Autor Thema: Chemotherapie sehr kritisch gesehen  (Gelesen 10460 mal)

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Jutta

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Chemotherapie sehr kritisch gesehen
« am: 09. September 2008, 22:21 »

Tod durch Chemotherapie ?

Dieser Text wurde veröffentlicht am 19.08.2008 um 13:51 Uhr

Forscher der Universität Texas haben eine Studie zur Behandlung von Brustkrebs durchgeführt und auf dem San Antonio Brustkrebs-Symposium vorgestellt. Bei dieser Studie wurde den Patientinnen eine hochdosierten Chemotherapie in Kombination mit einer Stammzellentransplantation verabreicht. Die Studie kam zu dem Ergebnis, daß diese Therapieform das Leben der Brustkrebspatientinnen nicht verlängert.
Todesursache Vergiftung

Die Forscher haben die Ergebnisse von 15 unterschiedlichen Studien analysiert, mit insgesamt 6.200 Patientinnen, die an Brustkrebs im Frühstadium litten. Die Lymphknoten aller Patientinnen waren bereits befallen, aber der Krebs hatte sich noch nicht auf andere Organe ausgebreitet. Das Ergebnis dieser Untersuchung war, daß die Patientinnen, die sich der hochdosierten Chemotherapie unterzogen hatten, zwar nicht so schnell einen Rückfall erlitten, aber leider auch nicht länger lebten. Sie starben an den Folgen der starken Vergiftung ihres Körpers.
Ende dieser Behandlungsform gefordert

Dr. Larry Norton, vom Memorial Sloan Kettering Cancer Center, äußerte sich zu diesem Ergebnis mit den Worten: Diese Art der Behandlung muss endgültig gestoppt werden.

Während der 80er und 90er Jahre war es üblich, Frauen nach der Brustkrebs-Operation mit einer hochdosierten Chemotherapie zu behandeln. Das Ziel dieser Folgebehandlung war, die Krebszellen abzutöten, die durch die Operation möglicherweise noch übrig geblieben waren.

Vor der Operation wurden den Patientinnen Stammzellen aus dem Knochenmark entnommen. Nach der Chemotherapie wurden diese Stammzellen dann zurück transplantiert, um die Immunzellen, die durch die Chemotherapie zerstört wurden, zu ersetzen.
Lebenslanger Leidensweg

Diese Methode war von Anfang an umstritten, nicht zuletzt aufgrund der Toxizität der verwendeten Chemotherapeutika. Sie werden für den Organismus besonders gefährlich, wenn sie in hohen Dosen verabreicht werden. Einige Frauen, die sich in den USA dieser Methode unterzogen haben, sind aufgrund dieser Toxizität verstorben.

Aber auch wenn die Frauen diese Behandlung überleben, hat es der Körper sehr schwer, mit dieser hohen Giftbelastung umzugehen. Für viele Patientinnen beginnt an dieser Stelle ein langer Leidensweg.
Lesen Sie auch:

    * Chemotherapie

    * Keine Fortschritte in der Forschung bei Chemotherapie

    * Krebs: Statistiken werden geschönt

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/tod-durch-chemotherapie-ia.html



hilde

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Chemotherapie nicht für kognitive Einschränkungen verantwortlich
« Antwort #1 am: 30. Oktober 2008, 17:40 »

Faktor Stress offenbar bedeutender als angenommen

30.10.08 - Viele Tumorpatienten berichten nach einer Behandlung über kognitive Probleme. Als verantwortlich dafür gilt häufig die Chemotherapie. Die Forschung der letzten zehn Jahre schien diese Vermutung zu bestätigen.

"Allerdings war die Aussagekraft dieser Studien deutlich begrenzt", erklärt Dr. Kerstin Hermelink von der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. "Denn die kognitiven Fähigkeiten der Patienten wurden nur nach Abschluss der Chemotherapie getestet." Erst 2004 erschienen die ersten Längsschnittstudien, die mit wiederholten Untersuchungen den Verlauf der kognitiven Störungen erfassten. "Die größeren dieser methodisch weit besseren und aussagekräftigeren Studien fanden dann aber wenige oder gar keine Unterschiede zwischen Krebskranken mit und ohne Chemotherapie."

