Autor Thema: Chemotherapie - Vorsicht mit .......  (Gelesen 7928 mal)

0 Mitglieder und 2 Gäste betrachten dieses Thema.

Geri

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 674
  • Geschlecht: Männlich
Chemotherapie - Vorsicht mit .......
« am: 01. Oktober 2008, 21:25 »

Studie: Vitamin C schwächt Chemotherapie bei Krebs

Mittwoch, 1. Oktober 2008

New York – Die Verordnung von Vitamin C zur Stärkung der Abwehrkräfte für eine bevorstehende Chemotherapie könnte keine gute Idee sein. Präklinische Studie in Cancer Research (2008; 68: 8031-8038) zeigen, dass Vitamin C die Widerstandskraft der Krebszellen stärkt und die Wirkung verschiedener Chemotherapeutika abschwächt.

Vitamin C gehört zu den so genannten Radikalenfängern, also jenen reaktiven Sauerstoffspezies (reactive oxygen species, ROS), die schädliche Formen des Sauerstoffs neutralisieren, bevor diese Zellstrukturen schädigen. Einige häufig eingesetzte Krebsmedikamente erzielen ihre Wirkung jedoch, indem sie ROS freisetzen, die dann einen programmierten Zelltod, die Apoptose, induzieren.

Mark Heaney vom Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York ging deshalb der berechtigten Frage nach, ob Vitamin C die Wirkung von Krebsmedikamenten herabsetzt. Die ersten Experimente wurden an Zelllinien von Leukämien oder Lymphomen durchgeführt. Die Krebszellen wurden mit den klassischen Zytostatika Doxorubicin, Cisplatin, Vincristin, Methotrexat, oder aber mit dem modernen Wirkstoff Imatinib behandelt, das Tumorzellen abtötet, indem es gezielt intrazelluläre Signalketten unterbricht.

Die zytotoxische Wirkung aller Wirkstoffe war nach Zusatz von Dehydro-Ascorbinsäure (der intrazellulär aktivierten Variante von Vitamin C) dosisabhängig herabgesetzt. Die Krebsmedikamente töteten zwischen 30 und 70 Prozent weniger Tumorzellen ab.

Ähnliche Effekte wurden bei Mäusen beobachtet, bei denen das Krebsleiden durch Implantation der Tumorzellen ausgelöst wurde. Hier verhinderte Vitamin C, dass die Chemotherapie ihre normale Wirkung entfaltete.

Schließlich untersuchten die Forscher den Wirkungsmechanismus für diese (im wörtlichen Sinne) tumorprotektive Wirkung. Zur Überraschung stellten sie fest, dass nicht die Radikalfänger-Wirkung dafür verantwortlich ist. Vitamin C stabilisierte nach Auskunft von Heaney die Membranen der Mitochondrien, die ebenfalls ein Angriffspunkt vieler Chemotherapeutika sind.

Frühere Untersuchungen hatten gezeigt, dass Krebszellen Vitamin C besonders stark anreichern. Dies lässt sich nach den aktuellen Studienergebnissen nicht unbedingt als günstiges Zeichen werten.

Ob die Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind, muss offen bleiben. Dies kann nur in epidemiologischen Studien geklärt werden. Heaney rät Krebspatienten jedoch vorsorglich auf die Einnahme hochdosierter Vitamin-C-Präparate zu verzichten.

» Abstract der Studie

» Pressemitteilung der American Association for Cancer Research

Werner

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 866
  • Geschlecht: Männlich
Chemotherapie - Vorsicht mit Grünen Tee
« Antwort #1 am: 05. Februar 2009, 01:24 »
Grüner Tee kann Chemotherapie behindern

Mittwoch, 4. Februar 2009

dpa

Los Angeles – Grüner Tee steht im Ruf, die Chemotherapie beim Krebs unterstützen zu können und die Nebenwirkung abzumildern. Die Experimente eines US-Forscher in Blood (2009; doi:10.1182/blood-2008-07-171389) deuten jedoch auf eine gegenteilige Wirkung hin.

