Autor Thema: Sterbehilfe International  (Gelesen 23335 mal)

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hilde

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Sterbehilfe International
« am: 13. Oktober 2008, 23:50 »

Sterbehilfe: Depressionen und Ängste motivieren Todeswunsch

Portland – Jeder vierte Patient, der in Oregon um eine Sterbehilfe nachsucht, leidet unter Depressionen, die medizinisch behandelt einen Sterbewunsch unter Umständen vermieden hätten. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine Studie im britischen Ärzteblatt (BMJ 2008; 337: a1682).

Im Jahr 1997 trat im US-Staat Oregon das Death with Dignity Act in Kraft. Es erlaubt dem behandelnden Arzt, einem terminal kranken Patienten mit Sterbewunsch die letale Dosis eines Medikaments – in der Regel ein kurz wirksames Barbiturat – zu verschreiben, mit dem der Patienten selbst seinem Leben ein Ende setzen kann.

Die passive Sterbehilfe ist zwar an bestimmte Voraussetzungen gebunden. So muss der Patient die Tragweite seiner Entscheidung verstehen, und die zu erwartende Lebenserwartung darf nicht länger als sechs Monate betragen. Und eine psychologische oder psychiatrische Begutachtung wird für den Fall gefordert, dass der verordnende Arzt eine psychiatrische Erkrankung, etwa eine Depression oder Angststörung, vermutet.

Von dieser Möglichkeit wird aber sehr selten Gebrauch gemacht, beklagen Linda Ganzini und Mitarbeiter der Oregon Health and Science University in Portland, die 58 Patienten mit Sterbewunsch untersuchten. Es handelte sich um Patienten mit terminaler Krebserkrankung oder einer amyotrophen Lateralsklerose.

Bei 15 Patienten (26 Prozent) diagnostizierten die Psychiater eine Depression, bei weiteren 13 Patienten (22 Prozent) lag eine Angststörung vor, die ebenfalls die Motivation zur Sterbehilfe beeinflusst haben könnte. Allen Patienten wurde in der Studie eine psychiatrische Betreuung angeboten.

Zum Zeitpunkt der Studie waren 42 von 58 Patienten gestorben, bei 18 wurde Sterbehilfe geleistet. Unter diesen Patienten befanden sich auch drei Patienten mit einer Depression. Diese hatten trotz Überweisung an einen Psychiater den Weg des Freitods gewählt.

Ganzini glaubt, dass der Anteil der Menschen mit therapierbaren Depressionen unter den Sterbehilfe-Suchenden in Wirklichkeit noch höher sein könnte, als ihre Untersuchung ergeben hat. Sie fordert deshalb ein rigoroses Screening aller Patienten.

Demgegenüber ist für Marije van der Lee vom Helen Dowling Instituut in Utrecht (für Pychoonkologie) eine Depression des Patienten an sich kein Hinderungsgrund für eine Sterbehilfe. Ihrer Ansicht nach beeinträchtigt eine Depression nicht notwendigerweise das Urteilsvermögen der Patienten, das für die niederländische Forscherin das wichtigste Kriterium ist (BMJ 2008; 337: a1558).

Geri

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Sterbehilfe, auch wenn ...........
« Antwort #1 am: 05. November 2008, 08:49 »
Sterbehilfe: Immer mehr nicht tödlich Kranke nutzen Angebote

Dienstag, 4. November 2008

Zürich – Viele Menschen, die das Angebot zur Sterbehilfe in Anspruch nehmen, sind nicht tödlich krank. Das berichtet eine Arbeitsgruppe der Universität Zürich und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Dabei lassen sich nach einem am Dienstag in Zürich veröffentlichten Forschungsbericht fast doppelt so viele Frauen wie Männer von den Sterbehilfeorganisationen Exit Deutsche Schweiz und Dignitas in den Tod begleiten.

Zu diesen Ergebnissen kommt ein vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstütztes Forschungsprojekt, das erstmals die Praktiken der beiden Organisationen untersucht und vergleicht. Die Studie dokumentiert auch, dass sowohl Dignitas als auch Exit in einzelnen Fällen bei psychisch Kranken Suizidbeihilfe geleistet haben. Dies gilt unter Experten als umstritten, weil nur urteilsfähigen Personen Beihilfe geleistet werden darf.

