Autor Thema: Brustkrebs - ich doch nicht! Oder?  (Gelesen 6476 mal)

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Jutta

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Brustkrebs - ich doch nicht! Oder?
« am: 07. Oktober 2008, 18:39 »
Vorsorge

So senken Sie Ihr Brustkrebs-Risiko

Brustkrebs-Vorsorge: 5.000 Frauen in Österreich erkranken jährlich an Brustkrebs. Experten beantworten die wichtigsten Fragen zum Thema.

Brustkrebs ist die häufigste Tumor-Art bei Frauen: Allein in Österreich erkranken jährlich 5.000 daran. Mit anderen Worten: Jede achte bis neunte Frau wird hierzulande im Laufe ihres Lebens mit der Schreckensdiagnose konfrontiert. So weit die alarmierende Statistik.

Mehr Untersuchungen
„Was sich in den vergangenen Jahren aber deutlich gebessert hat, ist die Inanspruchnahme von entsprechenden Früherkennungsuntersuchungen wie etwa der Mammografie“, freut sich Doris Kiefhaber, Geschäftsführerin der Österreichischen Krebshilfe. Dass die Anzahl der durchgeführten Mammografien um etwa 25 Prozent gestiegen ist, könne als „schöner Erfolg“ für die jährliche Pink Ribbon Aktion gewertet werden, mit der auf das Thema „Brustkrebs“ aufmerksam gemacht werden soll. Die rosa Schleife („Pink Ribbon“) ist das internationale Symbol der Solidarität mit Brustkrebspatientinnen – und Ausdruck der Hoffnung auf Heilung.

Infos
Zum Auftakt des „Brustkrebsmonats Oktober“, stellten wir einem Experten-Team die wichtigsten Fragen zum aktuellen Thema:

Ist Brustkrebs heutzutage vermeidbar?
„Die Antwort darauf ist leider: Nein. Und deshalb ist es auch ein Thema, das alle Frauen betrifft“, erklärt Doris Kiefhaber. Die Häufigkeit der Erkrankung steigt mit zunehmendem Alter an und erreicht ein Maximum zwischen dem 55. und 75. Lebensjahr. Gynäkologe Paul Sevelda: „Man kann aber in den letzten Jahren auch bei jüngeren Frauen einen Anstieg der Erkrankungsrate feststellen.“

Was sind denn die größten Risikofaktoren?
Grundsätzlich wird das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, von Ernährungsfaktoren, hormonellen Faktoren und Erbfaktoren geprägt. „Das größte Erkrankungsrisiko weisen jene Frauen auf, in deren Familien Brustkrebs bereits aufgetreten ist“, so Experte Sevelda. Faktoren für ein gering erhöhtes Risiko sind etwa Kinderlosigkeit, fehlende Stilltätigkeit, geringe körperliche Aktivität, die kombinierte Hormonersatztherapie für Frauen im Wechsel (Östrogene und Gestagene) sowie Übergewicht.

Kann man mittels Gen-Tests klären, ob man gefährdet für Brustkrebs ist?
Man kann. Die Frage ist aber, ob dies sinnvoll ist: „Gen-Tests werden nur gemacht, wenn es die Krankengeschichte der Patientin erlaubt; also wenn zum Beispiel mehr als zwei Brustkrebserkrankungen in der Familie aufgetreten sind. Das ist bei etwa fünf Prozent aller Frauen der Fall“, informiert Paul Sevelda. Da die Analyse sehr aufwendig und die Finanzierung nicht geklärt ist, kann es bis zum Ergebnis oft Jahre dauern. Ist der Test positiv, so hat die Betroffene „ein 80%iges Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Dann kann man überlegen – wie dies in Amerika sehr häufig praktiziert wird – die Brüste prophylaktisch entfernen zu lassen“, erklärt Sevelda.

Was können Frauen selbst tun, um ihr Risiko zu senken?
Sehr viel. „Entscheidend sind ein gesunder Lebensstil und rechtzeitige Vorsorgeuntersuchungen“, meint Doris Kiefhaber. Erster Schritt: Werden Sie aktiv! „Egal, welche Sportart Sie bevorzugen: Nützen Sie jede Gelegenheit zu vernünftigem Ausgleichssport“, rät Paul Sevelda. Wichtig dabei sei die Regelmäßigkeit. Und: „Viele Frauen spüren dabei nicht nur ihren Körper wieder, sondern entdecken auch das Gefühl des Zeitnehmens für sich selbst. Auch Stress lässt sich am besten durch Bewegung in der freien Natur abbauen.

