Autor Thema: Prostatakrebs: läuft Ultraschall der MRT den Rang ab?  (Gelesen 8594 mal)

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Josef

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Prostatakrebs: läuft Ultraschall der MRT den Rang ab?
« am: 21. Dezember 2008, 09:39 »


Ultraschall: Fortschritt bei der Diagnostik von Prostatakrebs

Klarer Blick auf den Prostatakrebs: Genauere und detailliertere Bilder als herkömmliche Geräte sowie Informationen zu Gewebeeigenschaften liefert an der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg ein neues Hightech-Ultraschallgerät. 16.12.2008

Es liefert mehr Informationen als herkömmliche Ultraschall-Untersuchungen und erlaubt eine genauere Diagnose: Die innovative Technologie grenzt unterschiedliche Gewebearten deutlicher voneinander ab und führt Informationen aus mehreren Ultraschallbildern in einem Bild zusammen. Auf diese Weise verbessern sich Qualität und Aussagekraft des Bildes. Gewebe und Tumor können dreidimensional, auch in Echtzeit, dargestellt werden.

Zusätzlich sind mit dem Multifunktions-Ultraschallgerät elastographische Untersuchungen möglich: Dabei http://www.medica.de/cipp/md_medica/custom/pub/content,lang,1/oid,27296/ticket,g_u_e_s_t/~/Fortschritt_bei_der_Diagnostik_von_Prostatakrebs.html
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Tanja

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Re: Prostatakrebs: läuft Ultraschall der MRT den Rang ab?
« Antwort #1 am: 15. Juni 2010, 08:57 »
http://www.universimed.at/frame.php?frame=http%3A//www.universimed.at/stage/networkcenter.php%3Fnw%3D5%26cat%3D0%26table%3Darticle%26view%3Darticle%26id%3D14103

02.06.2009

Prostatadiagnostik: neue Methode zur US-Detektion des PCa

Elastografie, farbcodierter Power-Doppler-TRUS, computergestützte TRW/ANNA, Kernspin, Magnetresonanzspektroskopie der Prostata – es gibt mittlerweile zahlreiche bildgebende Verfahren, die die Prostatakarzinomdiagnostik unterstützen. Hinzu kommen noch einige Labortests, genannt seien hier neben dem PSA das PCA-3 und demnächst Annexin A3 sowie TMPRSS-erg. All diese Testverfahren dienen dazu, die Sensivität und Spezifität einer eventuell notwendigen Prostatastanzbiopsie zu erhöhen, um damit letztendlich unnötige Prostatastanzbiopsien zu vermeiden.
Bei einer randomisierten 8-fach-Stanzbiopsie der Prostata werden Karzinomdetektionsraten von 22% berichtet.1 Bei einer Folgebiopsie wird in nur ca. 10% der Stanzen ein Karzinom erkannt. Letztendlich werden 60–70% der Patienten unnötig einer oder mehrerer Biopsieserien unterzogen, ohne dass ein Karzinom nachgewiesen wird.

HistoScanning

Mit HistoScanning der Prostata steht nun ein bildgebendes Verfahren zur Verfügung, das das Potenzial hat, die Indikation zur Stanzbiopsie einzugrenzen sowie eine indizierte Stanzbiopsie zielgesteuert durchzuführen.

Technik

HistoScanning der Prostata ist eine Untersuchung mit Ultraschall. Mithilfe eines kleinen Motors wird die TRUS-Sonde gleichmäßig von rechts nach links gedreht, insgesamt um 179°. Hierbei wird alle 0,2 Winkelgrade ein Radiofrequenz-Datensatz (RF) im Sagittalschnitt aufgezeichnet. Nur ein Bruchteil dieser aufgenommenen Daten ist notwendig, um das Graubild am Ultraschallgerät anzuzeigen. Für die HistoScanning-Auswertung wird jedoch der gesamte RF-Datensatz an den HistoScanning-Computer übermittelt (ca. 2,5 GB). Aus den aufgezeichneten RF-Daten des Sagittalschnitts wird ein 3D-Bild der Prostata sowie eine Darstellung in transversaler sowie koronarer Schnittebene errechnet. Der Untersucher grenzt anschließend auf etwa 35 Schnittbildern die Prostata vom umgebenden Gewebe ab. Für den ausgewählten Teil, die Prostata, erfolgt nun die Auswertung der RF-Daten nach einem Algorithmus zur Identifizierung und Charakterisierung von Gewebe der Prostata. Tumorverdächtige Areale werden rot hinterlegt und in allen Schnitteben sowie der 3D- Grafik dargestellt. Nun ist eine Volumengrößenbestimmung für einzelne Läsionen möglich. Zudem kann über die Korrelationsfunktion ein gewählter Fokus auf allen Ebenen ins „Fadenkreuz“ genommen werden, wodurch eine exakte Ortsangabe möglich ist.