Die Studie ........... http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=34257
« Letzte Änderung: 05. November 2008, 08:49 von Geri »

Richi

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Re: Sterbehilfe International
« Antwort #2 am: 15. November 2008, 12:11 »

Diskussion um Sterbehilfe in den Niederlanden

Freitag, 14. November 2008

Den Haag –  In den Niederlanden gibt es eine Diskussion um die Rolle von Ärzten bei Sterbehilfe. Der Ärzteverband KNMG wies laut Medienberichten vom Freitag einen Aufruf zu disziplinarischer Verfolgung von Medizinern zurück, die Anträgen von Patienten zur Sterbehilfe nicht folgen wollen.

„Für die Ausführung von Euthanasie besteht keine gesetzliche Pflicht“, betonte der Verband demnach. Mit der Regelung vom April 2002 habe der Gesetzgeber Ärzten gerade den Freiraum für Gewissensentscheidungen einräumen wollen.

Der Ärzteverband reagierte damit auf

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=34394



Gitti

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Sterbehilfe Italien
« Antwort #3 am: 17. November 2008, 21:39 »
Italiens Politiker fordern Gesetz zur Sterbehilfe

Montag, 17. November 2008

Rom – Nach dem spektakulären Wachkoma-Urteil wird in Italien der Ruf nach einer rechtlichen Regelung für Sterbehilfe und Patientenverfügungen lauter. Justizminister Angelino Alfano verlangte laut der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“ vom Samstag, das Parlament müsse die Gesetzeslücke schließen.
Maurizio Gasparri, Fraktionsvorsitzender des Regierungsbündnisses „Volk der Freiheit“ im Senat, sagte im Blick auf die Wachkoma-Patientin Eluana Englaro, deren Tragödie dürfe nicht „das Schicksal aller Eluanas in unserem Land bestimmen“. Auch Politiker der Opposition schlossen sich der Forderung nach einer Gesetzesinitiative an. Am Donnerstag hatte das römische Kassationsgericht ein Urteil gebilligt, das den Abbruch der künstlichen Ernährung bei der bewusstlosen 37-Jährigen erlaubt.

Unterdessen bereiten
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=34412
« Letzte Änderung: 17. November 2008, 21:39 von Gitti »

Richi

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Sterbehilfe Deutschland- was meinen die Ärzte?
« Antwort #4 am: 26. November 2008, 14:41 »

Nachgefragt - Können Ärzte wirklich nicht zwischen „sterben lassen“ und „töten“ unterscheiden?

Im Deutschen Ärzteblatt unter ärzteblatt.de v. 24.11.08 findet sich ein Hinweis darauf, dass überraschend viele Ärzte für Sterbehilfe seien. Dies habe eine anonyme Umfrage von SPIEGEL ergeben und die Deutsche Hospizstiftung hat an dieser Umfrage deutliche Kritik geübt dergestalt, als dass sie zeige, „wie wenig sattelfest Ärzte sowohl in ethischen als auch medizinischen Fragen sind“.

„Es sei nicht verwunderlich, dass Ärzte dem Leiden der Betroffenen hilflos gegenüberstünden, „wenn nur vier Prozent der über 810.000 Sterbenden in Deutschland in den letzten zwölf Monaten ihres Lebens eine professionelle palliative und hospizliche Begleitung erhalten“, erklärte der Vorstand der Stiftung, Eugen Brysch. Hinzu komme, dass viele Ärzte zwischen „sterben lassen“ und „töten“ nicht unterscheiden könnten“.

Im Ergebnis fordert die Deutsche Hospizstiftung neben dem Ausbau der palliativen und hospizlichen Versorgung zugleich auch ethische Fortbildungen für die Ärzteschaft.

Diese Kritik der Deutschen Hospizstiftung ist nicht nur überzogen, sondern in Teilen auch höchst problematisch. Die anonyme Umfrage zeigt vielmehr auf, dass offensichtlich ein Teil der Ärzte eine abweichende „ethische Auffassung“ vertritt, die es zu respektieren gilt. Fortbildungen werden an dieser „Gewissensentscheidung“ der befragten Ärzte wohl kaum etwas ändern, mal ganz davon abgesehen, dass es im Wertediskurs nicht darauf ankommt, im Rahmen der geforderten Fortbildungsveranstaltungen die Ärzteschaft auf einen vermeintlichen ethischen Grundkonsens zu verpflichten. Durchaus unverschämt ist allerdings der Hinweis der Deutschen Hospizstiftung, wonach viele Ärzte nicht zwischen „sterben lassen“ und „töten“ differenzieren können. Dieser pauschale Vorwurf entbehrt jeglicher sachlichen Grundlage und dient allenfalls dazu, weitere Ängste bei den Patienten zu schüren.


