Autor Thema: Rehabilitation  (Gelesen 9258 mal)

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Dietmar E.

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Rehabilitation
« am: 07. November 2008, 09:58 »
Rehab? Krankenhäuser, Krankenkassen, Kliniken, Ärzte wissen oft nichts davon!

Hilfreich bei der Suche nach einem Rehabilitationszentrum ist:


http://rehakompass.oebig.at/Default.aspx


oder/und

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« Letzte Änderung: 07. November 2008, 10:02 von Dietmar E. »
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

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Zentren für Anschlussheilbehandlung (AHL) und Rehabilitation: AUFRUF!
« Antwort #1 am: 24. November 2008, 13:39 »

Bitte wo warst du zur

Anschlussheilbehandlung (AHL)

oder zur

Rehabilitation?



Dies auf Grund welcher Erkrankung/Diagnose?
War die Einreichung/Bewilligung problemlos, oder .........?
Für wie lange; Anschlussrehab möglich?
Wie warst du zufrieden mit
a) ärztl. Leitung
b) Verwaltung
c) Sonstiges



Danke für deine Informationen,

die anderen Betroffenen in Deutschland und Österreich hilfreich sein können.


Maria Magdalena

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Re: Rehabilitation
« Antwort #2 am: 27. November 2008, 14:13 »
Meines Wissens schickt der jeweilige Versicherungsträger seine Patienten grundsätzlich zu seinen eigenen Rehab-Einrichtungen.
Da ich im öffentlichen Dienst bin, war meine onkologische Anschlußheilbehandlung daher im Rosalienhof in Bad Tatzmannsdorf.
Auch die anderen Patienten hatten sehr wenig Information über Rehab, jedenfalls habe ich herausgehört, dass der Anspruch verfällt, wenn man nicht im ersten Jahr die Rehab beantragt d.h. es kann dann nur mehr alle 2 Jahre Kur beantragt werden.

hilde

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Auch hochbetagte Krebspatienten brauchen Reha

Lebensqualität lässt sich auch im Alter deutlich verbessern

Stuttgart (AP) Auch hochbetagte Krebspatienten sollten nach dem Krankenhausaufenthalt eine Anschlussheilbehandlung in einer Reha-Klinik erhalten. Tatsächlich werde Senioren wegen ihres Alters aber häufig eine Rehabilitation vorenthalten, kritisieren die Leipziger Sozialmedizinerin Susanne Singer und der Arzt Thomas Schulte von der Klinik Bad Oexen in der «Deutschen Medizinischen Wochenschrift». Nach ihren Angaben ist rund die Hälfte aller Krebskranken über 70 Jahre alt.

Bei einer mehrwöchigen Reha-Behandlung könnten sich auch alte Patienten von Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung erholen und neue Kräfte für das weitere Leben sammeln, betonen die Experten. Menschen mit Darmkrebs erlernten beispielsweise den Umgang mit dem künstlichen Darmausgang, Magenoperierte erhielten wichtige Ernährungstipps. Bei vielen verantwortlichen Akteuren im Gesundheitswesen seien aber prinzipielle Zweifel an Bedarf und Nutzen von Reha-Maßnahmen verbreitet, beklagten die Mediziner.

Bei einer Befragung von fast 400 Patienten der Reha-Klinik Bad Oexen zeigte sich, dass auch alte Krebskranke zu Beginn einer Anschlussheilbehandlung unter Abgeschlagenheit, Appetitmangel, Verstopfung oder Durchfall leiden, körperlich geschwächt oder emotional angeschlagen sind. Auch Probleme im Sozialleben seien häufig, erklären die Experten. Vielen falle es schwer, in ihr früheres Leben zurückzufinden. Insgesamt sei die Lebensqualität deutlich niedriger als bei gesunden Menschen gleichen Alters.

Die Studie zeigte nach Angaben der Ärzte, dass die Rehabehandlung den Patienten helfen könne, wieder an ihr früheres Leben anzuknüpfen. Vier Monate nach Beginn der Reha habe sich die Lebensqualität in 13 von 18 Bereichen gebessert.

Sandro

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Re: Rehabilitation
« Antwort #4 am: 12. März 2009, 13:20 »
Also ich war zur Anschlussheilbehandlung in Deutschland in der Tumorbioklinik Freiburg

Dies auf Grund welcher Erkrankung/Diagnose?
  • Aufgrund eines hochmalignen B-Zell Lymphoms (ALL) bzw. einer autologen Stammzelltransplantation

War die Einreichung/Bewilligung problemlos, oder .........?
  • Das ging eigentlich recht problemlos bei der WGKK, nachdem ich jemanden gefunden hatte der dafür auch zuständig war!
    Denn es gibt für meine Krankheit in Österreich keine vergleichbare Einrichtung

Für wie lange; Anschlussrehab möglich?
  • Die Klinik nimmt Patienten 3 Wochen auf mit der möglichkeit auf verlängerung einer 4ten Woche oder ev. noch mehr
    Die Krankenkasse hat mir einen Aufenthalt von 4 Wochen gleich vorweg genehmigt und mir auch in Aussicht gestellt das ich auch noch verlängern kann

Wie warst du zufrieden mit
a) ärztl. Leitung
b) Verwaltung
c) Sonstiges
  • Dazu kann ich einfach nur sagen. Genial! Es war alles super dort. Essen war auch in Ordnung. Man konnte abends ausgehen wenn man das konnte/wollte. Es gab fast täglich irgendein Freizeitprogramm das man frei wählen konnte ob man teilnehmen will oder nicht. Würde jederzeit wieder dort hinfahren und werde das vielleicht auch heuer wieder in Anspruch nehmen!

