham mag hier aber einen Zufall nicht ausschließen, obwohl die Assoziation für Simvastatin und bei Männern auch bei Atorvastatin signifikant war.

Erwähnenswert erscheint ihr indes ein erhöhtes Risiko auf mittelschwere bis schwere Leberfunktionsstörungen sowie ein vermehrtes Auftreten eines akuten Nierenversagens bei den Statinanwendern.

Außerdem wurde bei diesen häufiger eine Katarakt diagnostiziert. Bei Leberfunktionsstörungen und dem akuten Nierenversagen gab es sogar eine dosisabhängige Wirkung, was die Kausalität stützt.

Selbstverständlich müssen den Risiken die unbestreitbaren Vorteile gegenüber gestellt werden: Auf 10.000 Frauen mit einem hohen Risiko (20 Prozent oder mehr im QRISK®2-Score) kamen über 5 Jahre 271 weniger kardiovaskuläre Erkrankungen und 8 weniger Ösophaguskarzinome.

Demgegenüber stehen 74 zusätzliche Fälle einer Leberfunktionsstörung, 23 zusätzliche Patientinnen mit akutem Nierenversagen, 307 zusätzliche Patientinnen mit Katarakt und 39 zusätzliche Patientinnen mit einer Myopathie. Bei Männern waren die Ergebnisse ähnlich, die Effekte waren aber etwas schwächer ausgeprägt.

........................... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/41324/Statine_Leber_und_Nieren_koennten_leiden.htm

Tanja

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Cholesterin - Veranlagung
« Antwort #7 am: 10. September 2010, 10:57 »
Cholesterin-Gen

Die Veranlagung entscheidet maßgeblich über den Cholesterinspiegel

http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/311911.html

Tanja

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Triglyceride: Fett im Blut - die unterschätzte Gefahr
« Antwort #8 am: 04. März 2011, 02:36 »

Triglyceride: Fett im Blut - die unterschätzte Gefahr
Alle sprechen von Cholesterin. Niemand fürchtet sich vor Triglyceriden. Dabei kommen diese Fette viel häufiger im Essen vor als Cholesterin - und sie sind wahrscheinlich genauso gefährlich.

