Autor Thema: Vorbeugung, Früherkennung zu ...........  (Gelesen 6959 mal)

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Dietmar E.

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Vorbeugung, Früherkennung zu ...........
« am: 11. Januar 2009, 13:53 »

http://www.krebsinformation.de/TopTenList.php?categoryId=20

Vorbeugung, Früherkennung

•   Lungenkrebs: Symptome und Warnzeichen
Warum Lungenkrebs nicht durch systematische Früherkennungsuntersuchungen nachweisbar ist, erläutert der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums.

•   Darmkrebs: Früherkennung, Warnzeichen, Symptome
Früherkennung von Darmkrebs: Warum die Darmspiegelung so wichtig ist, erläutert der Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum.

•   Gebärmutterhalskrebs: Früherkennung und Behandlung von Krebsvorstufen
Welche Maßnahmen zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs zur Verfügung stehen, erläutert der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums

•   Dick- und Enddarmkrebs: Ursachen, Risikofaktoren, Vorbeugung
Wie kann man Darmkrebs vorbeugen, welche Risikofaktoren finden sich bei Patienten? Mehr vom Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums.

•   Brustkrebs: Früherkennung durch Abtasten und Mammographie
Wie Brustkrebs rechtzeitig erkannt werden kann, fasst der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums zusammen.

•   PSA und Früherkennung von Prostatakrebs
Der Test auf PSA wird Männern über 45 bei vielen Urologen angeboten. Warum Experten dies kritisieren, erklärt der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums.

•   Kann man Krebs vorbeugen?
Eine Übersicht über die Vorbeugung von Krebs bietet der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums.

•   Schutz vor Krebs: Die Regeln der Früherkennung
Die Möglichkeiten zur Krebsfrüherkennung (Krebsvorsorge) fasst der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums in seiner Broschüre "Schutz vor Krebs" zusammen.

•   Schutz vor Krebs: Vorbeugung und Früherkennung
Wie die Empfehlungen zur Krebsvorbeugung lauten und wie sie wissenschaftlich begründet sind, erläutert der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums.

•   Schutz vor Krebs: Eigenverantwortung - Auf Symptome achten
Bei welchen Symptomen und Anzeichen man einen Arzt aufsuchen sollte, erläutert der Krebsinformationsdienst in der Broschüre "Schutz vor Krebs".

•   Mammographie zur Früherkennung von Brustkrebs
Welchen Nutzen die Mammographie im Rahmen der gesetzlichen Krebsfrüherkennung hat, erklärt der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums.

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"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Dietmar E.

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Vorbeugung (Prävention), Früherkennung zu ...........
« Antwort #1 am: 11. Januar 2009, 14:02 »

http://www.bmgfj.gv.at/cms/site/standard.html?channel=CH0771&doc=CMS1201505682652

Prävention

Während die Gesundheitsförderung alle der Gesundheit dienlichen Maßnahmen im Rahmen einer Gesellschaft umfasst, ist die Prävention auf ein bestimmtes Ziel gerichtet, nämlich auf die Bewahrung der Gesundheit sowie die Verhütung und Früherkennung von Krankheiten. Es wird zwischen Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention unterschieden.

Primärprävention setzt an, noch bevor es zur Krankheit kommt. Sie trägt dazu bei, gesundheitsschädigende Faktoren zu vermeiden, um die Entstehung von Krankheiten zu verhindern.

Sekundärprävention
soll das Fortschreiten eines Krankheitsfrühstadiums durch Frühdiagnostik und -behandlung verhindern. Sie greift also in bestehende Risikosituationen ein und versucht, diese abzuwenden.

Tertiärprävention
konzentriert sich nach einem Krankheitsereignis auf die Wiederherstellung der Gesundheit. Folgeschäden sollen somit vorgebeugt und Rehabilitation ermöglicht werden.

