Autor Thema: Diabetes und dann Krebs?  (Gelesen 6099 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Geri

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 674
  • Geschlecht: Männlich
Diabetes und dann Krebs?
« am: 22. Dezember 2008, 20:51 »

22/12/08,16:05, Elsevier Von Mary Ann Moon

Meta-Analyse: Krebsmortalität bei vorbestehendem Diabetes höher

Die Langzeitmortalität aufgrund aller Ursachen ist laut einer in JAMA vom 17. Dezember vorgestellten Meta-Analyse bei Personen mit Diabetes, die Krebs entwickeln, höher als bei jenen ohne Diabetes, die Krebs entwickeln.

Diabetes scheine bei allen Krebstypen mit einer erhöhten Langzeitmortalität assoziiert zu sein, insbesondere aber bei Karzinomen von Endometrium, Mamma und Kolorektum, erklärten Bethany B. Barone von der Abteilung für Epidemiologie an der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore und ihre Kollegen.

Einige Karzinome treten bekanntermaßen bei Personen mit Diabetes häufiger auf als bei jenen ohne diese Stoffwechselerkrankung, und die http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_News_Article_Medical?profileAOI=11&profileAOIName=Onkologie&articleItemId=22ec7ccc6106baec8f6d3e6c82fd533a

Gitti

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 1.339
  • Geschlecht: Weiblich

Verbindung zwischen Zuckerkrankheit und Krebs: Beleibtheit und Depression

Eine neue Studie findet, dass diabetische Krebs-Patienten mehr gefährdet sind, um von Krebs zu sterben. So, wie man denkt, hat die Studie die unbekannte Beziehung zwischen den zwei - Krebs und Zuckerkrankheit gelöst.

Sowohl Zuckerkrankheit als auch Krebs handeln als zwei Hauptgründe des Todes weltweit und besonders in den USA. Obwohl viele Studien stattfanden, ist keiner von ihnen im Stande gewesen, Beziehung zwischen den zwei zu definieren. Forscher haben verschiedene wahrscheinliche Gründe wie Rolle von hohem Blutzucker für das Geschwulst-Wachstum zitiert. Eine andere Studie weist darauf hin, dass Krebs-Patienten häufig ihre Zuckerkrankheit vernachlässigen. Jedoch, eine Mannschaft von Forschern in Baltimore, scheint Maryland die Beziehung definiert zu haben.

In einer meta Analyse http://diabetes.taragana.net/link-between-diabetes-and-cancer-obesity-and-depression/de/

admin

  • Administrator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 5.948
  • Geschlecht: Männlich
Diabetes und dann Krebs
« Antwort #2 am: 24. Mai 2010, 12:33 »
"Kurier" vom 21.05.2010
Ressort: gesund
Seite: 25
Ausgabe: Wi,Abend

   

Krebs: Risiko mit Diabetes
Studie - Schlechte Nachrichten für Zuckerkranke mit Typ-2-Diabetes: Einer neuen Studie zufolge haben sie ein erhöhtes Risiko für viele Krebsarten. Die Gefahr an Bauchspeicheldrüsenkrebs oder ...

admin

  • Administrator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 5.948
  • Geschlecht: Männlich
Typ-2-Diabetes, Übergewicht und Krebs
« Antwort #3 am: 05. Oktober 2010, 23:40 »

http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_CongRep_Detail?id=1c2aed73baf28ed7faf30e820c47ea5b&kongresstype=undefined

Kongressberichte

Den Zusammenhängen von Typ-2-Diabetes, Übergewicht und Krebs auf der Spur

Typ-2-Diabetes und eine Reihe von Krebs-Entitäten haben hinsichtlich ihrer beeinflussbaren Risikofaktoren auffällige Gemeinsamkeiten.

Darauf hat Prof. Dr. Hsin-Chieh Yeh, Baltimore, Maryland (USA) auf der 46. Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD) in Stockholm (Schweden) aufmerksam gemacht. Sie wies außerdem darauf hin, dass Krebspatienten eine schlechtere Prognose haben, wenn sie zugleich zuckerkrank sind.