Was vielleicht auch noch dazugesagt werden sollte ist, dass es für alle Altersgruppen geeignet ist.
Der einzige Nachteil für uns aus Österreich ist der relativ lange Anfahrtsweg.

admin

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"Keiner geht in die Frühpension, bevor er nicht in der Rehab war", so Stöger vor rund eindreiviertel Jahren im Haus der Industrie.

Ich fragte ihn dann: "Und wenn es keine Rehabeinrichtungen für uns Krebspatienten gibt, nicht einmal wegen Inkontinenz als Nebenwirkung bei Prostatakrebs/Blasenkrebs?"

Stöger:"Das darf nicht sein!"


Vor 3 Monaten im ORF-Kulturhaus-Cafe, Kamingespräch:

"Warum gibt es keine Psychologische Betreuung bei der Überbringung der Diagnose Krebs, dann Psychotherapie, Herr Gesundheitsminister?"
"Ich würde mich in so ein Krankenhaus nicht heineinlegen!", meinte Stöger nur.
Ja, ER kann sich`s richten, und das Volk ist ihm scheibar wurscht!


Das erinnert mich an Stögers derzeit regelmäßigen Ausdruck "schludern", wenn ihm beim Nichtraucherschutz die Beamten "im Regen stehen lassen", den gesetzwidrigen Raucherwirt als braven Steuerzahler bezeichnen und die Tschick eben Tschick sein lassen.


Wie soll das weiter gehen, mit der unendlichen Geschichte "Stöger allein zu Haus"? Alle paar Wochen fordern 3 Parteien seinen Rücktritt!

                            K f K
     Verein Krebspatienten für Krebspatienten
    Netzwerk Onkologischer Selbsthilfegruppen
                        Österreich
      Wien, Linz, Salzburg, Innsbruck, Graz
Initiative Rauchfreie Gaststätten www.sis.info
Zentrale: 1220 Wien, Steigenteschg. 13-1-46
 Krebs-Hotline 9 bis 21 Uhr:  0650-577-2395
kontakt@krebspatient.at  www.krebsforum.at
         Dietmar Erlacher, Bundesobmann

« Letzte Änderung: 17. August 2010, 10:59 von admin »

admin

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Stöger: "Gesamtplan Rehabilitation fehlt."
« Antwort #6 am: 17. August 2010, 00:30 »

Blödsinn!
Eine Frechheit, überhaupt hier im Beitrag onkolog. Rehabilitation zu erwähnen.
Wo gibt es die, für 35.000 Krebspatienten/Jahr?
Es fehlen selbst die Ansätze, siehe vor und nach .......!



Gesamtplan für Rehabilitation fehlt

10.08.2010 | 18:41 |   (Die Presse)

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/586795/index.do?_vl_backlink=/home/politik/innenpolitik/index.do

Gesundheitsminister will für bessere regionale Verteilung des Angebots sorgen.

Aus dem Archiv:

    * Joghurt-Türke (19.07.2010)
    * Sparen allein richtet auch nur Schaden an (09.05.2010)
    * Hauptverbands-Chef: "Spitalswesen liegt auf der Intensivstation" (19.03.2010)
    * Notstand in der Rehabilitation nach Schlaganfällen (08.11.2009)

WIEN(c.d.). Wer nach einem Herzinfarkt, einem Schlaganfall, einem Unfall oder einer Krebserkrankung zur Rehabilitation will, hat derzeit im Prinzip und je nach Schwere der Krankheit vier Möglichkeiten. Er nutzt eine stationäre oder eine ambulante Einrichtung, die entweder von Privaten oder von den Sozialversicherungen betrieben werden. Der gravierende Unterschied liegt dabei in den Kosten. Privaten wird nur ein Teil der Kosten ersetzt (siehe oben), die entweder Vereine oder eben die Patienten zu tragen haben. Viele brauchen zudem erst gar nicht wählen, weil das Angebot in Österreich nicht flächendeckend ist, auch wenn wir im Vergleich zu anderen Ländern fortschrittlich sind.

Gesundheitsminister Alois Stöger will die Rehabilitation nun systematisieren, indem er sie mit Jahresende in den Österreichischen Strukturplan Gesundheit (ÖSG) integriert. Die bisherige Planung lag beim Hauptverband der Sozialversicherungsträger, der 2009 österreichweit knapp 7300 stationäre Betten für Rehabilitation gezählt hat, mittlerweile die Hälfte davon in privaten Einrichtungen. Augenfällig dabei: Die eklatante Unterversorgung im Westen Österreichs und die erstaunlich gute Ausstattung im Süden. Was im Übrigen auch für die 25 ambulanten Versorgungseinrichtungen gilt.