Gibt es eine Anti-Krebs-Diät?
Fest steht, dass gesunde Ernährung wesentlich zur Senkung des Krebsrisikos betragen kann. „Biologisches Obst und Gemüse erweist sich als besonders wertvoll: Den enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen kann eine positive Wirkung in der Krebsprävention ausgesprochen werden“, weiß Sevelda. Und: „Diese Stoffe sind auch für die Färbung der Lebensmittel verantwortlich. Essen Sie daher täglich rotes, gelbes und grünes Obst und Gemüse!“ Letzteres in Kombination mit Fisch und Salaten hält Sie zudem schlank. Sevelda: „Übergewicht wird für 20 Prozent aller Krebstodesfälle bei Frauen verantwortlich gemacht.“

In Diskussionen wird oft der Sinn von Früherkennungsuntersuchungen wie der Mammografie angezweifelt. Zu Recht?
Doris Kiefhaber: „Lassen Sie sich nicht verunsichern! In Österreich gibt es einen Konsens zwischen medizinischen Fachgruppen, der besagt, dass die Mammografie als Brustkrebsfrüherkennungsuntersuchung für Frauen ab 40 in einem Intervall von längstens zwei Jahren zu empfehlen ist. Dieser Empfehlung schließt sich die Krebshilfe an. Denn: Je früher Brustkrebs erkannt wird, umso höher sind die Heilungschancen.“

Ist die Strahlendosis bei der Mammografie gefährlich?
Die technische Entwicklung der Geräte wurde in den vergangenen Jahren immer besser. Sevelda: „Die modernen Geräte halten die Strahlenbelastung so gering, dass sie mit der eines Transatlantikflugs vergleichbar ist. Das Risiko, damit Brustkrebs zu verursachen, ist unmessbar klein geworden.“ Doris Kiefhaber ergänzt: „Verbesserungswürdig ist aber die Qualitätssicherung. Wir empfehlen daher jeder Frau, den Arzt zu fragen, wie viele Mammografien er pro Jahr befundet. Und achten Sie darauf, dass im Befund die sogenannten BIRADS-Kriterien angegeben sind.“ Ärzte mit einem Qualitätszertifikat finden Sie unter: www.krebshilfe.net

Kann die Mammografie eventuelle Brustkrebserkrankungen zu hundert Prozent feststellen?
Experte Sevelda: „Nein. Bei etwa zehn Prozent wird der Krebs nicht entdeckt. Etwa, wenn das Brustgewebe sehr dicht ist. Aber es ist nach wie vor die beste Früherkennungsmethode.“

Ersetzt sie das monatliche Abtasten der Brust?
Nein. „Denn jedes zweite Mammakarzinom wird immer noch von der Frau selbst entdeckt“, weiß Sevelda. Er rät daher, die Brust einmal im Monat – am besten nach der Regelblutung – unter der Dusche abzutasten und die Achselhöhlen zu untersuchen: „Warnsignale sind Knoten, einseitige Sekretion aus der Brustwarze, Größenveränderungen oder Ekzeme“, so der Mediziner. Diese Symptome können völlig harmlose Ursachen haben oder auf eine Krebserkrankung hinweisen. Eine weitere Abklärung ist wichtig: Sie kann Leben retten.

Kampf dem Brustkrebs: Alle Infos zum Thema auf madonna24.at

Autor: Kristin Pelzl-Scheruga (MADONNA)
« Letzte Änderung: 07. Oktober 2008, 18:39 von Jutta »

Evi

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Re: Brustkrebs - ich doch nicht! Oder?
« Antwort #1 am: 21. November 2008, 00:51 »
Ärzte Zeitung, 18.11.2008

Weniger Frauen im Südwesten sterben an Brustkrebs

STUTTGART (mm). Qualifizierte Vorsorgeprogramme und die frühzeitige Aufklärung zum Thema Brustkrebs scheinen Erfolge zu zeigen. "Erfreulicherweise verzeichnen wir einen stetigen Rückgang der Zahl behandelter Frauen.

Waren es 2005 noch 6910 und 6722 im Jahre 2006, mussten 2007 nur 6463 Frauen in stationäre Behandlung", sagte Baden-Württembergs AOK-Vorsitzender Dr. Rolf Hoberg. Mit 2092 Todesfällen im vergangenen Jahr ist Brustkrebs nach wie vor die häufigste Krebs-Todesursache bei Frauen in Baden-Württemberg.