90 Prozent des Nahrungsfetts besteht aus Triglyceriden© Colourbox
Fett ist nicht gleich Fett. Das gilt auch für Fett, das in unseren Adern kreist. So gibt esgesättigte und ungesättigte Fettsäuren, gutes und schlechtesCholesterin und: Triglyceride. Sie bestehen aus einem Molekül Glycerin, an dem drei Fettsäuren hängen, daher ihr Name.
Triglyceride sind keine seltene Art unter den Fetten, etwa 90 Prozent des Nahrungsfetts besteht aus ihnen. Allerdings kommen nicht alle Triglyceride aus der Nahrung: Der Körper kann diese Fettart auch selbst herstellen, und zwar aus überschüssigemZucker oder aus Alkohol.
Triglyceride lassen Blut dickflüssig und zäh werden
Triglyceride sind nicht gesund. Ob sie die Adern direkt schädigen können, ist noch nicht wissenschaftlich geklärt. Unbestritten ist aber: Sind zu viele Triglyceride im Blut, ist der Fettstoffwechsel gestört. Und das kann die Adern möglicherweise verkalken lassen. Verstopfte Blutbahnen können wiederum zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen. Wissenschaftlich bestätigt ist, dass einige angeborene Fettstoffwechselstörungen den Triglyceridwert im Blut ansteigen lassen und Arteriosklerose verursachen können.
Triglyceride, auch Neutralfette genannt, werden im Darm zerlegt. Die Bruchteile gelangen durch die Darmwand ins Blut. Einmal in den Adern, werden die Triglyceride in speziellen Transportmolekülen, den Lipoproteinen, durch die Blutbahnen geschleust.
Lipoproteine bestehen aus kleinen Fett-Tropfen, die von einer Eiweißhülle umgeben sind. Es gibt verschiedene Lipoproteine, zum Beispiel so genannte Chylomikronen oder Lipoproteine sehr geringer Dichte (very low density lipoproteins, VLDL). Finden sich viel zu viele Chylomikronen und zu viele VLDL im Blut, wird es dickflüssiger und kommt schlechter durch kleine Adern. Das zähe Blut mit dem lebenswichtigen Sauerstoff gelangt dann nur noch schlecht an die Körperzellen. Die möglichen Folgen sind Herzenge (Angina pectoris), eine schlechte Hirndurchblutung und eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse.
Dicke und Trinker haben zuviel Triglyceride im Blut
Wie viel Triglyceride in Ihrem Blut kreisen, merken Sie nicht. Ihr persönlicher Wert hängt von Ihrem Ernährungsstil ab, aber auch von Ihren Krankheiten. Zudem können Medikamente den Triglyceridwert beeinflussen.
Menschen, die stark übergewichtig sind, haben meist einen zu hohen Triglyceridwert. Dasselbe gilt für Menschen, die anDiabetes oder dem metabolischen Syndrom leiden. Auch eine Unterfunktion der Schilddrüse, schwere Nierenkrankheiten oder eine HIV-Infektion können die Konzentration von Triglyceriden im Blut erhöhen. Menschen, die viel Alkohol trinken, oder Frauen, die die Pille nehmen, haben ebenfalls mehr Triglyceride im Blut. Entwässerungsmittel oder Medikamente mit Cortison treiben den Wert genauso in die Höhe.
Zudem gibt es - wie bei fast allen Krankheiten - eine erbliche Komponente. Manche Menschen sind genetisch so ausgestattet, dass sie schnell mehr Triglyceride im Blut haben. Bei einer erblich bedingten Form sprechen Mediziner von einer familiären Hypertriglyceridämie.
Therapie
Meist reicht es aus, den Ernährungsstil umzustellen: weniger Fett, mehr Fisch, Gemüse und Obst. Auf Alkohol sollten Sie verzichten, weil der Körper aus der Substanz gut Triglyceride herstellen kann.
Bewegung und leichter Sport helfen auch, Triglyceride aus dem Blut zu verbannen. Empfehlenswert sind schnelles Gehen oder Radfahren, und das mehrmals in der Woche. Das Rauchen, empfehlen Fachleute, sollten Sie ebenfalls aufgeben.
Wenn Sie Medikamente einnehmen, die den Triglyceridwert im Blut erhöhen, wie etwa Östrogene, Cortisonpräparate oder Herzmedikamente, sollten Sie mit Ihrem Arzt überlegen, ob Sie auf ein anderes Mittel umsteigen können.
Nikotinsäure senkt den Fettgehalt des Blutes
In schweren Fällen oder bei erblicher Vorbelastung wird Ihnen der Arzt zu Medikamenten raten. In Frage kommen:
Statine
Fibrate
Nikotinsäure
Statine senken nicht nur den Triglyceridwert im Blut, sondern auch den Cholesterin-Wert. Daher sind Statine empfehlenswert, wenn Sie an einer so genannten kombinierten Fettstoffwechselstörung leiden.
Fibrate hemmen die Produktion von Fetten in der Leber. Dann sinkt die Triglyceridkonzentration im Blut. Nikotinsäure kann sowohl den Spiegel der Triglyceride als auch den des schädlichen LDL-Cholesterins im Blut senken. (Nikotinsäure sollten Sie übrigens nicht mit dem Nikotin aus der Zigarette verwechseln - Rauchen senkt den Fettgehalt des Blutes nicht.) Alle drei Medikamente sorgen gleichzeitig dafür, dass das gesunde HDL-Cholesterinvermehrt in den Adern fließt.
Tipps
Ist Ihr Triglyceridwert erhöht, sollten Sie möglichst auf Süßigkeiten und Zucker verzichten. Fruchtsäfte und Limonaden enthalten viel Zucker. Trinken Sie besser Mineralwasser oder verdünnte Saftschorlen. Auch Obstkonserven und Trockenobst enthalten viel Zucker. Kaufen Sie lieber frisches Obst.
Nahrungsmittel mit viel Ballaststoffen enthalten weniger Zucker. Daher empfehlen Fachleute Brot, Reis und Nudeln in der Vollkornvariante.
Omega-3-Fettsäuren senken den Triglyceridwert im Blut. Diese Fischöle kommen vor in Seefisch wie Hering, Lachs oder Makrele. Es gibt sie auch in Kapselform. Eine recht unangenehme Nebenwirkung ist allerdings ein fischig riechender Atem.
Statt Lebensmitteln mit gesättigten Fettsäuren sollten Sie Nahrung mit ungesättigten Fettsäuren, beispielsweise Pflanzenöle, bevorzugen.
Expertenrat
stern.de-Expertin Professorin Ursel Wahrburg von der Fachhochschule Münster beantwortet Ihre Fragen:
Was halten Sie von Fischölkapseln gegen einen zu hohen Triglyceridspiegel?
Am besten besprechen Sie das mit Ihrem Arzt und lassen sich von ihm ein Präparat auf Rezept verschreiben. Es gibt zwar auch in den Drogerien sehr wirkungsvolle Präparate. Aber die sind sehr unterschiedlich, auch hinsichtlich ihrer Dosis.
Welche Süßigkeiten darf ich trotz erhöhter Triglyceridwerte essen?
Am besten natürlich gar keine. Vor allem so genannte Diabetikerprodukte sind besonders ungeeignet. Denn diese enthalten häufig Fruktose oder andere Zuckeraustauschstoffe. Wenn Sie unbedingt Gebäck essen möchten, greifen Sie auf Kuchen aus Hefe- oder Quark-Öl-Teig zurück. Diese enthalten wenig Zucker und Fett - beziehungsweise das richtige Fett.
Sollte ich vollständig auf Wein und Bier verzichten, wenn mein Triglyceridspiegel zu hoch ist?
Das wäre in jedem Fall das Beste.
Forschung
Kreisen zuviele Triglyceride im Blut, kann das den Blutdruck erhöhen. Dieser wiederum ist einer der Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall. Wie schädlich Triglyceride sind, haben finnische Wissenschaftler an 311 Männern untersucht. Dazu maßen die Forscher sieben Jahre lang sowohl den Blutdruck der Testpersonen als auch deren Blutfettwerte sowie den Triglycerid- und Cholesterinwert.
Wie David E. Laaksonen und sein Team im Fachblatt "European Heart Journal" schreiben, hatte anfänglich keiner der Männer zu hohen Blutdruck. Nach sieben Jahren waren es 88 Probanden, die Bluthochdruck hatten, die anderen blieben gesund. Die Männer mit Bluthochdruck wiesen gleichzeitig höhere Triglyceridwerte auf. Je größer der Fettanteil im Blut, desto wahrscheinlicher war es, dass Betroffene zu hohen Blutdruck hatte.
Deshalb raten die Forscher Menschen mit zuviel Triglyceriden im Blut, gesünder zu essen und sich mehr zu bewegen, selbst wenn der Blutdruck noch nicht zu hoch ist. Nur so könne das Risiko, an Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben, verringert werden.