Als gemeinsame Risikofaktoren nannte die Internistin und Epidemiologin Übergewicht, Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung. Hinsichtlich des Übergewichtes sind die Gemeinsamkeiten am auffälligsten und mittlerweile auch am besten dokumentiert, konkretisierte Prof. Dr. Tobias Pischon vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE). Seinen Ausführungen zufolge kommt es dabei allerdings weniger auf das absolute Körpergewicht, sondern vielmehr auf die Verteilung der Fettmasse an. Während nämlich schon lange bekannt ist, dass ein erhöhter Taillenumfang als Ausdruck vermehrter viszeraler Fettmasse das Diabetesrisiko besser vorhersagt als ein erhöhter Body-Mass-Index (BMI), konnten jüngste Forschungsergebnisse diesen Zusammenhang jetzt auch für das Risiko aufdecken, bestimmte maligne Erkrankungen zu erleiden. „So ist zum Beispiel bei Männern das Risiko für Prostatakrebs um 43 Prozent erhöht, wenn der Quotient aus Taillen- zu Hüftumfang von 0,89 auf 0,99 ansteigt“, berichtete der Epidemiologe und verwies auf eine große europaweite Kohorten-Studie, die European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC). Aus der Datenbasis von insgesamt mehr als 500.000 Teilnehmern ergab sich darüber hinaus eine ähnliche Korrelation auch für Darmkrebs und das Pankreaskarzinom.

Das mit dem viszeralen, nicht aber subkutanen Fettansatz verbundene Krebsrisiko könnte nach Auffassung von Pischon auf die hohe biologische Aktivität des Eingeweidefettes zurückzuführen sein. So ist das Körperfett, das die Organe umgibt, metabolisch wesentlich aktiver als das Fett in der Subkutis und setzt mehr Zytokine und Hormone frei, die für die Proliferation von Krebszellen von Bedeutung sein könnten. Der viszerale Fettansatz hat laut Pischon schließlich auch einen hohen Einfluss auf die Krebsmortalität. So haben Krebspatienten mit abdominaler Fettverteilung eine schlechtere Prognose. „Und diese Assoziation ist erstaunlicherweise bei relativ niedrigem BMI stärker ausgeprägt als bei höherem“, sagte der Experte.

Eine erhöhte Mortalität ist nach Ausführungen der amerikanischen Epidemiologin Yeh ebenfalls bei Krebspatienten auszumachen, die zugleich einen Typ-2-Diabetes haben. Sie berichtete von einem Letalitäts-Anstieg nach tumorchirurgischen Eingriffen um 50 Prozent gegenüber stoffwechselgesunden Patienten mit Kolon/Rektum- bzw. Ösophagus-Karzinom. Die schlechtere Prognose führte sie in erster Linie auf höhere Insulin- und Glukosespiegel zurück, die möglicherweise die Tumorprogression beschleunigen. Eine wichtige Rolle könnten ihrer Einschätzung nach aber auch eine weniger aggressive Krebstherapie aufgrund diabetischer Folgeerkrankungen sowie eine suboptimale Diabeteseinstellung aus Rücksicht auf die Krebserkrankung spielen.

Quelle:

Symposium „Diabetes, obesity and cancer“ am 23. September 2010 im Rahmen der 46. Jahrestagung der European Association for the Study of Diabetes (EASD) in Stockholm

Tanja

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 932
  • Geschlecht: Weiblich
Statine wegen zu hohem Blutdruck, dann Diabetes und dann Krebs?
« Antwort #4 am: 22. Juni 2011, 20:09 »

Mittwoch, 22. Juni 2011

Hochdosierte Statine als Diabetesrisiko

Glasgow – Eine aggressive cholesterinsenkende Therapie mit Statinen steigert möglicherweise das Risiko auf einen Typ-2-Diabetes mellitus. Zu diesem Ergebnis kommt eine Meta-Analyse im US-amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2011; 305: 2556-2564). Da sie gleichzeitig eine verminderte Rate von kardiovaskulären Ereignissen ermittelte, dürften die Ergebnisse keine Auswirkungen auf die Therapie haben.

Im letzten Jahr hatte eine andere Meta-Analyse ein erhöhtes Diabetes-Risiko unter der normal dosierten Statin-Therapie ermittelt. Im Vergleich zu Placebo kam es innerhalb von vier Jahren zu einem Anstieg der Neuerkrankungen um relativ 9 Prozent.

