Autor Thema: IQWiG bezweifelt Nutzen der PET bei malignen Lymphomen - FG. sind entsetzt  (Gelesen 6554 mal)

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Dietmar E.

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Fachgesellschaften zeigen sich entsetzt

IQWiG bezweifelt Nutzen der PET bei malignen Lymphomen

12.11.08 - Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hat ein erstes Gutachten erstellt, in dem der Nutzen der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) bei malignen Lymphomen angezweifelt wird. Experten warnen davor, die Untersuchung nicht in die Liste der Kassenleistungen aufzunehmen.

PET und das kombinierte Untersuchungsverfahren PET/CT seien seit Jahren klinischer Standard und integraler Bestandteil in der Patientenversorgung, argumentieren die Fachgesellschaften für Nuklearmedizin (DGN) sowie Hämatologie und Onkologie (DGHO). Eine negative Bewertung des IQWiG könnte den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) veranlassen, die PET nicht als Kassenleistung einzustufen. Vielen Patienten stünde die schnelle, effektive und schonende PET-Diagnostik dann nicht mehr zur Verfügung.
"Diagnostischer Stellenwert unterschätzt"

Nach langjähriger Evaluation wurde die PET beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom Anfang 2007 als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) anerkannt. Das IQWiG untersucht nun erstmals im Auftrag des G-BA den aktuellen medizinischen Wissensstand zu PET und PET/CT bei 14 verschiedenen Krankheitsbildern.

DGN und DGHO haben in zahlreichen Stellungnahmen an das IQWiG deutlich gemacht, dass die Bewertung der PET beim malignen Lymphom dem Stellenwert des Verfahrens in der Diagnostik in keiner Weise gerecht wird.

"Überlebenswichtige Konsequenzen"

Der geschäftsführende DGHO-Vorsitzende Prof. Gerhard Ehninger betont, dass "die PET heute ein international akzeptiertes Standardverfahren bei bestimmten malignen Lymphomen darstellt und für Patienten überlebenswichtige Konsequenzen hat". Aus dem Ergebnis der PET leiteten sich direkte Therapiekonsequenzen ab. "Diese Tatsache kann durch das Argument fehlender randomisierter Studien nicht wegdiskutiert werden", so Ehninger weiter.

Im Ausland längst akzeptiert

"Wir fordern die Anerkennung der FDG (Fluor-Deoxyglucose)-PET und -PET/CT bei malignen Lymphomen als klinisches Routineverfahren und damit als Bestandteil der gesetzlichen Krankenversicherung. Erst dann können wir dieses etablierte Verfahren endlich auch in Deutschland umfassend einsetzen", sagt Prof. Jörg Kotzerke, Vorsitzender des Ausschusses PET der DGN. Die FDG-PET zur Diagnostik von malignen Lymphomen werde im europäischen Ausland und in den USA bereits von den gesetzlichen Kassen bezahlt.

Eine negative Entscheidung des G-BA aufgrund des IQWiG-Berichts würde die Aufnahme der PET-Untersuchung als Bestandteil der gesetzlichen Krankenversicherung endgültig blockieren.

"IQWiG im Widerspruch zu erfahrenen Klinikern"

Laut IQWiG sei der Nutzen bei der Bestimmung des Tumorstadiums und dem Nachweis von Rezidiven ungeklärt. "Die Schlussfolgerung des IQWiG, dass FDG-PET keinen direkten Nutzen für den Patienten hat, deckt sich nicht mit der Einschätzung erfahrener Kliniker", moniert Kotzerke.

Dass die FDG-PET eine .............#
http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_onkologie_lymphome_pet_122650087442.htm&n=1
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)