Gitti

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Gut essen, trotzdem Blutfette senken
« Antwort #9 am: 29. April 2011, 21:10 »

Gut essen, trotzdem Blutfette senken


Sonntag, 24.04.2011, 08:27 · von FOCUS-Online-Autorin Nina Prell

Colourbox Frisches Gemüse ist wichtiger Bestandteil einer cholesterinbewussten Ernährung

Cholesterin spielt eine lebenswichtige Rolle im menschlichen Organismus. Kursiert jedoch zu viel davon im Blut, führt das zu Gefäßverengungen. Eine bewusste Ernährung steuert gegen.
Cholesterin war in den letzten Jahren so viel negativer Propaganda ausgesetzt, dass viele in jedem Ei eine gefährliche Cholesterinbombe sehen. Dabei ist der fettähnliche Stoff gar nicht schlecht, sondern ein wichtiger Bestandteil der Zellmembranen. Außerdem bildet er die Grundlage für Vitamin D, Gallensäuren und verschiedene Hormone, etwa die Geschlechtshormone Östrogen und Testosteron. Ein zu hoher Cholesterinspiegel im Blut gilt aber auch als Risikofaktor für einen Herzinfarkt. Denn das Cholesterin lagert sich an den Gefäßwänden ab und verengt sie. Dadurch soll es zu Verschlüssen und im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt kommen. Einen eindeutigen wissenschaftlichen Nachweis dafür, dass allein ein zu hoher Cholesterinspiegel einen Herzinfarkt verursacht, gibt es jedoch nicht. Denn meist spielen mehrere Faktoren eine Rolle.