Vorsorgeuntersuchung Neu
Bereits seit 1974 ist die kostenlose Vorsorgeuntersuchung ein fixer Bestandteil unseres Gesundheitssystems. Sie richtet sich an alle Personen, die ihren Wohnsitz in Österreich haben - also auch an jene, die nicht versichert sind. Das Gesundheitsressort übernimmt die Untersuchungskosten für nicht versicherte Personen.
Mit der Vorsorgeuntersuchung Neu haben der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger und die Österreichischen Ärztekammer seit 2005 ein genderspezifisches medizinisches Programm entwickelt, das dem aktuellen Stand der internationalen Medizin entspricht und nachweislich einen Gesundheitsnutzen für die österreichische Bevölkerung bringen soll.

Was bringt die Vorsorgeuntersuchung?
•   Reduktion der Gesundheitsgefährdung durch jene Risikofaktoren, die mittels geeigneter Änderungen im Lebensstil beeinflussbar sind.
•   Durch die Früherkennung von Krankheiten ergeben sich bessere Heilungschancen. Die Entstehung von chronischen Krankheiten kann rechtzeitig verhindert werden.

Wo erhalten Sie weitere Informationen?

Ausführliche Informationen zur Vorsorguntersuchung finden Sie im Internet unter http://www.sozialversicherung.at/ oder bei Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt.


"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

admin

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Kampagne "Frauen, die auf ihre Männer schauen."
« Antwort #2 am: 19. Juli 2011, 19:49 »
"Männergesundheit in Österreich" - Kampagne "Frauen, die auf ihre Männer schauen."
Utl.: Erfolgreiche Awarenesskampagne wird im Herbst fortgesetzt =

   Wien (OTS) - Im Mai 2011 wurde die Kampagne "Frauen, die auf ihre
Männer schauen." vom Berufsverband der Österreichischen Urologen ins
Leben gerufen. Ziel der Kampagne ist es, Männer dazu zu motivieren,
regelmäßig zur urologischen Vorsorgeuntersuchung - zum so genannten
androcheck(TM) - zum Urologen zu gehen. Unter dem Motto "Schauen Sie
auf ihn!" entstand eine frische, originelle Kampagne, die Frauen dazu
animiert, "ihre liebsten Männer über 40 zum Urologen zu schicken".
Nach dem erfolgreichen Start wird die Awarenesskampagne im Herbst
2011 fortgesetzt.

   Österreichs Frauen schicken ihre Männer zum Urologen! Diese
Botschaft wurde in den letzten Wochen im Rahmen einer
österreichweiten Awareness-Kampagne kommuniziert, die auf Initiative
des Berufsverbandes der Österreichischen Urologen, der
Österreichischen Gesellschaft für Urologie und der Österreichischen
Ärztekammer gestartet wurde.

   Mit dem ungewöhnlichen wie auffälligen Symbol einer knallbunten
Männer-Unterhose wurden Folder, Toil-Ads (aufmerksamkeitsstark
platzierte Plakate auf Männer- und Frauentoiletten), Poster, Sticker
und eine Aktions-Website (www.ich-schau-auf-meinen-mann.com)
gestaltet. Online-Tools nehmen eine zentrale Rolle in der Kampagne
ein, weil der Gedanke sich so viral unter Österreichs Frauen
verbreiten kann. Mittels einer "send-a-man" Funktion kann frau
e-Cards an Freundinnen verschicken, um sie dazu zu anmieren, ihre
liebsten Männer zum androcheck(TM) zu schicken. Aber natürlich wurde
auch an die eigentliche Zielgruppe, die Männer, gedacht. Sie werden
mittels Toil-ADs, Folder und in einer eigenen Area der
Aktions-Website mit der Headline "Und, wie läuft's so?" motiviert, an
ihre Gesundheit zu denken. Den Erfolg der Kampagne bestätigen auch
die Zugriffszahlen auf der Website: In rund einem Monat waren über
18.000 Seitenaufrufe bei über 4.000 einzelnen Besuchern zu
verzeichnen. Die Besucher der Seite beschäftigen sich sehr intensiv
mit den Inhalten, da durchschnittlich bis zu fünf Subseiten
durchgesehen werden. Die Kampagne fand auch prominente Unterstützung
in Österreichs Frauenwelt. So fungierten Vera Russwurm und die
Interio-Geschäftsführerin Janeth Kath auf der
Kick-Off-Pressekonferenz als prominente Botschafterinnen.

