Autor Thema: Krebs: Chancen auf Überleben ...........  (Gelesen 8604 mal)

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Edi

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Krebs: Chancen auf Überleben ...........
« am: 14. November 2008, 15:07 »

13/11/08,16:45, Elsevier Von Jonathan Gardner

Alter für das Krebsüberleben laut Studie nicht prädiktiv

Laut einer am 6. November veröffentlichten Studie sagt das Alter nicht die Dauer des Überlebens nach einer Krebsdiagnose voraus, was nahelegt, dass aggressivere und im Rahmen von Studien durchgeführte Behandlungen Patienten über 65 Jahren nicht vorenthalten werden sollten.

Die Studie mit 224 Krebspatienten einer Klinik in Barcelona ergab, dass Metastasen, funktioneller Status, körperliche Lebensqualität und Serumalbuminspiegel allesamt ein kürzeres Überleben vorhersagten, das Alter jedoch nicht, heißt es in einem Bericht im Independent Journal of Clinical Practice (IJCP). Das Alter der Patienten reichte von 32 bis 92 Jahren, das Durchschnittsalter war 61 Jahre. 61 Prozent der Patienten waren älter als 65 Jahre. Die Wissenschaftler vom Hospital Vall d’Hebrón und der Universität Barcelona erklärten, ihre Studie lege nahe, dass das Alter bei der Entscheidung für eine Therapie oder den Einschluss in eine Studie kein Faktor sein sollte, der funktionelle Status und chronische Erkrankungen jedoch schon.

„Die Entwicklung neuer therapeutischer Optionen hat zu signifikanten Verbesserungen im Überleben geführt, selbst bei fortgeschritteneren Erkrankungsstadien“, schrieben die Wissenschaftler unter Leitung von Dr. Eva Domingo von der Abteilung für Innere Medizin des Krankenhauses. „Bei der Anwendung dieser Therapien haben einige Studien allerdings dem Alter eine hochrelevante Rolle zugemessen, was zu einem beträchtlichen Einfluss dieses Faktors auf die getroffenen Entscheidungen geführt hat.“

60 Prozent aller Krebserkrankungen treten bei Patienten über 65 Jahren auf, aber nur 25 Prozent der Patienten in klinischen Studien repräsentieren diese Altersgruppe, betonten die Wissenschaftler in einer schriftlichen Stellungnahme.

Die Forscher rekrutierten die Patienten mit respiratorischen, gastrointestinalen, urogenitalen, gynäkologischen und hepatobiliären Krebserkrankungen, metastasierten Adenokarzinomen sowie eine Gruppe mit diversen [Tumorarten] zwischen Mai 2001 und Mai 2004 aus der Inneren Abteilung des Krankenhauses (Int. J. Clin. Pract. 2008 62:11: 1723-9 [doi:10.1111/j.1742-1241.2008.01886.x]). Ihr Überleben wurde den Autoren zufolge für ein Jahr nachverfolgt. Die Patienten wurden anhand der 100 Punkte umfassenden Karnofsky Performance Status-Skala beurteilt; ihre Komorbidität mittels Charlson-Index (der 22 chronische Erkrankungen jeweils hinsichtlich des Risikos, innerhalb eines Jahres zum Tod zu führen), ihre psychische Gesundheit anhand der 30 Punkte-Mini Mental State Examination und ihre Lebensqualität mit der Short Form-36-Skala, so die Wissenschaftler. Zudem wurden Body Mass Index, Serumalbumin- und Cholesterinspiegel gemessen.

Faktoren mit signifikantem unabhängigem Einfluss auf das Überleben waren Metastasierung (Hazard Ratio 2,4 für ein kürzeres Überleben bei jenen mit Metastasen), funktioneller Status (HR 0,95 für jene mit besserem Karnofsky-Score), Lebensqualität (HR 0,98 für jene mit besseren Scores in der physischen Unterskala des SF-36-Test) sowie Serumalabumin (HR 0,65 für jene mit auffälligen Befunden), sagten die Wissenschaftler.

