Autor Thema: Männer und Krebs  (Gelesen 2797 mal)

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Dietmar E.

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Männer und Krebs
« am: 11. Januar 2009, 14:21 »

Nicht mehr ganz neu, aber ...............

Männer und Krebs

Österreichische Krebshilfe
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8 Symptome, die Sie nicht ignorieren sollten.
 
1. Ich habe Schwierigkeiten beim Schlucken. Ich bin immer heiser.

 
2. Ich muss immer öfter husten.

 
3. Ich leide an Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust.

 
4. Ich habe Blut im Harn.

 
5. Ich habe Schwierigkeiten beim Harnlassen.

 
6. Ich habe eine Verhärtung im Hoden.

 
7. Ich habe einen veränderten Stuhlgang.

 
8. Ich habe eine neue, ungewöhnliche Hautveränderung. (Kann am ganzen Körper auftreten).

Wenn Sie glauben, eines dieser Warnzeichen bei sich festgestellt zu haben, fragen Sie unverzüglich Ihren Arzt um Rat.

Bestimmte Warnsignale sollten Sie hellhörig werden lassen. Wenn zum Beispiel hartnäckiger Husten oder Veränderungen beim Harnlassen nicht zwangsläufig auf eine schwere Krankheit hinweisen, müssen solche Signale ernst genommen werden: Diese können auch Anzeichen einer beginnenden Krebserkrankung sein.
Je früher Krebs erkannt und behandelt wird, um so größer ist die Heilungschance. Diese Broschüre "Männer & Krebs" soll Ihnen dabei helfen, Warnsignale, die Sie so bald wie möglich zum Arzt führen sollten, zu erkennen und zu verstehen. Sie finden auch Hinweise, wie Sie Ihr persönliches Erkrankungsrisiko verringern können.
Die Österreichische Krebshilfe hat diese Informationskampagne im Rahmen des Programms "Europa gegen den Krebs", das von der Europäischen Kommission in Zusammenarbeit mit den nationalen Gesundheitsbehörden und den Krebshilfe-Organisationen durchgeführt wird, in Österreich initiiert.


 1. Ich habe Schwierigkeiten beim Schlucken. (Ich bin immer heiser.)
Diese Warnzeichen können auch bei Entzündungen und anderen Erkrankungen auftreten, aber Gewissheit kann Ihnen nur ein Besuch beim Arzt geben. Wenn die Symptome trotz Behandlung nach drei Wochen nicht abgeklungen sind, ist eine Klärung durch den Hals-Nasen-Ohrenarzt unbedingt notwendig. Besonders wenn Sie rauchen und regelmäßig Alkohol trinken, können dies Warnsignale für Rachen- oder Kehlkopfkrebs sein.

Statistik:
Neuerkrankungen pro Jahr in Österreich: 1.138, davon 903 Männer.
Was sollten Sie tun?
Rechtzeitig behandelter Rachen- und Kehlkopfkrebs kann heute in über 90% der Fälle erfolgreich behandelt werden, ohne dass der Kehlkopf entfernt werden muss. Schieben Sie deshalb den Arztbesuch keinesfalls auf, wenn Sie länger als drei Wochen Schwierigkeiten beim Schlucken haben oder heiser sind.
Können Sie das Risiko für diese Krebsart verringern?
Rauchen Sie nicht. Verringern Sie Ihren Alkoholkonsum. Verzichten Sie besonders auf die Kombination von Rauchen und Alkohol. Halten Sie die Schutzvorschriften am Arbeitsplatz ein.


 2. Ich muss immer öfter husten.
Husten ist ein mechanischer Reflex des Körpers, um die Lunge von Fremdstoffen zu befreien. Deshalb gibt es viele harmlose Ursachen für einen Husten. Aber: Wenn der Husten oder eine Bronchitis - trotz medikamentöser Behandlung - länger als drei Wochen anhält, und wenn Sie rauchen oder durch Ihren Beruf regelmäßig gefährlichen Stoffen ausgesetzt sind, könnte er auch ein Warnsignal für Lungenkrebs sein.

Statistik:
Neuerkrankungen pro Jahr in Österreich: 3.847, davon 2.766 Männer.