   Seit Jahren ist das Prostatakarzinom der häufigste bösartige Tumor
und die zweithäufigste Krebstodesursache des Mannes. Pro Jahr wird
bei etwa 6.000 Männern in Österreich diese Diagnose gestellt. Das
Prostatakarzinom ist nur ein Beispiel von vielen urologischen
Erkrankungen, die durch Früherkennung besser behandelt werden können.
Die urologische Vorsorgeuntersuchung für Männer ab 40 Jahren, der
androchecktm, wird jedoch nach wie vor zu wenig in Anspruch genommen.
"Mit der Kampagne "Frauen, die auf ihre Männer schauen." wollten wir
einen ersten Impuls setzen, um möglichst viele Männer ab 40 für die
urologische Vorsorgeuntersuchung zu gewinnen", erläutert Dr. Karl
Dorfinger, Präsident des Berufsverbandes der Urologen und
Landesfachgruppenobmann für Urologie der Ärztekammer für Wien, die
Ziele der Kampagne. Dieser unkonventionelle Weg der Ansprache sei
gewählt worden, um zu zeigen, dass die Vorsorge beim Mann ein Thema
für die ganze Familie ist.

   Viele Männer seien nach wie vor absolute Vorsorgemuffel. "Manche
Männer erachten Arztbesuche als Zeichen von Schwäche oder sie haben
Angst vor Untersuchungen bzw. deren Ergebnissen. Die meisten gehen
daher erst zum Arzt, wenn sie Beschwerden haben. Frauen hingegen sind
sich der Wichtigkeit von regelmäßigen Untersuchungen bewusst und
können so die Männer, die ihnen nahe stehen, am besten dazu
motivieren. Die Kampagne entspricht daher der sozialen Realität", so
Dr. Dorfinger weiter.

   Der Erfolg der Kampagne gibt den Initiatoren Recht. "Während der
Aktionszeit der Kampagne war in meiner Ordination ein verstärkter
Zulauf, besonders von Patienten, die schon länger keinen
Vorsorgetermin mehr wahrgenommen hatten, zu verzeichnen. Dieses
Feedback haben mir auch etliche Kollegen übermittelt", zieht Dr.
Dorfinger Bilanz. Im Herbst soll die Kampagne daher fortgesetzt
werden.

Keine Angst vor dem androchecktm : So läuft die Untersuchung ab

   Im Rahmen des so genannten androcheck(tm) wird die
Männergesundheit hinsichtlich Funktion und Wohlbefinden von
Harnorganen, Hormonhaushalt (insbesondere das Testosteron), Prostata
und Sexualität geprüft. Der genaue Ablauf dieser Untersuchung ist den
wenigsten Männern bekannt. Entgegen vieler Vorurteile ist der
androchecktm  weder besonders schmerzhaft und nimmt auch nicht viel
Zeit in Anspruch. Der androchecktm wird in der Praxis des
niedergelassenen Urologen durchgeführt und ist kostenlos.

   Ein Harnbefund ist die Grundlage für weitere Untersuchungen. Das
prostataspezifische Antigen (PSA) ist ein Enzym, das von
Prostatazellen erzeugt wird und mittels PSA-Test im Blut gemessen
werden kann. Ein erhöhter PSA-Wert kann einen Hinweis auf
Prostatakrebs liefern. Diese Erhöhung kann aber auch durch gutartige
Erkrankungen wie eine Prostataentzündung oder eine gutartige
Prostatavergrößerung verursacht werden. Weitere Untersuchungen, vor
allem die Probenentnahme aus der Prostata (Prostatabiopsie), können
zur Klärung dieser Frage erforderlich werden. Die richtige
Interpretation des PSA-Tests erfordert viel Wissen und Erfahrung und
sollte stets vom Facharzt für Urologie/Andrologie erfolgen.