Frauen sollten ......... http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/default.aspx?sid=521732

Jutta

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Brustkrebsvorsorge - Blinde ertasten bereits winzige Knoten in der Brust

(openPR) - Das Abtasten der weiblichen Brust gehört zu den Routineuntersuchungen in der Brustkrebsvorsorge. Per Hand sucht der Frauenarzt dabei das Gewebe auf Knoten ab. Um diese Untersuchung aber noch weiter zu verbessern, kam der Duisburger Gynäkologe Dr. med. Frank Hoffmann auf die Idee, Blinde diese Aufgabe als „Medizinische Tastuntersucherinnen“ (MTU) übernehmen zu lassen. „Üblicherweise finden Ärzte Knoten ab einem Durchmesser von etwa 10 Millimeter. Das sagen die Statistiken und das entspricht auch meiner persönlichen Erfahrung. MTU haben die Fähigkeit, sogar schon Knoten zwischen 4 und 6 Millimeter zu finden“, so Dr. Hoffmann im Interview mit dem Online-Gesundheitsmagazin www.rheinruhrmed.de.

Grund hierfür sei das gesteigerte Wahrnehmungsempfinden von Blinden über ihre Finger, mit denen sie ja z.B. auch die Blindenschrift entziffern können. Diese Fertigkeit lässt sich in der Brustvorsorge optimal nutzen. „Je kleiner der Tumor bei der Erstdiagnose ist, desto unwahrscheinlicher hat er bereits metastasiert und desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Heilung“, so Hoffmann im Interview. Wie Patientinnen auf die neue Diagnoseform reagieren, ob eine MTU die Mammographie ersetzen kann und wie eine Untersuchung durch die MTU genau abläuft, lesen Sie im ausführlichen Interview auf:
www.rheinruhrmed.de/interviews/blinde_ertasten_knoten_in_...

Edi

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Brustkrebs - Früherkennung
« Antwort #3 am: 12. Oktober 2010, 20:47 »
http://www.wdr.de/tv/servicezeit/gesundheit/sendungsbeitraege/2010/0920/01_frueherkennung_fallbespiele.jsp

Krebsfrüherkennung – zwei Fallbeispiele

Montag, 20. September 2010, 18.20 - 18.50 Uhr
 
Welche Risiken und Nebenwirkungen können die Vorsorgeuntersuchungen haben?

Wer an Angeboten zur Krebsfrüherkennung teilnimmt, glaubt in der Regel, vernünftig und verantwortlich mit seinem Körper umzugehen. Viele denken, wer nicht „vorsorgt“, ist selbst schuld, falls irgendwann eine Krebserkrankung auftritt. Früherkennung gilt in der öffentlichen Wahrnehmung vor allem als Möglichkeit, bei einem etwaigen Befund die Heilungschancen zu erhöhen.

Tatsächlich bringen solche Untersuchungen aber auch Risiken und Nebenwirkungen mit sich. Da werden beispielsweise Tumore oder Krebsvorstufen entdeckt, die zeitlebens keine Symptome bereitet hätten. Da werden aus Teilnehmern an einer Untersuchung, die sich bis dahin gesund und munter fühlten, plötzlich Krebspatienten. Oder es kommt zu Fehlalarmen, die eine starke psychische Belastung für die Betroffenen darstellen. Hauptvorwurf der Kritiker: Die Patienten werden vorab nicht ausreichend informiert über Nutzen, Aussagekraft und Risiken der Früherkennungsuntersuchungen.

Warten auf den Bescheid
 
Nervliche Zerreißprobe: die Zeit bis zum Untersuchungsergebnis
Als einer Kölnerin vor zwei Jahren die Aufforderung zum Mammografie-Screening ins Haus flatterte, sagte sie sich: „Kann ja nicht schaden, das mal machen zu lassen“ – und ging hin. Der Einladung war ein Flyer beigefügt, in dem es hieß, dass die Teilnehmerinnen innerhalb einer Woche mit einem Bescheid rechnen können. Als nach anderthalb Wochen immer noch keine Nachricht angekommen war, fragte sie nach. Man teilte ihr mit: „Sie müssen noch einmal wiederkommen. Der Brief mit dem neuen Termin geht noch heute raus.“

Viereinhalb Wochen nach dem ersten Screening fand die zweite Untersuchung statt. Endlose Wochen, in denen die betroffene Kölnerin in Angst und Schrecken lebte: „Es war ein Hamsterrad von Gedanken: Was mache ich, wenn ich jetzt die Diagnose Brustkrebs bekomme? Wie gehe ich damit um? Ich war völlig aufgelöst.“

Zum Glück ergab die zweite Untersuchung dann keinen Befund. Dennoch: Dass die Panik, in der sie mehrere Wochen leben musste, Narben hinterlassen hat, spürte die 53-Jährige erst kürzlich wieder, zwei Jahre nach dem ersten Screeningtermin.

