Autor Thema: Was ist eine Operation  (Gelesen 18679 mal)

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christina62

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Was ist eine Operation
« am: 08. Mai 2007, 21:29 »
Eine Operation (kurz: Op.) ist ein instrumenteller Eingriff am oder im Körper eines Patienten zum Zwecke der Therapie, seltener auch der Diagnostik. Der Patient oder der gesetzliche Vertreter muss bei geplanten Eingriffen nach entsprechender Aufklärung eine Einverständniserklärung abgeben, um der Körperverletzung zu zustimmen.

Bei Eingriffen im Körper kann man drei Phasen unterscheiden: Zugang, Operation im engeren Sinne und Verschluss des Zugangs. Endoskopische Operationen vermindern den Umfang des Gewebsschadens ausschließlich des Zugangs und allein hierdurch den operativen und postoperativen Schmerz. Bei neurochirurgischen Operationen beansprucht der Zugang, nämlich die Schädeleröffnung, einen nicht unerheblichen zeitlichen Anteil.

Um Schmerzfreiheit zu gewährleisten wird die Operation in Anästhesie in Form einer Intubationsnarkose oder Regionalanästhesie wie Spinalanästhesie, Periduralanästhesie oder gar nur Lokalanästhesie durchgeführt. Zuständig hierfür ist der bei der Operation anwesende Anästhesist oder bei reiner Lokalanästhesie der operierende Chirurg oder andere Fachvertreter, der Operateur. Durchgeführt wird die Operation – mit Ausnahme kleinerer Eingriffe – meist in einem speziellem Operationssaal.

Schwerpunktmäßig befasst sich mit solchen Eingriffen die Chirurgie , aber auch andere medizinische Fachgebiete (operative Fächer) stützen sich auf die Operation als Heilmethode: Gynäkologie, Geburtshilfe, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Augenheilkunde und Urologie.

Eine der am häufigsten durchgeführten Operationen ist der Kaiserschnitt. Eine häufig notfallmäßig durchgeführte Operation ist die Entfernung des Wurmfortsatzes (Appendektomie) bei der so genannten Appendizitis.

Nach der Dringlichkeit eines solchen Eingriffs darf man unterscheiden:

Notoperationen, die im Interesse des Patienten unverzüglich durchgeführt werden müssen,
dringliche Operationen, die innerhalb eines definierten kurzen Zeitraumes (24 Stunden) vollzogen werden sollten und
Wahloperationen, besser als elektive Operationen zu bezeichnen. Hier darf der Zeitpunkt des Eingriffs fast frei gewählt werden.

Nachzulesen in  http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_%28Medizin%29

lg christina
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Betreue die Unterforen Brustkrebs, Eierstockkrebs, Gebärmutterhalskrebs

Richi

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Operation? Schlafapnoe melden!
« Antwort #1 am: 26. April 2008, 09:59 »
Einfaches Screening auf obstruktive Schlafapnoe

Vor Operation vier einfache STOP-Fragen

23.04.08 - Patienten mit unbehandeltem obstruktiven Schlafapnoesyndrom tragen ein erhöhtes Vollnarkose-Risiko. Vier einfache Fragen im Vorfeld einer Op. helfen, Kandidaten für weitergehende Schlafapnoe-Diagnostik zu identifizieren.


Bei neun von zehn betroffenen Frauen ist eine obstruktive Schlafapnoe gar nicht bekannt.

Schätzungen zufolge ist das obstruktive Schlafapnoesyndrom mit einer Häufigkeit von bis zu 25 Prozent verbreitet. Doch 80 Prozent der betroffenen Männer und 93 Prozent der Frauen sind sich dieses gesundheitlichen Problems gar nicht bewusst.

Da Schlafapnoiker durch Vollnarkosen vermehr gefährdet sind, hat ein Team um die Anästhesistin Francis Chung von der Universität Toronto ein einfaches Screening-System entwickelt und erprobt (Anesthesiology 108 [2008] 812-821). Ihre vier STOP-Fragen lauten:

S (snoring): Schnarchen Sie laut?

T (tiredness during daytime): Fühlen Sie sich tagsüber häufig müde?

O (observed apnea): Hat schon mal jemand beobachtet, dass im Schlaf Ihre Atmung aussetzt?

P (high blood pressure): Wurden oder werden Sie wegen Bluthochdruck behandelt?

Wie der Abgleich mit einem polysomnografisch ermittelten Apnoe-Hypopnoe-Index ergab, ist von einer deutliche erhöhten Schlafapnoe-Wahrscheinlichkeit auszugehen, wenn mindestens zwei dieser Fragen bejaht werden.

Nimmt man erhöhten Bodymass-Index, Alter über 50, großen Halsumfang und männliches Geschlecht als Hilfskriterien hinzu, steigt die Sensitivität des STOP-Screenings auf annähernd 100 Prozent.


Evi

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WHO-Checkliste für Operation
« Antwort #2 am: 26. Januar 2009, 17:57 »
26/01/09,12:00, Elsevier

Checkliste hilft, Operationsprobleme zu vermeiden

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine Checkliste entwickelt, die Operationskomplikationen und Todesfälle senken hilft…

Eine einfache von der WHO entwickelte und veröffentlichte Checkliste für Chirurgen könnte Millionen Leben retten. Schwere Komplikationen ließen sich demnach um etwa ein Drittel senken, Todesfälle sogar um 40 Prozent. Erfolge durch die Checkliste haben sich bereits in Industrieländern und Entwicklungsländern erzielen lassen.

