Autor Thema: Asthma ......  (Gelesen 6587 mal)

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Geri

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Asthma ......
« am: 05. November 2008, 08:47 »

Asthma-Therapie: Qualitätsinstitut sieht keinen Zusatznutzen für Fixkombinationen

Dienstag, 4. November 2008

Köln – Bei der Therapie des Asthma bronchiale mit Kortikosteroiden und lang wirksamen Beta-2-Rezeptoragonisten haben Kombinationspräparate keinen Vorteil gegenüber der Gabe der beiden Wirkstoffen in separaten Inhalatoren.

Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in seinem Abschlussbericht zum Thema. Dieser Bericht bestätigt die Ergebnisse einer bereits 2007 vorgelegten Nutzenbewertung. Das Institut hat diese erweitert und aktualisiert, weil inzwischen eine neue Wirkstoffkombination auf den Markt gekommen war und eine ältere Kombination eine erweiterte Zulassung erhalten hatte.

................... http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=34259


Josef

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Asthma - Unkenntnis der Notfall-Sets
« Antwort #1 am: 03. Dezember 2008, 00:51 »
02/12/08,12:00, Aerzte_Zeitung

Training mit Allergie-Notfall-Sets tut not

BERLIN (ikr). Hausärzte können viel dazu beitragen, dass anaphylaktische Reaktionen nicht zum Tode führen. Wichtig ist vor allem, dass Allergie-Patienten mit Notfallsets versorgt sind und damit umzugehen wissen.

Denn am häufigsten ereignen sich schwere anaphylaktische Reaktionen zu Hause. Das belegen erste Daten aus dem Anaphylaxie-Register im deutschsprachigen Raum (Allergo J 17, 2008, 550).

Innerhalb von zwölf Monaten wurden http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_Medizin_Detail?articleItemId=53e2d378ea2f9db40747ad5742eb3227
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Tanja

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Asthma (auch durch Rauchen/Feinstaub) - Depressionen
« Antwort #2 am: 06. März 2009, 10:33 »
20/02/09

Kommentar von Prof. L. Hosak

Gen Hosp Psychiatry. 2008;30:398-406.


Asthma und Depression: eine kostspielige Komorbidität

Zusammenfassung

In einer Studie wurde über einen Anstieg der Gesamtkosten für die medizinische Versorgung von jungen Menschen mit Asthma und komorbiden depressiven Störungen von 51 Prozent gegenüber jungen Menschen nur mit Asthma berichtet. Zur Zusammenfassung

Kommentar

In der Allgemeinbevölkerung leiden Menschen mit einer schlechten körperlichen Gesundheit mit zwei- bis dreimal höherer Wahrscheinlichkeit an einer psychischen Störung. Symptome einer Depression treten häufig bei somatischen Erkrankungen, wie menstruelle, homonelle, immunologische, onkologische, kardiologische oder neurologische Störungen, auf [1. Gelder M, Mayou R, Geddes J. Psychiatry. 3rd ed. Oxford: Oxford University Press; 2006.(close)]. Junge Menschen mit Asthma weisen gegenüber jungen Kontrollen eine fast doppelt so hohe Prävalenz von kobmorbiden Angst- und depressiven Störungen gemäß Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM)-IV auf (Depression major oder Dysthymie).

............... http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_News_Article_Elsevier?profileAOI=8&profileAOIName=Allgemeinmedizin&articleItemId=1b9209d175806efdaf193fdf0a9d0817
« Letzte Änderung: 06. März 2009, 10:34 von Tanja »

Tanja

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Asthma bei Kinder
« Antwort #3 am: 19. März 2009, 12:14 »
Asthma: Überwachte Therapie bessert Lungenfunktion

Birmingham – US-Pädiater haben ein Rezept gefunden, die chronisch schlechte Adhärenz von asthmakranken Kindern zu verbessern. Sie lassen die inhalative Basistherapie an der Schule unter Aufsicht durchführen. Nach einer Publikation in Pediatrics (2009; 123: 466-474) wurde die Zahl der Asthmaanfälle deutlich gesenkt.

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=35273

Werner

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23/04/09,06:18, Elsevier Von Denise Napoli

Washington(EGMN)–Fast die Hälfte (42 Prozent) aller erwachsenen Asthmapatienten sind fälschlicherweise der Ansicht, dass sie ihre Asthma-Controller absetzen können, wenn ihre Symptome abklingen, wie aus einer aktuellen Untersuchung hervorgeht.