Auch die Deutsche Hospizstiftung neigt offensichtlich der Auffassung zu, dass die Debatte um die Sterbehilfe untrennbar mit der palliativen und hospizlichen Begleitung verbunden ist. Dem ist mitnichten so, da der beharrlich behauptete Widerspruch zwischen Palliativmedizin und Sterbebegleitung (ggf. auch unter Einbeziehung der ärztlichen Assistenz bei einem frei verantwortlichen Suizid) nicht (!) besteht. Dieser Widersprich wird m.E. insbesondere nur deshalb gebetsmühlenartig behauptet, weil hierdurch von den verfassungsrechtlichen Kernfragen – wenn diese denn überhaupt debattiert werden – abgelenkt werden soll: namentlich der Reichweite des Selbstbestimmungsrechts!

Beredte Beispiele hierfür finden sich zuhauf in der Literatur, in der nicht selten der These das Wort geredet wird, dass die „Patientenverfügung den Hospizgedanken zerstöre“. Dies ist schlicht Unfug und diese Fehleinschätzung wird auch nicht dadurch gehaltvoller, wenn und soweit 30 Millionen jährlich dafür aufgewendet werden, um die Ärzteschaft auf eine angenehme, weil nach Auffassung bestimmter Oberethiker sittlich und moralisch gebotener Standesethik in Fortbildungsveranstaltungen einschwören zu können. Die Gewissensentscheidung ist und bleibt zuvörderst ein höchst individuelle Entscheidung, die zu respektieren gilt, zumal über den angemessenen ethischen Weg in unserer Gesellschaft mit Blick auf das selbstbestimmte Sterben derzeit noch lebhaft gestritten wird. Es streiten nämlich durchaus gute Gründe dafür, dass in bestimmten Situationen auch die ärztliche Assistenz beim freiverantwortlichen Suizid ein Ausdruck höchster Humanität sein kann, ohne hier gleich vor den Gefahren einer schleichenden Euthanasie warnen zu müssen.

Lutz Barth

IQB - Lutz Barth
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Das Internetportal rund um das Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht. Wir möchten mit unserer Webpräsenz einen Beitrag nicht nur zum Recht leisten, sondern auch gelegentlich kritisch zu den Themen unserer Zeit Position beziehen. Es geht nicht immer um die "ganz herrschende Meinung und Lehre", denn auch diese ist weitestgehend eine Illusion und Ausdruck verschiedenster Interessen - auch und gerade im Recht!

Richi

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D. Ärztekammer strikte gegen Sterbehilfe
« Antwort #5 am: 26. November 2008, 14:42 »
Beihilfe zum Suizid? Die Bundesärztekammer bleibt bei ihrer strikten Ablehnung

Unbeeindruckt von aktuellen Umfragen bleibt die Bundesärztekammer bei ihrer strikten Ablehnung der ärztlichen Assistenz zum freiverantwortlichen Suizid des Patienten, obgleich dies doch zumindest eine ethisch vertretbare Option sein kann. Es ist kein Geheimnis, dass sich hier die BÄK in bester Gesellschaft mit den beiden großen verfassten Amtskirchen befindet und diese sich gerade in der letzten Woche zu einem Spitzengespräch zusammengefunden haben, um nochmals die ethischen Grundpfeiler zu benennen.

