Autor Thema: Die neue europäische Herzinfarkt-Leitlinie  (Gelesen 4570 mal)

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Sissi

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Die neue europäische Herzinfarkt-Leitlinie
« am: 15. November 2008, 12:14 »
Perkutane Koronarintervention ist erste Wahl
Neue Infarkt-Leitlinie: Tempo, Tempo

14.11.08 - Die neue europäische Herzinfarkt-Leitlinie betont die Bedeutung des schnellstmöglichen Transports in eine gut ausgerüstete Einrichtung. Anzustreben sei die Reperfusion mittels Stenting oder Ballon-Angioplastie innerhalb von zwei Stunden.

ST-Hebung im Infarkt-EKG. Foto: Elsevier Urban & Fischer

In der Klinik überleben etwa 95 Prozent der Patienten einen Herzinfarkt. Doch immer noch sterben 30 bis 50 Prozent, bevor sie im Krankenhaus ankommen. Dieser Erkenntnis trägt die neue Herzinfarkt-Leitlinie der Europäischen Kardiologischen Gesellschaft (ESC) zum Management des ST-Hebungs-Infarkts (STEMI) Rechnung.

Prof. Frans Van de Werf aus dem belgischen Leuven, Chairman der mit dem Erstellen der neuen Leitlinie betrauten Task Force, sieht eine große Chance, die Überlebensraten deutlich zu steigern. Den Schlüssel hierzu bilden frühe Diagnose und schnelles Risiko-Assessment.

    * Therapie der Wahl ist die perkutane Koronarintervention mittels Stenting oder Ballondilatation binnen zwei Stunden nach dem ersten Arztkontakt.
    * Lässt sich dieses Ziel nicht realisieren (beispielsweise weil eine geeignete Klinik nicht schnell genug erreichbar ist), sollte spätestens 30 Minuten nach dem ersten Arztkontakt mit Thrombolyse begonnen werden - ob nun ambulant oder stationär. An eine erfolgreiche Thrombolyse sollte sich in der Regel eine Koronarangiographie anschließen.

http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_allgemeinmedizin_notfall_herzinfarkt_122667490655.htm

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