Erneute Aufforderung

Als die erneute, turnusmässige Einladung zum nächsten Mammografie-Screening im Briefkasten lag, habe sie gemerkt, dass sie Stress bekam. Die ganzen Ängste von vor zwei Jahren stiegen in ihr wieder hoch. Dazu gehörten auch unangenehme Erinnerungen an die gesamte Untersuchungssituation, die hektische Atmosphäre, in der eine große Zahl von Frauen darauf wartete, aufgerufen zu werden. „Ich habe es wie Massenabfertigung empfunden“, schildert die Kölnerin die Situation.

Nach einiger Überlegung entschied sie sich schließlich gegen eine erneute Teilnahme an dem Programm und für einen anderen Weg. Alarmiert durch einen Brustkrebsfall in der Familie will sie zwar nicht auf Früherkennung verzichten, den Rahmen dafür aber selbst bestimmen. Demnächst wird sie bei ihrer Frauenärztin eine Ultraschalluntersuchung der Brust machen lassen. „Da kenne ich sofort das Ergebnis, und damit kann ich umgehen. Das ist für mich nicht so eine nervliche und seelische Belastung“, erklärt sie.

Ein PSA-Test und seine Folgen
 
Die Aussagekraft von PSA-Tests gilt als begrenzt
Wie schwierig es sein kann, mit den Ergebnissen einer Früherkennungsuntersuchung umzugehen, hat ein anderer Patient erfahren, der heute 59 Jahre alt ist. Vor zehn Jahren wurde er wegen einer Prostatavergrößerung behandelt. Anschließend ließ er auf Anraten seines Arztes regelmässig einen PSA-Test machen. Das bedeutet: Ist der Eiweißstoff PSA (Prostata-spezifisches Antigen) erhöht, kann dies auf einen Tumor hindeuten. Allerdings ist die Aussagekraft des Tests begrenzt, da der PSA-Wert aus vielerlei Gründen erhöht sein kann. In den meisten Fällen ist es kein Krebs.

Bei diesem Patienten aber wurden bei einer anschließenden Biopsie tatsächlich Krebszellen entdeckt. Von sechs Gewebeproben waren zwei befallen. Die Diagnose stürzte den betroffenen Patienten und seine Familie in eine Art seelischen Ausnahmezustand. Die beste Lösung wäre, sofort radikal zu operieren, lautete damals der Rat des Arztes. Andere Methoden standen nicht zur Debatte.

Informationen einholen
Statt gleich einzuwilligen, beschloss der Patient, sich erst einmal selbst zu informieren. Er wollte wissen, „was das überhaupt für ein Krebs ist, welche Aggressivität der hat, wie lange ich mit dem Krebs leben kann, und welche Möglichkeiten ich überhaupt habe?“

In einer Selbsthilfegruppe lernte er Leidensgenossen kennen, die schon eine Radikaloperation, Bestrahlungen oder andere Behandlungsmethoden hinter sich hatten, und von denen einige seither unter Inkontinenz und/oder Impotenz leiden.

Er erfuhr auch, dass Prostatakrebs in den meisten Fällen ein langsam wachsender Alterskrebs ist und Männer mit Prostatakrebs im Durchschnitt ähnlich alt werden wie Männer ohne Prostatakrebs. Nach allem, was er durch seine eigenen Recherchen herausgefunden hatte, beschloss er, sich nicht operieren zu lassen. Stattdessen entschied er sich für das sogenannte „watchful waiting“, also das „aktive Beobachten“ seiner Gesundheit, das er zumindest solange praktizieren will, bis gegebenenfalls erneut Symptome auftreten.

Gegen eine Empfehlung seines Arztes zu handeln, hat ihn viel Mut gekostet. Heute, vier Jahre später, fühlt er sich bestätigt. Gerade hat ihm ein sogenanntes zytologisches Gutachten bescheinigt, dass seine Krebszellen zur Kategorie der langsam wachsenden gehören und nicht zur aggressiven Spezies.