Die aktuelle Umfrage deutet nach diesseitiger Auffassung jedenfalls darauf hin, dass die BÄK gut beraten wäre, zumindest für eine ethische Diskussion in den eigenen Reihen Sorge zu tragen. Es entsteht mehr denn je der Eindruck, dass die ethische Grundhaltung der BÄK in dieser Frage „(zwangs-)verordnet“ wird und so gleichsam die Ärzteschaft sich dem ethischen Willen der BÄK zu „beugen“ hat. Auch wenn die BÄK sich auf den ehrwürdigen Hippokrates berufen kann, so scheint doch absehbar, dass dieser Geist sich angesichts der ethischen Probleme der modernen Gegenwart sich zunehmend verflüchtigt hat und zumindest die ärztliche Assistenz bei einem freiverantwortlichen Suizid eine ethische Option ist, die durchaus diskutabel erscheint. Nur – diskutieren sollte man/frau hierüber und nicht qua „Kammergewalt“ von oben nach unten eine ethische Grund- und Werthaltung (ggf. unter Ankündigung standesrechtlicher Sanktionen) verordnen.


Es bleibt sicherlich der BÄK unbenommen, sich zu Spitzengesprächen mit Kirchenvertretern zusammenzufinden – problematisch erscheint es aber, wenn in den eigenen Reihen eine aufrichtige Debatte vermieden wird und zugleich ein ethischer Kosens mit den Kirchen hergestellt wird, obgleich die von den Kammern vertretene Ärzteschaft offensichtlich in Teilen eine andere ethische Auffassung vertritt.

Hier wird in erster Linie das Gespräch mit den eigenen Berufsangehörigen zu führen sein! Warum dies nicht mit allerletzter Konsequenz erfolgt, bleibt ein (leicht lösbares?) Rätsel. Vielleicht hegen die BÄK und die Vorstände in den einzelnen Landesärztekammern die Befürchtung, dass das skizzierte Selbstbildnis des auf Hippokrates verpflichteten Arztes nicht mehr in der Frage der Sterbehilfe konsensfähig ist.

Aber immerhin – nun kommt ein wenig mehr Bewegung in die Debatte und wir alle dürfen gespannt sein, wie die Basis der Ärzteschaft reagieren wird.

Lutz Barth

Tanja

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Sterbehilfe bleibt in Frankreich verboten
« Antwort #6 am: 03. Dezember 2008, 00:37 »

Sterbehilfe bleibt in Frankreich verboten
Dienstag, 2. Dezember 2008

Paris – Frankreich bleibt beim Verbot der Sterbehilfe: Ein Parlamentsausschuss befand am Dienstag, dass Ärzte einem unheilbar Kranken auch weiterhin nicht beim Sterben helfen dürfen. Allerdings gebe es in Frankreich Defizite bei der lindernden Behandlung von Todkranken, der Palliativmedizin, erklärte der konservative Abgeordnete Jean Leonetti, der den Ausschuss geleitet hatte. „Man stirbt in Frankreich noch sehr schlecht.“ Regierungschef François Fillon griff den Vorschlag des Ausschusses auf, für die Betreuung todkranker Angehöriger bis zu zwei Wochen bezahlten Urlaub einzuführen.

Die Abgeordneten hatten http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=34619

Geri

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Parlament Luxemburgs stimmt für Sterbehilfe
« Antwort #7 am: 02. Januar 2009, 17:45 »

Parlament Luxemburgs stimmt für Sterbehilfe

Am 18. Dezember 2008 hat das Parlament in Luxemburg mehrheitlich einem Gesetz zur Legalisierung der aktiven Sterbehilfe zugestimmt. Ob das Gesetz in Kraft tritt ist noch unklar.

"Nach einer ganztägigen und emotionalen Debatte stimmten 31 der 60 Abgeordneten für das Gesetz. 26 Abgeordnete, die zumeist der christlich-sozialen Regierungspartei CSV angehören, stimmten dagegen, drei enthielten sich", berichten die Salzburger Nachrichten.

Dem voraus ist eine Rede von Papst Benedikt gegangen in der er mitteilte, dass "es dem luxemburgischen Volk auch weiterhin am Herzen liegt, die Größe und Unverletzlichkeit des menschlichen Lebens zu betonen".

Diese Einmischung wies Luxemburgs Regierungschef Jean-Claude Juncker zurück: "Ich akzeptiere keine Einmischung des Vatikans, aber ich akzeptiere, wenn die Kirche oder die Glaubenskongregation sich äußert."