Blutabnahme, PSA-Bestimmung, Tastuntersuchung

   Die obligatorische Tastuntersuchung von Hoden und Prostata ist in
der Regel nicht schmerzhaft, bringt aber wertvolle Erkenntnisse. Auch
hier können auffällige Ergebnisse weitere Untersuchungen notwendig
machen. Wenn sich die Prostata auffällig oder hart antastet, kann
unabhängig vom Ergebnis des PSA-Tests ebenfalls zur Probeentnahme aus
der Prostata geraten werden, um Prostatakrebs auszuschließen. Mit
Hilfe der Harnflussmessung (Uroflowmetrie) können wertvolle
Informationen über die Blasenentleerung gewonnen werden. Bei der
Ultraschalluntersuchung der Nieren, der Harnblase und der Prostata
werden die Lage, Form, allfällige Veränderungen und manchmal auch
Funktionen der betroffenen Organe untersucht. Spezielle
Untersuchungen können in manchen Fällen zusätzlich notwendig werden.

   "So wie Frauen einmal jährlich zum Frauenarzt gehen, sollten auch
Männer einmal jährlich zum Männerarzt gehen. Ab dem 40. Lebensjahr
sollte jeder Mann einmal im Jahr neben der allgemeinen
Gesundheitsvorsorge auch zum androchecktm beim Urologen", hält Dr.
Karl Dorfinger fest. "Nur 17 Prozent der österreichischen Männer
gehen regelmäßig zum Urologen. In Sachen Männergesundheit ist
hierzulande massiver Aufholbedarf gegeben", bekräftigt auch Univ.
Doz. Dr. Stephan Madersbacher von der Abteilung für Urologie und
Andrologie am Wiener Donauspital. "Am Ende der urologischen
Untersuchung hören wir oft: 'Das war es schon?' Mit Projekten wie der
Männergesundheitskampagne versuchen wir diesbezüglich aufzuklären und
Männern die Scheu vor der schmerzlosen und kurzen Untersuchung zu
nehmen", so Univ. Doz. Dr. Madersbacher abschließend.

Alle Presseunterlagen sowie die Sujets zur Kampagne stehen im
Pressecorner auf www.welldone.at als Download zur Verfügung.

   Die in diesem Pressetext verwendeten Personen- und
Berufsbezeichnungen treten der besseren Lesbarkeit halber nur in
einer Form auf, sind aber natürlich gleichwertig auf beide
Geschlechter bezogen.

Rückfragehinweis:

~
   Welldone GmbH, Werbung und PR
   Mag. Elisabeth Kranawetvogel | Mag. Sabine Sommer |
   Mag. Nina Bennett | Public Relations
   Lazarettgasse 19/4. OG, 1090 Wien
   Tel.: 01/402 13 41-40 bzw. 12 | E-Mail: pr@welldone.at
   
~

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

OTS0074    2011-07-19/11:07

191107 Jul 11

hilde

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Krebs: Lebensstil, Vorbeugung, Vorsorge, Früherkennung .............
« Antwort #3 am: 26. Februar 2012, 14:21 »




Strategien gegen Krebs

Keine Vogel-Strauß-Politik

Interview | 07. Februar 2012 17:26

    Artikelbild
    Foto: mediendienst.com

    Irene Kührer ist Fachärztin für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie und Oberärztin an der Wiener Universitätsklinik für Chirurgie.

Funktioniert die Früherkennung von Krebs in Österreich, oder wird die Diagnose oft zu spät gestellt? "Wir müssen selbst aktiv werden", rät Krebsexpertin Irene Kührer

Irene Kührer widmet sich seit vielen Jahren der Erkrankung Krebs und den davon betroffenen Patienten. Anlässlich des Krebstages am 4. Februar referierte sie im Wiener Rathaus zum Thema "Was soll ich tun?".

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derStandard.at: Funktioniert die Krebs-Früherkennung in Österreich, oder wird die Diagnose oft zu spät gestellt?

Irene Kührer: Man muss zwischen der Vorbeugung und der Früherkennung von Krebserkrankungen unterscheiden. Was die Früherkennung betrifft, hat vor allem bei Brustkrebs in den letzten Jahren ein gewisses Wachrütteln und Umdenken stattgefunden; nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Medienkampagnen. Bei der zweithäufigsten Krebserkrankung, dem Darmkrebs, ist die Bereitschaft, an Vorsorgeuntersuchungen teilzunehmen, dagegen viel zu gering.