Das Team um Hermelink leitet mit COGITO ("Cognitive Impairment in Therapy of Breast Cancer") eine der weltweit größten Studien auf diesem Gebiet. In deren Rahmen erfassten die Forscher die kognitiven Fähigkeiten der Patienten bereits vor Beginn jeder Therapie - also auch vor einer Operation. Innerhalb des ersten Jahres nach der Diagnose wurde die Untersuchung zweimal wiederholt. Über 100 Brustkrebspatientinnen aus fünf bayerischen Kliniken und hämato-onkologischen Praxen nahmen an der Studie teil.

Schon vor Therapiebeginn verschlechtert sich Kognition

"Bereits vor Beginn jeder Krebstherapie fanden sich bei ungefähr einem Drittel unserer Patientinnen auffallend schlechte kognitive Testergebnisse", berichtet Hermelink. Gegen Ende der Chemotherapie hielten sich die Veränderungen die Waage: Während 27 Prozent der Frauen vor allem Verschlechterungen zeigten, erzielten 28 Prozent der Teilnehmerinnen überwiegend bessere Testergebnisse.

Es müsse also andere Faktoren geben, die schon vor Therapiebeginn zu einer Einschränkung der kognitiven Leistungsfähigkeit führen, schließen die Forscher. "Diese Faktoren üben bei einem Teil der Patientinnen während der Behandlung weiterhin Einfluss aus, während sich andere Patientinnen bereits wieder davon erholen", erläutert Hermelink.

Auch Östrogen-Mangel nicht schuldig

Auch die Folgen hormoneller Veränderungen auf die kognitiven Fähigkeiten untersucht das Team, denn die meisten Brustkrebspatientinnen erleben therapiebedingt eine drastische Senkung ihres Östrogenspiegels. Viele geraten sogar abrupt in eine vorzeitige Menopause.

"Der Einfluss von Östrogenen auf kognitive Funktionen ist bisher ungeklärt", erläutert Hermelink. "In unserer Studie zeigte sich aber keine signifikante Wirkung einer Antiöstrogentherapie, und die vorzeitige Menopause hatte bei einem kleinen Teil der Tests sogar einen positiven Einfluss."

Die kognitive Beeinträchtigung besteht bei vielen Brustkrebspatientinnen bereits nach der Diagnose und vor der Therapie, fasst Hermelink zusammen. Eine zusätzliche Schädigung durch die Chemotherapie könne nicht ausgeschlossen werden - selbst wenn diese Studie keine Anhaltspunkte dafür liefere. Als alleiniger Auslöser käme die Behandlung jedoch nicht in Frage. Die Senkung des Östrogenspiegels habe ebenfalls keinen negativen Einfluss auf die kognitiven Fähigkeiten.

"Wir gehen davon aus, dass der Stress der Diagnose eine wichtige Rolle spielt", erklärt Hermelink. "Schließlich kann er unter diesen Umständen wie ein Trauma wirken, was durch die Behandlung noch verstärkt werden kann." Dies wollen die Wissenschaftler nun genauer untersuchen: "Möglicherweise muss dann der Begriff 'Chemobrain' durch 'Crisis Brain' ersetzt werden."

Cancer 113 [2008]; 2431-2439

Gitti

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Chemotherapie - Behandlung kann auch den Tod beschleunigen
« Antwort #2 am: 12. November 2008, 11:27 »
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=081112008


   Einsatz von Chemotherapie in der Kritik
   
   London (pte/12.11.2008/10:00) - Dass Patienten auch am Ende ihres Lebens
   noch eine Chemotherapie erhalten, könnte bald der Vergangenheit
   angehören. Eine Studie der National Confidential Enquiry into Patient
   Outcome and Death http://www.ncepod.org.uk ist zu dem Ergebnis gekommen,
   dass bei 600 Patienten, die innerhalb von 30 Tagen nach der Behandlung
   starben, mehr als ein Viertel früher oder aufgrund der Behandlung
   starben. Die Wissenschaftler argumentieren, dass Ärzte die Verringerung
   der Dosierung oder den Einsatz der Chemotherapie nochmals hinterfragen
   sollten. Der britische Krebsspezialist Mike Richards bezeichnete die
   Ergebnisse dieser Studie laut BBC als sehr Besorgnis erregend.

