Autor Thema: Lungenkrebs und Rauchen  (Gelesen 5093 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Gitti

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 1.339
  • Geschlecht: Weiblich
Lungenkrebs und Rauchen
« am: 07. Oktober 2008, 17:45 »

Zellen außer Rand und Band

Wie bei jeder Krebserkrankung lässt der Krebsbefall der Lunge bestimmte Zellen plötzlich unkontrolliert wuchern. Sie verstopfen die Bronchien und zerstören so die Lungenbläschen, die nicht mehr ausreichend „belüftet“ werden. Die Folge: Das Lungengewebe stirbt ab. Die Krebszellen dringen rasch auch in Lymphbahnen und Blutgefäße ein, so dass sich Tochtergeschwülste (Metastasen) zuerst im gesamten Brustkorb, später auch in Leber, Nieren, Knochen und Gehirn bilden können.

Warum bislang friedliche Zellen plötzlich außer Rand und Band geraten, ist noch nicht restlos geklärt. Neben einer genetischen Veranlagung kennt man aber heute einige Risikofaktoren, die die Entstehung von Lungenkrebs begünstigen:

"An allererster Stelle stehen Schadstoffe, die über die Atemluft in die Lunge gelangen“, erklärt der Lungenexperte Robert Loddenkemper. Allein der Zigarettenrauch enthält über 4000 krebserregende Substanzen. So haben Raucher im Vergleich zu Nichtrauchern ein 20- bis 30fach erhöhtes Lungenkrebsrisiko – abhängig vom Einstiegsalter und der Anzahl der täglichen Glimmstängel. Die chronische Raucherbronchitis mit ihrer ständigen Reizung der Bronchialschleimhaut spielt dabei eine entscheidende Rolle. Auch Passivrauchen führt zu einem erhöhten Erkrankungsrisiko, bei Frauen qualmender Männer um 20 Prozent, bei Männern, deren Frauen rauchen, um etwa 30 Prozent.

Zu den Gefahren am Arbeitsplatz zählt das Hantieren mit krebsfördernden Stoffen wie Asbest, Arsen, Chrom, Nickel und vor allem Uran. Auch die natürliche Strahlenbelastung durch Radon sowie Dieselruß und Feinstäube sind Faktoren, die den Krebs begünstigen.

Männer leiden häufiger an einem Bronchialkarzinom als Frauen. Diese holen allerdings schnell auf. Der Grund: „Frauen greifen eher zu Light-Zigaretten, durch die sie krebsauslösende Stoffe besonders tief inhalieren“, sagt Robert Loddenkemper.

Sissi

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 551
  • Geschlecht: Weiblich
Frauen sterben bald häufiger an Lungen- als an Brustkrebs
« Antwort #1 am: 17. März 2013, 15:43 »



Frauen sterben bald häufiger an Lungen- als an Brustkrebs


Weil mehr Frauen rauchen, könnte der Lungenkrebs in zwei Jahren den Brustkrebs als Todesursache überholen.

Der seit den 1980er-Jahren zu beobachtende Rückgang der Krebsmortalität in Europa wird sich wahrscheinlich auch in diesem Jahr fortsetzen. Bei den Todesfällen durch Lungenkrebs bei Frauen ist jedoch ein weiterer Anstieg zu erwarten. Eine leichte Zunahme der Sterberate wird auch für das Pankreaskarzinom vorhergesagt.