Nicht einmal 20 Prozent aller Frauen und Männer über 50 nehmen die kostenlose Darmspiegelung in Anspruch. Dabei verhindert diese schmerzlose Untersuchung - auch die sanfte Kolonoskopie - eine spätere Krebserkrankung, da mit den Polypen das Vorstadium zum Krebs gefunden und im selben Untersuchungsschritt abgetragen wird. Durch den Fortschritt in der Medizin kann heute der Darmkrebs auch im fortgeschrittenen Stadium behandelt und geheilt werden. Dennoch: Verhindern ist besser als Behandeln, denn aufwendige Chemotherapien und Operationen sind nicht mit einer Kolonoskopie zu vergleichen.

derStandard.at: Gibt es Nachteile bei solchen Untersuchungen? Die Mammographie steht ja immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik, was angeblich unnötige Operationen betrifft.

Kührer: Gerade bei der Mammographie und den möglicherweise daraus folgenden Operationen gibt es eindeutige Diagnosemöglichkeiten, die bösartige Brustkrebserkrankungen erkennen lassen. Ich denke nicht, dass zu viele Brustdrüsen operiert werden. Was unter anderem auch damit zu tun hat, dass in den meisten Fällen vor einer Operation eine histologische Untersuchung (Punktion, Anm.) durchgeführt wird. Solange keine Lymphknoten befallen sind, ist das Frühstadium des Mammakarzinoms heilbar, und es kann in den meisten Fällen brusterhaltend operiert werden.

derStandard.at: Betrachten Sie Mammographie und Kolonoskopie als die wesentlichen Vorsorgeuntersuchungen in der Krebsfrüherkennung?

Kührer: Es kommen noch einige Untersuchungen dazu. Bei Frauen ist es der regelmäßige Krebsabstrich zur Verhinderung beziehungsweise Erkennung von Gebärmutterhalskrebs, beim Mann die regelmäßige Kontrolle beim Urologen mit digitaler, rektaler Untersuchung der Prostata und der Bestimmung des PSA-Wertes. Vor allem hellhäutige Menschen sollten regelmäßig zum Hautkrebsscreening zwecks Melanomvorsorge. Ist eine Krebshäufung in der Familiengeschichte gegeben, macht auch die intravaginale Ultraschalluntersuchung der Eierstöcke Sinn.

Bessere Vorsorgeuntersuchungen wünschen wir uns für Raucher. Wenn jemand mehr als 15 Zigaretten pro Tag raucht, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er an Lungenkrebs erkrankt, 20-mal höher als bei einem Nichtraucher. Trotz der Fortschritte in der Medizin sind die Heilungschancen beim Lungenkrebs noch immer gering.

derStandard.at: Müsste man nicht dauernd zu Untersuchungen laufen, um Krebs zu verhindern beziehungsweise möglichst früh diagnostizieren zu können?

Kührer: Krebsfrüherkennung bedeutet nicht, dass man dauernd zum Arzt gehen muss. Sie lassen ja auch einmal im Jahr die Heizung überprüfen, ob sie im Winter funktioniert. Es gibt über die Krebshilfe in Österreich standardisierte und von den Krankenkassen übernommene Untersuchungsrichtlinien. So wird die Darmspiegelung ab dem 50. Lebensjahr, die Basis-Mammographie ab dem 40. Lebensjahr oder eine Hautuntersuchung im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung empfohlen.

derStandard.at: Stichwort Gesundenuntersuchung: Kann man damit auch Krebs vorbeugen? Meistens fragt der praktische Arzt ja nicht, ob man zur Mammographie oder zum Hautarzt gehen möchte ...

Kührer: Ich denke, Gesundheit liegt in der Verantwortung des Einzelnen. Es gibt so viele Möglichkeiten, sich kostenlos zu informieren, dass wir nicht auf den praktischen Arzt angewiesen sind. Wir müssen selbst aktiv werden.

derStandard.at: Inwiefern kann man selbst dazu beitragen, dem eigenen Krebsrisiko vorzubeugen?

