Autor Thema: Die Operation ist im Fall von Lungenkrebs meist die Therapie der Wahl.  (Gelesen 4543 mal)

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Gitti

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Gute Heilungschancen durch OP

Die Operation ist im Fall von Lungenkrebs meist die Therapie der Wahl. Kann der Chirurg den Tumor und die Lymphknoten des betroffenen Gebiets samt ausreichendem Sicherheitssaum entfernen, stehen die Heilungschancen nicht schlecht. Doch eine große Geschwulst, Metastasen und schlechte Lungenfunktionswerte verhindern für 75 Prozent der Patienten eine OP. Viele müssen sich vorher oder ersatzweise einer Strahlen- oder Chemotherapie unterziehen.

Besonders das kleinzellige Karzinom hat die unangenehme Eigenschaft, schon sehr früh kleinste, nicht sichtbare Tochtergeschwülste zu produzieren. Dafür reagiert es im Gegensatz zu den nicht-kleinzelligen Tumoren empfindlicher auf eine Chemotherapie mit Medikamenten, die den Tumor verkleinern und Metastasen vernichten können.

Die Zahl der Rückfälle ist dennoch groß. Selbst nach einer Operation ist eine vollständige Heilung selten.
Weit fortgeschrittene, nicht-kleinzellige Karzinome dämmt eine Strahlentherapie besser ein. Doch auch die Chemotherapie zeigt hier Erfolge. Allerdings ist eine restlose Eindämmung des Krebses nur in wenigen Fällen möglich. Eine Kombination von Strahlen- und Chemotherapie scheint die Rückfallsrate beider Tumorarten zu senken.

Medikamente

Häufig bekommen Lungenkrebspatienten so genannte Platinsalze – oft in Kombination mit weiteren Mitteln. Die Medikamente stören die Vermehrung der Erbsubstanz DNA und machen die Zellen teilungsunfähig. Allerdings haben sie schwere Nebenwirkungen: Hörschäden, Ohrgeräusche, Störungen des Geschmacks- und Tastsinns, Übelkeit, Erbrechen sowie Muskelkrämpfe gehören dazu.

Ein neuer Wirkstoff ist Erlotinib (Handelsname: Tarceva). Er ist seit 2005 zur Zweittherapie bei kleinzelligen Karzinomen mit Metastasen zugelassen. Das Medikament zielt auf einen überaktiven Schalter in den Krebszellen (EGFR), der das unkontrollierte Wachstum der Tumorzellen ankurbelt. Damit bremst er das schnelle Fortschreiten der Krankheit zumindest teilweise.

"Unter der Therapie betrug die mittlere Überlebenszeit 6,7 Monate im Vergleich zu 4,7 Monaten mit Placebo“, berichtet Christian Manegold vom Klinikum Mannheim. Nach einem Jahr lebten mit dem Präparat noch 31 Prozent und in der Placebo-Gruppe 21 Prozent der Patienten.

Ein ähnlicher Wirkstoff namens Gefitinib (Handelsname: Iressa) hat die anfangs hohen Erwartungen dagegen bislang nicht erfüllt.

Evi

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03/12/08,19:24, Elsevier Von Robert Finn

Operation verbessert Überleben von Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs

SAN FRANCISCO (EGMN) – Laut einer retrospektiven Studie mit fast 50.000 Patienten bietet eine chirurgische Resektion Überlebensvorteile für Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom – selbst für jene im Alter von 80 bis 103 Jahren.

Das Gesamtüberleben chirurgisch behandelter älterer Patienten war zwar erheblich geringer als das jüngerer Patienten, jedoch immer noch signifikant höher als bei Patienten ohne Operation. Dieser Zusammenhang galt für .......... http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_News_Article_Medical?profileAOI=11&profileAOIName=Onkologie&articleItemId=0d4cd47bf42c06db7774b9ef338c2bbb

admin

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Lungenkrebs: Lungentumor entfernt, Stent eingesetzt
« Antwort #2 am: 19. Februar 2010, 03:09 »
Neuss: Lungentumor entfernt, Stent eingesetzt

Eingriff bei Lungenkrebs erstmals im Rhein-Kreis durchgeführt.


Neuss. Erfolgsmeldung aus dem Lukaskrankenhaus: Erstmals im Rhein-Kreis Neuss ist die Einengung eines großen Bronchus (Luftweg in der Lunge) durch einen Tumor wieder eröffnet und anschließend mit einem Stent versehen worden.

Der Lungenkrebs ist die häufigste zum Tode führende Krebserkrankung in Deutschland, so auch im Rhein-Kreis Neuss. Risikofaktor ist neben der Umweltverschmutzung auch das Rauchen, es erkranken aber auch viele Nichtraucher. Im Laufe der Erkrankung können unter Umständen immer weniger Teile der Lunge zum Atmen genutzt werden. Häufig ist dies durch eine Verengung der Luftwege durch den Tumor bedingt.

Diese Verengung wurde nun im Lukas durch einen Stent erweitert. Besonders die Anlage des Stents ist schwierig und wird nur von wenigen Experten in Deutschland durchgeführt. Im Lukaskrankenhaus ist seit Herbst mit Dr. André Hofmann ein solcher Spezialist tätig.

Der eingesetzte Stent besteht aus Metallmaschen und soll verhindern, dass die Luftwege nicht wieder von außen zugedrückt werden. Die eigentliche Wiedereröffnung des Bronchus erfolgt meist durch eine Kombination verschiedener Verfahren. So kann der Tumor mit Laserstrahlen verdampft oder durch Gefriertechniken bis minus 90 Grad eingefroren und dann entfernt werden. Beide Techniken stehen am Lukaskrankenhaus zur Verfügung. Wegen der weiter zunehmenden Zahl von Lungenerkrankungen wurde damit jetzt der einzige stationäre pneumologische (Lungenspezial-) Fachbereich im Rhein-Kreis Neuss etabliert.

Günstig hierfür sind die Schwerpunkte Onkologie und Endoskopie, bei denen es viele Überschneidungen mit der Lungenheilkunde gibt. So wurde jetzt ein ganzheitliches Konzept mit enger Verzahnung einer ambulanten Spezialsprechstunde für Bronchialkarzinome mit dem stationären Bereich, der Endoskopie und der Lungenchirurgie etabliert.