Grüner Tee enthält das Antioxidans Epigallocatechingallat (EGCG), dem antikarzinogene Wirkungen zugeschrieben werden. In Tierexperimenten hat EGCG eine Wirkung gegen Leukämie sowie gegen eine Reihe von Karzinomen (Lunge, Prostata, Darm und Brust) entfaltet.

EGCG untergräbt, so die Ergebnisse der Grundlagenforschung, einen Schutzmechanismus von Tumorzellen, der sie vor einer Apoptose, also der vom Körper befohlenen Selbstzerstörung, schützt.

EGCG sollte deshalb die Wirkung einer Chemotherapie verstärken, besonders wenn die Medikamente eine Apoptose der Tumorzellen induziert. Zu diesen Medikamenten gehört Bortezomib, das zur Behandlung des multiplen Myeloms und (in den USA) des Mantelzell-Lymphoms zugelassen ist.

Dies veranlasste die Gruppe um Axel Schönthal von der Keck School of Medicine in Los Angeles dazu, die gleichzeitige Wirkung von Bortezomib und EGCG (sowie anderen Inhaltsstoffen des grünen Tees) zu untersuchen. Die Forscher hatten erwartet, dass die Essenzen des grünen Tees die Wirkung des Krebsmedikaments verstärken würde.

Stattdessen gingen die antikarzinogenen Effekte von Bortezomib sowohl in-vitro als auch im Experiment an der Maus verloren, wenn EGCG hinzukam. EGCG antagonisierte die Wirkung von Bortezomib komplett. Die Forscher führen dies auf eine Bindung von EGCG an Bortezomib zurück.

Sie verhindert, dass Bortezomib in den Tumorzellen die Proteasomen hemmen kann und dadurch die Tumorzelle zerstören kann. Die Experimente zeigen, dass ........ http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=35314

Tasha

  • Neu_hier
  • *
  • Beiträge: 2
  • Geschlecht: Weiblich
Re: Chemotherapie - Vorsicht mit .......
« Antwort #2 am: 13. August 2009, 20:12 »
Hallo!

Man lerne nie aus, ich wusste nicht einmal das der grüne tee solche wirkung hat auf die medikamente!  :-\

Man weiss wirklich nicht mehr was man essen soll oder trinken soll, den egal was man nimmt ist nicht ok!  :'(

Was den Vitamin C betrifft, hat mein arzt auch gemeint ich sollte damit aufpassen!  :-\ :-\

Sissi

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 551
  • Geschlecht: Weiblich
Re: Chemotherapie - Vorsicht mit .......
« Antwort #3 am: 13. August 2009, 22:47 »
Finde ich auch, Positives und Negatives.

Umso wichtiger ist es, Zugänge zu Informationen zu suchen und zum mündigen Patienten zu werden.

Gitti

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 1.339
  • Geschlecht: Weiblich
Orale Chemotherapie: Wechselwirkungen bei jedem zweiten Patienten
« Antwort #4 am: 04. Oktober 2012, 01:40 »


Orale Chemotherapie: Wechselwirkungen bei jedem zweiten Patienten


2. Oktober 2012, 12:49

Die häufigsten Wechselwirkungen bei oralen Anti-Krebs-Medikamenten treten mit Opioid-Schmerzmedikamenten und Blutgerinnungs-Hemmern auf

Bei fast jedem zweiten Krebs-Patienten, der mit oralen Krebsmedikamenten (Tabletten) behandelt wird, gibt es zumindest eine Wechselwirkung zwischen dem Chemotherapeutikum und einem anderen Medikament.