Algorithmus

Braeckman et al haben im BJUI 2008 den „Lernprozess“ detailliert beschrieben.2 15 Patienten mit stanzbioptisch gesichertem Prostatakarzinom wurden erst der HistoScanning-Untersuchung unterzogen, anschließend wurde die radikale Prostatovesikulektomie durchgeführt. Die Prostata wurde eingebettet und in 3mm-sagittalen Stufenschnitten aufgearbeitet. Ein 5x5mm-Raster wurde über die Schnitte gelegt. Jedes einzelne dieser Quadrate wurde nach histologischen Gesichtspunkten ausgewertet (Prostatitis, PIN, Karzinom ...) (Abb. 1). Im Weiteren wurde über eine Mapping-Korrelation der histologische Befund mit den korrespondierenden RF-Daten in Zusammenhang gebracht. Für tausende dieser Quadrate wurde ein typisches Amplitudenmuster der RF-Daten zu den jeweiligen histologischen Befunden ermittelt.

Durch dieses alternierende Verfahren konnte HistoScanning ein für Prostatakrebs typisches Amplitudenmuster der RF-Daten erkennen lernen.

Ergebnisse

An 13 Patienten haben Braeckman et al3 die Vorhersagerichtigkeit publiziert und diese aktuell auf der EAU4 vorgestellt. Hierzu wurden ebenfalls Patienten mit bereits stanzbioptisch gesichertem Prostatakarzinom zuerst mit HistoScanning untersucht und anschließend prostatektomiert.

Zunächst wurden im HistoScanning die Lokalisierung und das Volumen des Tumors bestimmt. Nach erfolgter radikaler Prostatovesikulektomie wurde per Rasteranalyse mit 5x5mm großen Quadraten histologisch für jedes Quadrat die Richtigkeit des HistoScannings bewertet. Insgesamt wurden so 28 Läsionen gefunden: 16 mit einem Volumen von 0,10–0,49cm3, 12 mit einem Volumen ≥0,50cm3 (Tab.).

Bei einem histologisch gesicherten Tumorvolumen ≥0,50cm3 lag HistoScanning in 12/12 Läsionen dieser Größe richtig (Sensitivität), wobei 3 weitere Läsionen, die von HistoScanning als ≥0,50cm3 ermittelt wurden, sich als kleiner herausstellten (0,42/0,46/0,47cm3). Das Fehlen von Tumorvolumina bzw. Volumina ≤0,49 cm3 wurde in 13/16 Fällen richtig erkannt (Spezifität). Der positive Vorhersagewert für tumorverdächtige Areale ≥0,50 cm3 war 12/15. Der negative Vorhersagewert für das Nichtvorhandensein tumorverdächtiger Areale ≥0,50cm3 war 13/13.

Die im HistoScanning prognostizierten Tumorgesamtvolumina korrelierten mit dem in der histopathologischen Auswertung ermittelten Tumorgesamtvolumen (Pearson-Koeffizient: r=0,98, p<0,001). Darüber hinaus konnte HistoScanning bei 14 Patienten zu 100% richtige Angaben bezüglich Multifokalität und Uni-/Bilateralität der Tumorareale liefern.2

Extraprostatisches Wachstum wurde in 3 von 4 Fällen richtig erkannt:
richtig positiv: 3 Patienten mit pT3a
falsch positiv: 1 Patient mit pT2b

