Autor Thema: Cholesterin - LDL/HDL - Triglyzeride ff.  (Gelesen 6274 mal)

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Tanja

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Cholesterin - LDL/HDL - Triglyzeride ff.
« am: 16. Januar 2009, 00:37 »
15.01.2009 
   
   Kardiovaskuläres Risikodreieck: LDL, HDL, Triglyzeride

Im Zentrum der therapeutischen Bemühungen bei Patienten mit Atherosklerose steht das Low Densitiy Lipoprotein (LDL)-Cholesterin. Aktuell publizierte Daten zeigen jedoch: Im Hinblick auf das kardiovaskuläre Risiko sind auch andere Lipidparameter relevant. Zumindest das High Density Lipoprotein (HDL)-Cholesterin und Triglyzeride sollten ebenfalls im Auge behalten und gegebenenfalls im Rahmen einer multidimensionalen Lipidtherapie behandelt werden.


Der Nutzen einer medikamentösen Senkung der LDL-Cholesterinspiegel in Bezug auf das kardiovaskuläre Risiko wurde in mehreren großen randomisierten, kontrollierten Interventionsstudien überzeugend belegt. Dennoch besteht auch nach Erreichen niedriger Spiegel des LDL-Cholesterins ein nicht unerhebliches Risiko für atherosklerosebedingte Ereignisse. Welche Wege können beschritten werden, um dieses Risiko zu senken? Ein guter Ansatzpunkt ist wohl die Behandlung zu niedriger Serumspiegel des HDL-Cholesterins und erhöhter Triglyzeridspiegel.

http://www.journalmed.de/newsview.php?id=24235

Jutta

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Frauen, Cholesterin und .........
« Antwort #1 am: 09. Februar 2009, 01:16 »
Frauen achten zu wenig auf die Blutfette

Herzkreislauferkrankungen sind bei Frauen nach den Wechseljahren die häufigste Todesursache. Dass hohe Blutfettwerte ein Hauptrisikofaktor für Herzinfarkt oder Angina pectoris darstellen, unterschätzen viele.

Herzkreislauferkrankungen sind in Deutschland die häufigste Erkrankungs- und Todesursache. So starben laut amtlicher Todesursachenstatistik allein im Jahr 2003 in Deutschland fast 30.000 Frauen und 35.000 Männer an einem akuten Herzinfarkt. Demnach gingen bei Frauen mehr als sechs von 100 Todesfällen (6,5 Prozent) auf das Konto eines Herzinfarkts, bei Männern sogar fast neun (8,7 Prozent).

Die gute Nachricht dabei ist: Dank verbesserter Therapien können immer mehr Menschen mit einem akuten Herzinfarkt gerettet werden. Die schlechte: Nach wie vor erkranken sehr viele Menschen an Herzkreislauferkrankungen, obwohl die Risikofaktoren bekannt sind und die Gefahr durch eine gesunde Lebensweise deutlich gesenkt werden kann.

http://www.hormontherapie-wechseljahre.de/hormontherapie/praevention/ernaehrung/content-195911.html

Josef

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Eier: Cholesterin
« Antwort #2 am: 06. März 2009, 15:43 »
Eier-Verzehr hebt Cholesterinspiegel nicht dauerhaft an

Eier enthalten Cholesterin, doch ihr regelmäßiger Verzehr führt nicht automatisch zu einem höheren Cholesterinspiegel im Blut, wie vielfach angenommen wird. Gesättigte Fetten in der Ernährung sind für das Herz weitaus gefährlicher. Das betont die British Nutrition Foundation unter Berufung auf Wissenschaftler der Universität Surrey, die mehrere diesbezügliche Studien verglichen. "Es gibt keinen klinisch relevanten Nachweis, dass sich häufiger Eierverzehr negativ auf das Blutcholesterin und die Herzgesundheit auswirkt", resümiert Studienleiter Bruce Griffin.

http://www.journalmed.de/newsview.php?id=24630
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Gitti

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Cholesterin - Grenzwerte
« Antwort #3 am: 15. März 2009, 17:02 »
Cholesterin-Grenzwerte hängen vom Gesamtrisiko des Patienten ab

Ungünstige Cholesterinwerte im Blut schaden den Blutgefäßen und erhöhen so die Gefahr für Herzinfarkte und andere Herz-Kreislauf-Krankheiten. Allerdings: Ein Gesamtcholesterin, das für den einen Patienten gerade noch akzeptabel ist, kann für einen anderen schon definitiv zu hoch sein. Welche Grenzwerte im Einzelfall gelten, sollte man mit seinem Arzt besprechen, wie die Deutsche Herzstiftung empfiehlt. Selbstverständlich sollte es sein, seine Cholesterinwerte überhaupt zu kennen.


