Autor Thema: Vorsorge  (Gelesen 11281 mal)

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christina62

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Vorsorge
« am: 11. Mai 2007, 21:25 »
Leberkrebs - Impfen schützt!

Hepatitis A zählt zu den gefährlichsten Reiseerkrankungen.
Hepatitis B führt häufig zu chronischem Verlauf, an dessen Ende Leberzirrhose und Leberkarzinom entstehen kann.


Impfen nicht vergessen!!!!!
Jeder Tag ist ein kleines Leben.



Betreue die Unterforen Brustkrebs, Eierstockkrebs, Gebärmutterhalskrebs

Tanja

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Was verursacht Leberkrebs?
« Antwort #1 am: 14. Februar 2008, 17:57 »
Lebererkrankungen: Was verursacht Leberkrebs? Risikofaktoren von Leberkrebs vermeiden

Die Leber ist ein robustes Organ, das sich sogar in gewissem Umfang selbst regenerieren kann. Dennoch können Überlastungsschäden, Entzündungen, Erkrankungen oder langfristige Schadstoffexpositionen im Lauf der Zeit zur Entwicklung einer Krebserkrankung führen. Die beste Vorbeugungsstrategie ist die Gesunderhaltung der Leber, denn eine gesunde Leber erkrankt fast nie an Krebs. Wer seine individuellen Gefährdungsfaktoren kennt und entsprechend handelt, kann daher einiges dafür tun, das persönliche Erkrankungsrisiko zu senken.

Leberzirrhose und Alkoholkonsum
In Deutschland gilt die Leberzirrhose infolge übermäßigen Alkoholkonsums als einer der wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung eines Leberzellkarzinoms. Die Leberzirrhose ist eine chronische Erkrankung, bei der Leberzellen durch Binde- und Narbengewebe ersetzt werden. Durch die Zerstörung der Leberzellen büßt die Leber nach und nach ihre Funktionsfähigkeit ein. Zudem erhöht sich auch das Risiko für Leberzellkrebs. Pro Jahr entwickelt sich bei etwa 1 bis 4 Prozent der Zirrhose-Patienten ein Leberzellkarzinom (1).

Zur Gesunderhaltung der Leber ist ein moderater Alkoholkonsum besonders wichtig. Patienten mit einer Leberzirrhose sollten ganz auf Alkohol verzichten, um das Fortschreiten der Krankheit nicht unnötig zu beschleunigen.

Virusinfektionen mit Hepatitis B und Hepatitis C
In den meisten Regionen der Erde sind Infektionen mit dem Hepatitis-B- oder dem Hepatitis-C-Virus die Hauptursachen von Leberzellkrebs (2). In Asien und in Afrika steht die chronische Hepatitis B als Ursache des Leberzellkarzinoms im Vordergrund. In Deutschland und anderen Ländern Europas sowie in den USA ist die chronische Hepatitis C vermutlich für die Verdoppelung der jährlichen Leberzellkrebsfälle innerhalb der letzten 20 Jahre verantwortlich. Hepatitis C kann erst seit Anfang der 90-er Jahre des letzten Jahrhunderts nachgewiesen werden. Daher konnte sich das Virus in den Jahrzehnten zuvor unbemerkt verbreiteten. Hepatitis B verläuft bei Erwachsenen in etwa 10 Prozent aller Fälle chronisch, Hepatitis C sogar in 50 Prozent aller Fälle. Meist dauert es etwa 20 bis 30 Jahre, bis infolge von chronischer Hepatitis C ein Leberzellkarzinom auftritt (1).

Hepatitisinfektionen lassen sich häufig durch die Kenntnis der Übertragungswege und entsprechende Hygienemaßnahmen vermeiden. Hepatitis B wird über Körperflüssigkeiten wie Blut, Speichel, Samen- oder Scheidenflüssigkeit übertragen. Gegen Hepatitis B steht eine Schutzimpfung zur Verfügung. Hepatitis C wird über Kontakte mit dem Blut infizierter Personen, beispielsweise durch Benutzung unsauberer Spritzen weitergegeben. Gegen Hepatitis C ist derzeit keine Impfung möglich.