Der Zusammenhang war dank der großen Datenmenge (91.140 Teilnehmer aus 13 randomisierten klinischen Studien) signifikant (Lancet 2010; 375: 735-742). David Preis von der Universität Glasgow und Mitarbeiter stellten deshalb die berechtigte Frage, ob das Diabetesrisiko unter einer aggressiven Statin-Therapie weiter ansteigt. Dies scheint aufgrund der jetzt vorliegenden Ergebnisse der Fall zu sein.

zum Thema

    Abstract der Studie
    Pressemitteilung von JAMA
    Frühere Meta-Analyse

Die neue Meta-Analyse umfasst fünf randomisierte klinische Studien mit 32.752 Teilnehmern, die zu Beginn der Studie nicht an Diabetes erkrankt waren. Während der Beobachtungszeit von 4,9 Jahre kam es dann bei 2.749 Teilnehmern (8,4 Prozent) zur Entwicklung eines Typ-2-Diabetes mellitus.

Die Studien hatten eine hochdosierte Statintherapie (z.B. Atorvastatin 80mg) mit einer normalen Dosierung (zum Beispiel Simvastatin 20 mg) verglichen. Die Zahl der Diabetes-Neuerkrankungen war unter der hochdosierten Therapie um 12 Prozent erhöht (Odds Ratio 1,12; 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,04-1,22). Preis errechnet eine Number Needed to Harm von 498 Patienten, auf die unter der Hoch-Dosis-Therapie eine zusätzliche Diabetes-Erkrankung gegenüber der normal dosierten Statintherapie kommt.

Diesem insgesamt nicht sehr hohen Diabetesrisiko stand in den Studien ein Rückgang der kardiovaskulären Ereignisse um 16 Prozent (Odds Ratio 0,84; 0,75-0,94) gegenüber. Das ergibt nach den Berechnungen von Preis eine Number Needed to Treat von 155 Personen, die den Nachteil der Diabetesneuerkrankungen mehr als aufwiegt, zumal sich die Risiken des Diabetes überwiegend aus den kardiovaskulären Spätkomplikationen ergeben. Dennoch besteht nach Ansicht von Preis Anlass zur Wachsamkeit bei der Verordnung.

Dem Beobachter drängt sich der Vergleich zu dem erhöhten Diabetesrisiko unter Diuretika auf, die den Nutzen dieser Medikamente für die Hochdrucktherapie nicht infrage stellen. In den angelsächsischen Ländern sind Diuretika weiterhin Mittel der ersten Wahl.

In Deutschland neigen viele Hochdruckexperten dazu, anderen Wirkstoffen den Vorzug zu geben. Die Vielfalt antihypertensiver Wirkstoffe macht dies möglich. In der Therapie der Hypercholesterinämie gibt es jedoch kaum Alternativen zu den Statinen.

Bleibt die Frage nach dem möglichen Pathomechanismus. Preis kann sie nicht zufriedenstellend beantworten. Er vermutet einen Einfluss auf die Insulinwirkung in der Leber oder in der Muskulatur. Tierexperimentelle Studien würden eine statininduzierte Myopathie mit einer vermehrten Insulinresistenz in Verbindung bringen. © rme/aerzteblatt.de

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/46354/Hochdosierte_Statine_als_Diabetesrisiko.htm

Jutta

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 957
  • Geschlecht: Weiblich


 Erst Zucker, dann Krebs?

Diabetes erhöht das Risiko für manche Krebserkrankungen. Doch Sie können einiges tun, um sich zu schützen


    Erst Zucker, dann Krebs?
    Die häufigsten Krebsarten
    Früherkennung
    Risiko aktiv senken
    Hilft Metformin?

Blut im Stuhl – das darf nicht sein, wusste Evelin W.. Als die 55-jährige Typ-1-Diabetikerin ihren Arzt anrief, stellte der postwendend eine Überweisung zur Darmspiegelung aus. Die Untersuchung ein paar Tage später ergab mehrere Polypen: Schleimhautwucherungen ins Innere des Darms, die eigentlich harmlos sind, aus denen aber im Laufe der Zeit bösartige Tumore werden können.