Autorin: Marion Schmidt

Links:

http://www.wdr.de/tv/servicezeit/gesundheit/sendungsbeitraege/2010/0920/01_frueherkennung_fallbespiele.jsp

Mammographie-Screening-Online
Wissenschaftlich fundierte Informationen der Universität Hamburg zur Mammografie
 
Früherkennung Prostatakrebs
Informationen und Studienergebnisse zum PSA-Test
Stand: 20.09.2010

Tanja

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Lebensstil mit großem Einfluss bei Brustkrebs in der Familie
« Antwort #4 am: 14. Oktober 2010, 22:44 »
Donnerstag, 14. Oktober 2010

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/43099/Lebensstil_mit_grossem_Einfluss_bei_Brustkrebs_in_der_Familie.htm

Lebensstil mit großem Einfluss bei Brustkrebs in der Familie

dpa

Rochester – Frauen mit Brustkrebs-Fällen in der Familie können durch ihren Lebensstil Einfluss auf die Erkrankungswahrscheinlichkeit nehmen. Besonders durch regelmäßige Bewegung, begrenzten Alkoholgenuss und ein gesundes Gewicht reduzieren die Frauen die Wahrscheinlichkeit für ein Mammakarzinom.

Das trifft auch auf Frauen ohne familiäre Disposition zu. Zu diesen Erkenntnissen kommen Wissenschaftler der Universität Rochester, deren Studie das Journal Breast Cancer Research (doi:10.1186/bcr2727) in seiner aktuellen Ausgabe publiziert.

Die Erst-Diagnose Brustkrebs betrifft in Deutschland jährlich fast 60.000 Frauen und ist damit die häufigste Tumorerkrankung der Frau. Etwa 15 Prozent aller postmenopausalen Frauen tragen eine genetische Prädisposition in sich und die Wahrscheinlichkeit, an dem Tumor zu erkranken, steigt laut Statistiken ab zwei Fällen in der direkten Verwandtschaft an.

Maßnahmen der Sekundärprävention beschränken sich laut den Autoren bisher auf rein medizinische Interventionen. So können zum Beispiel auf Wunsch der Patientin und bei entsprechender Indikation Eierstöcke oder Teile der Brust entfernt werden.

Doch die Hypothese der US-amerikanischen Wissenschaftler war, dass jene Frauen mit familiärer Belastung auch durch einen gesunden Lebensstil einer Neuerkrankung entgegen wirken könnten.

Daher analysierten die Forscher unter der Leitung von Robert Gramling die Daten der Women's Health Initiative Observational Study, die seit 1993 über 85.000 Frauen zwischen 50 und 79 Jahren mit Brustkrebs einschließt.

Sie beobachteten die Patientinnen in zwei Gruppen: mit und ohne familiärer Vorgeschichte. Zusätzlich erhoben sie Informationen zum Lebensstil mittels Befragungen über wöchentliche Stunden physischer Aktivität oder der Menge alkoholischer Getränke pro Tag.

Das Resultat ihrer Untersuchungen bestätigte ihre Vermutungen. Unter den genetisch disponierten Frauen mit gesundem Lebensstil war die Häufigkeit zu erkranken unter sechs Prozent, wohingegen sie bei Frauen mit weniger Sport und mehr Alkoholgenuss fast sieben Prozent erreichte.

Die Werte ähnelten sich in der Gruppe der familiär nicht vorbelasteten Patientinnen. Gramling hob hervor, dass die Studienergebnisse Frauen zu einem gesunderen Lebensstil ermutigen könnten. © hil/aerzteblatt.de

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/43099/Lebensstil_mit_grossem_Einfluss_bei_Brustkrebs_in_der_Familie.htm

zum Thema

    * Abstract der Studie
    * Women´s Health Initiative Observational Study


admin

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Brustkrebs - und Zigaretten
« Antwort #5 am: 15. Oktober 2010, 19:24 »
Nikotin könnte Brustkrebs-Faktor sein

09. Oktober 2010, 09:57

Taiwanesische Forscher stoßen in Tumoren auf übermäßig stark gebildete Untereinheit für Nikotin-Rezeptor

Berlin - Nach einer neuen Studie aus Taiwan erhärtet sich der Verdacht, dass Nikotin möglicherweise Brustkrebs verursachen kann. "Die Forscher haben entdeckt, dass in Brusttumoren im Übermaß eine bestimmte Untereinheit der Bindungsstelle für das Nikotin (Nikotin-Acetyl-Rezeptor) gebildet wird", erklärte der deutsche Wissenschafter Dieter Köhler. Die Überproduktion dieser Rezeptor-Untereinheit werde in fortgeschrittenen Krebsstadien dann offenbar noch gesteigert.

http://derstandard.at/1285200406030/Hypothese-Nikotin-koennte-Brustkrebs-Faktor-sein#forumstart

Gitti

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Brustkrebs - ich doch nicht! Oder?
« Antwort #6 am: 13. Februar 2011, 20:22 »

Villach, 03. Februar 2011

Brustkrebs-Screening soll bald österreichweit starten!