Ernährung
Krebserregende Aflatoxine werden von Schimmelpilzen gebildet, die vor der Ernte auf Pflanzen oder während der Lagerung auf Lebensmitteln wachsen. In tropischen und subtropischen Ländern mit feucht-warmem Klima entsteht Leberzellkrebs daher häufig aufgrund des Verzehrs von aflatoxinhaltigem Mehl oder Getreide. In Deutschland können Aflatoxine in Nüssen, Pistazien oder Mandeln enthalten sein.

Einzelne Nahrungsmittel sind ansonsten nicht mit einem erhöhten Risiko für Leberzellkrebs verbunden. Ungesunde Ernährungsgewohnheiten können jedoch zu Leberschäden und Lebererkrankungen führen und so ein Leberzellkarzinom begünstigen. Ernährungsbedingte Erkrankungen wie Adipositas (extremes Übergewicht) und die Zuckerkrankheit (Diabetes) sind ebenfalls mit einem erhöhten Risiko für Leberzellkrebs verbunden (1)
Eine gesunde fettarme Ernährung mit viel Obst, Gemüse und Ballaststoffen sowie moderatem Alkoholkonsum führt zum Normalgewicht und hält die Leber gesund. Alle Lebensmittel mit Verdacht auf Schimmelpilze sollten weggeworfen werden.

Medikamente
Die meisten Medikamente stehen nicht in einem direkten Zusammenhang mit der Entwicklung eines Leberzellkarzinoms. Viele Medikament werden aber über die Leber verstoffwechselt und sollten bei Leberschäden niedriger dosiert oder vermieden werden.
Die Einnahme von Sexualhormonen oder von oralen Verhütungsmitteln kann zu Leberschäden führen und die Entstehung von Leberzellkarzinomen begünstigen. Dies wurde vor allem bei der unkontrollierten Einnahme von Anabolika beim Doping beobachtet.
Berufliche Einflüsse

Bei Berufsgruppen, die häufig in Kontakt mit Blut, Körperflüssigkeiten oder Ausscheidungen anderer Menschen kommen, besteht ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit Hepatitis B und C und damit auch für Leberzellkrebs. Dazu gehören vor allem Beschäftigte im medizinischen Bereich, wie Ärzte, Zahnärzte, Helfer/innen, Krankenschwestern oder Pfleger/innen. Für diesen Personenkreis wird eine Hepatitis-B-Impfung empfohlen.

Aber auch Menschen, die im Berufsalltag regelmäßig mit bestimmten Chemikalien wie Lösungsmittel, Pflanzenschutzmitteln oder Insektiziden in Kontakt kommen, haben ein erhöhtes Leberkrebsrisiko. Die krebserzeugenden Stoffe werden mit der Atemluft oder über die Haut aufgenommen und können Leberschäden verursachen. In Deutschland spielen diese Faktoren jedoch im Vergleich zum Alkoholkonsum oder zur chronischen Hepatitis eine untergeordnete Rolle als Risikofaktor für Leberzellkrebs.

Haushaltschemikalien
Auch Chemikalien, die im Haushalt häufig verwendet werden, können die Leber belasten und zusammen mit anderen leberschädigenden Einflüssen das Leberkrebsrisiko erhöhen. Prüfen Sie Haushaltschemikalien wie Pflanzenschutzmittel, Holzschutzmittel, Insektizide oder Lösemittel aus Lacken und Farben auf ihre Lebertoxizität und vermeiden Sie den Umgang mit den entsprechenden Substanzen.

Genetische Faktoren
Manche erblich bedingte Stoffwechselerkrankungen sind mit einem erhöhten Risiko für Leberzellkrebs verbunden. Dazu gehört vor allem die Eisenspeicherkrankheit (Hämatochromatose), bei der eine vermehrte Aufnahme von Eisen aus der Nahrung zur Überlastung und Schädigung der Leber führen kann. Bei etwa 30 Prozent der Patienten mit Hämatochromatose und Leberzirrhose entsteht ein Leberzellkarzinom (1). Sehr selten entwickelt sich Leberzellkrebs auch aufgrund von primär biliärer Zirrhose (Autoimmunerkrankung der Leber), Autoimmunhepatitis, Morbus Wilson (Kupfer-Speicherkrankheit) oder erblich bedingtem Antitrypsin-Mangel.