„Die große Spannbreite hinsichtlich der funktionellen Reserve und der Lebenserwartung verpflichtet Ärzte dazu, Nutzen und Risiken einer Krebstherapie auf individueller Basis zu bestimmen“, schrieben die Wissenschaftler. „Dies wird negative Einstellungen im Zusammenhang mit dem Alter verhindern und älteren Patienten ermöglichen, die optimale Gesundheitsversorgung zu bekommmen.“

Ärzte sollten „Vorurteile oder vorab etablierte Konzepte im Hinblick auf Alter vermeiden“, folgerten sie.

Evi

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Krebs in den USA
« Antwort #1 am: 26. November 2008, 21:37 »
26. November 2008

Atlanta – In den USA erkrankten seit Beginn des Jahrzehnts jedes Jahr weniger Menschen an Krebs. Die Sterblichkeit ist sogar seit 15 Jahren rückläufig. Dies geht auf einem jetzt im Journal of the National Cancer Institute (2008; doi: 10.1093/jnci/djn389) publizierten Jahresbericht hervor.

Der Bericht umfasst den Zeitraum von 1975 bis 2005. Ein Rückgang der Krebsinzidenz ist seit 1999 erkennbar. Er hat sich von 0,8 Prozent auf zuletzt (2001-05) 1,8 Prozent beschleunigt. Um diesen Prozentsatz sinkt jedes Jahr die Zahl der diagnostizierten und den Krebsregistern des Landes gemeldeten Erkrankungen. Verantwortlich für den erfreulichen Trend ist ein Rückgang der drei häufigsten Krebserkrankungen bei Männern (Lunge, Kolon/Rektum und Prostata) und von zwei der drei häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen (Brust und Kolon/Rektum). Beim Mammakarzinom ist es nach vielen Jahren des Inzidenzanstiegs 2002/2003 erstmals zu einem Rückgang gekommen. Er wird auf den Einruch bei der postmenopausalen Hormontherapie nach der Publikation der Women's Health Initiative Study zurückgeführt.

Aber auch Fluktuationen in der Inanspruchnahme der Mammografie könnten
 
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=34537

Jutta

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KREBS - Ich will leben!
« Antwort #2 am: 10. April 2009, 23:47 »

Studie: Immer mehr Patienten in Europa überleben Krebs

24.03.2009 | 14:13 |  (DiePresse.com)

Besonders bei Lungen-, Magen- und Darmkrebs haben sich die Chancen auf eine Heilung verbessert. Die Erfolge variieren europaweit aufgrund unterschiedlicher Prävention und Behandlungen.

In Europa werden immer mehr Patienten von Krebs für immer geheilt. Das ist das Ergebnis einer Studie der European Cancer Organisation (ECCO). Demnach haben sich besonders die Aussichten bei Lungen-, Magen- und Darmkrebs gebessert. Der Anteil der vollständig geheilten Patienten stieg in den 1990er Jahren bei Lungenkrebs von sechs auf acht Prozent, bei Magenkrebs von 15 auf 18 Prozent und bei Darmkrebs von 42 auf 49 Prozent. Die geheilten Patienten hätten dieselbe Lebenserwartung wie der Rest der Bevölkerung, schreiben die Autoren der Studie im am Dienstag erschienenen "European Journal of Cancer".

Der Studie liegen den Angaben zufolge Daten von mehr als 13,5 Millionen Menschen zugrunde, bei denen zwischen 1978 und 2002 Krebs diagnostiziert worden war. Die Forscher analysierten, welcher Anteil nicht nur - die in der Krebsmedizin üblicherweise betrachteten - ersten fünf Jahre überlebt hat, sondern tatsächlich als geheilt gelten kann. Dafür verglichen sie das Schicksal von Krebspatienten aus den beiden Zeiträumen 1988 bis 1990 und 1997 bis 1999.
Meisten Heilungen in Island, Frankreich und Finnland

In Europa liegen die Zahlen der Heilungserfolge weit auseinander: Bei Männern werden je nach Land 21 bis 47 Prozent vollständig geheilt, bei Frauen 38 bis 59 Prozent. Insgesamt wurden die meisten erkrankten Männer in Island geheilt (47 Prozent), die meisten Frauen (59 Prozent) in Frankreich und Finnland. Polen schnitt europaweit am schlechtesten ab. Dort lag der Anteil der geheilten Patienten bei Männern bei 21 Prozent und bei Frauen bei 38 Prozent. Grund für die europaweit stark abweichenden Zahlen sei unter anderem die Häufigkeit der verschiedenen Krebsarten sowie unterschiedliche Vorbeugemaßnahmen, Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten.

