Autor Thema: Meine BK Geschichte  (Gelesen 4478 mal)

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christina62

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Meine BK Geschichte
« am: 06. Mai 2007, 18:26 »
Hallo!
Ich heiße Christina und mache mal den Anfang mit "meiner Geschichte".
Ich habe keine Homepage über meine Krankheit, deshalb schreib ich hier meine in Kurzform hie rein.

Ich ging zur Mamma Kontrolle eigentlich nur, weil mein Gyn-Arzt meinte, dass es wieder höchste Zeit wäre." Nun gut, dann geh ich halt," dachte ich mir.
Hatte aber, obwohl ich keine Schmerzen hatte, schon ein ungutes Gefühl. Bei der Untersuchung, wie kann es anders sein, die traurige Mitteilung, dass ich da was hätte, das unbedingt geklärt werden müßte.
Ich ging mit den Röntgenbildern in mein KH . Der Arzt meinte, er müsste die Bilder  genau ansehen, und ich solle in einer Woche wieder kommen. "Dann kann es ja gar nicht so arg sein", dachte ich mir. Ich ging mit besserer Laune nach Hause.
Eine Woche später, leider doch die schreckliche Mitteilung, dass de Tumor bösartig sei, das sehe man schon auf dem Ultraschallfoto. Also wie ich mich gefühlt habe, brauche ich glaub ich, eh nicht extra aufschreiben.

Am 5.4.07 wurde ich brusterhaltend operiert. Es ging mir am nächsten Tag sehr gut. Ich hatte auch meine trübselige Stimmung einfach zu Hause gelassen, und bin wieder stark genug, das zu packen.

Meine Brust hat sich leide entzündet, aber auch das konnte mich nicht hinunter ziehen.Leber und Lunge war frei von Metas. Ich fühlte mich im KH gut aufgehoben, alle waren sehr nett und mitfühlend zu mir.

Dann zu Hause angekommen, fing das lange waren des Befundes ab.Dann endlich wußte ich meine Werte.
Mir wurden insg. 14 Lymphknoten genommen, wobei einer eine Micrometastase hatte.

Mein Tumor ist hormonabhängig. Mein Arzt im KH meinte, "ja, das ist gut, wir haben dafür sehr gute Therapien, und sie werden sicher noch 99Jahre alt". Ich lächelte nur, und dachte mir meinen Teil.
Weiß man doch von anderen, dass dann meistens einige Jahre später, wenn man Pech hat, trotzdem Metas auftauchen können. Aber mein Ziel war und ist, den Krebs zu besiegen.
Chemo bekomme ich trotz micrometas nicht, weil der Arzt meinte, dass die hinteren 2 LK frei waren, und da hab ich eh keine Metas ,auch nicht in den Knochen. Er hat Recht, habe vor kurzem den Befund vom Knochenszit bekommen.

Ich bekomme ab morgen 30 mal Strahlenbehandlung, und mache nebenbei die AHT.Werde auch vielelicht demnächst Herceptin bekommen, wenn mein Her2 pos. ist. Wird aber erst untersucht.
 Habe aber jetzt, obwohl ich erst das 3.Nolvadex nehme, schon Nebenwirkungen. Mein Tränensäcke sind stark angeschwollen. Habe auch sehr rote Wangen, aber diese Nebenwirkung steht wenigsten  auf dem Zettel.

Eigentlich wollte ich neben der Strahlenth. arbeiten gehen, aber die Ärzte raten mir davon ab, weil ich sicher zu müde und Knochenschmerzen bekommen werde. Mal abwarten .
 
Werde euch auf den Laufenden halten, wie es bei mir weiter geht.

14.5.07

Meine Augen sind wieder normal,keine Tränensäcke mehr, wenn-dann nur vom langen Aufbleiben :).
Heute beginnt die 2. Woche meiner Strahlentherapie. Es geht mir eigentlich noch recht gut. Nur die Nebenwirkungen von Nolvadex in der Nacht (Hitzewallungen vom Feinsten) habe ich zur Zeit.

15.5.07

Heute seit der Bestahlung ist mir flau im Magen.Ich weiß nicht, ob es wirklich davon kommt.
Habe heute auch erfahren ,dass ich Her2 pos. bin. Fish-Test ist aber noch ausständig.
Ich weiß nicht warum, aber es hat mich doch vom Hocker geschmissen, obwohl ich damit gerechnet habe.
Wenn man Her2 pos. ist, hat mein einen aggresiveren Krebs, ist aber mit Herceptin gut behandelbar, wenns natürlch anspricht.
Ich muß jetzt mal bis Juli warten.

20.6.07

War heute das vorletzte Mal bei der Bestrahlung,morgen habe ich es geschafft,juhu! Ich darf nur duschen und mit einem speziellen Öl die Brust waschen.Nach einer dreiviertel stunde muß ich sie mit einer speziellen Creme die Brust eincremen. In 6 Wochen habe ich eine Kontrolle.
Meinen Magen geht es wieder gut. Aber die Hitzewallungen werden täglich stärker. Ich wälze mich in der Nacht von einer Seite zur anderen. Manchmal in der Früh habe ich das Gefühl,als hätte ich gar nichts geschlafen. Aber ich finde die Wallungen echt komisch. die Hitze fängt unten an und wandert bis zum Kopf. Wer eine Kalzium Spritze schon mal hatte,weiß sicher wie ich das mein,ganz eigen.

Ich gehe auch schon wieder die 3.Woche arbeiten-gezwungener-maßen. Aber es geht eh schon,kann halt noch nicht so schnell und so lang in einem Stück durcharbeiten. Aber es wird. Jetzt freue ich mich schon auf Nordic Walking und Trampolin hüpfen. Aber halt auch alles schön langsam ;D.

22.06.07

So das wars mit Bestrahlung-ich bin fertig.

Fortsetzung folgt
« Letzte Änderung: 26. Juni 2007, 16:05 von christina62 »
Jeder Tag ist ein kleines Leben.



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waltraud

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Re: Meine BK Geschichte
« Antwort #1 am: 28. Februar 2009, 13:41 »
Hallo Christina!
wünsche dir alles alles Gute, du hast es schon großteils geschafft vor mir liegt noch die Bestrahlung, habe auch ungeheure Angst davor!
glg

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« Letzte Änderung: 03. Januar 2018, 11:42 von admin »