Wie geht es weiter?

http://www.bizeps.or.at/news.php?nr=9356


Gitti

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Re: Sterbehilfe Belgien
« Antwort #8 am: 15. März 2009, 16:55 »
Montag, 2. März 2009

Ausland Mehr Sterbehilfeverfügungen in Belgien

Brüssel – Immer mehr Belgier lassen laut Medienberichten eine Sterbehilfeverfügung eintragen. Allein in diesem Jahr hätten bereits rund 1.100 Bürger des Landes bei den Gemeinden den Wunsch registrieren lassen, im Fall eines irreversiblen Komas aktive Sterbehilfe zu erhalten. Das seien rund 25 Sterbehilfeverfügungen pro Tag.

Seit der Einführung der Verfügungen am 1. September 2008 hätten mehr als 4.500 Belgier eine solche Verfügung im Rathaus registrieren lassen, heißt es in den Berichten unter Berufung auf den nationalen Gesundheitsdienst. Das Dokument ist fünf Jahre gültig.

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=35618

Geri

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Sterbehilfe in Washington
« Antwort #9 am: 18. März 2009, 19:50 »
US-Bundesstaat Washington legalisiert Sterbehilfe

Washington – Als zweiter US-Bundesstaat wird Washington am Donnerstag eine Form der Sterbehilfe legalisieren. Das nun in Kraft tretende Gesetz „Tod mit Würde“ erlaubt Ärzten künftig, unheilbar kranken Patienten mit einer Lebenserwartung von weniger als sechs Monaten tödliche Substanzen zu verschreiben.

Bei einem Referendum im vergangenen November hatte die Mehrheit der Wähler dafür gestimmt. Ein Grundsatzurteil des Obersten Gerichtshofes hatte 2006 den Weg dafür freigemacht. 

Befürworter der Sterbehilfe in Washington argumentierten im Vorfeld, das Gesetz gestatte keine Euthanasie. Ärzten bleibe es untersagt, die tödlichen Dosen selbst zu verabreichen. Zudem dürften Mediziner, die mit dem Gesetz nicht einverstanden seien, eine Rezeptausgabe ablehnen.

weiter: .........http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=35661

Tanja

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Re: Sterbehilfe Schweiz
« Antwort #10 am: 19. März 2009, 12:32 »
Sterbehilfe in der Schweiz: Regierung erwägt strengere Auflagen

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=35277

Davos – Die Schweizer Bundesregierung erwägt strengere Auflagen für Sterbehilfeorganisationen. Organisationen wie „Exit“ oder „Dignitas“ sollten zwar weiter möglich bleiben, sagte die für Justiz zuständige Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf nach Schweizer Medienberichten am Wochenende in Davos. Das gelte allerdings nur, wenn sie sich an klare ethische Grundsätze hielten und nicht gewinnorientiert arbeiteten.

Widmer-Schlumpf sagte, der Staat müsse sich seiner Verantwortung für den Schutz des Lebens bewusst sein. Er müsse sicherstellen, dass die Entscheidung zum Sterben frei und nicht unter gesellschaftlichem Druck getroffen wurde. Mit Organisationen wie „Exit“ oder „Dignitas“ habe das Thema Beihilfe zum Suizid Dimensionen angenommen, aufgrund derer überlegt werden müsse, ob Artikel 115 des Strafgesetzbuches noch ausreiche.

Der Artikel erlaubt, tödliche Medikamente bereitzustellen oder zu verschreiben, die einer Person die Selbsttötung ermöglichen, solange dies nicht aus selbstsüchtigen Gründen erfolgt. Als mögliche Reformen nannte Widmer-Schlumpf etwa eine Bedenkfrist zwischen dem ersten Kontakt mit einer Sterbehilfeorganisation und dem Tod.

Die Justizministerin will dem Bundesrat noch im Frühling ihre Vorschläge präsentieren. Bereits im Sommer 2008 hatte der Bundesrat erklärt, er wolle prüfen, ob die gesetzliche Regelung der Sterbehilfe reformiert werden muss. © kna/aerzteblatt.de

aerzteblatt.de

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=35277

    * Dignitas: Sterbehilfe für Briten in Schweiz
« Letzte Änderung: 19. März 2009, 12:32 von Tanja »

Tanja

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Re: Sterbehilfe Luxemburg
« Antwort #11 am: 19. März 2009, 12:33 »

Wenig Zuspruch für Volksentscheid zu Sterbehilfe in Luxemburg

Luxemburg – Die Initiative für ein Referendum gegen die geplante Verfassungsänderung in Luxemburg findet bislang nur wenig Unterstützung. In die Listen, die seit zwei Wochen in den Rathäusern ausliegen, hätten sich bislang nur rund 500 Unterzeichner eingetragen, berichtete der Rundfunksender RTL am Montag. Damit es zum Volksentscheid kommt, sind 25.000 Unterschriften nötig.