Stöger will mit dem ÖSG-Plan und der damit erzwungenen gemeinsamen Planung von den Sozialversicherungen und den Ländern als Spitalserhalter für eine bessere regionale Verteilung sorgen und das Thema auch in die laufende Spitalskostendiskussion einbeziehen. Eine Bedarfserhebung auf Grundlage der Bevölkerungsstruktur soll klären, in welchen Regionen es noch Nachholbedarf gibt.

645 Betten fehlen

Der Plan des Hauptverbands weist für die nächsten Jahre jedenfalls ein Manko an 645 stationären Reha-Betten und eines von 314 ambulanten Therapieplätzen aus. Der größte Bedarf im ambulanten Sektor wäre demnach bei Krankheiten im Bewegungsapparat (118 Plätze) und nach Unfällen (73) gegeben. An dritter Stelle kommen die Behandlungen nach neurologischen Erkrankungen (52), gefolgt von Herz-Kreislauf- (27) und von Stoffwechselkrankheiten (15).

Kritisch hervorgehoben wird auch in dieser Analyse, dass die Gesundheitssysteme (wie in anderen Bereichen) nicht ausreichend miteinander vernetzt sind. Es gäbe zu viele Leistungserbringer, Financiers und aufgeteilte Kompetenzen. Gleichzeitig fehlen die rechtlichen Rahmenbedingungen.

Besonders krass sind die Mängel im Bereich der Kinderrehabilitation, die erst in den Anfängen steckt. Hier wären in den nächsten zehn Jahren 184 stationäre Betten notwendig, so die Hauptverbands-Studie. Es ist freilich noch nicht einmal klar, ob man die Kinderrehabilitation lieber in Kombination mit den Erwachsenen oder in einem eigenen Zentrum durchführen soll, heißt es im Büro von Gesundheitsminister Stöger: „Sicher ist nur, dass es nicht reichen wird, wenn in einer Einrichtung Kinderzeichnungen aufgehängt werden.“

ÖVP-Gesundheitssprecher Erwin Rasinger, der seit Jahren auf einen Ausbau der Kinderrehabilitation drängt, versteht das lange Zögern nicht: „Nicht nur, dass man den Kindern Leid erspart. Rehabilitation beeinflusst viele Krankheitsverläufe positiv.“ Damit könnten schließlich auch Kosten gespart werden – nicht zuletzt im kostenintensiven Spitalsbereich.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.08.2010)
« Letzte Änderung: 17. August 2010, 00:52 von admin »

admin

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Also ich war zur Anschlussheilbehandlung in Deutschland in der Tumorbioklinik Freiburg

Dies auf Grund welcher Erkrankung/Diagnose?

    * Aufgrund eines hochmalignen B-Zell Lymphoms (ALL) bzw. einer autologen Stammzelltransplantation

War die Einreichung/Bewilligung problemlos, oder .........?

    * Das ging eigentlich recht problemlos bei der WGKK, nachdem ich jemanden gefunden hatte der dafür auch zuständig war!
      Denn es gibt für meine Krankheit in Österreich keine vergleichbare Einrichtung

Für wie lange; Anschlussrehab möglich?

    * Die Klinik nimmt Patienten 3 Wochen auf mit der möglichkeit auf verlängerung einer 4ten Woche oder ev. noch mehr
      Die Krankenkasse hat mir einen Aufenthalt von 4 Wochen gleich vorweg genehmigt und mir auch in Aussicht gestellt das ich auch noch verlängern kann

Wie warst du zufrieden mit
a) ärztl. Leitung
b) Verwaltung
c) Sonstiges

    * Dazu kann ich einfach nur sagen. Genial! Es war alles super dort. Essen war auch in Ordnung. Man konnte abends ausgehen wenn man das konnte/wollte. Es gab fast täglich irgendein Freizeitprogramm das man frei wählen konnte ob man teilnehmen will oder nicht. Würde jederzeit wieder dort hinfahren und werde das vielleicht auch heuer wieder in Anspruch nehmen!

Was vielleicht auch noch dazugesagt werden sollte ist, dass es für alle Altersgruppen geeignet ist.
Der einzige Nachteil für uns aus Österreich ist der relativ lange Anfahrtsweg über 100 km!).

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Christoph:


Ich bin Nichtraucher, im Betrieb Passivraucher (Gastgewerbe).
Mit 44 Jahren hieß es durch Zufallsbefund: Blasenkrebs!
Somit Blase raus, Neoblase rein, Prostata raus.

Ich bin inkontinent, nebenbei auch impotent. Wenn es extrem ist, bin ich 3 Wochen in einem Wiener Krankenhaus. Das alle paar Monate. Die Kosten müssen enorm sein, Erfolg null!
Es gibt keine Rehabilitationseinrichtung mit Urologie, obwohl der häufigste Krebs (Frauen/Männer) der Prostatakrebs ist.
Ich werde nie mehr einen Beruf ausüben, bin volkswirtschaftlich .........!