Autor Thema: Kinder und Krebs  (Gelesen 6000 mal)

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Tanja

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Kinder und Krebs
« am: 21. Oktober 2008, 17:22 »

21/10/08,12:00, Aerzte_Zeitung

Bei Kindern mit Krebs oft Komplementärmedizin

HERDECKE/MAINZ (eb). Mit 35 Prozent erhalten mehr als ein Drittel aller Kinder mit Krebserkrankungen
in Deutschland komplementäre und alternative Behandlungsmethoden parallel zur konventionellen Therapie.

Das hat die weltweit bislang größte Studie zur Anwendung dieser Methoden bei Kindern ergeben, berichtet Dr. Alfred Längler
vom Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke zusammen mit anderen Autoren (Eur J Cancer 44, 2008, 2233).

Die mit am häufigsten verwendeten Therapieverfahren sind Homöopathie und anthroposophische Medizin.

Gitti

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Sie hatte Krebs. Ein Retinoblastom.
« Antwort #1 am: 08. November 2008, 17:26 »
  Krebs-Therapie in Essen  Deutsche Ärzte retten Ana Maria (3)

Sie ist ein süßes kleines Mädchen mit Stupsnase und keckem Lächeln.

Ana Maria (3) aus Rumänien.

Das dass Mädchen, das mit ihren Eltern in Griechenland lebt, wieder so fröhlich ist,
grenzt an ein -Wunder.

Denn hinter Ana Maria liegen schwere Stunden.

http://www.bild.de/BILD/news/einherzfuerkinder/2008/11/03/deutsche-aerzte/retten-ana-maria.html

Gitti

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Die Diagnose Krebs trifft jedes Jahr rund 240 Kinder in Österreich
« Antwort #2 am: 08. November 2008, 17:30 »
02.11.2008

Die Diagnose Krebs trifft jedes Jahr rund 240 Kinder in Österreich. Dann sind starke Eltern gefragt. Die meisten Mütter und Väter schaffen es, sich in einem schwierigen neuen Alltag zurechtzufinden.

Die Erinnerung ist ein wählerischer Kumpan. Für Eva Morent hat sie aus der schwärzesten Zeit ihres Lebens ausgerechnet den Blick aus dem Fenster eines fahrenden Rettungsautos ausgesucht: die Scheiben halb verklebt, darüber der Blick auf Geschäfte, Kinder, Schulen, Spielplätze – all die Dinge, die einst ganz selbstverständlich zum Leben der Familie Morent gezählt hatten. Bis das Schicksal im Jahr 2003 die Pausetaste drückte.

In diesem Jahr wurde bei Eva Morents Tochter (damals viereinhalb) Leukämie festgestellt. Die Familie durchlief alle Etappen des Leidenswegs, der mit solch einer Diagnose beginnt: lange Perioden im Krankenhaus, Schmerzen, unerträgliche Behandlungen, Warten, Zittern, Besserung, Hoffnung, erste Besuche zu Hause, Rückschläge, Entlassung, immer wieder die Fahrt in die Tagesklinik, die Angst vor jeder Nachuntersuchung und schließlich die Heilung. Heute ist das Mädchen neun Jahre alt und gesund.

Gegenseitige Unterstützung

Seine Mutter aber geht noch immer regelmäßig ins St. Anna Kinderspital – mittlerweile als Vertreterin der Kinder-Krebs-Hilfe. Eva Morent will etwas von dem zurückgeben, was ihr geholfen hat, gemeinsam mit ihrer Tochter den Krebs zu überstehen: die Unterstützung durch andere betroffene Eltern. Denn kaum jemand ist in solch einer Situation ein glaubwürdigerer oder hilfreicherer Ansprechpartner als Mütter und Väter, die diesen schweren Weg bereits gegangen sind. „Es ist gut, wenn man für psychologische Hilfe offen ist. Aber wenn man jemandem gegenübersitzt, von dem man weiß, dass er zwei gesunde Kinder zu Hause hat, kann das schwierig sein“, meint Morent.

Erkrankt ein Kind an Krebs, ist ganz klar, dass der kleine Patient im Mittelpunkt steht. Im St. Anna Kinderspital in Wien hat man jedoch gelernt, dass man sich um die ganze Familie kümmern muss – und in erster Linie um die Mutter, die laut Reinhard Topf, Leiter des Psychosozialen Dienstes im St.Anna, die „Leibärztin“ des Kindes ist und in den meisten Fällen den Großteil des Spitalsdienstes übernimmt. Bricht die Mutter zusammen, reißt sie das Kind mit. Bringt es die Mutter fertig, ihre Persönlichkeit zu „spalten“, die Sorge ins Abseits zu schieben und in Richtung ihres Kindes möglichst viel Normalität und Positivität auszustrahlen, profitieren alle Beteiligten davon.