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=35275

Dietmar E.

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Sterbehilfe England
« Antwort #12 am: 28. Juli 2009, 01:12 »
Große Mehrheit für Sterbehilfe in Großbritannien

Eine große Mehrheit der Briten ist für die Anwendung der aktiven Sterbehilfe im eigenen Land. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Tageszeitung «The Times» (Samstag). Drei Viertel der Befragten wollen, dass Mediziner aktive Sterbehilfe in Kliniken leisten dürfen. Besonders die 55- bis 64-Jährigen befürworten die Legalisierung.

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Die Befragten machten jedoch Unterschiede hinsichtlich der Voraussetzungen für die Anwendung von Sterbehilfe. Nur etwa jeder achte (13 Prozent) ist der Meinung, sie sollte angewendet werden dürfen, auch wenn der Patient geistig und körperlich gesund ist. Mehr als vier von fünf der Befragten (85 Prozent) knüpften die legale Sterbehilfe an bestimmte Umstände wie eine unheilbare Krankheit.

Die Zeitung hatte
http://www.journalmed.de/newsview.php?id=26573
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Jutta

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Schweizer befürworten Sterbehilfe
« Antwort #13 am: 03. September 2010, 19:58 »
Donnerstag, 2. September 2010

Schweizer befürworten Sterbehilfe

Zürich – Die Mehrheit der Schweizer will selbstbestimmt über ihr Lebensende entscheiden und befürwortet die Möglichkeit von Sterbehilfe und Suizidbeihilfe. Das ist das Ergebnis einer Studie der Universität Zürich. Allerdings würden nur 36 Prozent selbst die Hilfe einer Sterbehilfe-Organisation in Anspruch nehmen.

„Diese Einstellungen korrespondieren mit einer positiven Sicht auf das selbstbestimmte Sterben und einer schwach ausgeprägten Religiosität“, erklärte Christian Schwarzenegger von der Universität Zürich.

So würde eine Mehrheit der Schweizer auch die heute verbotene, direkte aktive Sterbehilfe für Menschen erlauben, die an einer tödlichen Krankheit im Endstadium leiden. Suizidbeihilfe für hochbetagte Lebensmüde oder Menschen mit schweren psychischen Krankheiten stößt dagegen nur auf geringe Zustimmung.

Wie die Studie weiter zeigt, wollen 86 Prozent der Befragten, dass http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/42571/Schweizer_befuerworten_Sterbehilfe.htm

Jutta

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Schweizer lehnen Sterbetourismus ab
« Antwort #14 am: 03. September 2010, 20:00 »
Schweizer lehnen Sterbetourismus ab

Rund zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung lehnen einen auch in Deutschland umstrittenen Sterbetourismus in ihr Land ab. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Kriminologischen Instituts der Universität Zürich hervor. Ein Drittel hingegen ist «eher» oder «voll» dafür, dass im Ausland wohnende Personen in die Schweiz kommen dürfen, um sich mit Hilfe einer Sterbehilfe-Organisation das Leben zu nehmen. Sterbetourismus hatte in den vergangenen Jahren immer wieder zu Kritik auch in der Schweiz geführt.

http://www.journalmed.de/newsview.php?id=31234

Dietmar E.

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Schweiz: Sterbe­hilfe-Initia­tive in Zürich vorerst abgelehnt
« Antwort #15 am: 18. Januar 2011, 11:28 »
Montag, 17. Januar 2011

Sterbe­hilfe-Initia­tive in Zürich vorerst abgelehnt

Zürich – Der Kantonsrat Zürich hat eine Sterbehilfe-Initiative abgelehnt. Die Entscheidung fiel am Montag mit 126 zu 29 Stimmen bei 11 Enthaltungen. Die Volksinitiative „Nein zum Sterbetourismus im Kanton Zürich!“ verlangt, dass Sterbehilfe nur noch Personen gewährt werden darf, die mehr als ein Jahr im Kanton gewohnt haben.