Außerdem glaubten 69 Prozent der Befragten, dass sie ihre Notfallmedikation täglich nehmen können, obwohl 94 Prozent angaben, dass sie den Unterschied zwischen Dauermedikation und Notfallmedikamenten verstünden.

http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_News_Article_Medical?profileAOI=16&profileAOIName=Lungenheilkunde&articleItemId=981edc2801881b3b88e0feb49119c161

admin

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Allergien - Asthma
« Antwort #5 am: 11. Mai 2010, 20:12 »
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20100504_OTS0140


7. P-AIR PRESSCLUB: Asthma und Allergien: Wechselwirkungen werden unterschätzt

   Wien (OTS) - Am 4. Mai 2010 ist Welt Asthma-Tag. In Österreich
leiden rund 12 Prozent der Bevölkerung an Asthma, bei Kindern stellt
Asthma mittlerweile die häufigste chronische Erkrankung dar. Mehr als
80 Prozent der Patienten mit allergischem Asthma leiden auch an einer
allergischen Rhinitis, Tendenz steigend. Umgekehrt entwickeln etwa 30
bis 40 Prozent der Patienten mit Allergien chronische
Atemwegserkrankungen wie Asthma. Dieser "Etagenwechsel" kann durch
adäquate Therapie verhindert werden +++

   Allergien haben sich in den letzten Jahren zu Volkskrankheiten
entwickelt, beinahe jeder fünfte Österreicher leidet heute an einer
allergischen Erkrankung. Zu den häufigsten Allergieauslösern zählen
Blüten- und Gräserpollen, Hausstaubmilben und Tierhaare. Diese an und
für sich harmlosen Substanzen lösen im Organismus eines Allergikers
Abwehrreaktionen aus. Lästige Symptome wie tränende und juckende
Augen, Niesreiz, aber auch Abgeschlagenheit und Schlafstörungen
belasten die Betroffenen derzeit massiv und schränken sie im Alltag
ein.

   "Viele Patienten nehmen allergische Reaktionen leider nach wie vor
nicht ernst und suchen oft erst mit ausgeprägten Symptomen und bei
starkem Leidensdruck einen Arzt auf. Eine exakte ausführliche
Diagnose der Allergie, bestehend aus gründlicher Anamnese,
Prick-/Hauttest und Blutuntersuchung, ermöglicht eine optimales
Management. Je früher eine Allergie diagnostiziert und adäquat
behandelt wird, desto höher die Chance, einer Asthmaentwicklung
vorzubeugen", schildert Dr. Waltraud Emminger, Ärztliche Leiterin des
Allergie-Ambulatoriums Rennweg.

Heuer Belastung durch Hasel und Birke besonders stark

   Die saisonale Belastung durch Gräser- und Blütenpollen ist nicht
jedes Jahr gleich stark. Die heurige Saison setzte aufgrund des
relativ langen Winters etwas verspätet ein. Die Belastung durch
Frühblüher wie der Hasel lag im März über dem langjährigen
Durchschnitt. Der Birkenpollenflug mit Höhepunkt im April fiel heuer
im Osten und Süden besonders stark aus. Spätestens in der zweiten
Maiwoche wird auch der Gräserpollenflug einsetzen, wobei der Roggen
die meisten Beschwerden verursacht. Ende Juni kann auch die
Entwicklung der Spätblüher Ragweed und Beifuß abgeschätzt werden.
Konsequente Allergenkarenz wäre zwar eine wichtige Maßnahme um
Beschwerden zu verhindern, ist aber angesichts der Tatsache, dass
Pollen bis zu 3000 Kilometer "gestreut" werden können, praktisch
unmöglich. Entsprechend können Allergiker auch auf Pollen reagieren,
die nicht aus der unmittelbaren Nähe stammen.

Allergien unterdiagnostiziert und zu wenig therapiert

   Dass sich aus oft harmlos anmutenden, schnupfenähnlichen
Beschwerden chronische Erkrankungen der Atemwegserkrankungen
entwickeln können, ist vielen betroffenen Allergikern nicht bewusst.
Auch in der Medizin wurden die oberen und unteren Atemwege lange Zeit
getrennt voneinander therapiert. "Während früher dem Zusammenhang
zwischen Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege wenig Beachtung
geschenkt wurde, wird dieses Thema seit einigen Jahren intensiv
erforscht. So hat sich in epidemiologischen Studien gezeigt, dass
einerseits fast alle Patienten mit allergischem Asthma auch an einer
Rhinitis leiden, und dass es andererseits bei vielen Patienten mit
länger andauerndem ("persistierendem") allergischen Schnupfen häufig
zu einem so genannten Etagenwechsel kommt, also einer Ausbreitung der
allergischen Erkrankung auch auf die unteren Atemwege", erläutert ao.
Univ.-Prof. Dr. Verena Niederberger von der HNO-Klinik der
Medizinischen Universität Wien.

Konzept der "united airway disease"

   Ein Zusammenhang zwischen allergischer Rhinitis und allergischem
Asthma besteht auch in pathophysiologischer Hinsicht, deshalb wurde
der Begriff der "united airway disease" geprägt. "Einerseits ähneln
sich die Schleimhäute der oberen und unteren Luftwege in ihrem
morphologischen Aufbau, andererseits werden das allergische Asthma
und der allergische Schnupfen auch durch dieselben Antikörper,
Mediatoren und Zellen verursacht. Bei der Behandlung von allergischen
Atemwegserkrankungen sollte deshalb eine kombinierte Behandlung der
Nasen- und der Lungensymptome erfolgen", so Niederberger weiter.