So lag der Anteil der geheilten Lungenkrebspatienten in Dänemark, Tschechien und Polen mit weniger als fünf Prozent europaweit am niedrigsten, während in Frankreich und Spanien mit mehr als zehn Prozent die meisten Patienten geheilt werden. Auch bei Darmkrebserkrankungen lagen Polen und Tschechien zusammen mit Slowenien mit weniger als 30 Prozent geheilten Patienten hinten - während 49 Prozent der Erkrankten in Frankreich gerettet werden. Bei der Heilung von Brustkrebs bilden Polen, Tschechien und Slowenien ebenso europaweit das Schlusslicht. Als Grund dafür sehen die Wissenschafter die Einführung von Brustkrebs-Screenings Mitte der 1990er in vielen westeuropäischen Ländern.

Beim Prostatakrebs belegt Frankreich mit einer Heilungsrate von mehr als 60 Prozent zwar den Spitzenplatz in Europa, dies könne auch auf einer intensiven Früherkennung beruhen. Dadurch würden auch zahlreiche Krebsgeschwüre entdeckt, die im Laufe des Lebens des Patienten möglicherweise nie Probleme verursacht und nicht zum Tode geführt hätten.

Yoga & Krebs

Brustkrebs: Mehr Lebensqualität durch Yoga

Patientinnen mit Brustkrebs profitieren laut einer aktuellen US-amerikanischen Untersuchung von speziell zusammengestellten Yoga-Übungen. Ein maßgeschneidertes Programm – bestehend aus behutsam durchgeführten Figuren (Asanas), Atemübungen und Meditation – hat demnach positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden. Die kleine Studie wurde von James Carson und Kollegen vom Duke University Medical Center in Durham, North Carolina, durchgeführt.

"Die positiven Effekte sind weniger Schmerzen und chronische Müdigkeit sowie ein Mehr an Energie, Entspannungsfähigkeit und Ausgeglichenheit", beschreibt Studienleiter Carson. Vor allem Frauen mit fortgeschrittener Mammakarzinom-Erkrankung bräuchten effektive Möglichkeiten, um die Symptome besser in den Griff zu bekommen. Diesen Zweck habe das individuelle Programm erfüllt, heißt es im "Journal of Pain and Symptom Management".

Mehr Energie und Akzeptanz

13 Frauen, deren Krebs sich von der Brust ausgehend in weitere Teile des Körpers ausgebreitet hatte, nahmen unter der Aufsicht von Carson und Kollegen an einem achtwöchigen Yoga-Programm teil. Die Patientinnen waren durchschnittlich 59 Jahre alt, der Zeitpunkt der Erstdiagnose lag rund sieben Jahren zurück. Das Yoga-Programm wirkte sich positiv auf die Energie der Frauen und auf ihre Einstellung in Bezug auf die Erkrankung aus, berichten die Forscher.

"Das Schmerzempfinden ließ in der Tendenz nach und die Entspannungsfähigkeit der Probandinnen nahm zu", heißt es weiter in dem Bericht. Die positiven Effekte konnten laut Studie nicht nur unmittelbar nach dem Training, sondern auch noch am darauf folgenden Tag festgestellt werden. Die Studie zeige erstmals, welch wertvollen Nutzen ein abgestimmtes Yoga-Training für schwer kranke Frauen darstellen könne.

Quelle: Reuters Health

Ernährung während der medizinischen Krebstherapie

Welche Ernährung während der medizinischen Krebstherapie?

Da durch die Erkrankung der Nährstoff- und der Energiebedarf erhöht ist, steht eine optimale Versorgung mit Nährstoffen im Vordergrund, um die Abwehrkräfte zu stärken und eine bessere Voraussetzung für diese zu erhalten. Die Ernährung ist keine Waffe gegen den Krebs, aber hilft die Voraussetzungen für ein besseres Befinden zu schaffen. Um eine optimale Versorgung mit Nährstoffen zu gewährleisten, eignet sich eine Vollwertkost die auf den in der Regel angegriffenen Darm abgestimmt ist.