Von fast 900 untersuchten Personen wurden bei 426 Studienteilnehmern (46 Prozent) insgesamt 1359 Wechselwirkungen, bei 143 (16 Prozent) eine starke Wechselwirkung beobachtet. Diese Zahlen aus den Niederlanden wurden von Roelof van Leeuwen vom Erasmus Medical Center in Rotterdam, NL auf dem Europäischen Krebskongress ESMO 2012 präsentiert, bei dem in Wien mehr als 16.000 Experten aus 120 Ländern zusammenkommen.
Toxische Chemotherapie

Die häufigsten Wechselwirkungen bei oralen Anti-Krebs-Medikamenten traten mit Opioid-Schmerzmedikamenten und Coumarinen (Blutgerinnungs-Hemmern) auf. Die Mehrheit der Fälle betraf das Zentrale Nervensystem, häufig auch den Gastrointestinal-Trakt. "Wechselwirkungen zwischen Medikamenten sind bei Krebspatienten sehr häufig, und viele Wechselwirkungen können ernsthafte unerwünschte Wirkungen hervorrufen", so die Studienautoren.

Je mehr Medikamente ein Patient einnimmt, desto größer ist das Risiko von Wechselwirkungen. In ernsten Fällen können Wechselwirkungen die Chemotherapie vollständig inaktivieren, aber auch derart toxisch werden lassen, dass sie für Patienten sehr gefährlich sein könne.
Keine Antidepressiva ohne Wissen des Onkologen

Zum Beispiel sollten Patientinnen, die eine Hormontherapie gegen Brustkrebs einnehmen, ohne das Wissen ihres Onkologen keine Antidepressiva einnehmen, empfehlen die Studienautoren. Eine Reihe von Antidepressiva kann die Wirksamkeit von Tamoxifen, das in der Therapie von Brustkrebs eingesetzt wird, reduzieren, wodurch das Risiko einer wirkungslosen Behandlung besteht.

Um Wechselwirkungen zu identifizieren und zu verhindern, ist ein Computer-basiertes System erforderlich, das die eingenommenen Medikamente erfasst ....... http://derstandard.at/1348284706373/Orale-Chemotherapie-Wechselwirkungen-bei-jedem-zweiten-Patienten

Werner

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 866
  • Geschlecht: Männlich



Orale Chemotherapie: Wechselwirkungen bei jedem zweiten Patienten


Die häufigsten Wechselwirkungen bei oralen Anti-Krebs-Medikamenten treten mit Opioid-Schmerzmedikamenten und Blutgerinnungs-Hemmern auf

Bei fast jedem zweiten Krebs-Patienten, der mit oralen Krebsmedikamenten (Tabletten) behandelt wird, gibt es zumindest eine Wechselwirkung zwischen dem Chemotherapeutikum und einem anderen Medikament.

Von fast 900 untersuchten Personen wurden bei 426 Studienteilnehmern (46 Prozent) insgesamt 1359 Wechselwirkungen, bei 143 (16 Prozent) eine starke Wechselwirkung beobachtet. Diese Zahlen aus den Niederlanden wurden von Roelof van Leeuwen vom Erasmus Medical Center in Rotterdam, NL auf dem Europäischen Krebskongress ESMO 2012 präsentiert, bei dem in Wien mehr als 16.000 Experten aus 120 Ländern zusammenkommen.
Toxische Chemotherapie

Die häufigsten Wechselwirkungen bei oralen Anti-Krebs-Medikamenten traten mit Opioid-Schmerzmedikamenten und Coumarinen (Blutgerinnungs-Hemmern) auf. Die Mehrheit der Fälle betraf das Zentrale Nervensystem, häufig auch den Gastrointestinal-Trakt. "Wechselwirkungen zwischen Medikamenten sind bei Krebspatienten sehr häufig, und viele Wechselwirkungen können ernsthafte unerwünschte Wirkungen hervorrufen", so die Studienautoren.