Flächendeckendes "Asthmascreening" wünschenswert

   Bei rund 30 bis 40 Prozent der Patienten weitet sich die
allergische Erkrankung auf die unteren Atemwege aus und führt zu
Asthma bronchiale, allerdings werden die entsprechenden
Asthma-Symptome oft längere Zeit nicht als solche erkannt.
Allergiker, die zusätzlich zu den Symptomen ihrer allergischen
Rhinitis Husten, Atembeschwerden, pfeifende Geräusche beim Luftholen
beobachten oder Druck auf der Lunge verspüren, sollten daher dringend
im Hinblick auf Asthma untersucht werden. Aus Sicht der Ärzteschaft
wäre ein breit angelegtes "Asthmascreening" bei Allergiepatienten
also wünschenswert.

   "Beim Lungenfacharzt ist der Lungenfunktionstest (Spirometrie) die
Untersuchung der Wahl. Das Ergebnis gibt Auskunft darüber, ob eine
Verengung der Bronchien durch Asthma vorliegt. Bei unklaren
Untersuchungsergebnissen können zusätzlich einfache Provokationstests
rasche weitere Klärung ermöglichen. Basierend auf den Ergebnissen
wird eine weiterführende Therapie eingeleitet", schildert Prim.
Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Popp, Leiter der 11. Medizinischen Abteilung
mit Lungenkrankheiten und Langzeitbeatmungszentrum im
Geriatriezentrum Am Wienerwald.

   Aufklärung und Information über und zu den Erkrankungen Asthma
bronchiale und Allergien ist sehr wichtig und soll Patienten dazu
ermutigen, rechtzeitig Präventions- und Therapiemaßnahmen zu setzen.
Nur so kann eine Verschlechterung der Beschwerden und eine damit
einhergehende Beeinträchtigung der Lebensqualität verhindert werden.

Über P-AIR:

   P-AIR ist eine mehrmals pro Jahr stattfindende
Presseveranstaltung, die 2008 von AstraZeneca Österreich ins Leben
gerufen wurde. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, das Bewusstsein
für die mittlerweile zur Volkskrankheit avancierten Indikationen
Asthma und COPD zu steigern. Thematisiert und von renommierten
Experten beleuchtet werden verschiedene Aspekte, die mit den
Krankheitsbildern Asthma und COPD in Zusammenhang stehen. Das Thema
der aktuellen P-AIR Pressekonferenz lautet: "Asthma und Allergien:
Wechselwirkungen werden unterschätzt". Ziel der Veranstaltung soll
sein, auf den Zusammenhang zwischen allergischen Erkrankungen und
einer möglichen Entwicklung von Asthma bronchiale aufmerksam zu
machen.

Hinweis für Redaktionen:
Auf www.welldone.at finden Sie die Inhalte der Pressemappe
(Pressetext, Statements der Teilnehmer, Pressefotos) zum kostenfreien
Download.

Weitere Bilder unter:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=43&dir=201005&e=20100504_p&a=event

   Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
   Welldone Werbeagentur GmbH,
   Mag. Sabine Sommer - Public Relations,
   Lazarettgasse 19/OG 4, 1090 Wien,
   Tel.: 01/402 13 41-12, E-Mail: pr@welldone.at

Jutta

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Allergie - Allergische Rhinitis - Asthma
« Antwort #6 am: 27. Mai 2013, 22:26 »



"Bedeutung von Allergien für die Entwicklung einer Asthma Erkrankung - Etagenwechsel von Allergischer Rhinitis zu Asthma"



Wien (OTS) - In Österreich leiden rund 12 Prozent der Bevölkerung an
Asthma, im Kindesalter stellt Asthma bereits die häufigste chronische
Erkrankung dar. Zugenommen hat auch die Häufigkeit von Allergien,
weltweit leiden 300 bis 500 Millionen Menschen an allergischem
Schnupfen, davon 200 Millionen zusätzlich an allergischem Asthma(1).
Umgekehrt leiden mehr als 80 Prozent der Patienten mit allergischem
Asthma auch an einer allergischen Rhinitis, Tendenz steigend. Dieser
"Etagenwechsel" kann durch adäquate, rechtzeitige Therapie
möglicherweise verhindert werden. +++

Allergien haben sich in den letzten Jahren rasch und weit
verbreitet. Rund 2,5 Millionen Österreicher leiden an
Überempfindlichkeiten des Immunsystems gegen Eiweißstoffe in Pollen,
Nahrungsmitteln oder im Fell von Haustieren. Obwohl die
Allergieauslöser harmlos sind, entstehen im Organismus des
Allergikers Abwehrreaktionen, die sich in den allermeisten Fällen in
Form einer allergischen Rhinitis bemerkbar machen. Bis zu 40 Prozent
der nichtbehandelten Patienten mit allergischem Schnupfen entwickeln
innerhalb von fünf bis 15 Jahren Asthma.

