Autor Thema: Pharmariese Pfizer stoppt Entwicklung vieler Medikamente  (Gelesen 4348 mal)

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Josef

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Pharmariese Pfizer stoppt Entwicklung vieler Medikamente

Wien 30.09.2008

Der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer stoppt laut Medienberichten weitgehend die Entwicklung neuer Medikamente in bisherigen Kernbereichen wie der Sparte Herzkrankheiten. Im Rahmen des Strategiewechsels steige Pfizer auch aus der Erforschung neuer Behandlungsmethoden bei Knochenkrankheiten und Übergewicht aus, berichtete unter anderem das "Wall Street Journal". Der US-Konzern wolle sich auf noch profitablere Bereiche wie die Krebs-Therapie konzentrieren.

Der Schwenk sei Teil des milliardenschweren Sparprogramms von Pfizer, dem wie bereits angekündigt mehr als 10.000 Stellen zum Opfer fallen. Pfizer kämpft wie die meisten größeren Pharmaunternehmen mit der zunehmenden Konkurrenz durch Hersteller von Nachahmermedikamenten nach dem Ablauf von Patenten. Die Erforschung neuer Medikamente verschlingt viel Geld und muss immer wieder Rückschlägen verkraften. In die vom geplanten Entwicklungsstopp betroffenen Sparten fällt auch der Pfizer-Verkaufsschlager Lipitor, ein Blutfettsenker.
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Josef

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Pharmakonzern Novartis schließt Forschungsstätten in Wien
« Antwort #1 am: 09. Oktober 2008, 20:23 »
Schließung der Novartis Forschungsstätten in Wien!

Wien, 18. April 2008

Novartis hat heute bekanntgegeben, dass mit dem Betriebsrat in
Wien eine Einigung über einen umfangreichen Sozialplan für die von der Schließung des
Wiener Novartis Forschungsinstituts betroffenen MitarbeiterInnen erzielt wurde.

Novartis beschäftigt in Österreich in sechs
operativen Gesellschaften mehr als 3.000 MitarbeiterInnen und betreibt bei der Sandoz
GmbH in Tirol zwei wichtige Forschungs- und Produktionsstandorte in Kundl und
Schaftenau.

Schließung des Standortes ist Teil einer konzernweiten Initiative
Im Oktober 2007 hat Novartis eine konzernweite Initiative ins Leben gerufen, um den
wirtschaftlichen und strategischen Herausforderungen, mit denen die Pharma-Industrie
konfrontiert ist, begegnen zu können. Als Teil dieser Initiative fassten die Novartis Institutes
for BioMedical Research (NIBR) den Entschluss, die Forschungsaktivitäten des Bereichs
Autoimmunerkrankungen im schweizerischen Basel – einem der beiden großen
Forschungszentren von NIBR – zu bündeln und auszubauen.

Im Dezember wurde
bekanntgegeben, dass die Autoimmun- und Transplantationsexpertise von NIBR Wien in
die Baseler Forschungsabteilung integriert und das Forschungsinstitut in Wien geschlossen
wird. Einer bedeutenden Anzahl von Autoimmun-Forschern in Wien wurde angeboten,
nach Basel in diese neue Einheit zu wechseln, zusätzlich zu jenen Forschern, die in der neuen
Einheit für Topische Dermatologie in Wien verbleiben.

Als Teil dieser Initiative wurde auch
bekanntgegeben, dass die Forschung im Bereich Herz-Kreislauf-Erkrankungen in die USA
verlagert und das Forschungsinstitut im japanischen Tsukuba geschlossen wird.
« Letzte Änderung: 09. Oktober 2008, 20:24 von Josef »
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
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Re: Pharmariese Pfizer stoppt Entwicklung vieler Medikamente
« Antwort #2 am: 26. Oktober 2008, 01:20 »
Pfizer setzt auf Spezialisierung - 'Viele Gebiete sind ausgeforscht'

Der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer PFE.NYS> sieht nach den Worten von Europa-Chef Pedro Lichtinger im Bereich Kardiologie im Moment keine nennenswerte Möglichkeit mehr für eine "Sprunginnovation". In der Bekämpfung des Krebs', von Alzheimer und bei der Schmerzbehandlung hingegen schon, sagte Lichtinger der "Welt" (Montagausgabe). Pfizer hatte Ende September einen Strategiewechsel verkündet: Der Pharmakonzern schränkt die teure Entwicklung neuer Medikamente in bisherigen Kernbereichen ein und will sich bei der Entwicklung neuer Arzneimittel auf profitablere Bereiche wie die Krebs- und Schmerz-Therapie sowie Alzheimer und Diabetes konzentrieren.

Alleine im Bereich Onkologie habe Pfizer 22 neue Wirkstoffe in der Forschung und Entwicklung. "Wir fangen also nicht neu an, sondern können auf das, was schon da ist, aufbauen." Viele Therapiegebiete seien derzeit ausgeforscht. Große Innovationssprünge sind hier nicht mehr zu erreichen, so der Pharmamanager. Auch in Zukunft werde es so genannte Blockbuster, also Medikamente mit einem jährlichen Spitzenumsatz von 1 Milliarde Dollar und mehr geben. "Was wir aber meiner Meinung nach nicht mehr erleben werden, sind Kassenschlager wie Pfizer sie derzeit hat." Sein Blutfettsenker Lipitor erreichte 2007 einen Umsatz von fast 13 Milliarden Dollar und war damit das meistverkaufte Medikament weltweit.

Der Finanzkrise .......... http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:Pfizer-setzt-auf-Spezialisierung-Viele-Gebiete-sind-ausgeforscht/428224.html