Je mehr Medikamente ein Patient einnimmt, desto größer ist das Risiko von Wechselwirkungen. In ernsten Fällen können Wechselwirkungen die Chemotherapie vollständig inaktivieren, aber auch derart toxisch werden lassen, dass sie für Patienten sehr gefährlich sein könne.
Keine Antidepressiva ohne Wissen des Onkologen

Zum Beispiel sollten Patientinnen, die eine Hormontherapie gegen Brustkrebs einnehmen, ohne das Wissen ihres Onkologen keine Antidepressiva einnehmen, empfehlen die Studienautoren. Eine Reihe von Antidepressiva kann die Wirksamkeit von Tamoxifen, das in der Therapie von Brustkrebs eingesetzt wird, reduzieren, wodurch das Risiko einer wirkungslosen Behandlung besteht.

Um Wechselwirkungen zu identifizieren und zu verhindern, ist ein Computer-basiertes System erforderlich, das die eingenommenen Medikamente erfasst und gegebenenfalls bei einem Risiko gefährlicher Interaktionen Alarm schlägt, meint Roelof van Leeuwender bereits in früheren Studien ähnliche Interaktionen beim Einsatz von intravenösen Chemotherapeutika fand. "Derzeit fehlen epidemiologische Daten zu Wechselwirkungen mit einer oralen Anti-Krebsbehandlung in der Literatur", sagt er. (red, derStandard.at, 2.10.2012)


Werner

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 866
  • Geschlecht: Männlich
Chemotherapie kann kontraproduktiv wirken
« Antwort #6 am: 25. Mai 2013, 15:50 »



Chemotherapie kann kontraproduktiv wirken

6. August 2012, 09:48

Bildung von gefährlichem Protein in gesunden Zellen möglich

Washington - Die Behandlung von Krebserkrankungen mit Chemotherapie kann laut einer aktuellen US-Studie kontraproduktiv wirken. In gesunden Zellen werde bei einer Chemotherapie möglicherweise die Produktion des gefährlichen Proteins WNT16B angeregt, das den Krebszellen beim Überleben helfe, heißt es in der Studie vom Fred Hutchinson Krebsforschungszentrum in Seattle, die in der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift "Nature Medicine" vorgestellt wird.

    MEHR ZUM THEMA
    Washington:Günstig hin & retour: austrian.com
    Werbung

Die Forscher machten ihre "völlig unerwartete" Entdeckung, als sie der Frage nachgingen, warum Krebszellen außerhalb des menschlichen Körpers viel leichter abzutöten sind als im Körper. Dazu überprüften sie die Wirkung der Chemotherapie bei Männern mit Prostatakrebs. Sie stellten fest, dass bei gesunden Zellen das Erbgut (DNA) geschädigt wurde. Dabei spielte das Protein WNT16B ein entscheidende Rolle, das von gesunden Zellen ausgestoßen und von den Krebszellen absorbiert wurde.

Gefährliche Wechselwirkung

Das Protein WNT16B trete mit den Krebszellen in seiner Umgebung in eine Wechselwirkung, erläuterte der Forscher Peter Nelson, der an der Studie beteiligt war. Die Krebszellen würden dadurch zu einem verstärkten Wachstum angeregt, zugleich nehme ihre Fähigkeit zu, eine weitere Chemotherapie zu überdauern. Bei Krebspatienten wird häufig beobachtet, dass Tumore zunächst eingedämmt werden können, später aber ihr Wachstum beschleunigt fortsetzen. Die Forscher aus Seattle fanden ihre Erkenntnisse bei Vergleichsstudien mit Brustkrebs- und Eierstockkrebs-Patientinnen bestätigt.

Für die Folgerungen aus der Studie für Therapieformen sieht Nelson verschiedene Möglichkeiten. Zum einen könne begleitend zur Chemotherapie ein WNT16B-Antikörper verabreicht werden. Möglicherweise müsse aber auch die Dosierung der Chemotherapie herabgesetzt werden.  (APA, 6.8.2012)


Siehe dazu auch:

Servus TV
http://www.servustv.com/cs/Satellite/Article/Talk-im-Hangar-7-011259497561922