"Viele Patienten nehmen allergische Reaktionen nach wie vor nicht
ernst und suchen oft erst mit ausgeprägten Symptomen und bei starkem
Leidensdruck einen Arzt auf. Eine exakte, ausführliche Diagnose der
Allergie, bestehend aus gründlicher Anamnese, Prick-/Hauttest und
Blutuntersuchung, ermöglicht eine optimales Management. Je früher
eine Allergie diagnostiziert und adäquat behandelt wird, desto höher
die Chance, einer Asthmaentwicklung vorzubeugen", schildert Prim.
Priv.-Doz. Dr. Fritz Horak, Leiter des Allergie-Zentrum Wien-West.

Bei rund 40 Prozent(2) der Patienten weitet sich die allergische
Erkrankung auf die unteren Atemwege aus und führt zu Asthma
bronchiale, allerdings werden die entsprechenden Asthma-Symptome oft
längere Zeit nicht als solche erkannt. Allergiker, die zusätzlich zu
den Symptomen ihrer allergischen Rhinitis Husten, Atembeschwerden,
pfeifende Geräusche beim Luftholen beobachten oder Druck auf der
Lunge verspüren, sollten daher dringend in Hinblick auf Asthma
untersucht werden.
Viele Beschwerden werden bereits im Kindesalter geäußert

Mittlerweile leiden bereits zehn Prozent der österreichischen
Kinder im Volksschulalter an allergischem Asthma. Als Ursachen dafür
steht einerseits eine frühe Sensibilisierung (im ersten Lebensjahr)
gegen Nahrungsmittel im Vordergrund, die das Risiko einer chronischen
Atemwegserkrankung wie Asthma vierfach erhöht. Andererseits wirken
sich ganzjährige Allergene wie Hausstaubmilben und Tierhaare bei
einer Sensibilisierung in den ersten drei Lebensjahren mit einer
schlechteren Lungenfunktion im späteren Kindesalter aus. Die
Bereitschaft für Allergien ist auch genetisch veranlagt: sind beide
Eltern Allergiker, beträgt das Risiko für das Kind zwischen 60 und 80
Prozent, ist nur ein Elternteil allergisch, liegt das Risiko bei 20
bis 40 Prozent. Experten fordern systematische Diagnosen und
konsequente Therapien insbesondere für Kinder mit Allergien und
Asthma. Bei einem diagnostizierten Asthma ist eine frühzeitige
entzündungshemmende Therapie für die Asthmakontrolle oft
entscheidend. Während der Pollensaison ist daher eine erhöhte
Wachsamkeit von Asthmapatienten und deren behandelnden Ärzten nötig,
da manchmal eine zusätzliche Medikation notwendig ist.
Asthma als Berufskrankheit

Beruf und Atemwegserkrankung stehen häufig in enger
Wechselwirkung. Bei bereits bestehenden Beschwerden oder Erkrankungen
ist es besonders wichtig, möglichst keinen Beruf zu wählen, der
diesbezüglich negative Auswirkungen haben kann. Der ausgeübte Beruf
bzw. das Berufsumfeld können aber auch zum Auslöser von Asthma
werden.

"Bei etwa 10 bis 15 Prozent der Erwachsenen liegt die Ursache des
Asthmas in beruflich bedingten Einflüssen. In diesem Fall ist es
wichtig, die Beschwerden medizinisch abzuklären und zu behandeln, um
einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes entgegenzuwirken.
Falls eine Veränderung der Arbeitstechniken und -stoffe möglich ist,
sollte dies erfolgen", erklärt Medizinalrätin Dr. Elisabeth Zehetner
MSc, Fachärztin für Lungen- und Bronchialheilkunde

Typische Auslöser berufsbedingten Asthmas sind Mehlstauballergien
(Bäcker), Pflegemittelallergien (Friseur), Allergien gegen Farb- oder
Lösungsmittel (Arbeiter in der Druckerei) oder Holzstauballergien
(Tischler). Oft liegt dem berufsbedingten Asthma auch eine Reizung
der Bronchien durch bestimmte chemische Stoffe wie Stickstoffdioxide,
Schwefeldioxide, Metallsalze, Staub, Kunststoffe und Chemikalien
zugrunde. Auch eine starke körperliche Beanspruchung kann je nach
Schweregrad bedenklich sein.

Die Folgen einer ungeeigneten Berufswahl können die Zunahme der
Beschwerden, ein erhöhter Bedarf an Medikamenten und möglicherweise
auch gesundheitliche Schäden sein. Die Prognose des Berufsasthmas ist
oft ungünstig. Bei etwa 70 Prozent der Patienten kommt es weiterhin
zu Beschwerden, obwohl sie nicht mehr dem verursachenden Stoff
ausgesetzt sind. Vielfach bleibt eine unspezifische
Atemwegsüberempfindlichkeit bestehen. In besonders schweren Fällen
ist dann ein Berufswechsel unumgänglich, der aber oft eine große
psychische, zeitliche und wirtschaftliche Belastung darstellt.
Wichtig ist jedenfalls, die recht- und frühzeitige Diagnostik und
Begleitung durch Spezialisten. Erster Ansprechpartner ist der
Lungenfacharzt mit allergologischer und arbeitsmedizinischer
Orientierung.
Vorsorge und Aufklärung: Allergien werden unterschätzt und bleiben oft unbehandelt

Die Österreichische Lungenunion (ÖLU) lud am 7. April 2013 zum Tag
der Lunge - Welt Allergie & Asthma Tag in das Wiener Rathaus. Die
bundesweit aktive Selbsthilfegruppe arbeitet intensiv daran, das
öffentliche Bewusstsein in Bezug auf den Stellenwert von Allergien
und Atemwegserkrankungen zu erhöhen.