Jede 8. Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs.

2010 gab es in Österreich 5100 Brustkrebs-Neuerkrankungen! Davon waren 25% der Frauen jünger als 50 Jahre, 45% zwischen 50 und 69 Jahren, wobei das Risikoalter somit deutlich früher als mit 50 Jahren beginnt.

Unter diesem geplanten Screening-Programm stellen sich die Regierung sowie der Gesundheitsminister Dr. Alois Stöger ein flächendeckendes Brustkrebs-Screening nach dem Mindeststandard der EU nur für 50 bis 69-jährige Frauen und nur in 2-jährigen Abständen vor. Dazu will man die Frauen künftig mit einem Brief einladen.

 
Im Jahr 2011 befinden sich die österreichischen Frauen in einem Dilemma.
Derzeit hat Österreich das weltweit beste Konzept zur Früherkennung von Brustkrebs mit der jetzigen Untersuchungskombination von Mammographie, Ultraschall und Tastbefund.
Österreich blickt daher auch auf die weltweit niedrigste Rate von Brustamputationen und ebenso eine der niedrigsten Sterblichkeitsraten.

Das geplante Screening-Programm, welches nur alle zwei Jahre durchgeführt werden soll – nur  Mammographie ohne Tastbefund und ohne Ultraschall – würde einen massiven Rückschritt in der Brustkrebs- Früherkennung bedeuten!
 
Brustkrebs ist nur  heilbar, wenn er frühzeitig erkannt wird und auch Frauen unter
50 Jahren nicht ausschließt, da leider in dieser Altersgruppe die Frauen zu 25% an Brustkrebs erkranken.
Die fehlende Untersuchung in dieser Zeit  und eine viel zu spät erkannte Krebserkrankung trifft nicht nur die Frauen sondern viel schlimmer auch ihre Familie – im schlimmsten Fall unmündige Kinder.
Jeder Todesfall ist sinnlos und könnte mit Beibehalten unseres ausgezeichneten kombinierten Diagnosesystems in vielen Fällen verhindert werden!!

Auch das geplante Kontroll-Intervall von zwei Jahren ist viel zu lange, wie Statistiken eindrucksvoll beweisen!

Im Screening-Programm, das nur in einzelnen Zentren vorgesehen ist (für jedes Bundesland max. ein bis zwei Zentren) ist es auch nicht mehr möglich eine Mammographie bei einem Vertrauensarzt durchführen zu lassen – gleichzeitig wird die E-card für diese Untersuchung gesperrt. Führt dieser trotzdem eine Mammographie-Untersuchung durch, könnte es zu einer Klage kommen (ein Arzt in Deutschland wurde bereits deswegen verurteilt!).

Somit wird ein jahrelang bestehendes Vertrauen und der persönliche Kontakt zum Arzt unterbunden und die freie Arztwahl verboten! – Selbständige Frauen entmündigt!
Im Screening-Programm ist routinemäßig kein sofortiges persönliches Arztgespräch, kein Tastbefund und kein ergänzender Ultraschall vorgesehen!

Nachweislich sind jedoch 25% der Mamma-Karzinome ausschließlich im Ultraschall ersichtlich!!

Dieser Umstand erklärt auch die relativ schlechten Ergebnisse des mittlerweile in vielen Screening-Ländern bereits angezweifelten Mammographie-Screenings (z.B. Holland, Deutschland), mit deutlich höheren Sterblichkeitsraten als in Österreich!

Ebenso wird den Frauen eine bis zu 14-tägige Wartezeit auf den schriftlich zukommenden Befund zugemutet. Dies führt zu einer massiven Verunsicherung der Frauen, abgesehen von der seelischen Belastung in dieser Wartezeit.

Im Gegenzug muss jedoch die Frau damit rechnen, dass ca. 25% der Mamma-Karzinome BEI DIESER ART DER SCREENING-UNTERSUCHUNG EINFACH NICHT ENTDECKT WERDEN KÖNNEN – auch hier bereits mehrere Studien vorliegend – zB Dänemark.

Erst nach Erhalt eines Befundbriefes aus dem Screening Zentrum kann es zu einer nochmaligen Einberufung zu Nachfolgeuntersuchungen kommen, welche wieder mit einer eventuellen langen Anreise in das Screening-Zentrum verbunden ist. 

Wir Frauen glauben kaum, dass sich ein Mann diesen psychischen Stress vorstellen kann, zusätzlich gekoppelt mit einer deutlich schlechteren Erkennungsrate des Mamma-Karzinoms!