   Die Patientengruppe, auf die sich die unabhängigen Wissenschaftler
   konzentrierten, repräsentiert zwei Prozent der 80.000 Menschen, die
   jährlich eine Chemotherapie erhalten. Alle Patienten waren sehr schwer
   krank. Die Chemotherapie wurde eher dazu eingesetzt, ihren Zustand stabil
   zu halten, als eine Heilung anzustreben. Nach der Analyse der
   Krankenunterlagen ergab sich, dass 35 Prozent der Betroffenen medizinisch
   sehr gut versorgt wurden. In 27 Prozent der Fälle beschleunigte die
   Chemotherapie jedoch den Tod oder verursachte ihn. Die Giftigkeit der
   eingesetzten Substanzen kann zu einer ganzen Reihe von Problemen führen.
   Die ernsteste Komplikation ist die so genannte neutropenische Sepsis.

   Diana Mort, eine der Autorinnen der Studie, betonte, dass Ärzte beim
   Einsatz der Chemotherapie bei sehr kranken Patienten vorsichtiger sein
   sollten. Den Patienten müssten die Risiken und Nebenwirkungen sowie auch
   die möglichen Vorteile genau erklärt werden. Die Studie kritisiert auch,
   dass fast die Hälfte der Patienten ihre letzten Lebenstage in einer
   normalen Krankenhausstation verbrachte und nicht in einer auf
   Krebserkrankungen spezialisierten Abteilung. Die Wissenschaftler
   empfehlen daher dringend, dass Einrichtungen, die über keine
   entsprechenden Stationen verfügen, diese Patienten in entsprechende
   Einrichtungen verlegen.

hilde

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Re: Chemotherapie sehr kritisch gesehen
« Antwort #3 am: 26. November 2008, 20:30 »
Chemotherapie

Dieser Text wurde veröffentlicht am 19.11.2008 um 11:37 Uhr

Eine Studie, die von Forschern der University of Rochester durchgeführt und im Journal of Biology veröffentlicht wurde, hat festgestellt, dass ein häufig verwendetes Chemotherapeutikum Gehirnschäden verursacht, die noch Jahre nach Therapieende anhalten können. Der leitende Forscher Mark Noble erklärte dazu, dass die Chemotherapie bei einigen Patienten einen degenerativen Zustand im Zentralen Nervensystem auszulösen scheint.
Nebenwirkungen der Chemotherapie

Nebenwirkung Chemotherapie

Die Ergebnisse könnten erklären, warum viele Chemotherapiepatienten sich über den Zustand eines so genannten "chemo brain" beklagen. Sie litten währenddessen unter einer beeinträchtigten Konzentrationsfähigkeit, Gedächtnisverlust, Sehstörungen oder gar unter Demenz.

Eine andere Studie fand heraus, dass 50 % der Brustkrebsüberlebenden ein Jahr nach Ende der Chemotherapie über kognitive Defizite klagten . Eine andere Studie geht davon aus, dass die Nebenwirkungen bei 15 bis 20 % der Frauen über Jahre hinweg auftreten. Viele Ärzte haben diese Symptome als normale Nebenwirkungen der Krebserkrankung wie Angst, Depressionen oder Müdigkeit abgetan.
Erschreckende Ergebnisse

In der aktuellen Studie ............. http://www.zentrum-der-gesundheit.de/chemotherapie-ia.html

hilde

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Re: Chemotherapie sehr kritisch gesehen
« Antwort #4 am: 20. Januar 2009, 13:26 »

Vorher austesten:

Es gibt die Möglichkeit, bezüglich einer Chemotherapie VORHER auszutesten, welche Substanzen bei einem Patienten ansprechen und welche nicht. Da chemotherapeutische Substanzen ja giftig sind, wäre es doch besser, zuvor zu wissen, ob sie dann wenigstens auch helfen werden.

Solche Möglichkeiten gibt es durch Blutabnahmen oder - wahrscheinlich besser -, indem man Stücke eines Tumors in einschlägige Labors einschickt.

Es ist also ratsam, als erstes eine "Chemotherapie-Sensitivitäts-Testung" durchführen zu lassen.

Weiters ist für manche Fälle irgendeine Variation der Chemotherapie gut geeignet, nämlich zum Beispiel IPT ("Insulin Potenzierte Therapie"). Dabei wird sehr wenig Chemotherapie zusammen mit Insulin verwendet. Dieses Verfahren vereinigt den Nutzen der Chemotherapie mit dem Vorteil, dass bei dieser Methode viel weniger Schädigung verursacht wird ("minimal side effect").