Hier einige Richtlinien:

    * Nehmen Sie häufig kleine Mahlzeiten ein. Bis zu 8 Portionen. Dabei nicht hastig essen und gut kauen.
    * Ernähren Sie sich abwechslungsreich. Z.B. nicht ausschließlich helle Brötchen oder Kartoffelbrei verzehren oder nur Süßspeisen zum Nachtisch essen.
    * Obst und Gemüse (auch als Saft) sollte Sie häufig zu sich nehmen . Das Obst sollte reif sein.
    * In der ersten Zeit z.B. nach einer OP sollte es nur in gegarter Form gegessen werden. Dann langsam aufbauend Äpfel, Aprikosen, Birnen, später, wenn es vertragen wird, auch Beeren (allerdings Vorsicht mit (Himbeeren). Möglichst keine Zitrusfrüchte.
    * Säfte sollten erst ganz zum Schluß dazugegeben werden.
    * Gerichte aus Vollkornflocken, Naturreis, Knäckebrot, Vollkornbrot (fein gemahlen) aus verschiedenen Getreidearten in den Speiseplan integrieren.
    * Milchprodukte, Frischkäse und milde Käsesorten häufig verzehren..
    * Joghurt wirkt entblähend.
    * Verwenden Sie Fette mit niedrigem Schmelzpunkt. Z.B. Butter, ungehärtete Pflanzenmargarine,
    * Pflanzenöle. Mit dem Fett sparsam sein.
    * Trinken Sie reichlich. Am besten zwischen den Mahlzeiten. Geeignet sind Kräutertees, Mineralwässer, milder röststoffarmer Kaffee, schwarzer Tee.
    * Meiden Sie Nahrungsmittel, die schlecht vertragen werden.

Nicht empfehlenswert sind:

Sehr fette und/oder süße Speisen, z.B.: Paniertes, Pommes Frites, fetter Braten, fette Fleisch- und Wurstwaren. Schokolade, Marzipan, Nougat, Pralinen, fettes Gebäck. wie Buttercreme-, Sahnetorten und Sandgebäck, sowie in Fett Gebackenes.

Blähendes Gemüse, wie Erbsen, Bohnen, Linsen, grober Kohl, Hülsenfrüchte, Zwiebeln, Gurken, Paprikaschoten) sowie Salate daraus

Säurereiches Obst, wie Stachelbeeren, Johannisbeeren, Rhabarber, Zitronen, Grapefruit.

Außerdem kann es zu Blähungen kommen bei scharfen Gewürzen oder geräucherten, gesalzenen Speisen (Salzhering, Essiggemüse, Räucherfisch, Fischkonserven), frischem Brot, kohlensäurereichen Getränken, Kaffee und Alkohol

Auch der Fleischkonsum sollte eingeschränkt werden, um den manchmal auftretenden erhöhten Harnsäurewerten entgegenzuwirken. Durch die Zerstörung der Tumorzellen erhöht sich der Harnsäurewert. Als Ausweichmöglichkeit bieten sich Milch- und Milchprodukte, Sojaprodukte, Käse und Eier an.


Quelle: Deutsche Krebshilfe

Geri

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Krebs: Chancen auf Überleben in den USA besser als in Mitteleuropa?
« Antwort #3 am: 25. August 2009, 20:40 »

Dienstag, 25. August 2009

Krebs auf dem Rückzug

East Lansing – Die Krebsmortalität sinkt in allen Altersgruppen kontinuierlich. Eine Arbeitsgruppe der Michigan State University ermittelte, dass vor allem junge Jahrgänge weniger Todesfälle durch Krebserkrankungen verzeichnen. Das Fachblatt Cancer Research publiziert die Studie in seiner aktuellen Ausgabe (Cancer Res 2009; 69: 6500-6505).

Die Öffentlichkeit erhält dagegen häufig Berichte über einen Anstieg der Inzidenzraten verschiedener Krebstypen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO nimmt an, dass es im kommenden Jahr mehr Tote durch Krebs als durch Herzerkrankungen geben wird.