Und erstaunlich viele schaffen es, nach dem ersten Schock der Diagnose „in eine Welt hineinzuwachsen, von der man sich am Anfang denkt, man kann das nie“, sagt Topf. Den meisten Eltern gelinge das innerhalb einiger Wochen. Wobei viele in periodischen Abständen Schwierigkeiten mit einer Situation haben, die sie als absurd empfinden: „Wie kann's das geben? Mein Kind hat eine lebensbedrohliche Krankheit, und ich sitze hier, lache und trinke Kaffee mit den anderen Eltern?“, hört Topf immer wieder. Für ihn symbolisiert dieses Phänomen allerdings etwas anderes: „Der Mensch ist auf Hoffnung angelegt“, sagt er. „Wenn die Hoffnung da ist, dann greift sie rasch.“

Routine als Überlebensfrage

Ein möglichst „alltägliches“ Verhalten kann in einer solchen Situation für Eltern und Kinder zu einer Überlebensfrage werden, „ein Gerüst, an dem man sich anhalten kann“ (Morent). Denn hier müssen Tagesabläufe strukturiert und gestaltet werden, an denen kaum etwas angenehm ist; muss das Kind durch Behandlungen begleitet werden, die den daneben stehenden Eltern das Herz brechen. Die Mutter muss lernen, Medikamente zu verabreichen, Infusionen zu beobachten. Damit bekommt sie eine sinnvolle Aufgabe, kann etwas zur Behandlung ihres Kindes beitragen. „Man ist gleichzeitig Mutter und Krankenschwester – und das alles im Ausnahmezustand“, beschreibt Morent diese Herausforderung.

Ein anderes Problem ist die Langeweile des oft endlosen Spitalsaufenthalts. Für kleinere Kinder kann Letzteres leichter sein als für jugendliche Patienten. „Das sind wirklich die Ärmsten“, sagt Morent. „Sie sind gerade dabei, sich abzunabeln und selbstständig zu werden, und dann sitzen sie im Spital fest, können nirgends hin und wegen der Ansteckungsgefahr oft auch niemanden sehen.“ Die Kinder-Krebs-Hilfe Elterninitiative finanziert u. a. Kunst-, Mal- und Musiktherapie, Kindergärtnerinnen, Schulunterricht, Laptops am Krankenbett sowie den Europäischen Computerführerschein.

Natürlich hat die Solidarität unter den betroffenen Eltern auch ihre Grenzen: „Letzten Endes sitzt jeder in seinem eigenen Boot, jede Diagnose bedeutet etwas anderes für ein Kind“, sagt Reinhard Topf.

Freundschaften fürs Leben

Der Zusammenhalt in dieser kleinen Welt bleibt aber essenziell, weil viele Eltern und Kinder mit dem Gefühl kämpfen, zu „denen da draußen“ nicht mehr dazuzugehören, und mitunter auch Aggressionen gegen alle Gesunden entwickeln. Der „Dorfplatz“ St. Anna (Reinhard Topf) gibt da Sicherheit: Mit Einschränkungen versteht jeder die Situation des anderen, auch wenn alle unterschiedlich damit umgehen. Man hilft sich gegenseitig, man kann sich ausweinen, man kann trösten, man kann sich gemeinsam freuen. „Hier werden Freundschaften fürs Leben geschlossen“, meint Topf. „Und die bestehen manchmal über Generationen weiter.“


Quelle: Hannah, Du schaffst es!“

© DiePresse.com

admin

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Bilderhandbuch zu Chemotherapie
« Antwort #3 am: 26. April 2010, 23:31 »
Mittwoch: Wehsely präsentiert Bilderhandbuch zu Chemotherapie

Wien (OTS) - Vor drei Jahren präsentierte die Wiener Gesundheitsund
Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely das Hand- und Bilderbuch
"Hannah, Du schaffst es!", das sich dem Thema Leukämie, speziell für
betroffene Kinder und Eltern aufbereitet, widmet. Dieses medizinische
Bilderbuch bekam dann im Jahre 2008 den Gesundheitspreis der Stadt
Wien.

Darauf aufsetzend haben die Autorinnen von "Hannah, Du schaffst
es!", Mag.a Eva Morent-Gran und Mag.a Danielle Willert, in
Kooperation mit dem St. Anna Kinderspital nun ein neues
Bilderhandbuch geschaffen, das sich konkret mit Wirkungen und
Nebenwirkungen der Chemotherapie befasst: "Camillo Pastillo". Camillo
Pastillo ist ein illustrierter Wegweiser, der krebskranke Kinder
durch die Chemotherapie begleitet. Er erklärt den kleinen
PatientInnen in kindgerechter, einfühlsamer Sprache ihre Erkrankung.
Das Buch präsentiert Wehsely am kommenden Mittwoch gemeinsam mit den
Autorinnen und Univ. Prof. Dr. Helmut Gadner, Ärztlicher Direktor des
St. Anna Kinderspitals, sowie Dr. Reinhard Topf, Leiter des
Psychosozialen Teams im St. Anna Kinderspital. Die VertreterInnen der
Medien sind herzlich willkommen. Für Film- und Fotogelegenheiten ist
gesorgt. ****
~
Wehsely präsentiert Bilderhandbuch zu Chemotherapie
Datum: 28.4.2010, um 10:00 Uhr
Ort: St. Anna Kinderspital Bibliothek
Kinderspitalgasse 6, 1090 Wien
~
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Mag. Michael Eipeldauer
Mediensprecher Stadträtin Mag.a Sonja Wehsely
Tel.: 01/ 4000/ 81 231
Fax: 01/ 4000/99 81 231
Handy: 0676/8118 69522
E-Mail: michael.eipeldauer@wien.gv.at