Kührer: Experten gehen davon aus, dass zwei Drittel der Krebserkrankungen durch einen entsprechenden Lebensstil in Kombination mit Vorsorgeuntersuchungen zu vermeiden sind. Vor allem Umweltfaktoren wie Abgasbelastung, Rauchen, wenig Bewegung und falsche Ernährung spielen eine Rolle. Bewusste, richtige Ernährung und regelmäßige Bewegung bedeuten, ich tue sehr viel für mich.

derStandard.at: Erkranken immer mehr Menschen in Österreich an Krebs? Falls ja, hängt das auch mit der höheren Lebenserwartung zusammen?

Kührer: Natürlich, der Darmkrebs ist zum Beispiel eine Erkrankung des höheren Lebensalters. Männer werden heute durchschnittlich 76, Frauen 82 Jahre alt. So erleben immer mehr Menschen ihre Krebserkrankung. Dennoch ist Alter kein Faktor, den Krebs nicht dementsprechend zu behandeln, denn dass Krebs im Alter langsamer fortschreitet, stimmt nicht. Das Alter bestimmt weder die Notwendigkeit der Behandlung noch, wie man behandelt.

Aktuell ist Magenkrebs deutlich rückläufig, Bauchspeicheldrüsenkrebs etwas rückläufig. Die Darmkrebshäufigkeit ist deutlich ansteigend, ebenso wie Lungenkrebs, vor allem bei Männern. Brustkrebs wird häufiger vor allem bei jüngeren Patientinnen diagnostiziert.

derStandard.at: Wie lautet Ihre persönliche Empfehlung zur Krebsvorsorge?

Kührer: Ich empfehle, keine Vogel-Strauß-Politik zu betreiben. Eine Krebserkrankung kann man nicht wegdenken. Wir bringen unser Auto zum Service, lassen das Öl wechseln, aber an uns selbst denken wir nicht. Eine fortgeschrittene Krebserkrankung zu behandeln ist schlimmer als eine schmerzlose Darmspiegelung oder Mammographie. Niemand muss sich davor fürchten, zu Untersuchungen zu gehen, denn mit Vorsorgeuntersuchungen kann auch Krebs verhindert werden.

derStandard.at: Wird es in Zukunft eine Schutzimpfung gegen Krebs geben?

Kührer: Forscher arbeiten daran, jedoch ist eine Umsetzung in naher Zukunft unwahrscheinlich. Wo wir wissen, um welche Viren es sich handelt, gibt es bereits eine Schutzimpfung. So ist die HPV-Impfung wirksam gegen die durch einen Virus ausgelöste Form des Gebärmutterhalskrebses. Auch die Hepatitis-B-Impfung trägt zur Vorbeugung von Leberkrebs bei, denn Hepatitis B kann Leberzirrhose auslösen, und diese kann zu Leberkrebs führen. (Eva Tinsobin, derStandard.at)

Irene Kührer empfiehlt sieben Regeln für ein krebsgesundes Leben:

    Rauchen Sie nicht
    Bewegen Sie sich regelmäßig, mindestens dreimal die Woche
    Vermeiden Sie Übergewicht
    Trinken Sie wenig Alkohol
    Verhindern Sie Sonnenbrand und nehmen Sie keine Sonnenbäder
    Essen Sie reichlich frisches Obst und Gemüse, fünf Hände pro Tag
    Achten Sie in Ihrem Arbeitsumfeld auf krebserregende Stoffe


http://derstandard.at/1328507115562/Strategien-gegen-Krebs-Keine-Vogel-Strauss-Politik



Jutta

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WGKK lädt 80.000 Wienerinnen und Wiener zur Vorsorgeuntersuchung ein
« Antwort #4 am: 03. November 2012, 17:40 »



WGKK lädt 80.000 Wienerinnen und Wiener zur Vorsorgeuntersuchung ein
Gefahren rund um den Bluthochdruck stehen im Mittelpunkt

Wien (OTS) - Auch im heurigen Herbst lädt die Wiener
Gebietskrankenkasse (WGKK) die Wienerinnen und Wiener zur kostenlosen
Vorsorgeuntersuchung ein. Insgesamt werden ab heute, 2. November
2012, rund 80.000 Versicherte darüber per Brief informiert. Diesmal
stehen v. a. die Gefahren rund um Hypertonie (Bluthochdruck) im
Mittelpunkt.