Abgesehen vom persönlichen Leid ist es der Politik anscheinend völlig egal, dass jedes zu spät erkannte Mamma-Karzinom auch zu hohen Nachfolgekosten führt und auch volkswirtschaftlich problematisch ist.

Allein das Zitat
„Das Mammographie-Screening dient der Volksgesundheit, nicht dem Individuum“
ist eine Verhöhnung aller Frauen.
(Deutsches Mammographie-Screening-Programm)

Daher plädieren wir massiv für das jetzige, bereits bestehende und flächendeckende –Vorsorgemodell zur Brustkrebs-Früherkennung in dem auch unter 50-Jährige selbstverständlich miterfasst werden, um die im geplanten Screening-Modell übersehenen  Mamma-Karzinome früher erfassen zu können. Das bedeutet für Österreich  nach Experteneinschätzung über 700 betroffene Frauen pro Jahr! 

Wir plädieren weiterhin für Kontrollen in jährlichen Abständen ab dem 40. Lebensjahr, da nur ein rechtzeitig bzw. früh erkanntes Mamma-Karzinom ausgeheilt werden kann – meist nicht mehr wenn man es bereits getastet werden kann!

Wir sind für die freie Arztwahl, für das Gespräch mit unserem Vertrauensarzt der auch einen Tastbefund und den äußerst notwendigen Ultraschall durchführt!

Wir sind für die sofortige und persönliche Mitteilung des Befundes und nicht für eine Verschleppung der Diagnose und nicht für eine Verunsicherung der Frau über 14 Tage mit eventuell neuerlicher Einberufung zu weiteren ergänzenden Untersuchungen.

Wir plädieren weiterhin für die bestens bewährte Einbeziehung der zuweisenden Ärzte (Gynäkologen, Allgemein Mediziner, Internisten, etc.)!

WIR SIND FÜR DAS BEREITS PRAKTIZIERTE, TIROLER  SCREENING MODELL, dass seit einigen Jahren erfolgreichst funktioniert und mit besten Überlebensstatistiken und Mamma-Karzinom-Erkennungszahlen bereits bekannt ist.

Wir sind auch dafür, dass über eine zentrale Stelle Einladungen zur jährlichen Mammographie zwischen dem 40. und 70. Lebensjahr beim Arzt des Vertrauens erfolgen sollte.

Wir sind weiterhin für die bereits bestehende Qualitätssicherung wie auch zentral-statistische Erfassung der Ergebnisse.

Wir wollen nicht dem schlechten Beispiel Dänemarks folgen indem es durch das verordnete Screening-Programm zu einer deutlich erhöhten Sterblichkeitsrate an Brustkrebs gekommen ist.

Wir Frauen sind keine Versuchskaninchen!

Bitte setzen Sie sich für das jetzt bestehende weltweit  bestens bewährte Brustkrebsvorsorgeprogramm in Österreich ein, für alle Frauen zwischen dem 40. und
70. Lebensjahr!


Dr. Helga REITERER
Dr. Christine SEBER

FA f. RADIOLOGIE
Postgasse 6
9500 Villach
Tel: 04242 26 791
Fax: 04242 23 80 90
E-Mail: dr.reiterer@medway.at



Bitte um Weiterleitung dieses Briefes an
alle die dies mit uns verhindern möchten!


PS: Von uns bereits erfolgte Kontaktaufnahme mit vielen prominenten Frauen aus Gesundheit und Wirtschaft, Frauenreferate, Krebshilfen, Presse und Frauenzeitungen...

 
Rückmeldungen unbedingt erwünscht!

admin

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Brustkrebs: Mammografie oder Ultraschall – was ist besser?
« Antwort #7 am: 29. Dezember 2012, 22:24 »


Mammografie oder Ultraschall – was ist besser?

    Mammografie ist die am meisten genutzte Diagnostik bei Brustkrebs.


Die beiden gängigen Methoden zur Früherkennung von Brustkrebs, Mammografie und Ultraschall, haben viele Vor- aber auch Nachteile. Daneben gibt es jetzt zusätzlich eine strahlungsfreie Neuentwicklung zur Brustuntersuchung, die Elastographie.