Was sollten Sie tun?
Gehen Sie bei solchen anhaltenden Beschwerden sofort zum Arzt. Machen Sie ihn unbedingt darauf aufmerksam, wenn Risikofaktoren auf Sie zutreffen.

Können Sie das Risiko für diese Krebsart verringern?
Zahlreiche, ernstzunehmende Untersuchungen haben als wichtigste Ursache für Lungenkrebs einwandfrei den Zigarettenkonsum bewiesen. Rauchen Sie deshalb nicht. Halten Sie stets die Schutzvorschriften beim Umgang mit krebserregenden Stoffen am Arbeitsplatz ein.
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 3. Ich leide an Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust.
Viele Menschen sind angenehm überrascht, wenn Ihr Gewicht unerwartet gesunken ist und sehen es als positiven Nebeneffekt von sportlichen Betätigung oder Stress. Deutlicher, ungewollter Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit können auch ein Zeichen einer Magenkrebserkrankung sein.

Statistik:
Neuerkrankungen pro Jahr in Österreich: Magenkrebs 1.950, davon 1.021 Männer.
Was sollten Sie tun?
Wenn Sie an Magengeschwüren, -polypen oder Magenschleimhautentzündung leiden oder in Ihrer Familie bereits Magenkrebs aufgetreten ist, sollten Sie sich regelmäßig von einem Arzt untersuchen lassen.
Können Sie das Erkrankungsrisiko für Magenkrebs verringern?
Ernähren Sie sich gesund und vollwertig, d. h. ballaststoffreich, fett- und fleischarm. Meiden Sie gepökelte und geräucherte Speisen sowie durch Schimmelpilze verunreinigte Nahrungsmittel. Verzichten Sie auf Rauchen und schränken Sie Ihren Alkoholkonsum ein, beides zieht auch den Magen in Mitleidenschaft.
 4. Ich habe Blut im Harn.
Häufiger Harndrang mit Entleerung nur kleiner Mengen, Brennen beim Harnlassen oder Blutbeimengungen im Urin können Symptome für verschiedene Krankheiten, wie etwa eine Blasenentzündung, sein. Es kann sich aber auch um ein Warnzeichen für Blasenkrebs handeln.

Statistik:
Neuerkrankungen pro Jahr in Österreich: 1.654, davon 1.215 Männer.

Was sollten Sie tun?
Nehmen Sie Beschwerden bei der Blasenentleerung ernst und lassen Sie diese durch einen Arzt abklären.

Können Sie das Erkrankungsrisiko für Blasenkrebs verringern?
Rauchen Sie nicht; Tabakrauch ist verantwortlich für 30 - 70 % aller Blasenkrebserkrankungen. Halten Sie stets die Schutzvorschriften beim Umgang mit krebserregenden Stoffen am Arbeitsplatz ein.
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 5. Ich habe Schwierigkeiten beim Harnlassen.
Im Alter leiden viele Männer an Beschwerden, verursacht durch eine gutartige Prostatavergrößerung. Dies kann zur Einengung der Harnröhre, zu Harnstau und zunehmenden Schwierigkeiten beim Harnlassen führen. Es kann sich aber auch um ein Warnzeichen für Prostatakrebs handeln.

Statistik:
Neuerkrankungen pro Jahr in Österreich 3.690 Männer.

Was sollten Sie tun?
Nehmen Sie Beschwerden beim Harnlassen ernst und suchen Sie einen Arzt auf! Prostatakrebs verursacht anfangs keine Beschwerden. Eben weil typische Symptome fehlen, ist es für Männer ab dem 50. Lebensjahr wichtig, einmal im Jahr zur Früherkennungsuntersuchung zu gehen. Sind direkte Verwandte (Vater, Großvater, Onkel, Bruder) an Prostatakrebs erkrankt, sollte die Früherkennung ab dem 40. Lebensjahr durchgeführt werden. Etwa 90% aller Prostatakarzinome entstehen in dem Bereich, der bei der Untersuchung abgetastet wird.