Diskussion

Diese ersten Ergebnisse zeigen, dass relativ kleine Tumorherde in der Prostata von HistoScanning korrekt erkannt werden. Ein Tumorvolumen ≥0,50cm3 wurde in jedem Fall richtig erkannt. Dem Tumorvolumen wird deshalb so viel Bedeutung beigemessen, da dieses auf die klinische Signifikanz der Erkrankung hindeutet. Prostatatumore <0,50cm3 gelten als Tumore mit niedrigem malignem Potenzial und werden daher aller Wahrscheinlichkeit nach nur für einen sehr kleinen Teil der Männer klinisch relevant.5 In den bisher veröffentlichten Studien handelt es sich jedoch immer um präselektionierte Patienten. HistoScanning ist noch nicht in einem Studiensetting erprobt worden, in dem die Aussagekraft der Untersuchungsmethode bezüglich der Diagnosestellung bewertet wird.

Als Hauptanwendungsgebiet von HistoScanning kommt vermutlich die zielgerichtete Prostatastanzbiopsie in Betracht. Bestechender Vorteil für den die Biopsie durchführenden Urologen ist das Verwenden der gleichen Bildgebung. Bei ultraschallgesteuerter Prostatastanzbiopsie fällt es leichter, die suspekten Areale auszumachen, wenn diese bereits in sonografisch basierter sagittaler Schnittbilddiagnostik beschrieben wurden. Bei Patienten unter Active Surveillance könnte die Tumorvolumenbestimmung per HistoScanning als Grundlage für die Entscheidung dienen, diese Behandlung beizubehalten oder doch mit dem Patienten eine eventuelle operative Sanierung des Befundes anzustreben. HistoScanning kann zusätzlich für die Operationsplanung mit der Fragestellung eingesetzt werden, ob eine nervschonende Operation durchführbar erscheint. In der Brachytherapie könnte HistoScanning zu einer Verbesserung der fokalen Tumortherapie führen, durch eine zielgenaue Seed-Applikation in die dargestellten Tumorherde.

Wir wenden HistoScanning der Prostata seit Januar dieses Jahres an. Die praktische Durchführung der Methode hat sich bewährt. Es bedarf jedoch weiterer Studien. Folgende Studien wurden initiiert:

• Beurteilung der falsch negativen Aussagekraft an Patienten mit radikaler Zystoprostatektomie

• HistoScanning-zielgerichtete Stanzbiopsie im Vergleich zur Random-Stanzbiopsie

• Vergleich von HistoScanning mit MRT

 

 

Literatur:

1Djavan B et al, J Urol 2001; 166(5): 1679-83

2Braeckman J et al, BJU Int 2008; 101(3): 293-8

3Braeckman J et al, BJU Int. 2008; 102(11): 1560-5

4Govindraju S K et al, Eur Urol Suppl 2009;8(4): 356

5Roemeling S et al, Cancer 2007; 110(10): 2218-21
Autor:
Dr. Leopold Durner1, Dr. Ralf Oberneder1, 2, Prof. Dr. Martin Kriegmair1, 2

1Urologische Klinik Dr. Castringius, München Planegg

2UCM-AG München

uro090216

admin

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Prostatakrebs: Histo-scanning kritisch gesehen!
« Antwort #2 am: 06. September 2010, 10:40 »
Univ.-Doz. Prof. Dr. Ferdinand Frauscher
Department Radiologie
Uro-Radiologie
Anichstraße 35
AT – 6020 Innsbruck


An Herrn
Dietmar Erlacher
Krebspatienten für Krebspatienten,
Netzwerk Onkologischer Selbsthilfegruppen

Innsbruck, 15.06.2010

HistoScanning für die Erkennung von Prostatakrebs – geeignet oder nicht?