Bei Patienten mit Hämochromatose kann durch Kontrolle und regelmäßige Verringerung der Eisenmenge im Körper der Entstehung von Leberkrebs vorgebeugt werden.

Mehrere Risikofaktoren vervielfachen das Krebsrisiko
Die Kombination mehrerer Risikofaktoren vervielfacht das Risiko für ein Leberzellkarzinom. So reagiert die Leber besonders empfindlich auf Alkohol oder Aflatoxine, wenn bereits eine chronische Hepatitis B oder C vorliegt (3). In den meisten Fällen sind Betroffene nur mit einem Typ der Hepatitis-Viren infiziert. Etwa 20 Prozent der Hepatitispatienten haben sich jedoch mit beiden Viren-Typen angesteckt. Bei ihnen ist das Risiko an Leberzellkrebs zu erkranken ebenfalls besonders hoch (4).

krebsgesellschaft.de
Krebs der Leber und Gallenwege: Broschüre der Deutschen Krebshilfe
Leberzellkarzinom bei Wikipedia
 

Jutta

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Leberfunktionsstörungen
« Antwort #2 am: 10. August 2008, 21:15 »

Eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung, zu der auch nicht zu fetthaltige Milchprodukte gehören, fördert die Gesundheit der Leber.


Wenn die Leber schlappmacht, liegt das oft an einer dauerhaft falschen und zu fetten Ernährung. Wer sich leberbewusst ernähren möchte, sollte fünfmal am Tag Obst und Gemüse essen. Auch viele kleine Mahlzeiten statt drei großer stärken das Organ. Es profitiert zudem, wenn man alle Nahrungsmittel meidet, die zu Unverträglichkeiten führen - etwa sehr fette Speisen, unreifes Obst oder blähendes Gemüse wie Kohl.
Wer sich abwechslungsreich und ausgewogen ernährt, versorgt den Körper fast automatisch mit allen wichtigen Nährstoffen. Außerdem helfen der Leber regelmäßiger Sport und das Vermeiden von Alkohol oder nicht unbedingt nötigen Medikamenten.

Sanfte Unterstützung für die Leber bietet auch die Naturmedizin - zum Beispiel mit der Stutenmilch.
Frische Pferdemilch ist allerdings nicht so einfach zu bekommen.
Eine Alternative sind Stutenmilchkapseln, wie sie der österreichische Stutenmilchproduzent Töchterlehof (www.toechterle.at) anbietet.
Die Leber-Aktiv-Kapseln enthalten eine Kombination aus Vitaminen, Spurenelementen, Aminosäuren und Lecithin.
Wer unter Leberproblemen leidet, sollte seine Beschwerden unbedingt ernst nehmen.

Ignoriert man die Warnzeichen, kann sich daraus auf lange Sicht eine schwere Leberfunktionsstörung entwickeln.

hilde

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Vorsorge Leberkrebs
« Antwort #3 am: 20. November 2008, 13:50 »
Ärzte Zeitung, 20.11.2008

Experten warnen vor Leberkrebs

HAMBURG (eb). Experten beobachten schon seit Jahren einen drastischen Anstieg von Leberkrebs, wie die Deutsche Leberstiftung in Hamburg mitgeteilt hat.

Die Ursache sei meist nicht übermäßiger Alkoholkonsum, sondern chronische Infektionen mit Hepatitis-B- und -C-Viren. Mögliche Folge ist eine Zirrhose. Wird die Ursache nicht behandelt, erkranken http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/leberkrebs/default.aspx?sid=522011

Werner

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Vorsorge Leberkrebs
« Antwort #4 am: 22. November 2008, 13:41 »
Häufig unentdeckt: Leberkrebs

"Leberkrebs gehört im weltweiten Vergleich zu den häufigsten Krebsarten und ist seit einigen Jahren auch in Deutschland auf dem Vormarsch", warnt Professor Tobias Heintges, Chefarzt für Innere Medizin am Neusser Lukaskrankenhaus. Etwa 80.000 Menschen starben demnach allein im Jahr 2007 an dieser Krebsform. Die Leber ist das wichtigste Stoffwechselorgan des menschlichen Körpers: Drei Millionen Leberzellen können mehr als 500 biochemische Prozesse durchführen. Unter anderem entgiften sie den Körper, produzieren und speichern Eiweiße und verwerten Fette.