Menschen mit Hypertonie haben laut Experten ein zwei- bis vierfach
höheres Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzversagen und
arterielle Verschlusskrankheit als Personen
ohne Bluthochdruck. Darüber hinaus besteht ein erhöhtes Risiko für
Nierenversagen. Um diesen Krankheiten vorzubeugen, wird empfohlen,
den Blutdruck regelmäßig zu überprüfen.
Untersuchung wird in mehreren Sprachen durchgeführt

Generell wird der Gesundheits-Check für Personen unter 40 Jahren
in dreijährigen Abständen, ab 40 in zweijährigen Abständen empfohlen.
Er kann auch ohne persönliche Einladung von allen Versicherten in
Anspruch genommen werden, sofern die letzte Vorsorgeuntersuchung
länger als ein Jahr zurückliegt. Um Menschen, deren Muttersprache
nicht Deutsch ist, eine Untersuchung zu ermöglichen, wird der Check
auch von Ärztinnen und Ärzten durchgeführt, die unter anderem
Türkisch, Bosnisch, Serbisch, Kroatisch oder Englisch sprechen. Die
Namen und Adressen dieser Medizinerinnen und Mediziner können bei den
ebenfalls mehrsprachigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der
Serviceline (0800 501 522) erfragt werden. Die Informationsfolder
sind ebenso in den genannten Sprachen erhältlich.

Die Vorsorgeuntersuchung kann generell bei allen niedergelassenen
Ärztinnen und Ärzten mit entsprechendem Vertrag in Anspruch genommen
werden, weiters bei den Vorsorgeuntersuchungstellen der Stadt Wien
und in den vier Gesundheitszentren (GZ) der WGKK. Wird eine
Untersuchung in einem GZ gewünscht, können die Versicherten den
Termin über die Serviceline buchen. Zum Gesundheits-Check ist die
e-card mitzubringen.

Nähere Informationen zur Vorsorgeuntersuchung gibt es von Montag
bis Freitag zwischen 08.00 und 18.00 Uhr bei der kostenlosen
Serviceline mit der Telefonnummer 0800 501 522.
Die Gesundheitszentren der WGKK:

Wien-Mitte, 3., Strohgasse 28
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 07.00 bis 14.30 Uhr
Telefon: +43 1 601 22-40300

Wien-Mariahilf, 6., Mariahilferstraße 85-87
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 07.00 bis 14.30 Uhr
Telefon: +43 1 601 22-40600

Wien-Süd, 10., Wienerbergstraße 13
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 07.00 Uhr bis 14.15 Uhr
Freitag von 07.00 Uhr bis 14.00 Uhr
Telefon: +43 1 601 22-1722

Wien-Nord, 21., Karl-Aschenbrenner-Gasse 3
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 07.00 bis 14.30 Uhr
Telefon: +43 1 601 22-40200

Jutta

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 WGKK lädt 90.000 Wienerinnen und Wiener zur Vorsorgeuntersuchung

15.04.2013

Gesundheits-Check sollte regelmäßig durchgeführt werden
Auch diesen Frühling lädt die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) die Wienerinnen und Wiener zur kostenlosen Vorsorgeuntersuchung ein. Ab heute, 15. April 2013, werden 90.000 Versicherte darüber per Brief informiert. Zur Zielgruppe zählen diesmal Menschen zwischen 40 und 70 Jahren, die in den vergangenen zwei Jahren keine Vorsorgeuntersuchung in Anspruch genommen haben.

Bei der Vorsorgeuntersuchung werden unter anderem die Risikofaktoren für Zivilisationskrankheiten wie Diabetes und Herzinfarkt abgeklärt, außerdem umfasst das Programm auch die Früherkennung häufiger Krebsarten (Gebärmutterhals und Darm). Weiters geben die Vorsorge-Ärztinnen und –Ärzte auch Tipps für einen gesünderen Lebensstil. Der Fokus liegt dabei auf Bewegung, Ernährung und Rauchstopp.

