Autor Thema: Ärzte Beurteilung - warum nicht?  (Gelesen 2928 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Evi

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 572
  • Geschlecht: Weiblich
Ärzte Beurteilung - warum nicht?
« am: 05. Dezember 2008, 00:16 »

Irland: Patientenbefragungen über Qualität der Ärzte

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Dublin – Irische Hausärzte stellen sich auf neue Zeiten ein. Der Grund: das Dubliner Gesundheitsministerium begann kürzlich damit, Patienten zu bitten, ihren Hausarzt sowie die Serviceleistungen der Hausarztpraxis zu bewerten. Laut Gesundheitsministerium solle dies zur Verbesserung der primärärztlichen Versorgungsqualität führen. Doch innerhalb der irischen Ärzteschaft ist die Aktion kontrovers.

Gesundheitsminister Mary Harney forderte jetzt rund 400 irische Hausärzte des staatlichen Gesundheitswesens auf, sich von ihren Patienten kritisch bewerten zu lassen. Die Idee: In den Primärarztpraxen werden Fragebögen an die Patienten verteilt. Das Ausfüllen dauert nicht länger als zehn Minuten, mehr als 20 Fragen werden gestellt. „Sind sie mit ihrem Hausarzt zufrieden?“ „Verstehen sie das, was ihnen ihr Arzt erklärt“ „Ist ihr Hausarzt freundlich?“ – diese und andere Fragen werden gestellt. Der Patient füllt den Fragebogen anonym aus.

Die Ergebnisse werden ............http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=34653

Edi

  • Global Moderator
  • intensiv Benutzer
  • *****
  • Beiträge: 471
  • Geschlecht: Männlich
Werden Krebspatienten optimal versorgt?
« Antwort #1 am: 11. Januar 2009, 15:56 »
08.01.2009
   
Gesundheitspolitik   
   
   Überprüfbare Versorgungsqualität für Krebskranke

Im Rahmen einer Initiative des Berufsverbandes der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in Deutschland (BNHO) e.V. fördert die Deutsche Krebshilfe ein Projekt, das zur besseren Qualität und Transparenz in der Onkologie beitragen und die Patientenperspektive stärker berücksichtigen soll. Dabei wird die Qualität in der Krebsversorgung präzise beobachtet und gemessen. In dem wissenschaftlichen Projekt werden dazu Verfahren und Instrumente erarbeitet, die Patienten und Ärzten zukünftig bessere Informationen über die Versorgungsangebote liefern sollen.

Ausgangspunkt des Projekts ist der Qualitätsbericht der onkologischen Schwerpunktpraxen, der seit vier Jahren detailliert über die ambulante Krebsversorgung informiert und zahlreiche Daten zu Patienten, Diagnosen, Personal und Praxisausstattung bereithält. Die niedergelassenen Krebs-Spezialisten haben ein eigenes wissenschaftliches Institut, das WINHO (Wissenschaftliches Institut der Niedergelassenen Hämatologen und Onkologen) gegründet, das diese Daten aus den Praxen zusammenträgt und auswertet.

„Mit dem geförderten Projekt wird ein Paradigmenwechsel angestrebt, der von eher beschreibend ausgerichteten Qualitätsdaten hinführt zur Entwicklung und Etablierung von standardisierten und vergleichbaren Messgrößen, so genannten Qualitätsindikatoren“, erklärt Privatdozent Dr. Stephan Schmitz, Vorsitzender des BNHO. „Langfristig sollen damit auch Patienten in die Lage versetzt werden, zwischen guter und schlechter Behandlungsqualität zu unterscheiden und die von ihnen bevorzugten Versorgungsanbieter auszuwählen.“

Bei der Entwicklung von Qualitätsindikatoren konzentriert sich das Projekt zunächst auf die ambulante Versorgung durch niedergelassene Hämatologen und Onkologen. Die Ergebnisse sollen aber auch auf die Krankenhausversorgung übertragbar sein. „Ärzte und Krankenhäuser werden zukünftig präzise Nachweise und Belege für ihre Versorgungsqualität vorlegen müssen. Dann lassen sich Versorgungsangebote überprüfen und vergleichen“, erklärt Schmitz. Für die Deutsche Krebshilfe ist es wichtig, dass das Projekt von Anfang an die Patientenperspektive berücksichtigt: „Erfahrungen und Aussagen von Patienten werden als Gradmesser der Behandlungsqualität immer wichtiger. Außerdem müssen Daten über die Versorgungsqualität so aufbereitet werden, dass auch Patienten sie verstehen und nutzen können“, so Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. Daher sollen auch Patientenvertreter und Selbsthilfeorganisationen in die Projektarbeit einbezogen werden.

Das Projekt startete am 1. Januar 2009 und wird über zwei Jahre von der Deutschen Krebshilfe mit 190.000 Euro gefördert. Mit der Durchführung ist das WINHO beauftragt. In welcher Form Qualitätsindikatoren veröffentlicht werden können, soll in dem Projekt genauer untersucht werden.

Quelle: Deutsche Krebshilfe, Berufsverband der niedergelassenen Hämatologen und Onkologen in Deutschland e.V. (BNHO)