Leberkrebs ist nach Angaben des Mediziners in den meisten Fällen eine Folge anderer Krankheiten wie Hepatitis oder Leberzirrhose. Ein besonders hohes Risiko für Menschen, die Bluttransfusionen erhalten, Drogenabhängige und Zuwanderer aus Ländern, in denen Hepatitis besonders verbreitet ist. "In einer gesunden Leber entsteht selten Krebs", sagt Heintges. Andere Hauptrisikofaktoren sind nach Angaben von Michael Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung, Übergewicht und Alkohol.
Kein Schmerzempfinden in der Leber

Da die Leber kein Schmerzempfinden hat und die Symptome oftmals unspezifisch sind, werden Lebererkrankungen oft erst spät entdeckt. Erst in fortgeschrittenen Stadien seien äußerliche Symptome wie eine Gelbfärbung der Haut oder ein angeschwollener "Wasserbauch" erkennbar.

Regelmäßige Messungen der Leberwerte und Ultraschalluntersuchungen sind zur frühzeitigen Entdeckung von Leberkrebs besonders wichtig. Professor Tobias Heintges rät daher, bei dem ohnehin ab dem 35. Lebensjahr empfohlenen jährlichen Gesundheits-Check beim Hausarzt auch die Leberwerte messen zu lassen und sich einer Ultraschalluntersuchung zu unterziehen, damit krankhafte Veränderungen des Organs früh erkannt werden könnten. "Das frühe Erkennen einer Leberkrankheit bedeutet oft, dass der Krebs vermieden werden kann", sagt Heintges.

Problem Stigmatisierung

Die Deutsche Leberstiftung schätzt, dass nur jeder Fünfte überhaupt von seiner Lebererkrankung weiß. Neben dem schmerzfreien Verlauf ist ein Grund hierfür auch in der Stigmatisierung von Leberkrankheiten zu suchen. Vielen Patienten werde pauschal ein zu hoher Alkohol- oder Drogenkonsum unterstellt. "Leberkrankheiten können jeden Menschen treffen, zu jeder Zeit", betonte Tobias Heintges.

Autorin/Autor: Jan Friese/NDR Info

Stand: 19.11.2008

http://www1.ndr.de/ratgeber/gesundheit/leberkrebs100.html

admin

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Hepatitis-Impfaktion in allen Apotheken
« Antwort #5 am: 29. März 2013, 16:29 »




Hepatitis-Impfaktion in allen Apotheken

Impfstoffe von 1. April bis 31. Mai günstiger erhältlich


Wien (OTS) - Hepatitis-Viren sind hoch ansteckend und verursachen
eine schwere Entzündung der Leber. Vor einer Infektion mit Hepatitis
A und/oder B kann man sich mit einer Impfung schützen - sie ist die
wichtigste Vorsorgemaßnahme zum Schutz vor dieser gefährlichen
Infektionskrankheit. Die Impfstoffe gegen Hepatitis A und Hepatitis
A/B für Kinder und Erwachsene werden während des Aktionszeitraums von
1. April bis 31. Mai in allen Apotheken vergünstigt abgegeben.

Hepatitis kann jeden treffen - ob im Urlaub oder daheim. "Obwohl
die Impfung den einzigen, verlässlichen Schutz vor einer Infektion
mit den gefährlichen Erregern darstellt, ist die Durchimpfungsrate
gegen Hepatitis zu gering. Umso wichtiger sind Impfaktionen wie
diese, um die Gefahren einer Hepatitis-Infektion aufzuzeigen",
erklärt Mag. pharm. Dr. Christian Müller-Uri, Vizepräsident der
Österreichischen Apothekerkammer. "Lassen Sie sich impfen - nur die
Impfung schützt vor Krankheiten, die Hepatitis A und B auslösen
können."