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/37826/Krebs_auf_dem_Rueckzug.htm

Anm.:
In den USA wird immer weniger geraucht!
Dies im Gegensatz zu Österreich (4 Passvrauchtote und 38 Rauchertote täglich)!
DAS könnte mit ein Grund sein!

Geri

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USA: Sterberate an Krebs sinkt weiter
« Antwort #4 am: 04. April 2011, 00:35 »
Freitag, 1. April 2011

USA: Sterberate an Krebs sinkt weiter
Springfield – In den USA hat sich der erfreuliche Rückgang der Krebssterberate fortgesetzt. Der jüngste Jahresbericht im Journal of the National Cancer Institute (JNCI 2011; doi: 10.1093/jnci/djr077), der den Zeitraum bis 2007 erfasst, zeigt erstmals auch bei Frauen einen Rückgang der Lungenkrebssterblichkeit.

Wie Betsy Kohler von den North American Association of Central Cancer Registries in Springfield/Illinois mitteilt, geht bei Männern die Sterberate an Lungenkrebs seit mehr als einem Jahrzehnt zurück.

Bei Frauen war sie bisher jedes Jahr gestiegen, was allgemein als Folge des lange Zeit zunehmenden Tabakkonsums von Frauen angesehen wird. Der Lungenkrebs ist nicht die häufigste Krebsart, aufgrund der hohen Sterblichkeit ist er aber in beiden Geschlechtern für die meisten Todesfälle verantwortlich. Die meisten Erkrankungen und Todesfälle sind vermeidbar, da Lungenkrebs überwiegend auf das Tabakrauchen zurückzuführen ist.

zum Thema

    zur Studie
    Pressemitteilung der US-National Cancer Institute
    Pressemitteilung des Dana-Farber Cancer Institute
    Pressemitteilung des JNCI
    North American Association of Central Cancer Registries

Insgesamt ist die Sterberate an Krebserkrankungen im Zeitraum zwischen 2003 und 2007 in den USA um 1,6 Prozent pro Jahr gesunken. Auch die Inzidenz nimmt um 1 Prozent pro Jahr ab. Nicht bei allen Krebserkrankungen gibt es diesen positiven Trend.

Bei Männern steigt die Inzidenz von Krebserkrankungen in Leber, Niere und Pankreas. Auch das Melanom wird häufiger. Mit der Ausnahme von Nierenkrebs hat auch die Zahl der Todesfälle an diesen Krebserkrankungen zugenommen.

Bei Frauen nehmen Krebserkrankungen in Niere, Schilddrüse und Pankreas zu, ebenso Leukämien und Melanome. Die Sterberate ist bei Pankreas- und Leberkrebs angestiegen. Auch die Sterberate am Uteruskarzinom steigt, nachdem es hier zwischen 1975 und 1997 einen Rückgang gegeben hatte.

Insgesamt gibt es bei sieben der zehn häufigsten Krebserkrankungen einen anhaltenden Rückgang der Todesfälle. Dies sind bei beiden Geschlechtern: Kolorektalkarzinom, Hirntumoren, Magenkrebs, Nierenkrebs, Non-Hodgkin-Lymphom, Leukämie und Plasmozytom.

Bei Männern sinkt auch die Sterbezahl bei Lungen-, Prostata- und Kopf-Halstumoren, bei Frauen bei Brustkrebs und Blasenkrebs und in jüngster Zeit auch bei Krebserkrankungen in Ovar, Zervix und wie erwähnt der Lunge.

Der Krebsreport hat jedes Jahr einen Schwerpunkt. Dieses Jahr befassten sich Kohler und Mitarbeiter intensiv mit Hirntumoren. Hier gibt es seit 1987 einen erfreulichen Trend. Die Inzidenz der neuroepithelialen Tumoren, zu denen auch das Glioblastom zählt, der häufigste bösartige Hirntumor, geht seither um 0,4 Prozent zurück.

Zuvor war er um 2 Prozent pro Jahr angestiegen. Nicht jeder Hirntumor ist tödlich: Die gutartigen Tumoren sind doppelt so häufig wie die Malignome. An erster Stelle steht hier das Meningeom, das bei Frauen 2,3 Mal häufiger ist als bei Männern. © rme/aerzteblatt.de