"Histoscanning" wird als neues Verfahren angepriesen, welches die exakte Erkennung von Prostatakrebs erlaubt. Die Studien die derzeit vorliegen wurden an etwas mehr als 30 Patienten evaluiert, hierbei wurde eine Genauigkeit von 100% angegeben.
Ich möchte einige kritische Punkte in Zusammenschau mit der HistoScanning Technik anführen:

1.) Der Name HistoScanning ist meiner Meinung nach völlig irreführend. HistoScanning erkennt spezifische Veränderungen im Gewebe in dem es eine Analyse der Ultraschallwellen durchführt und in weiterer Folge eine Unterscheidung zwischen gutartigen und bösartigen Gewebe ermöglichen soll.
HistoScanning beinhaltet das Wort "Histo" welches aus dem griechischen stammt, von Histos kommt und Gewebe bedeutet.
Die Histologie ist die Wissenschaft von den biologischen Geweben und somit ein Teilgebiet der Medizin und Biologie, genauer gesagt der Anatomie und der Pathologie. Die Histologie wird von einem Pathologen oder Histologen durchgeführt wobei Gewebeproben untersucht werden. Dazu werden mikrometerdünne Gewebeschnitte im Mikroskop beurteilt, mit auch unterschiedlichen Färbungen und dadurch können gutartige von bösartigen Tumoren unterschieden werden. Dies ist der goldene Standard für die Beurteilung ob ein Prostatakrebs vorliegt.

Meiner Meinung nach ist hierbei der Ausdruck HistoScanning irreführend weil das Ultraschallverfahren nicht die pathologische Untersuchung ersetzen kann. Insbesondere liefert die Pathologie nicht nur die Information ob ein gutartiger Tumor oder ein bösartiger Tumor vorliegt. In der Beurteilung des Prostatakrebses in die Einteilung nach dem sogenannten Gleason-Grad, welcher histologisch bestimmt wird, entscheidend für die Prostatakrebsgraduierung und damit auch für die weiterführende Therapie.

Deshalb ist der irreführende Name von HistoScanning hier mit großer Vorsicht zu betrachten, insbesondere da wie gesagt die Sonographie nicht die Histologie liefern kann.

2.) HistoScanning verwendet bestimmte Algorithmen die aus physikalischen Veränderungen der Ultraschallwellen resultieren und die Interaktion der Ultraschallwelle mit dem Krebsgewebe dadurch zu diesen Befund führt.
Hierbei ist nochmal anzuführen das die derzeitigen Ultraschallverfahren in den Frequenzbereichen von 4 - 9 MHz eine Auflösung von max. 1 mm haben und weit von der Auflösung entfernt sind die für die Histologie gefordert wird.

Weiters wurde dieses Verfahren derzeit nur an relativ wenigen Patienten erprobt. In einer Studie werden 21 Patienten angegeben. Es wurde hier ein Karzinom diagnostiziert, welches aufgrund einer transurethralen Resektion bei benigner Prostatahyperplasie gefunden wurde. Auch in diesem Fall war HistoScanning in der Lage den Tumor von ca. 3,2 mm nachzuweisen, er hatte dann letztendlich 2 mm in der histologischen Untersuchung.

Die eingesetzten Ultraschallfrequenzen von durchschnittlich 5 MHz erlauben nur eine max. laterale Auflösung von 1,2 mm im Idealfall. Wie mittels HistoScanning solche winzigen Tumore erfasst werden können ist fraglich und derzeit vom technischen Ultraschallaspekt als eher unmöglich zu bewerten. Weiters sind solche Tumore als klinisch nicht signifikant zu werten.

3.) Weiters ist das Problem anzuführen, dass HistoScanning eine Datennachbearbeitung darstellt, wobei im Rahmen der 3-dimensionalen-Untersuchung die Prostata analysiert wird und dann durch eine Einfärbung, in Rot, krebsverdächtige Areale im HistoScanning dargestellt werden.
Es wird dann angegeben, dass man durch dieses Verfahren die Prostatabiopsie wesentlich verbessern kann.
Das Problem, das sich hier ergibt ist, dass die 3D-Bilder keine Echtzeituntersuchung sind, das heißt es ist fraglich wie ein 2 oder 3 mm großen verdächtigen Befund "blind" (nicht in Echtzeit) biopsiert werden kann. Die Echtzeitmöglichkeit von Ultraschall ist der große Vorteil bei Gewebe- oder Organpunktionen, insbesondere der Prostatabiopsie. Dieser Vorteil geht durch HistoScanning verloren.