Hepatitis A

Hepatitis A ist eine hoch ansteckende Virusinfektion der Leber und
wird durch verunreinigte Lebensmittel wie z. B. Meerestiere,
Eiswürfel, Speiseeis, Salate, ungekochtes Gemüse und Früchte sowie
durch verseuchtes Wasser und Schmierinfektionen übertragen. Hepatitis
A zählt zu den häufigsten Reiseerkrankungen und kommt weltweit vor
allem in Regionen niedriger Hygienestandards vor. Man muss jedoch
keine Fernreise unternehmen, um Gefahr zu laufen sich mit Hepatitis A
zu infizieren. In beliebten Ferienregionen im Mittelmeerraum sowie in
osteuropäischen Ländern besteht ebenfalls ein Infektionsrisiko. Aber
auch in Österreich kommt es nach Einschleppung der Hepatitis A-Viren
jedes Jahr zu Ausbrüchen.

Hepatitis B

Auch bei Hepatitis B handelt es sich um eine durch Virusinfektion
hervorgerufene Leberentzündung. Hepatitis B ist eines der größten
Gesundheitsprobleme weltweit. Aber auch in Österreich gab es in den
vergangenen Jahren einen starken Anstieg dieser Erkrankung. Hepatitis
B-Viren werden durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten (Speichel, Blut,
Samenflüssigkeit etc.) übertragen. Anders als bei Hepatitis A kann
diese Infektion zu einer chronischen Leberentzündung führen.

Hepatitis-Impfaktion von 1. April bis 31. Mai 2013

Richtig geschützt ist man nur mit der Impfung. Der Impfstoff gegen
Hepatitis A/B für Erwachsene kostet im Aktionszeitraum 59,90 Euro
statt 74,90 Euro - jener für Kinder 37,90 Euro statt 46,90 Euro. Der
Hepatitis-A-Impfstoff für Erwachsene statt 48,75 nur 38,90 Euro und
der Hepatitis-A-Impfstoff für Kinder statt 36,20 nur 28,90 Euro.

Apotheken auf einen Blick

In Österreich spielen die öffentlichen Apotheken eine wichtige
Rolle als Gesundheitsnahversorger. Insgesamt beraten 5.800 akademisch
ausgebildete Apothekerinnen und Apotheker in 1.330 Apotheken die
Bevölkerung in Gesundheitsfragen. Die Beratungskompetenz ist eine der
zentralen Leistungen der Apotheker.


........... http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20130326_OTS0086/hepatitis-impfaktion-in-allen-apotheken?utm_medium=email&utm_term=inline&utm_content=html&utm_campaign=mailabodigest


admin

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Vorsorge, Untersuchung des älteren Menschen
« Antwort #6 am: 10. Januar 2022, 14:40 »
10280





In der Regel unterscheidet sich die Beurteilung von älteren Menschen von einer ärztlichen Standardabklärung. Bei älteren Patienten, insbesondere sehr alten oder gebrechlichen, können Anamneseerhebung und körperliche Untersuchung zu unterschiedlichen Zeitpunkten durchgeführt werden, und die körperliche Untersuchung kann 2 Sitzungen erfordern, weil die Patienten müde werden.

Ältere Menschen haben außerdem unterschiedliche, oft komplizierte Gesundheitsprobleme, wie z. B. Mulitmorbidität, die den Gebrauch vieler Medikamente (gelegentlich Polypharmazie genannt) erfordern können, und daher eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Verschreibung eines Medikaments mit hohem Risiko (siehe Tabelle Potenziell unangemessene Arzneimittel bei älteren Erwachsene). Die Diagnose kann kompliziert sein, was zu verzögerten, versäumten oder fehlerhaften Diagnosestellungen führt, und so zu sachwidriger Verwendung von Arzneimitteln.