Sissi

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Kinder und Krebs
« Antwort #4 am: 21. September 2012, 00:03 »


Wenn die Kindheit verkrebst

Die Überlebenschancen sind bei Neoplasien im Kindesalter besser als bei Erwachsenen. Dennoch bleiben auch bei der erfolgreichen Tumorbehandlung oft Schäden an Körper und Kinderseele zurück.

http://news.doccheck.com/de/article/210930-wenn-die-kindheit-verkrebst/?utm_source=DC-Newsletter&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Newsletter-AT-News-2012-09-20&mailing=41336&dc_user_id=2da1210bafe5bb4524a56f3431ceb237&cide=dce106139&t1=1348139162&t2=d9d713fcaed89a6648f729139f34f941fb00e480
« Letzte Änderung: 21. September 2012, 00:26 von Sissi »

Tanja

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Kinder mit Krebs, und dann noch Schikanen
« Antwort #5 am: 05. Dezember 2012, 21:52 »


Warum kommt es immer noch zu Schädigungen im Mutterleib?

Warum kommt es immer noch zu plötzlichem Kindstod?

Warum bekommen immer noch bzw. immer mehr Kinder Allergien und/oder Asthma?

Warum komme es häufig zu Diabetes bei Kinder?
[/color]

Der Tabaklobbyist kann sicher nichts dafür,

sagt er mit dem Brustton voller Überzeugung.
[/color]

http://rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=701.msg4569#msg4569

+

http://rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=870.msg4570#msg4570


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Grundschüler mit Krebs-Diagnose oft schikaniert


Britisches Schulsystem reagiert suboptimal - Eltern in der Zwickmühle

Ausgegrenztes Kind: Krebs diskriminiert

London (pte010/05.12.2012/10:00) - Grundschüler, die an Krebs leiden, werden schikaniert, verlieren Freunde und verpassen einen Teil ihrer Schulbildung. Zu diesem Ergebnis ist eine Umfrage von Clic Sargent http://clicsargent.org.uk gekommen. Bei Interviews mit mehr als 200 Familien wurden Bedenken darüber geäußert, wie viel Unterstützung diese Kinder von den Schulen bekommen. Die Nebenwirkungen der Krebsbehandlung wie der Verlust der Haare und die Gewichtszunahme waren Anlass für Schikanen. Zusätzlich gibt es Berichte über Verzögerungen bei der Organisation des Unterrichts zu Hause.

1.600 Kinder jährlich

Allein in Großbritannien erkranken jährlich rund 1.600 Kinder an Krebs. Die meisten kleinen Patienten leiden an Leukämie. Bei Josh Hill zum Beispiel wurde die Leukämie in der ersten Woche in der Volksschule diagnostiziert. Er verlor in der Folge die Hälfte dieses Schuljahres. Seine Eltern machen sich Sorgen über seine grundlegenden Lese- und Schreibfähigkeiten.

Seine Mutter hatte das Gefühl, dass er zurückfällt und nie die notwendige Unterstützung erhalten hat. Zusätzlich gab es Probleme mit Schikanen. Einige Kinder machten sich zum Beispiel über die Mütze lustig, die der Junge trug, um das Fehlen der Haare zu verdecken. Die Umfrage hat gezeigt, dass mehr als ein Drittel mit der Unterstützung seitens der Schule nicht zufrieden waren.

Im Stich gelassene Eltern

Fast die Hälfte der Studienteilnehmer berichtete von Entfremdungen zwischen Schulkameraden und dem Verlust von Freunden. Laut Clic Sargent-Chefin Lorraine Clifton erhalten viele Kinder notwendige Unterstützung, manche würden jedoch nach der Diagnose Krebs noch immer allein gelassen. "Eltern, die schon genug mit der Diagnose zu kämpfen haben, müssen jetzt auch noch für die Rechte ihrer Kinder eintreten. Sie fühlen sich dann wirklich im Stich gelassen", unterstreicht Clifton.

(Ende)
« Letzte Änderung: 05. Dezember 2012, 22:36 von admin »