"Ab wann mit einer deutlich erhöhten Gefahr für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu rechnen ist, hängt vom individuellen Gesamtrisiko des Patienten für diese Krankheiten ab", erläutert Prof. Helmut Gohlke, Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung und Chefarzt am Herz-Zentrum Bad Krozingen. So unterscheiden sich die empfohlenen Cholesterin-Obergrenzen für gesunde Menschen ohne Risikofaktoren erheblich von denen, die für Patienten mit Herz- oder Gefäßleiden als akzeptabel eingestuft werden.


Zuerst mit der Ernährung gegensteuern

Bei allen Menschen ohne Herzerkrankung sollte der erste Schritt zur Senkung eines erhöhten Cholesterinspiegels darin bestehen, die Ernährung umzustellen. Besonders vorteilhaft ist dabei die traditionelle Küche der Mittelmeerländer. Zu ihren wichtigsten Merkmalen gehören viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte, öfter Fisch statt Fleisch sowie als Fettlieferanten Olivenöl oder Rapsöl. "Wie eine aktuelle Studie mit mehr als 500.000 Personen klar belegen konnte", so Prof. Gohlke, "vermindert die mediterrane Küche nicht nur das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall, sondern auch für Krebs, die Alzheimer- und die Parkinson-Erkrankung."

Wichtig und wirksam zur Verbesserung der Cholesterinwerte und Verminderung des Gesamtrisikos ist aber ebenso die Beeinflussung weiterer Risikofaktoren: Als wichtigste Einzelmaßnahme sollte Rauchen eingestellt werden. Übergewicht ist abzubauen, und es ist auf regelmäßige Bewegung zu achten. All dies wirkt sich nicht nur günstig auf den Fettstoffwechsel, sondern auch auf den Kohlehydratstoffwechsel und auf das Gesamtrisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus.

Nach einem Herzinfarkt vermindert die Mittelmeerküche die Gefahr, dass es erneut zu einem Gefäßverschluss im Herzen kommt. Gerade Menschen mit Herz- und Gefäßkrankheiten oder einem hohen Risiko hierfür sollten zusätzlich zur Ernährungsumstellung versuchen, ihr gesamtes Risikoprofil zu verbessern. In der Regel ist bei ihnen auch die medikamentöse Behandlung mit einem Statin-Präparat sinnvoll, um den Cholesterinspiegel wirksam zu senken.

Ausführliche Informationen zum Thema enthält der aktuelle Sonderdruck der Deutschen Herzstiftung "Wie gefährlich ist Cholesterin? - Welche Chancen bietet die Cholesterinsenkung?", der gegen € 1,45 in Briefmarken bezogen werden kann bei: Deutsche Herzstiftung, Vogtstr. 50, 60322 Frankfurt am Main.


Folgende Obergrenzen für Gesamt- und LDL-Cholesterin sind akzeptabel:

- Bei Gesunden ohne Risikofaktoren für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung: 240 mg/dl für das Gesamtcholesterin und 160 mg/dl für das LDL-Cholesterin.
- Bei Gesunden mit Risikofaktoren (wie Herz- und Gefäßleiden bei Verwandten ersten Grades, Übergewicht, Bewegungsmangel, Nikotinkonsum oder erhöhtem Blutdruck): 200 mg/dl für das Gesamtcholesterin und 130 mg/dl für das LDL-Cholesterin.
- Bei Herz-Kreislauf-Patienten (z.B. mit koronarer Herzkrankheit oder Herzinfarkt) und Diabetikern sollte ein Gesamtcholesterin von unter 150 mg/dl und ein LDL-Cholesterin von deutlich unter 100, möglichst sogar unter 70 mg/dl angestrebt werden.

Quelle: Deutsche Herzstiftung e.V.