Können Sie das Erkrankungsrisiko für Prostatakrebs verringern?
Neue Studien haben bestätigt, dass ein hoher Konsum an tierischen Fetten das Auftreten von Prostatakrebs fördert. Weniger tierisches Fett zu verzehren gilt deshalb als wichtige vorbeugende Maßnahme. Als Risikofaktoren sind zunehmendes Alter sowie familiäre Häufung anzusehen.


 6. Ich habe eine Verhärtung im Hoden.
Knoten in den Hoden können verschiedene Ursachen haben. Bleibende, insbesondere schmerzlose Schwellungen können z. B. auf einen Wasserbruch zurückzuführen sein. Jede schmerzlose Verhärtung am Hoden ist hochverdächtig für einen bösartigen Hodentumor. Typischerweise sind junge Männer zwischen 20 und 40 betroffen.

Statistik:
Neuerkrankungen pro Jahr in Österreich: 350 Männer

Was sollen Sie tun?
Tasten Sie Ihre Hoden regelmäßig ab, am besten beim Baden oder Duschen: Achten Sie dabei auf Verdickungen oder Verhärtungen. Wenn Ihnen etwas seltsam vorkommt, gehen Sie unverzüglich zum Arzt.

Können Sie das Erkrankungsrisiko für Hodenkrebs verringern?
Wenn Sie an Hodenhochstand gelitten haben oder bei Ihnen eine Hodenschrumpfung vorliegt, ist Ihr persönliches Risiko erhöht. Haben Sie den Verdacht, dass etwas nicht stimmt, gehen Sie zum Arzt. Fast jeder zweite Hodenkrebskranke geht aus falscher Scham erst dann, wenn der Primärtumor schon Tochtergeschwülste gebildet hat.
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 7. Ich habe einen veränderten Stuhlgang.
Wenn bei Ihnen ohne erkennbare Ursache Durchfall oder Verstopfung oder beides auftreten, kann dies verschiedene, oft harmlose Ursachen haben. Es kann in manchen Fällen auch ein Anzeichen für Darmkrebs sein.

Statistik:
Neuerkrankungen pro Jahr in Österreich: Darmkrebs 5.045, davon 2.626 Männer.

Was sollen Sie tun?
Gehen Sie bei anhaltenden Beschwerden zum Arzt. Machen Sie ihn darauf aufmerksam, falls in Ihrer Familie bereits jemand Darmkrebs hatte, wenn Sie an einer schweren Entzündung der Dickdarmschleimhaut oder Darmpolypen leiden, da dies Risikofaktoren für Darmkrebs sind.

Können Sie das Risiko für diese Krebsart verringern?
Ernähren Sie sich ballaststoffreich, fett- und fleischarm. Wenn auf Sie auch nur einer der oben genannten Risikofaktoren zutrifft, fragen Sie Ihren Arzt nach entsprechenden Früherkennungs-Untersuchungen.


 8. Ich habe eine neue, ungewöhnliche Hautveränderung. (Kann am ganzen Körper auftreten)
Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers. Im Laufe eines Menschenlebens ist sie vielen Einflüssen (z. B. UV-Licht) und Verletzungen ausgesetzt. Abschürfungen, Schnittwunden etc. heilen meist innerhalb weniger Tage wieder ab. Wenn Sie bei sich eine neue Hautveränderung entdecken, die nicht innerhalb weniger Wochen wieder abheilt, oder ein Pigmentmal "anders" ist, als alle anderen, kann auch eine Hautkrebserkrankung vorliegen.

Statistik:
Neuerkrankungen pro Jahr in Österreich: Melanom 991, davon 451 Männer.
Was sollten Sie tun?
Hautkrebs und seine Vorstufen sind sichtbar. Deshalb sollten Sie Ihre Haut regelmäßig auf Veränderungen hin beobachten. Und gehen Sie bei Auffälligkeiten sofort zum Arzt.
Können Sie das Erkrankungsrisiko für Hautkrebs verringern?
Kaum eine andere Krebsart lässt sich so eindeutig mit persönlichen Verhaltensweisen in Verbindung bringen wie Hautkrebs. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie keinen Sonnenbrand bekommen. Schützen Sie insbesondere Ihre Kinder vor Sonnenbränden.

"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)