Der Arzt entfernte die Polypen noch während der Spiegelung und ließ sie im Labor untersuchen. Zum Glück hatten sich noch keine Krebszellen gebildet. Für Evelin W. eine große Erleichterung – denn: "Es geht einem ja doch so einiges im Kopf herum, wenn plötzlich von Krebs die Rede ist!"

Frühe Diagnose ist entscheidend für Heilungschancen

Krebs ist immer ein heikles Thema. Zwar sind die Behandlungsmöglichkeiten und Heilungschancen heute viel besser als früher. Voraussetzung ist aber eine frühe Diagnose. So gibt es beispielsweise Früherkennungsprogramme für Haut-, Brustkrebs oder Darmkrebs. "Diese werden aber viel zu wenig genutzt", bedauert der Magen-Darm-Spezialist und Diabetologe Professor Dr. Michael Nauck, leitender Arzt am Diabeteszentrum Bad Lauterberg.

Dabei wäre das gerade für Diabetiker wichtig. Denn laut Studien (an denen allerdings fast nur Typ-2-Diabetiker teilnahmen) ist ihr Risiko für Tumorerkrankung höher als das von Menschen ohne Diabetes. Krebserkrankungen der Leber, Bauchspeicheldrüse oder Gebärmutter sind bei ihnen etwa doppelt so häufig. An Darm-, Brust- oder Harnblasenkrebs erkranken sie etwa 50 Prozent öfter.

Risiko erhöht – was heißt das?

"Doppelt so häufig": Das klingt dramatisch. Bei genauer Betrachtung rückt sich der Eindruck aber oft zurecht. An Leberkrebs beispielsweise erkranken in Deutschland jährlich nur etwa 6.000 Menschen, viele davon nach langjährigem Alkoholmissbrauch oder einer chronischen Leberentzündung. Das Risiko der rund sieben Millionen Diabetiker, an Leberkrebs zu erkranken, ist zwar doppelt so hoch wie das von Menschen ohne Diabetes – aber insgesamt doch sehr niedrig.
Darmkrebs ist dagegen eine sehr häufige Krebserkrankung. Dafür gehört er zu jenen Krebsformen, deren Gefahr durch Vorsorge-Untersuchungen fast völlig gebannt werden kann.

Warum das Krebsrisiko bei Diabetes höher ist, fragen sich Forscher seit Langem. Weil Zucker ein wichtiger Nährstoff ist, auch für Tumore, könnten die erhöhten Blutzuckerspiegel eine Rolle spielen. Allerdings zeigte kürzlich eine Studie aus Kanada, dass Diabetiker mit guten Blutzuckerspiegeln nicht seltener an Krebs erkranken.

Insulin unter Verdacht

Seit Jahren steht das blutzuckersenkende Hormon Insulin unter Verdacht. Es kann das Zellwachstum anregen – also möglicherweise auch das von Krebszellen. Erhöhte Insulinspiegel findet man vor allem bei Menschen mit Typ-2-Diabetes in den ersten Jahren ihrer Krankheit: Weil ihre Zellen nicht richtig auf Insulin ansprechen, produziert ihr Körper immer mehr davon, damit der Zuckerpegel sinkt. Möglicherweise könnte der hohe Insulinspiegel im Blut, der auch Arterienverkalkungen und Fettstoffwechselstörungen fördert, der Grund sein, warum etwa Darmkrebs bei Typ-2-Diabetikern häufiger auftritt als bei Menschen ohne Diabetes.

Aufsehen erregte vor einigen Jahren eine Studie, derzufolge das Analoginsulin Glargin das Krebsrisiko erhöht. Das ist jedoch bis heute unbewiesen – genauso wie der krebsfördernde Effekt von Insulin überhaupt.

Gemeinsame Risikofaktoren

Dicke Frau
Übergewichtige und Krebs könnten zusammenhängen

Übergewichtige und Krebs könnten zusammenhängen

Vielleicht ist der Zusammenhang zwischen Diabetes und Krebs auch woanders zu suchen. Zum Beispiel im Fettgewebe. Übergewichtige Frauen bekommen nach den Wechseljahren häufiger Brust- oder Gebärmutterkrebs als normalgewichtige. Experten vermuten krebsfördernde Botenstoffe aus dem Fettgewebe als mögliche Ursache – ähnliche Botenstoffe, wie sie auch die Entstehung eines Diabetes fördern.