Frühzeitiges Aufdecken von Problemen führt zu einer frühzeitigen Intervention, die manchmal durch relativ einfache, kostengünstige Maßnahmen (wie z. B. die Änderung von Lebensgewohnheiten) eine Verschlechterung verhindern und die Lebensqualität verbessern kann. So lassen sich einige ältere Patienten, insbesondere gebrechliche oder chronisch kranke, am besten mithilfe eines umfassenden geriatrischen Assessments beurteilen, welches die Funktionsfähigkeit und die Lebensqualität untersucht; am besten geleitet durch ein interdisziplinäres Team.
  Mulitmorbidität

Der durchschnittliche ältere Patient hat 6 diagnostizierbare Störungen, wobei einige davon vom Hausarzt oft nicht erkannt werden. Eine Störung in einem Organsystem kann ein anderes in Mitleidenschaft ziehen, wodurch sich beide verschlechtern und zu Funktionsminderung oder Hilfsbedürftigkeit und ohne Intervention zum Tod führen. Mulitmorbidität kompliziert Diagnose und Behandlung, und die Auswirkungen der Erkrankungen werden noch verstärkt durch soziale Benachteiligung (z. B. Isolation) und Armut (da die Patienten länger leben, als ihre Ressourcen ausreichen, oder weil sie ihr soziales Umfeld überleben) und durch funktionelle und finanzielle Schwierigkeiten.

Einige allgemeine geriatrische Symptome (z. B. Delirium, Schwindel, Synkope, Sturz, Mobilitätsprobleme, Gewichtsabnahme und Appetitlosigkeit, Harninkontinenz) müssen von den Ärzten besonders beachtet werden, da sie durch Erkrankungen mehrerer Organsysteme bedingt sein können.

Bei multimorbiden Patienten müssen die Behandlungen (z. B. Bettruhe, chirurgischer Eingriff, Medikation) gut aufeinander abgestimmt werden; eine Erkrankung isoliert und ohne die damit zusammenhängenden Störungen zu behandeln, kann die Hinfälligkeit beschleunigen. Außerdem ist eine sorgfältige Überwachung notwendig, um iatrogene Folgen zu vermeiden. Bei völliger Bettruhe können z. B. ältere Patienten pro Tag 1–3% ihrer Muskelmasse und -kraft verlieren (was zu Sarkopenie und stark eingeschränkter Mobilität führt), und allein die Auswirkungen der Bettruhe können letztlich zum Tod führen.
  Versäumte oder verzögerte Diagnose

Störungen, die häufig bei älteren Menschen vorkommen, werden häufig übersehen, oder die Diagnose wird verzögert gestellt. Ärzte sollten die Anamnese, die körperliche Untersuchung und einfache Labortests nutzen, um aktiv nach Störungen zu suchen, die nur bei älteren Patienten auftreten oder häufiger auftreten (siehe Tabelle); wenn sie früh diagnostiziert werden, lassen sich diese Störungen oft leichter behandeln. In vielen Fällen hängt eine frühzeitige Diagnose davon ab, ob der Arzt mit dem Verhalten und der Anamnese seines Patienten, inkl. seines mentalen Status, vertraut ist. Für gewöhnlich sind die ersten Zeichen einer körperlichen Erkrankung Störungen des Verhaltens, mentale oder emotionale Störungen. Ist sich der Arzt dieser Möglichkeit nicht bewusst und hält er diese Zeichen für einen Ausdruck von Demenz, können Diagnose und Behandlung verzögert werden.
Tabelle
Häufige Störungen bei älteren Menschen
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  Polypharmazie

Der Einsatz sowohl verschreibungspflichtiger als auch rezeptfreier Präparate sollte, besonders im Hinblick auf Arzneimittelwechselwirkungen und auf eine für ältere Patienten inadäquate Medikation, häufig überprüft werden. Wenn mehrere Medikamente verwendet werden, gestaltet sich die Handhabung mit einem elektronischen Medikamentendosierer effizienter.
  Probleme mit Pflegekräften

Gelegentlich hängen Probleme älterer Patienten mit Vernachlässigung oder Missbrauch durch ihre Pflegekraft zusammen. Lassen die Umstände und Befunde darauf schließen, sollten die Ärzte die Möglichkeit von Patientenmissbrauch und Medikamentenabusus durch die Betreuungsperson prüfen. Bestimmte Verletzungsmuster oder Verhaltensweisen von Patienten haben besonderen Hinweischarakter, sie umfassen