"Eine Befragung österreichischer Allergiker ergab, dass 40 Prozent
der Patienten sich unzureichend über ihre Erkrankung informiert
fühlen und 30 Prozent aller österreichischen Patienten mit
allergischem Asthma oder Heuschnupfen gar nicht behandelt werden",
erklärt Otto Spranger, Sprecher der Österreichischen Lungenunion. Im
Rathaus wurden Erkrankungen wie Asthma und Allergien näher
beleuchtet, sowie Behandlungsmöglichkeiten und Therapien aufgezeigt.
Für eine wirksame Therapie ist eine genaue und frühe Diagnose
unerlässlich: Neben Beratung und Information durch Experten gab es
auch gratis Lungenfunktionsmessungen und Allergietestungen, um
Schädigungen möglichst vorbeugen zu können.
Studie "Leben mit Asthma am Arbeitsplatz"

Die Österreichische Lungenunion startet in Kooperation mit Prim.
Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Pohl, Leiter der Abteilung für Atmungs- und
Lungenerkrankungen im KH Hietzing eine Untersuchung zum Thema
"Situation von Menschen mit Asthma am Arbeitsplatz". Der Zweck dieser
Studie ist es, mehr über die möglichen Auswirkungen dieser Erkrankung
am Arbeitsplatz zu erfahren, um Maßnahmen zur Verbesserung der
Lebensqualität zu erarbeiten. Wir laden Sie ganz herzlich ein an
dieser Studie mitzumachen! Link zur Studie: www.lungenunion.at

Machen Sie bitte auch Kolleginnen und Kollegen, Freunde, Bekannte
und Familienangehörige die an Asthma leiden und im Arbeitsleben
stehen auf diese Umfrage aufmerksam.
Über P-AIR:

P-AIR ist eine mehrmals pro Jahr stattfindende
Presseveranstaltung, die 2008 von AstraZeneca Österreich ins Leben
gerufen wurde. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, das Bewusstsein
für die mittlerweile zur Volkskrankheit avancierten Indikationen
Asthma und COPD zu steigern. Thematisiert und von renommierten
Experten beleuchtet werden verschiedene Aspekte, die mit den
Krankheitsbildern Asthma und COPD in Zusammenhang stehen. Das Thema
der aktuellen P-AIR Pressekonferenz lautet: "Asthma und Allergien:
Wechselwirkungen werden unterschätzt". Ziel der Veranstaltung soll
sein, auf den Zusammenhang zwischen allergischen Erkrankungen und
einer möglichen Entwicklung von Asthma bronchiale aufmerksam zu
machen.

Hinweis für Redaktionen:
Auf www.welldone.at finden Sie die Inhalte der Pressemappe
(Pressetext, Statements der Sprecher, Pressefotos) zum kostenfreien
Download.

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/4184

Referenzen:
1) GINA Report 2011
2) Bergmann, Allergologie 2002

Die in diesem Pressetext verwendeten Personen- und
Berufsbezeichnungen treten der besseren Lesbarkeit halber nur in
einer Form auf, sind aber natürlich gleichwertig auf beide
Geschlechter bezogen.

Gitti

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Allergie, dann Asthma ...... ÖGP Kongress 2016
« Antwort #7 am: 06. Oktober 2016, 14:33 »



ÖGP Kongress 2016

Damit aus Allergie nicht Asthma wird – primäre und sekundäre Asthma-Prävention

Wien – Asthma ist eine der häufigsten chronischen Atemwegserkrankungen in der westlichen Welt und betrifft derzeit ca. 300 Millionen Menschen weltweit. In Österreich sind etwa 5-7% der Bevölkerung betroffen. Bei Kindern und Jugendlichen ist Asthma besonders weit verbreitet: Mit rund 10% dieser Altersgruppe ist Asthma die häufigste chronische Erkrankung im Kindes- und Jugendalter. Das Besorgniserregende: Die Verbreitung von Asthma nimmt in den letzten Jahren in manchen Ländern auch noch zu.
Das Risiko, Asthma zu bekommen, kann aber durch gezielte Maßnahmen zumindest gemindert werden. Welche Möglichkeiten es gibt, erläuterten Experten im Rahmen der Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP), die vom 6. bis 8. Oktober in Wien stattfindet.