Aufgrund des derzeitigen Datenstandes an relativ wenigen Patienten ist zu bezweifeln dass das Verfahren in der Lage ist eine Biopsie einerseits mit hoher Genauigkeit zu vermeiden, andererseits eine gezielte Biopsie in ein doch kleines krebsverdächtiges Areal zu ermöglichen da es sich hierbei wie gesagt um kein Echtzeitverfahren handelt.

Nach meinen derzeitigen Erfahrungen und nach meinem Wissenstand wurde diese Technologie bereits früher für Ovartumoren stärker propagiert, wobei die klinische Relevanz erst jetzt wieder evaluiert wurde.  Es zeigte sich eine hohe Sensitivität, bei niedriger Spezifität. Die kontrastmittelverstärkte Sonographie hat im Vergleich dazu ein hohe Sensitivität und Spezifität gezeigt.

Derzeit liegen die höchsten Daten für bildgebende Verfahren zum Prostatakrebsnachweis oder Prostatakrebsausschluss für die echosignalverstärkte Sonographie sowie für die Elastographie vor. Weiters auch für die MRT.
HistoScanning ist derzeit nach meinen Wissenstand als kritisch zu betrachten, insbesondere da Daten an höheren Patientenzahlen fehlen und der Name HistoScanning sicherlich irreführend ist.

Mit freundlichen Grüssen

Univ.-Doz. Prof. Dr. Ferdinand Frauscher
Department Radiologie
Uro-Radiologie
Anichstraße 35
AT – 6020 Innsbruck

Literatur beim Verfasser

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22.11.10, Ultraschall als Diagnostik für Prostatakrebs
« Antwort #3 am: 20. Oktober 2010, 12:38 »
EINLADUNG zum VORTRAG

„Neue Wege in der Diagnostik des Prostatakarzinoms mittels radiologischer Methoden, besonders Ultraschall“

Vortragender:   Univ. Doz. Dr. Ferdinand Frauscher
         Leiter des Bereichs Uroradiologie
im Department Radiologie der Med. Universität Innsbruck
         6020 Innsbruck, Christoph Probst Platz Innrain 52

Ort:         SELBSTHILFE PROSTATAKREBS
         Festsaal
Obere Augartenstraße 26-28
1020 WIEN
Zeit:         Montag, 22. November  2010
         18:00 Uhr

„Farbdoppler“- Ultraschall: Darunter versteht man eine Ultraschallunter-suchung, bei der der sog. Dopplereffekt zur Darstellung der Richtung des Blutflusses mittels Farben (rot-blau) ausgenützt wird. Mit dem Farbdoppler lassen sich auch besonders kleine Blutgefäße auffinden. Mittels Farbdoppler können irreguläre Durchblutungsmuster in der Prostata angezeigt werden.
Ultraschall mit Kontrastmittel (USKM): Ein Kontrastmittel mit kleinsten gashältigen Bläschen (die kleiner als ein rotes Blutkörperchen sind) wird intravenös injiziert und gelangt durch die Lunge über den arteriellen Blutstrom in Leber, Lunge und eben auch in die Prostata. Die Mikrobläschen reflektieren den Ultraschall sehr stark und ermöglichen so eine deutliche Darstellung kleinster Blutgefäße.

Es kommt oft vor, dass bei grenzwertigem PSA auch eine wiederholt durchgeführte Biopsie keinen Nachweis des Karzinoms bringt. Mit Hilfe von Farb-Doppler-Ultraschall  und Verwendung von USKontrastmittel lassen sich verdächtige Areale in der Prostata eingrenzen und gezielt untersuchen.

Herr Dozent Dr Frauscher befasst sich seit langem mit diesen innovativen Diagnosemethoden und ihrem Einsatz beim Prostatakarzinom. Er hat ein Erwin Schrödinger – Auslandsstipendiat am Ultrasound Institute der Thomas Jefferson University in Philadelphia, USA. Er gilt als einer der hervorragendsten Experten für radiologische Diagnostik des Prostatakarzinoms in Europa. Er ist Mitglied des Beirats des Prostatazentrums der Medizinischen Universität Innsbruck.

Der Vorstand hofft auf zahlreichen Besuch.

Für den Vorstand: Werner POKSTEFL