Autor Thema: WIEN-ÖSTERREICH-UNIVERSITÄT-AKH  (Gelesen 4428 mal)

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WIEN-ÖSTERREICH-UNIVERSITÄT-AKH
« am: 05. Mai 2007, 22:07 »

Enttäuschend diese heutige Prostata-Veranstaltung bei der Wiener Staatsoper!


Mittags, irgendwo bei der Pressekonferenz, da werden sich die PolitikerInnen und Professoren den Medien gezeigt haben. Am Nachmittag sah ich niemanden mehr!

Zudem, am Nachmittag, wo starker Andrang von Spaziergängern (!mit Frauen!) war (Beginn der Fußgängerzone mit Kärntnerstraße), gab es nur das - leider nicht lt. Programmablauf und damit deutlich zu frühe - Kabarett!

Anschließend:
Eine viel zu laute Musik störte die intimen Gespräche mit dem Oberarzt der Rudolfstiftung, der kompetent aber überbeschäftigt - also "unterbesetzt" - am Gehsteig(!)  mit den Patiententen stehen mußte! Da war auch die Hilfe eines rührigen, niedergelassener Urologen aus Eisenstadt deutlich zu wenig!

Es gab keine Moderation (mehr?)! Es fehlte ein weltbekannter österreichischer Schlagersänger, oder ein bekannter Moderator, oder ein angesehener Politiker mit Rhetorik, oder ein guter Moderator, alles Prostatakrebserkrankte die sich öffentlich zur Krebserkrankung deklarierten. Man(n)/Frau Veranstalter hätte sie nur anrufen brauchen und sicher hätte man(n) sich abwechselnd in den Dienst der guten Sache gestellt! So aber ............. tote Hose!

Und sonst:
Ein mittelgroßer TV-Schirm(in Bauchhöhe!) brachte eine prima Info zu Prostatakrebs, aber wenn 10 Leute davor standen, dann sahen die dahinter stehenden 20 Interessierten nichts mehr, gar nichts mehr!

Es fehlte an der Infrastruktur: mindestens 3 TV`s wären notwendig gewesen, und "abgeschirmte, abgesonderte" Kojen, ohne lauter Musik, für derart intime Beratungen!
Es fehlte eine Toilettenbox; das wäre wohl das Mindeste gewesen bei einer Veranstaltung der Urologen für Männer mit eventuellen Prostataproblemen!

Gut waren die aufgelegten Prospekte mit einem Urologenverzeichnis.

Die große, begehbare Prostata war interessant, aber - man ahnt es schon - niemand war da zu Erklärungen! Nicht eine einzige Person; hätten doch 3 Medizinstudenten (die man übrigens zum Zettelverteilen anwarb) ausgereicht. Die angebrachten 4 unscheinbaren, kleinen Schilder bei dieser Prostata waren eindeutig zu wenig!

Wo aber waren die Selbsthilfegruppen?
Ich war als "Selbsthilfegruppe Krebspatienten" der einzige Vertreter. Auch waren unsere Flyers die einzigen Hinweise.

Niemand war da von einer Prostata SHG oder einem Prostata-Verein. Ich war sehr betroffen, denn nicht einmal ein Flugblatt oder Flyer lag von diesen Gruppen da!
Auf Grund der hohen Sponsorengeldern könnte man(n) sich mehr von den Prostatagruppen erwarten! (Anm: Jetzt werden wir eine "Uro-SHG" gründen! Wer hilft mit: kontakt@krebspatient.at).

Resümee:
Chance vertan! Das nächste Mal kann es nur besser werden, denn "mäßiger" geht es nicht mehr!

Ein enttäuschter Dietmar Erlacher
und gleich noch ein


A  U  F  R  U  F !

In unserer Millionenstadt Wien hat man jetzt nach über 10 Jahren die (einzige) Komplementärmedizinische Abteilung (am AKH) für Männer geschlossen, da sich so viele Prostakrebspatienten meldeten!

Frau Gesundheitsstadtrat, Frau Gesundheitsministerin, Herr Ärztlicher Direktor vom AKH Wien, das ist eine Schande, und ein unnotwendiger Start für einen Geschlechterkampf bei uns arg betroffenen Krebspatienten!

Machen Sie das SOFORT rückgängig und setzen Sie sich viel mehr dafür ein, dass es bundesweit an jedem Bezirkskrankenhaus Komplementärmedizinische Beratungsstunden und Vorträge für Krebspatienten gibt.
Nur so könnten Schulmediziner uns Krebspatienten über anerkannte Onkologische Begleittherapien informieren, und verzweifelte, oft hoch depressive Betroffene und Angehörige von Scharlatanen abhalten.

Setzen Sie die Worte des Obmanns der WGKK, Herrn Bittner, um, nach dem er sich (Sprecher aller Pflichtkrankenkassen Österreichs im Hauptverband der Sozialversicherungsträger!) positiv zu Komplementärmedizinischen Maßnahmen auf Kassakosten, vor Allem bei Krebspatienten, in der Presseaussendung vor 2 Wochen einsetzte!

Klären Sie uns weiters auf, warum der Komplementärmedizinische Lehrstuhl an der Medizinischen Fakultät - seit 10 Jahre gefordert - von irgendwelchen "Gegnern" unterbunden wird!