    Häufige Blutergüsse, v. a. in schwer zugänglichen Bereichen (z. B. Mitte des Rückens)

    Griffprellungen der Oberarme

    Quetschungen der Genitalien

    Eigenartige Verbrennungen

    Unerklärliche Ängstlichkeit des Patienten vor einer Pflegeperson

Anamnese

Oft wird für das Anamnesegespräch und die Beurteilung älterer Patienten mehr Zeit benötigt, zum Teil deshalb, weil sie Eigenschaften aufweisen können, die damit interferieren können: Folgende Punkte sollten beachtet werden:

    Sensorische Defizite: Werden normalerweise Zahnersatz, Brillen oder Hörgeräte eingesetzt, so sollten sie auch getragen werden, um die Kommunikation während des Gesprächs zu erleichtern. Ausreichende Beleuchtung und Beseitigung von visueller oder auditiver Ablenkung sind ebenfalls von Nutzen.

    "Underreporting" von Symptomen: Ältere Patienten können Symptome nicht erwähnen, weil sie glauben, diese seien Teil des normalen Alterungsprozesses (z. B. Dyspnoe, eingeschränktes Hör- oder Sehvermögen, Gedächtnisprobleme, Inkontinenz, Gangstörungen, Verstopfung, Schwindel, Stürze). Allerdings sollte kein Symptom auf die normale Alterung zurückgeführt werden, sofern nicht eine gründliche Abklärung erfolgt ist und andere mögliche Ursachen eliminiert wurden.

    Ungewöhnliche Manifestationen einer Störung: Bei älteren Menschen können typische Symptome einer Erkrankung fehlen. Stattdessen können sich ältere Menschen mit nichtspezifischen Symptomen (z. B. Müdigkeit, Verwirrtheit, Gewichtsabnahme) vorstellen.

    Funktioneller Abbau als einzige Manifestation: Erkrankungen können sich lediglich in Form von funktionellem Abbau äußern. In solchen Fällen können Standardfragen keine Gültigkeit haben. Auf die Frage nach Gelenkbeschwerden kann es z. B. sein, dass Patienten mit schwerer Arthritis nicht über Schmerzen, Schwellungen oder Steifigkeit berichten, werden sie aber nach Veränderungen in ihren Aktivitäten gefragt, können sie z. B. erzählen, dass sie nicht mehr spazierengehen oder ehrenamtlich im Krankenhaus tätig sind. Fragen zur Dauer des funktionellen Rückgangs (z. B. "Wie lange können Sie schon nicht mehr selbst Ihre Einkäufe erledigen?") können nützliche Informationen entlocken. Personen dann zu identifizieren, wenn ihre Schwierigkeiten bei der Ausführung der grundlegenden Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL) oder der instrumentellen ADL (IADL) gerade begonnen haben, kann mehr Möglichkeiten für Interventionen eröffnen, die die Funktionsfähigkeit wiederherstellen oder einem weiteren Rückgang vorbeugen, und damit die Selbstständigkeit erhalten.

    Erinnerungsprobleme: Patienten können sich nicht mehr genau an frühere Krankheiten, Krankenhausaufenthalte, Operationen und Medikamentengebrauch erinnern; die Ärzte müssen diese Angaben dann woanders beschaffen (z. B. von Familienmitgliedern, einem Heimmitarbeiter oder aus Patientenakten).

    Angst: Ältere Patienten können ihre Symptome nur widerstrebend berichten, weil sie Angst vor einem Krankenhausaufenthalt haben, den sie möglicherweise mit dem Sterben verbinden.

    Altersbedingte Erkrankungen und Probleme: Depression (häufig bei Älteren, die verwundbar und krank sind), der kumulierte Abbau im hohen Alter und Beschwerden aufgrund einer Erkrankung führen dazu, dass ältere Menschen Ärzten weniger angemessene gesundheitsbezogene Informationen liefern. Für Patienten mit eingeschränkter Kognition kann es schwierig sein, Probleme zu beschreiben, was die ärztliche Beurteilung erschwert.