Asthma ist eine entzündliche Erkrankung der Atemwege; die typischen Beschwerden sind Husten, pfeifende Atmung, Engegefühl in der Brust, Kurzatmigkeit und Luftnot. Man unterscheidet allergisches und nicht-allergisches Asthma. Allergisches Asthma kann von verschiedenen Allergenen ausgelöst werden kann: Dazu zählen unter anderem harmlose Substanzen wie Tierhaare, Baum- und Gräser-Pollen, Schimmelpilzsporen oder Hausstaubmilben. Nicht-allergisches Asthma wird durch Virus- und bakterielle Infekte verursacht, kann aber auch durch Kälte, psychische Belastung und körperliche Anstrengung ausgelöst werden.

Primäre Asthma-Prävention
Unter primärer Prävention versteht man das Verhindern einer allergischen Sensibilisierung bzw. von allergischen Symptomen. Die möglichen Maßnahmen müssen so früh wie möglich – d.h. beim Kleinkind, Säugling oder sogar schon in der Schwangerschaft - gesetzt werden. Denn grundsätzlich gilt: Der richtige Zeitpunkt einer Intervention ist für ihren Erfolg entscheidend.

Keine Verzögerung der Beikost für Babys!
Prim. Priv.-Doz. Dr. Fritz Horak, ärztlicher Leiter des Allergiezentrum Wien West und Leiter des Arbeitskreises Allergie und Asthma der ÖGP: „Insgesamt geht man bei der Prävention immer mehr weg von einer Allergen-Vermeidungs-Strategie hin zu einer Stärkung der protektiven, also schützenden Faktoren. Während früher das gezielte Vermeiden von potenziell allergenen Nahrungsmitteln gefördert wurde, hat sich in den aktuellsten Studien gezeigt, dass eine Verzögerung der Einführung der Beikost beim Säugling eher ein Allergierisiko darstellt. Daher wird jetzt empfohlen, wenn möglich bis zum vierten Lebensmonat ausschließlich zu stillen und danach zügig die Beikost einzuführen.“

Restriktive Diäten in der Schwangerschaft oder die Einnahme von Probiotika haben keinen Vorteil gezeigt, es gibt aber Anzeichen dafür, dass das Essen von Fisch bzw. die Aufnahme von Fischöl in der Schwangerschaft einen günstigen Einfluss auf die Sensibilisierung haben kann. Horak: „Stillen wird also weiterhin als wichtigste Ernährungsform in den ersten vier Lebensmonaten angesehen, der wirklich präventive Effekt auf die Allergieentstehung dürfte aber wenn, dann eher schwach sein. Übertrieben langes Stillen könnte sogar den gegenteiligen Effekt haben und Allergien fördern.“

Ist Stillen allerdings in den ersten vier Lebensmonaten nicht möglich, soll auf eine hypoallergene Formula-Nahrung umgestellt werden. Die Evidenz der Daten zur Allergieprävention ist auch hier allerdings eher mäßig.

Zuviel Hygiene – gut oder schlecht?
Die Hygienetheorie hat schon vor vielen Jahren den Zusammenhang zwischen früher bakterieller Exposition und dem Auftreten von Allergien untersucht. Die „Bauernhofstudien“, die zeigen, dass Kinder, die am Bauernhof aufwachsen ein deutlich geringeres Allergierisiko aufweisen, haben diese Hypothese unterstützt. Horak: „Neuere Daten zeigen jetzt, dass v.a. die Diversität, also die Verschiedenheit von Bakterien, mit denen wir in einem sehr frühen Lebensalter in Kontakt kommen, für diesen protektiven Effekt verantwortlich sein dürfte.“

Auch die Beobachtung, dass Kinder, die per Kaiserschnitt zur Welt kommen, ein höheres Allergierisiko tragen, als Kinder nach natürlicher Geburt, dürfte in diesem frühen Kontakt zu Bakterien der mütterlichen Darmflora unter der Geburt zu erklären sein. Es ist aus offensichtlichen Gründen schwierig, diese Beobachtungen zur direkten Prävention zu nützen, außer dass der Trend zu immer häufigeren primären Kaiserschnitten ohne strenge medizinische Indikation zu überdenken ist. Auch die Gabe von Pro- und Präbiotika in der Säuglingsperiode wird kontrovers diskutiert und es sind hier sicher noch mehr Studien nötig, um eine letztendliche Aussage treffen zu können.

Risikofaktor Haustier?
Auch der Einfluss des Innenraumklimas auf die Entstehung von Allergien und mögliche Präventionsansätze wurde untersucht. Die Einschätzung Haustiere betreffend ist derzeit, dass es eher weder einen klaren schützenden noch schädlichen Effekt gibt, wenn ein Tier (Katze oder Hund) bereits in der Familie vorhanden ist. Horak: „Daher soll ein bereits vorhandenes Haustier nicht aus Allergie-Präventions-Überlegungen weggegeben werden, wenn ein Baby erwartet wird. Manche Studien zeigen sogar einen vorübergehenden positiven Effekt bei Hundehaltung, während andere Studien bei Neuanschaffung einer Katze teilweise auch negative Effekte auf die Entstehung eines atopischen Ekzems, bei entsprechender genetischer Prädisposition, zeigen. Daher wird von einer Neuanschaffung einer Katze in eine Familie mit Allergierisiko eher abgeraten.“