............ http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/44288/Sterbehilfe-Initiative_in_Zuerich_vorerst_abgelehnt.htm

"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

hilde

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Mehrheit der Franzosen für Palliativmedizin statt Sterbehilfe
« Antwort #16 am: 18. Januar 2011, 22:59 »
Dienstag, 18. Januar 2011

Mehrheit der Franzosen für Palliativmedizin statt Sterbehilfe

Paris – 60 Prozent der Franzosen ziehen einen Ausbau der Palliativmedizin einer Legalisierung von Sterbehilfe vor. Das ist das Ergebnis einer vom Meinungsforschungsinstitut Opinion Way durchgeführten Umfrage, wie die Wochenzeitung La Vie berichtet. Mit 73 Prozent lehnten den Angaben zufolge besonders ältere Menschen aktive Sterbehilfe ab.

Die Mehrheit der Befragten habe erhebliche Bedenken, dass die Gesellschaft künftig legal beschließen könne, einen Menschen zu töten. 57 Prozent fürchteten, dass Kranke ohne Einwilligung getötet oder ihr Einverständnis erzwungen werden könnte. Am 25. Januar berät der französische Senat über einen Gesetzentwurf zu aktiver Sterbehilfe.

Nach Angaben von La Vie ist es das erste Mal, dass in einer Meinungsumfrage beide Möglichkeiten von Sterbehilfe gegenübergestellt wurden. Die Befragten konnten sich demnach zwischen Palliativmedizin, die die Schmerzlinderung und die psychologische Begleitung der Kranken umfasst, und aktiver Sterbehilfe entscheiden, bei der dem Leben mit Hilfe eines tödlichen Medikaments ein Ende gesetzt wird.

In früheren Umfragen sei ausschließlich gefragt worden, ob man bei unerträglichen Schmerzen die Möglichkeit zu aktiver Sterbehilfe befürworte. Daher hätten in einer Umfrage vom Oktober noch 94 Prozent der Befragten eine Legalisierung aktiver Sterbehilfe befürwortet, heißt es.

Die Umfrage habe darüber hinaus ergeben, dass viele Menschen noch immer zu wenig über ihre Rechte am Lebensende informiert seien. Mehr als zwei Drittel gaben an, sie wüssten nicht, dass sie die Fortsetzung einer aussichtslosen Behandlung ablehnen könnten. Auch über die Möglichkeiten der Palliativmedizin seien viele nicht ausreichend informiert. © kna/aerzteblatt.de

Edi

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Frankreich: 86 Prozent für Legalisierung aktiver Sterbehilfe
« Antwort #17 am: 05. Oktober 2012, 14:20 »


Frankreich: 86 Prozent für Legalisierung aktiver Sterbehilfe
Donnerstag, 4. Oktober 2012

Paris – 86 Prozent der Franzosen befürworten einer Umfrage zufolge die Legalisierung von aktiver Sterbehilfe. Wie das Meinungsforschungsinstitut Ifop heute in Paris mitteilte, sprachen sich von den Befragten ohne religiöse Bindung 94 Prozent für eine entsprechende Gesetzesänderung aus. Von den praktizierenden Katholiken plädierten den Angaben zufolge 59 Prozent für eine Änderung.

48 Prozent der Befragten waren laut Umfrage der Meinung, dass das aktuell geltende französische Gesetz zur Sterbehilfe die Milderung körperlicher oder moralischer Leiden nicht ausreichend berücksichtige. 59 Prozent der Befragten sprachen sich gegen eine künstliche Lebensverlängerung um jeden Preis aus. 68 Prozent waren der Ansicht, dass der Willen des Kranken stärker berücksichtigt werden müsse.

aerzteblatt.de

    Sterbehilfe wieder vor britischen Gerichten
    Sterbehilfe: Angehörige erleiden posttraumatische Belastungsstörung
    Ethikrat: Regierungsentwurf zur Suizid-Beihilfe problematisch

Nach einem Gesetz von 2005 ist aktive Sterbehilfe in Frankreich strafbar. Ärzte dürfen die Behandlung unheilbar Kranker jedoch abbrechen oder einschränken, wenn     http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/51900