Untersuchung wird in mehreren Sprachen durchgeführt
Generell wird der Gesundheits-Check für Personen unter 40 Jahren in 3-jährigen Abständen, ab 40 in 2-jährigen Abständen empfohlen und kann auch ohne persönliche Einladung von allen Personen ab 18 Jahren in Anspruch genommen werden, sofern die letzte Vorsorgeuntersuchung länger als ein Jahr zurück liegt. Um Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, eine Untersuchung zu ermöglichen, wird der Check auch von Ärztinnen und Ärzten durchgeführt, die unter anderem türkisch, bosnisch, serbisch, kroatisch oder englisch sprechen. Die Namen und Adressen dieser Mediziner können bei den ebenfalls mehrsprachigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Serviceline (0800 501 522) erfragt werden. Die Informationsfolder sind ebenfalls in den genannten Sprachen erhältlich.

Die Vorsorgeuntersuchung kann bei allen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten mit entsprechendem Vertrag, den drei Vorsorgeuntersuchungsstellen der Stadt Wien und in den vier Gesundheitszentren (GZ) der WGKK in Anspruch genommen werden. Wird eine Untersuchung in einem GZ gewünscht, können die Versicherten den Termin über die Serviceline buchen. Zum Gesundheits-Check ist die e-card mitzubringen.

Nähere Informationen zum Gesundheits-Check erhalten Interessierte von Montag bis Freitag von 8.00 bis 18.00 Uhr unter der kostenlosen Serviceline 0800 501 522. Hier besteht auch die Möglichkeit, Termine für die WGKK-Gesundheitszentren zu vereinbaren.

Rückfragehinweis
Wiener Gebietskrankenkasse
Öffentlichkeitsarbeit
Mag.a Regine Bohrn
Wienerbergstraße 15–19
1100 Wien
Tel.: +43 1 601 22-1351
Fax.: +43 1 601 22-2135
E-Mail: regine.bohrn@wgkk.at
www.wgkk.at

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Augengesundheit - "Gesagt.Getan.Vorgesorgt."
« Antwort #6 am: 17. Januar 2014, 12:59 »



EINLADUNG ZUR PRESSEKONFERENZ - "Gesagt.Getan.Vorgesorgt." - Augengesundheit

Utl.: Ärztekammer startet mit zweitem Schwerpunkt der aktuellen
      Präventionskampagne =
Wien (OTS) - Unter dem Motto "Gesagt.Getan.Vorgesorgt." startet die
Wiener Ärztekammer das zweite Schwerpunktthema der aktuellen
Präventionskampagne. Mit Informationsmaterial, einer neuen Website
und einer eigenen Vorsorge-App möchte die Ärztekammer alle
Wienerinnen und Wiener über die Wirksamkeit präventiver Maßnahmen für
die Gesundheit ihrer Augen informieren. Dabei stehen Maßnahmen für
gutes Sehen bis ins hohe Alter ebenso im Zentrum wie das Früherkennen
von Systemerkrankungen wie beispielsweise Diabetes, die durch erste
Symptome in den Augen frühzeitig erkannt werden können. ****
   Nähere Informationen zur Aktion möchten wir Ihnen im Rahmen einer
Pressekonferenz präsentieren:
   Ihre Gesprächspartner sind:
~
- Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres, Präsident der Ärztekammer für Wien

- Dr. Stephan-Markus Radda, Facharzt für Augenheilkunde und
  Optometrie, Leitung der Ambulanz für Makulaerkrankungen am Hanusch-
  Krankenhaus

   Zeit: Dienstag, 21. Jänner 2014, 10.30 Uhr
   Ort: Ärztekammer für Wien (Veranstaltungszentrum 1. Stock, Saal 4
   - Paul Watzlawick, 1010 Wien, Weihburggasse 10-12
~
   Parkplätze sind in der Garage der Ärztekammer für Wien, 1010 Wien,
Weihburggasse 10-12, reserviert (bitte unbedingt Aviso an die
Pressestelle der Ärztekammer für Wien, Tel.: 515 01/1223 DW).
~
Rückfragehinweis:
   Ärztekammer für Wien - Pressestelle
   Mag. Susanne Schönmayr
   Tel.: (++43-1) 51501/1407
   mailto:schoenmayr@aekwien.at
   http://www.aekwien.at