Von Hausstaubmilben bis zu Tabakrauch
Hausstaubmilben gibt es in jedem Haushalt, der in einer Höhe bis zu 1.500 m über dem Meeresspiegel liegt. Und Hausstaubmilben, um genau zu sein, die Ausscheidungsprodukte von Hausstaubmilben, gelten als hoch allergen: Mit den winzigen, eiweißhaltigen Kotbällchen der kleinen Spinnentiere, die überall im Hausstaub zu finden sind, kommen wir über die Schleimhäute der Atemwege, der Augen und die Haut in Kontakt. Der bevorzugte Aufenthaltsort der Milben: Bettmatratzen. Denn dort finden sie ihre Lieblingsbedingung vor: Temperatur von 25 – 30 Grad Celsius, hohe Luftfeuchtigkeit und ausreichend Nahrung in Form von Haut- und Haarschuppen des Menschen.
Horak: „Während man bei einer bestehenden Milbenallergie durch die Anwendung von Maßnahmen, die zu einer Reduktion von Hausstaubmilbenallergen im Haus führen, oft eine Symptomenreduktion erreichen kann, konnte bisher kein Effekt bei der primären Prävention gezeigt werden.

Klar und durch eine große Anzahl von Studien belegt, ist der negative Effekt von Tabakrauch v.a. vor der Geburt – aber auch danach – auf die Entstehung allergischer Erkrankungen und v.a. von Atemwegserkrankungen wie Asthma. Hier ist ein wichtiger präventiver Ansatz in der Beratung von Schwangeren und Eltern zu sehen und auch ein Umdenken in der Bevölkerung nötig, damit Kinder vor Tabakrauch im privaten und öffentlichen Raum geschützt werden.[1]

Insgesamt sei die Datenlage zur primären Prävention relativ uneinheitlich, so Prim. Horak in seinen Ausführungen. „Klar zu empfehlen ist die Vermeidung von Tabakrauch in jeder Lebenssituation des Kindes und die relativ frühe Einführung von Beikost nach vier Monaten ausschließlichen Stillens. Wie die Ergebnisse der Bakterien-Diversitäts-Hypothese präventiv umgesetzt werden können, muss sich erst zeigen. Übertriebene Hygiene und Förderung von primären Kaiserschnitt-Geburten sind jedenfalls aus allergologischer Sicht nicht hilfreich. Andere Empfehlungen müssen noch von weiteren Studien untermauert werden.“

Sekundäre Asthma-Prävention – „Allergie-Impfung“ gegen „Heuschnupfen“
Als sekundäre Prävention bezeichnet man die Gesamtheit aller Maßnahmen, die der Früherkennung und damit der Möglichkeit einer rechtzeitigen Behandlung von Erkrankungen dienen. Sie wendet sich gezielt an Personen, bei denen Risikofaktoren vorliegen, aber bisher keine daraus resultierende Erkrankung aufgetreten ist (Quelle Wikipedia).
„Wenn auch heute das Hauptaugenmerk auf der primären Prävention liegt, so hat auch die sekundäre Prävention einen wichtigen Stellenwert in der Behandlung des Asthma bronchiale“, so Priv.-Doz. Dr. Felix Wantke, Leiter des Floridsdorfer Allergiezentrums FAZ und stellvertretender Leiter des Arbeitskreises Allergie und Asthma der ÖGP. „Bei Kindern kann Asthma schon sehr früh auftreten, wobei zum Unterschied von Erwachsenen in diesem Fall meist keine allergische Rhinoconjunctivitis (allergische Entzündung der Nasenschleimhaut und Augenbindehaut) vorliegt.“ Liegt aber eine Rhinoconjunctivitis auf inhalative Allergene vor, egal ob saisonell oder das ganz Jahr über, ist die spezifische Immuntherapie die einzige Möglichkeit, Asthma zu verhindern, denn Rhinoconjunctivitis, im Volksmund als „Heuschnupfen“ bezeichnet, gilt als Hauptrisikofaktor für das spätere Entwickeln von Asthma bronchiale.

Zusätzlich betonte Wantke: „Nach heutigem Wissenstand ist eine sekundäre Prävention von Asthma in Folge einer Nahrungsmittelallergie bis dato nicht möglich. Auch schützt die prophylaktische Gabe von inhalativen Steroiden oder Antihistaminika nicht vor Asthma.

Die (allergen-)spezifische Immuntherapie (kurz: SIT), auch Hypo- oder Desensibilisierung oder „Allergieimpfung“ genannt, reduziert wissenschaftlichen Studien zufolge das Risiko einer Verschlechterung der Asthma-Entwicklung oder -Symptomatik eindeutig. Die „SIT“ basiert auf folgendem Prinzip: Durch wiederholte subkutane Injektion des Allergens in ansteigenden Dosen entwickelt der Patient* eine Toleranz gegenüber dem Allergen. Die meisten Patienten erhalten über drei Jahre Injektionen mit Allergenextrakten, anfänglich in wöchentlichen Abständen, nach Erreichen der Erhaltungsdosis werden die Injektionen monatlich gegeben.