Risiko genetische Vorbelastung
„Auf eine cholesterinbewusste Ernährung sollten vor allem Menschen achten, die weitere Risikofaktoren für einen Herzinfarkt haben – zum Beispiel Übergewicht, Bluthochdruck oder eine Glukoseintoleranz“, sagt Peter Stehle, Leiter des Fachbereichs Ernährungsphysiologie der Universität Bonn. Menschen ohne genetische Vorbelastung, die regelmäßig Sport treiben, müssen sich um ihren Cholesterinspiegel dagegen weniger Gedanken machen. Insgesamt ist die Ernährung nur zu etwa 25 Prozent für den Cholesterinspiegel verantwortlich – hauptsächlich entscheidet die genetische Veranlagung, ob unser Körper viel oder wenig Cholesterin produziert. Denn einen Großteil des Stoffes bildet er in der Leber selbst.

weiter
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/herz/therapie/cholesterintipps/cholesterin_aid_26784.html
Seite 2 / 12
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Cholesterin - Ist das hohe HDL wirklich SO gut?
« Antwort #10 am: 24. März 2012, 22:05 »

Billrothhaus News

Weitere Informationen

Das Protein HDL - das High Density Lipoprotein - ist eines der wichtigsten Transportproteine im menschlichen Körper. Ein hoher HDL-Spiegel gilt als entzündungshemmend und als Protektor vor kardiovaskulären Erkrankungen. Eine Studie der medizinischen Universität Wien, die an einer niereninsuffizienten Patientengruppe durchgeführt wurde, beleuchtet das bislang allgemein stets als "gutes Protein" bezeichnete HDL nun kritischer.

Die Autoren der Studie Univ.-Prof. Dr. Marcus Säeman und Dr. Thomas Weichhart konnten feststellen, dass bei dieser Patientengruppe das HDL auch proentzündliche Effekte ausüben kann und damit nicht nur "gut", sondern auch "böse" sein kann. Als wahrscheinliche Ursache für diesen Effekt des HDL konnten die Forscher durch die Laboranalyse von Cholesterinproben das bei diesen Patienten deutlich erhöhte Protein Serum Amyloid A (SAA) identifizieren.

Obwohl Experten wie Univ.-Prof. Dr. Helmut Sinzinger diese Neubewertung des HDL auch kritisch sehen, und die Schutzfunktion des HDL betonen, sind die jungen Forscher der Meduni Wien überzeugt, dass die bisher geltenden Regel "Hohe HDL Werte sind gesund" in dieser Form nicht mehr haltbar ist,
und die "Qualität des HDL wichtiger ist, als die Quantität".


Literatur:

J Am Soc Nephrol. 2012 Jan 26. [Epub ahead of print]
Serum Amyloid A in Uremic HDL Promotes Inflammation.
Weichhart T, Kopecky C, Kubicek M, Haidinger M, Döller D, Katholnig K,
Suarna C, Eller P, Tölle M, Gerner C, Zlabinger GJ, van der Giet M, Hörl WH, Stocker R, Säemann MD.

Titel:   HDL-Kontroverse: Ist es "gut" oder "böse"?

http://www.billrothhaus.at/index.php?option=com_billrothtv&void=2328
« Letzte Änderung: 24. März 2012, 22:07 von admin »

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Meine Erfahrungen mit Cholesterin
« Antwort #11 am: 19. Juli 2012, 21:47 »


Meine Erfahrungen mit Cholesterin

Ich beschreibe auf dieser Seite meine ganz persönlichen Erfahrungen zum Thema Cholesterin.

Die Diagnose: »Zu hohes Cholesterin« führt häufig erst einmal zu einer großen Verunsicherung. Welche Folgen hat das für mein Herz-Kreislauf-System? Muss ich jetzt bis an mein Lebensende harte Medikamente mit starken Nebenwirkungen einnehmen?

Um ein wenig Aufklärung zum Thema Cholesterin zu leisten, habe ich auf der rechten Seite die wichtigsten Informationen zu diesem Thema zusammengestellt. Dort erfahren Sie auch einiges über mich persönlich und meine Hobbies.
Auf diese Weise habe ich meinen Cholesterinwert senken können.