  Gespräch

Weiß ein Arzt über die alltäglichen Belange, die sozialen Umstände, die psychische Verfassung, den emotionalen Zustand und das subjektive Wohlbefinden eines älteren Patienten Bescheid, so hilt dies, das Gespräch zu stukturieren und zu führen. Werden die Patienten gebeten, einen typischen Tag zu beschreiben, bringt dies Informationen über ihre Lebensqualität und ihre psychische und physische Verfassung hervor. Dieser Ansatz ist besonders nützlich beim ersten Treffen. Den Patienten sollte Zeit gegeben werden, über Dinge mit persönlicher Bedeutung zu sprechen. Die Ärzte sollten auch danach fragen, ob die Patienten spezifische Anliegen haben, wie etwa Angst vor Stürzen. Das resultierende harmonische Verhältnis kann zur besseren Kommunikation mit den Patienten und ihren Angehörigen beitragen.

Eine Erhebung des mentalen Status kann früh in im Gespräch notwendig sein, um die Verlässlichkeit der Angaben des Patienten zu ermitteln; diese Untersuchung sollte taktvoll erfolgen, damit der Patient nicht in Verlegenheit gebracht oder gekränkt wird oder sich angegriffen fühlt. Ein Routine-Screening auf physische und psychologische Störungen (siehe Tabelle Screening-Empfehlungen) sollte jährlich durchgeführt werden, beginnend im Alter von 70 Jahren.

Oft können verbale und nonverbale Hinweise (z. B. wie eine Geschichte erzählt wird, Sprechtempo, Stimmlage, Blickkontakt) Auskunft geben über Folgendes:

    Depression: Ältere Patienten können Symptome von Angst oder Depression übergehen oder leugnen, sie verraten sich aber durch eine leise Stimme, gedämpfte Begeisterung oder sogar Tränen.

    Physische und psychische Gesundheit: Was Patienten über Schlaf und Appetit sagen, kann aufschlussreich sein.

    Gewichtszu- oder -abnahme: Jede Änderung in der Passform von Kleidung oder Zahnersatz sollte durch den Arzt beachtet werden.

Wenn der mentale Status nicht beeinträchtigt ist, sollte ein Patient allein befragt werden, um das Gespräch über persönliche Angelegenheiten zu fördern. Es kann auch nötig sein, dass Ärzte mit einem Angehörigen oder einer Pflegeperson ein Gespräch führen. Diese Personen haben oft eine andere Sicht auf die Funktionsfähigkeit, den mentalen Status und die emotionale Verfassung. Diese Gespräche können ohne oder mit dem Patienten stattfinden.

Der Arzt sollte die Zustimmung des Patienten einholen, bevor er einen Angehörigen oder eine Pflegeperson einlädt, und sollte ihm erklären, dass solche Gespräche routinemäßig stattfinden. Wird die Pflegeperson allein befragt, sollte der Patient immer sinnvoll beschäftigt werden (z. B. indem er einen standardisierten Fragebogen ausfüllt oder ein anderes Mitglied des interdisziplinären Teams mit ihm spricht).

Falls angezeigt, sollten die Ärzte die Möglichkeit von Medikamentenabusus durch den Patienten und Patientenmissbrauch durch die Pflegekraft in Betracht ziehen.
  Medizinische Vorgeschichte

Werden Patienten zu ihrer medizinischen Vorgeschichte befragt, sollte der Arzt sich nach Erkrankungen, die damals häufiger waren (z. B. rheumatisches Fieber, Poliomyelitis), und nach veralteten Behandlungen (z. B. Pneumothorax-Therapie bei Tuberkulose, Quecksilber gegen Syphilis) erkundigen. Benötigt wird eine Vorgeschichte der Impfungen (z. B. Tetanus, Influenza, Pneumokokken), unerwünschten Impfreaktionen und Ergebnisse von Tuberkulose-Hauttests. Können sich Patienten zwar an eine Operation erinnern, wissen aber nichts mehr zum Vorgehen oder ihrem Zweck, sollten nach Möglichkeit Operationsprotokolle eingeholt werden.

Wichtige Punkte  https://www.msdmanuals.com/de-de/profi/geriatrie/untersuchung-des-geriatrischen-patienten/untersuchung-des-%C3%A4lteren-patienten