Der Checkliste zugrunde liegt die Erfassung der Daten von 7.700 Patienten aus acht Staaten. Die Hälfte der Patienten war mit Einsatz der Checkliste, die andere Hälfte ohne Checkliste operiert worden. In der Checkliste werden drei Phasen der Operation erfasst: Vor Einleitung der Narkose, vor der Hautinzision und vor Verlassen des Operationsraums. Dabei wird nach der Kenntnis und Dokumentation wichtiger Daten zur Person, Operation und etwa Problemen wie Allergien gefragt. Einzuschätzen und zu prüfen sind die Risiken für Aspiration und Blutverlust, antizipierte kritische Ereignisse, Antibiotikaprophylaxe sowie Vollständigkeit der OP-Utensilien, Etikettierung von Proben, u.a. Das Ausfüllen der Checkliste nimmt nur wenige Minuten in Anspruch.

Erprobt wurde http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_Praxisradar_Detail?articleItemId=09e3c0bd97b7882e304d8cf19b4653d4

Werner

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2013-05-29 / 13:45:57 / Fischill PR

"Moderne Krebsbehandlung ist ohne innovative Chirurgie nicht denkbar - Funktionserhalt und Rekonstruktion als zentrale Aufgaben" - BILD
 

Utl.: Die chirurgische Onkologie lud anlässlich des 54. ö.
      Chirurgenkongresses am 29. Mai zum Publikumstag =
Wien (OTS) - "Ziel ist nicht nur die Tumorentfernung, sondern auch
der möglichst weitgehende Erhalt oder - wenn notwendig - die
Rekonstruktion von Funktion und Aussehen der Brust", erklärte Univ.
Prof. Dr. Manfred Frey, Leiter der Abteilung für Plastische und
Rekonstruktive Chirurgie am AKH Wien und Präsident der
Österreichischen Gesellschaft für Chirurgie anlässlich des
Publikumstages am 29. Mai in Wien. Betroffene und Interessierte
hatten dabei die Möglichkeit,sich umfassend zu informieren und mit
Experten zu diskutieren.
Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/4183
   Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
~
Rückfragehinweis:
   Fischill PR, Tel.: 01/408 68 24,
   mailto:office@fischill.at


admin

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Süßholz lindert Beschwerden nach Intubation


Wien (OTS) - In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gilt
Süßholz als "Wundermittel". Eine aktuelle Studie der
Universitätsklinik für Anästhesie, Allgemeine Intensivmedizin und
Schmerztherapie der MedUni Wien belegt nun erstmals wissenschaftlich
die Heilkraft dieser als Lakritze erhältlichen Natursubstanz.

Die ForscherInnen untersuchten in ihrer Studie PatientInnen, die nach
einer Lungenoperation einen besonders dicken Tubus (sogenannter
Doppellumen-Tubus) benötigen und dadurch häufig an Halsschmerzen,
Heiserkeit und Husten leiden. Durch die Verabreichung von Süßholz
reduzierte sich die Häufigkeit der postoperativen Beschwerden
deutlich. Viel wichtiger noch, die PatientInnen waren äußerst
zufrieden und klagten über bedeutend weniger mit einer Anästhesie
verbundene Nebenwirkungen wie Halsschmerzen, Husten und Heiserkeit.

Studienleiter Kurt Rützler von der Universitätsklinik für Anästhesie,
Allgemeine Intensivmedizin und Schmerztherapie der MedUni Wien nennt
einen weiteren wichtigen Vorteil: "Die üblicherweise auftretenden
Nebenwirkungen sind für die PatientInnen nicht nur subjektiv störend,
sie können auch den chirurgischen Erfolg negativ beeinflussen. Zum
Beispiel kommt es bei Husten nach Lungenoperationen und nachfolgenden
starken Schmerzen zu einer verminderten Atmung, die letztlich zum
Kollabieren eines ganzen Lungenabschnitts führen kann."

Kostengünstiges und rezeptfrei erhältliches Heilmittel

Als Folge der soeben im Wissenschaftsmagazin "Anesthesia & Analgesia"
veröffentlichten Studie wird Süßholz bereits an drei europäischen
Kliniken allen präoperativen PatientInnen offeriert. Ein wesentlicher
Vorteil von Süßholz liegt auch in der einfachen Anwendung, Süßholz
ist als Reinsubstanz in jeder Apotheke rezeptfrei erhältlich.
"PatientInnen können sich aber auch Lakritzestangen oder
Lakritzetaler kaufen und erreichen damit ähnlich gute Ergebnisse wie
mit Süßholz", so Rützler.

Weitere medizinische Anwendungsmöglichkeiten von Süßholz werden
erforscht

Die genaue Wirkweise von Süßholz ist allerdings noch völlig unklar.
Das Forschungsteam der MedUni Wien konnte jedoch im Süßholz 17
Sub-Substanzen identifizieren. Einigen davon schreibt die TCM
besondere Wirkungen zu. Die ForscherInnen arbeiten nun daran, dieses
TCM-Wissen auf solider wissenschaftlicher Basis zu hinterfragen. Von
besonderer Bedeutung erscheint laut Rützler in diesem Zusammenhang
die entzündungshemmende Wirkung sowie der positive Einfluss auf die
lokale Wundheilung, etwa in der Mund- und Kieferchirurgie.

Service: Anesthesia & Analgesia

"A Randomized, Double-Blind Comparison of Licorice Versus Sugar-Water
Gargle for Prevention of Postoperative Sore Throat and Postextubation
Coughing". Kurt Ruetzler, Michael Fleck ,Sabine Nabecker, Kristina
Pinter, Gordian Landskron, Andrea Lassnigg, Jing You and Daniel I.
Sessler. DOI: 10.1213/ANE.0b013e318299a650.



http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BC%C3%9Fholz

+

http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BC%C3%9Fh%C3%B6lzer