Wantke: „Wenn auch die Datenlage nicht ganz eindeutig ist: Die europäische PAT-Studie (Preventive Allergy Treatment Study) zeigte ein deutlich gesenktes Risiko für die Entwicklung von Asthma nach drei Jahren mit einer Wirkung über insgesamt zehn Jahre.“

Für diese Studie wurden 205 Kinder im Alter zwischen sechs und vierzehn Jahren, die an allergischer Rhinitis (Heuschnupfen) leiden, entweder mit einer SIT oder rein medikamentös behandelt. Nicht nur kurz nach der dreijährigen Behandlung, sondern auch noch zehn Jahre später entwickelten die mit einer SIT therapierten Kinder deutlich seltener Asthma als die Vergleichsgruppe. Wantke: „Den Studienautoren zu Folge hat die spezifische Immuntherapie langfristige klinische Effekte und somit das Potenzial, Asthma bei Kindern mit allergischer Rhinitis bis zu zehn Jahre nach der Behandlung vorzubeugen.“

Erst kürzlich wurde eine doppelt-blinde, placebokontrollierte, randomisierte Studie an 812 Kindern im Alter von fünf bis zwölf Jahren mit allergischer Rhinoconjunctivitis (GAP Studie), aber ohne dass sich bereits Asthma ausgeprägt hätte, durchgeführt. Es zeigte sich, dass sich nach drei Jahren Immuntherapie eine deutliche Reduktion der sonst zu erwartenden Asthmasymptome und der Asthmamedikation bereits im dritten Jahr einstellt. Nach fünf Jahren konnte das Risiko für Auftreten von Asthma-Symptomen oder die Asthma-Medikation um 34% reduziert werden.

Sublinguale Immuntherapie
Die SIT kann in zwei Formen verabreicht werden: subkutan mittels Spritze (SCIT) oder sublingual, also in Form von Tropfen oder Tabletten, die unter die Zunge gelegt (SLIT) und so in den Körper eingebracht werden. Während es bei der subkutanen Immuntherapie unterschiedliche Behandlungsschemata gibt, nach denen das Allergen vom Arzt gespritzt wird (in der Anfangsphase wird das Allergen ein- bis mehrmals pro Woche gespritzt, in der Erhaltungsphase nur mehr einmal im Monat), nimmt der Patient bei der Sublingualen Immuntherapie das Allergen täglich zu sich. Grundsätzlich unterscheidet sich die Therapiedauer bei SCIT und SLIT nicht. Für beide Heuschnupfen-Therapien gilt, dass sie für mindestens drei Jahre durchgeführt werden sollten. Wantke: „Durch den Einsatz der neuen, hochdosierten sublingualen Immuntherapie, welche gegen Gräser, Hausstaubmilben und bald auch Birke und eventuell Ragweed verfügbar ist, steigt der Stellenwert der spezifischen Immuntherapie weiter. Noch immer ist die spezifische Immuntherapie die einzige kausale Therapie der Typ-1-Allergie mit der Option der sekundären Asthmaprävention.“

* Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde im Text auf eine gendergerechte Schreibweise verzichtet. Sofern nicht anders vermerkt, gelten alle Bezeichnungen sowohl für Frauen als auch für Männer.

Kontakt
Prim. Priv.-Doz. Dr. Fritz Horak
Leiter des Allergiezentrums Wien West und Leiter des Arbeitskreises für Asthma und Allergie der österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP)

Allergiezentrum Wien West
Hütteldorferstraße 46
A-1150 Wien
01/ 982 41 210
f.horak@allergiezentrum.at
Univ-Doz. Dr. Felix Wantke
Leiter des Floridsdorfer Allergieambulatoriums und stellvertretender Arbeitskreisleiter für Asthma und Allergie der österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP)

Floridsdorfer Allergieambulatorium
Franz Jonas Platz 8/6
A-1210 Wien
01/ 270 25 42
wantke@faz.at

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8.11.16, 14h, Wien: Allergologie
« Antwort #8 am: 06. Oktober 2016, 14:39 »





Einladung zum 7. Landsteiner - Tag

„Allergologie“



http://www.karl-landsteiner.at/pdf/1611-Einladung-7-Landsteiner-Tag.pdf

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Spritze gegen Asthma?
« Antwort #9 am: 20. November 2020, 22:50 »




Neues E-Learning: Eine Spritze gegen schweres Asthma 

Wenn Asthma-Patienten trotz hoch dosierter Therapie entsprechend dem Stufenschema des Asthma bronchiale häufig unter einer Verschlechterung der Symptome und/oder schweren Exazerbationen leiden, können IL-5-Antikörper möglicherweise helfen. Die Biologika kommen bei schwerem eosinophilem Asthma zum Einsatz. Was genau das ist und wie Sie Patienten zur Anwendung und Lagerung der anfälligen Protein-Arzneimittel beraten sollten, erfahren Sie in unserem E-Learning.

PM-DE-MPL-ADVR-190008;12/2019