Und das völlig ohne Nebenwirkungen:

Ich bin von meiner Mutter und ihrer Abstammungslinie genetisch geprägt – und das auch hinsichtlich Cholesterin. Es beunruhigte mich, dass alle an den Folgen von Schlaganfällen starben. Zumal nachgewiesen ist, dass zu hohes Cholesterin auch ein sehr entscheidender Entstehungsfaktor für die Arterienverkalkung und folglich auch Herzinfarkt und Schlaganfall sein kann.

Zu hohe Cholesterinwerte müssen also unbedingt behandelt werden. Aber: Wenn Cholesterin medikamentös behandelt wird, dann besteht immer die Gefahr unerwünschter Nebenwirkungen. Ein Blick auf die Beipackzettel der Medikamente kann einem regelrecht Angst machen.

2003 betrug mein Gesamtcholesterin 280 mg/dl. Der Arzt legte mir eine medikamentöse Behandlung zur Senkung der Cholesterinwerte nahe. Mit meinen Werten lag ich in einem Grenzbereich. Bei etwas höherem Cholesterin wären Medikamente unumgänglich gewesen.

Ich wollte die Cholesterin Medikamente natürlich gern vermeiden, und war dementsprechend offen für eine Alternative, die mir ein befreundeter Mediziner, der viele Jahre in den USA gearbeitet hat, nahe legte. Er empfahl mir die Einnahme von rein natürlichen Aminosäuren. Diese tragen dazu bei, den Cholesterinspiegel derart zu regulieren, dass er sich auf sein natürliches Gleichgewicht einpendelt. Zwar nicht von heute auf morgen, aber dafür garantiert ohne Nebenwirkungen. Demnach sind für die Cholesterinwerte vor allem die Aminosäuren Arginin, Taurin und Carnitin von Bedeutung.

Erst Anfang 2004 habe ich eine Nahrungsergänzung gefunden, die diese Aminosäuren enthält.

Diese Nahrungsergänzung hat meinen Gesundheitszustand, nicht nur in Bezug auf Cholesterin, positiv stabilisiert. Hier einige Fakten:

    Nach nur 6 Wochen der Einnahme lag mein Cholesterin erstmals seit langem wieder unter 200 mg/dl. Das gute hdl - Cholesterin blieb dabei konstant. Am 10. März 2004 wurde 193 mg/dl Gesamtcholesterin gemessen.
    Bei der Cholesterin Messung 4 Monate darauf wurden 181 mg/dl gemessen.
    Am 14. April 2005 wurde ein Cholesterinwert von 162 mg/dl ermittelt.
    Anfang 2006 wurden 164 mg/dl bestätigt.
    Bei der Cholesterin Untersuchung im Frühjahr 2007 wurden 202 mg/dl gemessen.
    Im September 2008 wurden 211 mg/dl festgestellt und im November 2008 waren es 184 mg/dl.
    Im September 2009 betrug mein Cholesterinwert 201 mg/dl.
    August 2010: Auch bei der jüngsten Cholesterin Untersuchung wurde der Wert von 202 mg/dl bestätigt.
    Seitdem bewegt sich mein Cholesterinspiegel im Normbereich und von Cholesterin senkenden Medikamenten spricht kein Arzt mehr. Alle Messungen wurden bei Ärzten oder in Apotheken vorgenommen. So auch meine letzte Messung am 5.4.2012 mit dem erfreulichen Ergebnis von 197 mg/dl.
    Auch Herzrhythmusstörungen, unter denen ich viele Jahre lang gelitten habe, sind nicht mehr diagnostiziert worden.

Entwicklung meiner Cholesterinwerte

Ich schreibe diese positiven Veränderungen meines Cholesterinspiegels zum größten Teil der Einnahme von natürlichen Aminosäuren zu. Ich habe keine Ernährungsumstellung vorgenommen, doch schon immer darauf geachtet, bei den Cholesterin erhöhenden Lebensmitteln vorsichtig zu sein. Gleiche Ernährung, Cholesterin gesenkt! Für mich bedeutet dies ein deutlich höheres Maß an Lebensqualität.

Haben auch Sie Erfahrungen und Tipps rund ums Thema Cholesterin? Oder haben Sie Fragen an mich? Ich freue mich über jeden Gedanken- und Informationsaustausch und über allgemeines Feedback.

Ihr Peter

http://www.cholesterinwert-senken.de/