Autor Thema: Pharmawirtschaft  (Gelesen 5878 mal)

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Werner

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Pharmawirtschaft
« am: 28. Dezember 2008, 15:09 »

Wie viele neue Medikamente kamen 2008 auf den Markt?

50, 100, 1000?



Verband Forschender Arzneimittelhersteller [PM 052/08]

Berlin (VFA). 31 Medikamente mit neuen Wirkstoffen haben Pharmaunternehmen 2008 herausgebracht. "Damit haben die Hersteller ein weiteres Mal einen Spitzenwert erreicht", freut sich Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA). "Dabei hat der Forschungsstandort Deutschland Stärke zurückgewonnen; denn gleich fünf der 31 neuen Arzneimittel wurden in Unternehmenslabors in Deutschland erfunden."
Dabei handelt es sich um zwei Thrombosepräparate, ein Medikament gegen Blutarmut, eins gegen Inkontinenz und eins gegen eine Erbkrankheit.

Mit ihren neuen Präparaten haben forschende Pharma-unternehmen vielen Patienten bessere Behandlungs-möglichkeiten gebracht, beispielsweise bei Krebsarten wie Hirntumoren oder Prostatakrebs. Zwei neue Antibiotika wirken auch gegen Bakterien, die gegen ältere Antibiotika resistent geworden sind. Zwei Medikamente, die geschluckt werden können, machen bei orthopädischen Operationen die Spritzen zur Thrombosevorbeugung entbehrlich. Ein Präparat gegen Epilepsie wurde speziell für Kinder entwickelt.

Insgesamt verteilen sich die 31 neuen Präparate auf folgende medizinischen Gebiete: Krebs (7 Präparate), Herz-Kreislauf-Krankheiten (6), Infektionen (5), Krankheiten des Nervensystems (5), Stoffwechselkrankheiten (3), Immunkrankheiten (2), Urologische Erkrankungen (1), Blutarmut (1) und Augenleiden (1).

Neue Medikamente auf Basis bewährter Wirkstoffe

2008 haben Pharmaunternehmen auch 46 neue Präparate herausgebracht, durch die sich schon bewährte Wirkstoffe auf neue Weise einsetzen lassen: So brachten beispielsweise mehrere Unternehmen gemeinsam eine Tablette heraus, die drei zur Behandlung einer HIV-Infektion erforderliche Wirkstoffe in sich vereint. Für mehrere andere Wirkstoffe gegen HIV haben Firmen besonders kindgerechte Tabletten entwickelt.

Für die Schmerzlinderung kamen neue Pflaster und eine Schmelztablette auf den Markt. Während Pflaster eine gleichmäßige Wirkung entfalten, lässt sich durch Tabletten, die schon im Mund schmelzen, der Schmerz ohne quälende Wartezeiten bekämpfen. "Mit solchen Innovationen bei den Darreichungsformen tragen die Unternehmen dazu bei, die Einnahme zu erleichtern oder für bestimmte Patientengruppen überhaupt erst zu ermöglichen", erklärt Yzer.

Yzers Fazit: "Mit ihren neuen Präparaten haben sich die Unternehmen auf die Behandlung schwerer, oft lebens-bedrohlicher Krankheiten konzentriert. Für ihre Entwick-lung haben sie im Schnitt 12 Jahre Arbeit und 800 Millionen US-Dollar aufgewendet. Nutzen entfalten können sie allerdings nur, wenn sie den Patienten auch verordnet werden. Dies war bei den neuen Präparaten der letzten Jahre nur in geringem Maße der Fall."

Grafiken und eine Tabelle zu den Medikamenten mit neuen Wirkstoffen 2008 findet sich unter:
http://www.vfa.de/pm20081228

Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller e.V. (VFA) ist der Wirtschaftsverband der forschenden Arzneimittelhersteller in Deutschland. Er vertritt die Interessen von 48 weltweit führenden Herstellern und ihren über 100 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik. Die Mitglieder des VFA repräsentieren rund zwei Drittel des gesamten deutschen Arzneimittelmarktes und beschäftigen in Deutschland mehr als 90.000 Mitarbeiter. Rund 17.000 davon arbeiten in Forschung und Entwicklung. Die Pressekonferenzen des VFA - ab sofort auch im Internet.
Mehr dazu unter: http://www.vfa.de/onlinepk

Tanja

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Pharmawirtschaft: Was kommt 2009 auf den Markt?
« Antwort #1 am: 16. Januar 2009, 00:40 »
15.01.2009
   
Gesundheitspolitik   
   
   Forschende Pharmaindustrie produktiv: Innovative Medikamente – Was 2009 kommen kann

"Im Verlauf dieses Jahres werden forschende Pharmaunternehmen vielen Patienten mit schweren Erkrankungen wieder neue Behandlungsmöglichkeiten eröffnen." Das kündigte Cornelia Yzer, Hauptgeschäftsführerin des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA), heute mit Blick auf die Medikamente an, deren Zulassung bereits bei den Arzneimittelbehörden beantragt ist. "Viele der neuen Präparate richten sich gegen Krebserkrankungen. So könnten 2009 Medikamente gegen Brust-, Lungen-, Prostata-, Eierstock- und Knochenkrebs sowie verschiedene Formen von Leukämie heraus kommen."


