Autor Thema: Leber .......... Leberkrebs  (Gelesen 3937 mal)

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Josef

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Leber .......... Leberkrebs
« am: 25. November 2008, 23:28 »

25.11.2008 
   
   Manns: „Zeitbombe unentdeckte Lebererkrankungen – dramatischer Zuwachs an Leberkrebs“

Rund ein Viertel der Erwachsenen in Deutschland hat vermutlich zu hohe Leberwerte. Darauf deuten Erkenntnisse aus einer repräsentativen Gesundheitsstudie hin, die die Universität Greifswald von 1997 bis 2006 an mehr als 4.200 Probanden in Mecklenburg-Vorpommern durchführte. Die SHIP-Studie (Study of Health in Pomerania) zeigt, dass von den untersuchten 4.224 Personen zwischen 20 und 79 Jahren rund 25 Prozent erhöhte Leberwerte aufwiesen. Von den 1.037 Personen mit erhöhten Leberwerten hatten mehr als die Hälfte eine Fettleber. „Hochgerechnet auf die Gesamtbevölkerung in Deutschland haben damit mehrere Millionen Menschen Zeichen einer Leberentzündung, die schwere gesundheitliche Folgeschäden bis hin zur Entwicklung eines Leberkrebses nach sich ziehen kann,“ sagte Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung anlässlich des 9. Deutschen Lebertages.

Der weitaus größte Teil der Betroffenen ahne nichts von einer möglichen Erkrankung, weil eine kranke Leber nicht schmerzt und erst spät relativ unspezifische Symptome zeige. Falsche Ernährung, Übergewicht und die damit oft verbundene Fettleber gelten heute als eine der Hauptursachen für eine Leberentzündung. Aber auch Alkoholmissbrauch und eine Infektion mit Hepatitis-Viren sind für einen großen Teil der .......... http://www.journalmed.de/newsview.php?id=23748
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Werner

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Schutz vor Leberkrebs
« Antwort #1 am: 30. November 2012, 22:03 »


NSAID und Aspirin schützen vor Leberkrebs

Freitag, 30. November 2012

dpa

Bethesda – Patienten, die langfristig nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAID) einnahmen, erkrankten in einer prospektiven Beobachtungsstudie im Journal of the National Cancer Institute (2012; doi: 10.1093/jnci/djs452) seltener an einem hepatozellulären Karzinom. Für Acetylsalicylsäure (ASS) war auch eine niedrigere Sterberate an chronischen Lebererkrankungen nachweisbar.

Das hepatozelluläre Karzinom (HCC) ist die Folge einer chronischen Leberentzündung, der Hepatitis. ASS und NSAID können zwar die bekannten Ursachen (Hepatitis-Viren, Alkohol und vielleicht auch Adipositas und Diabetes) nicht abstellen, sie mildern aber unter Umständen die Entzündungsreaktion, so dass die Ergebnisse von Vikrant Sahasrabuddhe durchaus biologisch plausibel sind.
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Der Epidemiologe am US-National Cancer Institute in Bethesda/Maryland hat die Daten der NIH-AARP Diet and Health Study ausgewertet, die seit Mitte der 90er Jahre mehr als eine halbe Million US-Amerikaner im Alter von 50 bis 71 Jahren regelmäßig befragt. 300.504 Männer und Frauen hatten in den Fragebögen Angaben zur Einnahme von ASS oder NSAID gemacht. Sahasrabuddhe glich die Ergebnisse mit den Einträgen in Krebsregistern ab. In den ersten 10 bis 12 Jahren kam es zu 250 Neuerkrankungen am HCC und zu 428 Todesfällen am chronischen Leberversagen (CLD).

zum Thema

    Abstract der Studie im Journal of the National Cancer Institute
    Editorial
    Pressemitteilung des Journals
    NIH-AARP Diet and Health Study

aerzteblatt.de

    Krebssterblichkeit: ASS weniger präventiv
    Warum Aspirin und Metformin vor Krebs schützen

Für die Teilnehmer, die regelmäßig ASS einnehmen, ermittelte Sahasrabuddhe ein um 41 Prozent vermindertes Erkrankungsrisiko auf ein HCC und ein um 45 Prozent vermindertes Sterberisiko am CLD. Die anderen NSAID senkten nur das CLD-Sterberisiko um 26 Prozent. Ein signifikanter Einfluss auf das HCC-Risiko war nicht nachweisbar.

Die Ergebnisse stützen die Hypothese des britischen Epidemiologen Peter Rothwell, Universität Oxford, der ebenfalls eine primärpräventive Wirkung von ASS gegen Krebser­krankungen vermutet und jüngst durch eine Meta-Analyse belegen konnte (Lancet 2012; 379: 1602-1612). Rothwell und Sahasrabuddhe lassen jedoch offen, ob die mögliche Krebsprävention durch ASS (und vielleicht auch durch NSAID) sich günstig auf die Gesamtsterblichkeit auswirkt. Hier könnten die Vorteile der verminderten krebsspezifischen Mortalität durch ASS-Einnahme durch das erhöhte Risiko von gastrointestinalen Blutungen aufgehoben werden.

Beim HCC kommt hinzu, dass der Krebs durch andere Maßnahmen in hohem Maße vermeidbar ist. Gegen Hepatitis B