Zudem sind sowohl Diabetes als auch Krebs Krankheiten, die in erster Linie ältere Menschen treffen. Das Durchschnittsalter bei der Diagnose einer Krebserkrankung liegt bei etwa 68 Jahren; Typ-2-Diabetes wird meist um das 50. Lebensjahr herum diagnostiziert. Möglich also, dass die Häufung beider Krankheiten in einem bestimmten Lebensalter einen Zusammenhang nahelegt, der vielleicht gar nicht existiert.

Ungesunde Lebensweise ebnet Erkrankungen den Weg

Genauso ist vorstellbar, dass bestimmte ungesunde Angewohnheiten sowohl das Diabetes- als auch das Krebsrisiko fördern. Eine üppige Ernährung mit viel rotem Fleisch etwa fördert Übergewicht und Diabetes. Rotes Fleisch steht außerdem im dringenden Verdacht, das Darmkrebsrisiko zu erhöhen. Und Alkohol liefert nicht nur dick machende Kalorien, sondern steigert vermutlich auch das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen.

Was aber raten Diabetes-Experten ihren Patienten, die ihr Krebsrisiko aktiv senken wollen? Professor Nauck empfiehlt vor allem: "Sich nicht verrückt machen lassen." Denn: In Deutschland sterben weitaus mehr Menschen an Herzinfarkten oder Schlaganfällen infolge eines schlecht behandelten Diabetes als an Krebs. Wer sich gesund ernährt, Übergewicht vermeidet und sich regelmäßig bewegt, senkt nicht nur sein Risiko für Folgekrankheiten des Diabetes, sondern vermutlich auch das für viele Krebserkrankungen. Darüberhinaus sollte jeder – ob Diabetes oder nicht – die Angebote der Krebsvorsorge nützen.

Keine Risiken eingehen

Keinesfalls ratsam: auf Insulin zu verzichten, oder extrem niedrige Blutzuckerwerte anzustreben. Beides birgt erhebliche Gefahren, ohne dass hinsichtlich des Krebsrisikos irgendein Nutzen belegt wäre.

Der Tübinger Diabetologe Professor Norbert Stefan empfiehlt immerhin, bei der Tablettenbehandlung des Typ-2-Diabetes wann immer möglich dem Wirkstoff Metformin den Vorzug zu geben. Aus verschiedenen Studien der vergangenen Jahre gibt es Hinweise, dass dieser Zuckersenker die Wahrscheinlichkeit verringert, etwa an Brust-, Darm- oder Gebärmutterkrebs zu erkranken. Ob es stimmt, muss allerdings erst durch größere und langjährige Studien bewiesen werden. Immerhin zeigen inzwischen nicht nur Diabetes-, sondern auch Krebsforscher Interesse an diesem Medikament: Derzeit wird untersucht, ob die Einnahme von Metformin auch bei Nicht-Diabetikern das Krebsrisiko verringert.

................ http://www.diabetes-ratgeber.net/Krebs/Erst-Zucker-dann-Krebs-129013.html

hilde

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 572
  • Geschlecht: Weiblich
Diabetes erhöht Darmkrebs-Risiko
« Antwort #6 am: 28. Januar 2013, 22:45 »



28.01.2013
      
   
Diabetes erhöht Darmkrebs-Risiko

Eine Typ-2-Diabetes-Erkrankung erhöht das Risiko für Darmkrebs im gleichen Maße wie eine familiäre Belastung, bei der nahe Verwandte an Darmkrebs erkrankt oder gar verstorben sind. Darauf weist Dr. Arno Theilmeier vom Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng) hin. Männer sind dabei stärker betroffen als Frauen.

„Nach übereinstimmender Meinung der Forscher ist das Problem eine erhöhte Insulinmenge im Blut“, erklärt der Darmkrebs-Spezialist. „Insulin senkt nämlich nicht nur den Zuckerspiegel, sondern fördert auch das Zellwachstum und begünstigt auf diese Weise die mögliche Entwicklung einer Tumorerkrankung.“ Je länger ein Typ 2-Diabetes besteht, desto höher ist das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken.

................. http://www.journalmed.de/newsview.php?id=39768