"Gegen rheumatoide Arthritis und andere Entzündungskrankheiten stehen ebenfalls mehrere neuartige Präparate vor der Zulassung", so Yzer weiter. "Das ist eine gute Nachricht gerade für diejenigen Patienten, denen die bisher verfügbaren Präparate nicht oder nicht ausreichend helfen können."

Gleich drei neue Antibiotika könnten 2009 die Zulassung erhalten. Dazu Yzer: "Sie wirken auch gegen Bakterien, die gegen ältere Antibiotika resistent sind, darunter den hoch gefährlichen Krankenhauskeim MRSA." Mit MRSA bezeichnen Mediziner Staphylococcus-aureus-Bakterien, die sich mit den meisten bisherigen Antibiotika nicht bekämpfen lassen. Unter den neuen Impfstoffen sind zwei wirkverstärkte Grippeimpfstoffe, die speziell für ältere Bürger entwickelt wurden.

Yzer abschließend: "Seit einigen Jahren stehen seltene Krankheiten - also solche, an denen weniger als einer von 2000 EU-Bürgern leidet - verstärkt im Fokus der Medikamentenentwicklung. 2009 könnten gleich ein Dutzend Medikamente gegen seltene Krankheiten auf den Markt kommen." Darunter sind Präparate gegen die idiopathische thrombozytische Purpura, bei der den Patienten innere Blutungen drohen, und die erbliche Stoffwechselstörung Phenylketonurie, mit der Patienten bisher nur unter Einhaltung einer aufwendigen Diät ohne Schäden an ihrem Nervensystem leben können.

Dietmar E.

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Schluckt Pfizer den Konkurrenten Wyeth
« Antwort #2 am: 27. Januar 2009, 00:10 »
US-Pharmariese Pfizer schluckt Konkurrenten Wyeth

Montag, 26. Januar 2009

dpa

New York – Auf dem US-Pharmamarkt bahnt sich die größte Fusion seit fast zehn Jahren an. Der Arzneimittelriese Pfizer will für 68 Milliarden Dollar (rund 52 Milliarden Euro) seinen Konkurrenten Wyeth übernehmen, wie die beiden Unternehmen am Montag bekannt gaben. Die Angestellten müssen im Zuge der geplanten Fusion eine bittere Pille schlucken: Jede zehnte Stelle soll wegfallen.

Die Aufsichtsräte von Pfizer und Wyeth hätten dem Geschäft bereits zugestimmt, teilten die Unternehmen mit. Der Verkauf solle in der zweiten Jahreshälfte 2009 abgeschlossen sein. Mit einem Jahresumsatz von 75 Milliarden Dollar sei der neue Konzern „die Nummer eins in der Biopharmazie“, erklärte Pfizer. Gemessen am Umsatz ist das Unternehmen derzeit bereits der weltgrößte Pharmakonzern, gemessen am Börsenwert rangiert Pfizer bislang auf Platz vier.

........................... http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=35184

"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

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Pharma-Firmen in Österreich
« Antwort #3 am: 12. März 2016, 01:12 »

Geri

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Pharmawirtschaft und/mit Ärzte - Bar aufs Handerl?
« Antwort #4 am: 28. Juni 2016, 21:44 »




20.06.2016
   
Gesundheitspolitik   
   
   
Pharmaunternehmen zahlten 2015 rund 575 Millionen Euro an Ärzte
Insgesamt 54 Pharmaunternehmen haben im vergangenen Jahr 575 Millionen Euro an Ärzte sowie medizinische Organisationen gezahlt. 366 Millionen Euro flossen für klinische Studien und die umstrittenen Anwendungsbeobachtungen, wie die Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie (FSA) sowie der Verband der forschenden Pharmaunternehmen (vfa) am Montag mitteilten. 119 Millionen gingen demnach an Ärzte und andere Fachkreisangehörige für Vortragshonorare und Fortbildungen, 90 Millionen an medizinische Organisationen und Einrichtungen für Sponsoring von Veranstaltungen, Spenden und Stiftungen. Seit Jahren stehen Zuwendungen der Pharmaindustrie an Mediziner in der Kritik.

http://www.journalmed.de/newsview.php?id=48500

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ORF III
Mittwoch, 24.1.2018, 21.05 Uhr
Wh. Do 02.05 und 05.25 Uhr,
Sa 02.05 Uhr

Die Pharmalobby

Der Blick hinter die Kulissen der heimischen Pharmaindustrie offenbart,

dass es den Medikamentenherstellern weniger um das Wohl der Menschen als vielmehr um Gewinne geht.



Pharmazie ist die Herstellung und Abgabe von Arzneimitteln, ein Dienst an unserer Gesundheit. Sollte man meinen. Doch schon ein vorsichtiger Blick hinter die Kulissen zeigt, dass es den großen Medikamentenherstellern offenbar vor allem um Gewinnmaximierung geht.

Meinungsbildende Ärzte und Patientenverbände werden mit lukrativen Angeboten geködert. Lobbymühlen mahlen einschlägige Gesetze zum Vorteil der Industrie zurecht. Und eigene Patente scheinen manchmal mehr zu zählen als die Probleme der Patienten. Für objektive Beratung und patientengerechte Therapie scheint in diesem System immer weniger Platz zu sein.

Die beiden Medizin-Journalisten Kurt Langbein und Florian Kröppl nehmen die heimische Pharmaindustrie unter die Lupe.

http://tv.orf.at/orf3/stories/2891158/
« Letzte Änderung: 23. Januar 2018, 23:33 von admin »