Geht es um Früherkennung von Brustkrebs, ist Mammografie die am meisten angewandte Diagnosetechnik. Dabei handelt es sich um ein bildgebendes Verfahren, das mit Röntgenstrahlen arbeitet. „Die Vorteile sind, dass es sich dabei um eine objektive, reproduzierbare Methode handelt, die bei guten Bedingungen, also geringer Gewebedichte, bereits Tumoren ab etwa fünf  Millimetern erkennen kann“, sagt Matthias Böheim, Facharzt für diagnostische Radiologie in München. Das bedeutet, der Krebs ist noch sehr klein und die Heilungschancen sind meist entsprechend groß. Und die Dichte des Brustgewebes ist in der Regel altersabhängig. Je älter eine Frau wird, desto weniger dicht ist das Brustgewebe und desto besser greift die Mammografie. Ein weiterer Vorteil der Mammografie: Sie kann besonders gut Frühformen des Milchgangkrebs  identifizieren.
Strahlenbelastung bei der Mammografie

Gerne geht jedoch wohl kaum eine Frau zu dieser Untersuchung. Da ist zum einen das unangenehme Quetschen der Brust, wenn die Brust zwischen Objekttisch und einer Plexiglasplatte zusammengedrückt wird, damit mit möglichst wenig Strahlenbelastung das gesamte Gewebe durchleuchtet werden kann. „Das ist tatsächlich in einzelnen Fällen schmerzhaft, aber nicht gesundheitsschädlich und dient sowohl der Verbesserung der Bildqualität als auch der Reduktion der Strahlenbelastung“, sagt der Experte. Zum anderen verunsichert Frauen die Strahlenbelastung beim Röntgen der Brust. Immerhin sieht das in Deutschland gängige Screening zur Früherkennung von Brustkrebs eine Mammografie für alle Frauen zwischen 50 bis 69 im Abstand von zwei Jahren vor. Dabei könnte im Laufe der Zeit eine bedenkliche Strahlenbelastung entstehen. Diese Gefahr besteht bei den modernen Geräten jedoch in der Regel nicht. Bei einer Mammografie beträgt hier die mittlere Strahlendosis 0,5 Milli-Sievert. Zum Vergleich: Die Menge natürlicher Strahlung, der jeder Mensch auf der Erde ausgesetzt ist, wird pro Jahr mit etwa zwei Milli-Sievert angegeben. Mammografie alle zwei Jahre ist also eher unbedenklich.
Vor allem für jüngere Frauen riskant

Allerdings spielt beim Thema Strahlenbelastung wieder die Gewebeform eine Rolle. „Bei älteren Frauen handelt es sich eher um ruhendes Gewebe das für die Strahlung unempfänglicher ist. Das zellteilungsaktive Gewebe von jungen Frauen ist hier empfindlicher“, erklärt Dr. Böheim. Es ist also ein Unterschied, ob eine Frau mit 20 oder 60 Jahren mammografiert wird. Nur in Ausnahmefälle raten Ärzte deshalb jungen Frauen zur Mammografie. Denn die Strahlenbelastung kann für diese Altersgruppe problematischer sein. Zusätzlich erschwert die Dichte des Brustgewebes die Diagnose mit dieser Methode. Das Für und Wider muss daher im Einzelfall gründlich abgewogen werden.
Ultraschall ergänzt Mammografie

Für junge Frauen, aber auch wenn der Befund bei einer älteren Frau zweifelhaft ist, wird Ultraschall (Sonografie) eingesetzt. Seine Vorteile: Er belastet nicht durch Strahlung und tut nicht weh. „Mit Ultraschall lassen sich besonders gut Tumoren erkennen, die vom Drüsengewebe ausgehen und Knoten aufspüren“, sagt der Facharzt und ergänzt: „Bei der Diagnose von  Frühformen des Milchgangkrebses stößt die Sonografie jedoch an ihre Grenzen.“ Der Ultraschall wird deshalb vor allem als Ergänzung zur Mammografie genutzt.
Elastographie spürt Verhärtungen im Gewebe auf

Seit kurzem steht noch eine zusätzliche Methode zur Verfügung, die so genannte Elastographie. Viele Kliniken und Praxen bieten sie bereits an. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung der Sonografie. „Genaugenommen ist das ein Ultraschallgerät mit einer Sonderfunktion, die Verhärtungen im Gewebe aufspürt - wie beim Abtasten der Brust, aber genauer “, erklärt Dr. Böheim. Tumorgewebe ist oftmals derber, härter und unelastischer als gesundes. Elastographie macht diese visko-elastischen Eigenschaften des Gewebes sichtbar. Ersetzen kann diese neue Diagnosetechnik die Mammografie jedoch nicht. Allerdings bedeutet sie einen wichtigen Schritt in Richtung sanfter, strahlungsfreier Früherkennung von Brustkrebs.

Autor: Monika Preuk / Lifeline
Letzte Aktualisierung: 12. Dezember 2012

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