........... http://www.springermedizin.at/fachbereiche-a-z/i-o/innere-medizin/onkologie/?full=33557

admin

  • Administrator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 5.002
  • Geschlecht: Männlich
Lungenkrebs und Rauchen
« Antwort #2 am: 07. Februar 2018, 19:47 »




Beste Prävention vor Lungenkrebs bleibt Nichtrauchen



https://www.vn.at/gesund/2018/02/02/beste-praevention-bleibt-nichtrauchen.vn



admin

  • Administrator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 5.002
  • Geschlecht: Männlich
4537
4807-5.5.19



20. März 2019

Regierung soll durch Rauchverbot in der Gastronomie ihre Verantwortung für Gesundheit der Bevölkerung wahrnehmen!
Österreichs Lungenfachärzte fordern nach wie vor generelles Rauchverbot in der Gastronomie


Anlässlich des Endes der Beratungen im Gesundheitsausschuss fordern Österreichs Lungenfachärzte* erneut die Regierung auf, „endlich die eindeutigen wissenschaftlichen Fakten ernst zu nehmen und umgehend das Rauchverbot in der Gastronomie umsetzen“, so Prim. Univ.-Prof. Dr. Peter Schenk, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie und Abteilungsvorstand Pulmologie am Landesklinikum Hochegg. Die Expertenhearings hätten erneut eindeutig gezeigt, wie wichtig ein solches Rauchverbot wäre.
„Alle anderen Lösungen wie die Trennung in Raucher- und Nichtraucherbereiche sind völlig unzureichend“, so ÖGP-Generalsekretär Prim. Priv.-Doz. Dr. Bernd Lamprecht, Vorstand der Klinik für Lungenheilkunde, Kepler Universitätsklinikum, Linz. Angesichts der Faktenlage führe kein Weg an einem Rauchverbot in der Gastronomie vorbei. Nur dadurch könne die Bevölkerung vor den schädlichen Wirkungen des Tabakrauchs geschützt und ein wichtiger Schritt zum Schutz der Jugend getan werden.
Rauchverbote haben enorm viele Benefits, so Schenk. So dienen sie der Prävention von chronischen Atemwegserkrankungen wie COPD und Lungenkrebs. Bei beiden Erkrankungen ist in über 80% das Rauchen eindeutig als Verursacher identifiziert. „Schütze ich Menschen also vor Rauch, so schütze ich sie vor diesen tödlichen Krankheiten. Und dies betrifft sowohl Aktiv- als auch Passivraucher.“ Ein Rauchverbot in der Gastronomie, so zeigen Studiendaten eindeutig, führt bei Aktiv- wie bei Passivrauchern auch zu einer raschen Reduktion von kardiovaskulären Ereignissen bis hin zum Herzinfarkt. Und dies sind nur einige der „Quick-Wins“ von Rauchverboten.
Lamprecht wies darauf hin, dass Rauchverbote in der Gastronomie nicht nur nachweislich Menschenleben retten, sondern darüber hinaus dem Gesundheitssystem viel Geld ersparen. Schenk abschließend: „Unverständlich sei daher, warum die Regierung auf diese vielfältigen positiven Auswirkungen eines Rauchverbots verzichte – aus Sicht der österreichischen Lungenfachärzte ein schwerer Fehler mit weitreichenden Konsequenzen.“

* Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde im Text auf eine gendergerechte Schreibweise verzichtet. Sofern nicht anders vermerkt, gelten alle Bezeichnungen sowohl für Frauen als auch für Männer.

Kontakt

Prim. Univ.-Prof. Dr. Peter Schenk, MSc, MBA
Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie
Vorstand der Abteilung für Pulmologie, Landesklinikum Hochegg
Hocheggerstraße 88
2840 Hochegg
Tel.: +43-(0)2644-6300-21210
E-Mail: peter.schenk@hochegg.lknoe.at

Prim. Priv.-Doz. Dr. Bernd Lamprecht
Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie
Vorstand der Klinik für Lungenheilkunde
Kepler Universitätsklinikum
Med Campus III.
Krankenhausstraße 9
4021 Linz / Austria
Tel.: +43 (0)5 7680 83 – 0

Rückfragen Presse
Urban & Schenk medical media consulting
Barbara Urban: +43 664/41 69 4 59, barbara.urban@medical-media-consulting.at
Mag. Harald Schenk: +43 664/160 75 99, harald.schenk@medical-media-consulting.at
« Letzte Änderung: 05. Mai 2019, 16:25 von admin »