Autor Thema: Mundspülungen  (Gelesen 8959 mal)

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Geri

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Mundspülungen
« am: 20. Januar 2009, 20:25 »

Kampf den Keimen: Mundspüllösungen sind nicht immer harmlos

Einfach eine Mundspülung - und schon sind Karies und Parodontitis besiegt. Glaubt man der Werbung für einige Mundwässer, dann könnte dieser Traum in Erfüllung gehen. Doch Vorsicht: Wer auf Mundspülungen vertraut und beim Zähneputzen nachlässig wird, handelt sich Probleme ein. Außerdem sind nicht alle Mundwässer harmlos.

Medizinische Mundspüllösungen sind Arzneimittel. Sie müssen einen wissenschaftlich nachweisbaren Effekt haben und sind nur in der Apotheke zu haben. Diese medizinischen Lösungen enthalten meist den Wirkstoff Chlorhexidin.  Chlorhexidin ist tatsächlich eine Art „chemische Zahnbürste“. In Studien ist belegt, dass diese Substanz gegen Karies, Zahnbelege und Zahnfleischentzündungen hilft. Chlorhexidin reduziert schädliche Keime im Mund und wird vor allem dann eingesetzt, wenn man die Zähne für eine Zeit nicht mit der Zahnbürste reinigen darf. Das ist vor allem nach chirurgischen Eingriffen der Fall.

Nebenwirkungen beachten

Spüllösungen mit dem Wirkstoff Chlorhexidin sollten nur eine begrenzte Zeit benutzt werden, denn sie haben Nebenwirkungen. Nach zwei bis drei Wochen kommt es zu Verfärbungen an der Zahnoberfläche, an der Zunge und das Geschmacksempfinden wird beeinträchtigt.

Die Geschmacknerven erholen sich wieder und auch die Verfärbungen lassen sich entfernen. Trotzdem sollte man medizinische Mundwässer mit Chlorhexidin nicht länger als drei Wochen anwenden – und das auch nur dann, wenn der Zahnarzt es für nötig hält. Außerdem sollte man darauf achten, dass man ein Produkt wählt, das alkoholfrei ist.
Alkohol kann die Mundschleimhaut irritieren. Besonders bei älteren Menschen lässt die Speichelproduktion nach, dadurch wird die Mundschleimhaut trockener. Alkohol verstärkt diesen Effekt.

Ein weiteres Problem: Wer keimtötende Mundwässer zu lange in Eigenregie anwendet läuft Gefahr, seine Mundflora zu schädigen.
Die meisten Bakterien in der Mundschleimhaut sind unschädlich und sogar sehr nützlich. Wir brauchen sie für die ersten Verdauungsprozesse.

Kein Ersatz fürs Zähneputzen

Wer glaubt, dass ein keimtötendes Mundwasser das gründliche Zähneputzen ersetzen kann, liegt falsch. Die Zahnbürste ist immer noch das beste Mittel um Beläge zu entfernen. Zu einer guten Mundhygiene gehört außerdem der regelmäßige Einsatz von Zahnseide oder Zahnzwischenraumbürstchen, um Ablagerungen zwischen den Zähnen zu entfernen. Wer dann noch regelmäßig zur Kontrolle zum Zahnarzt geht, versorgt seine Zähne optimal.

Kosmetische Mundwässer

Neben den medizinischen Mundspüllösungen aus der Apotheke gibt es die große Gruppe der kosmetischen Mundwässer aus den Drogeriemärkten. Diese Produkte müssen keine nachweisbare Wirkung haben. Nur schädlich dürfen sie nicht sein. Meist sollen sie mit Kräuterzusätzen für frischen Atem sorgen und das Zahnfleisch pflegen. Außerdem gibt es Mundwässer, die Fluoride gegen Karies enthalten. Nach Meinung von Zahnärzten sind diese Mundwässer aus medizinischer Sicht nicht notwendig. Sie schaden aber auch nicht. Wenn man allerdings dauerhaft mit Mundgeruch zu tun hat oder das Zahnfleisch ständig blutet, ist in jedem Fall ein Zahnarztbesuch fällig. Meist sind daran Zahnfleischerkrankungen, Karies oder Beläge auf der Zunge schuld.

Und dann ist es mit ein bisschen Mundwasser nicht getan. Zum Schluss noch ein Tipp: wem es bei einem Mundwasser nur um den frischen Atem geht, der kann genauso gut nach dem Zähneputzen die aufgeschäumte Zahnpasta noch einige Zeit im  Mund behalten. Das hat einen ähnlichen Effekt. Gleichzeitig werden die Zähne mit Fluoriden versorgt.

Linktipps:
Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung:
Rund um die Zähne: Vorsoge bei Erwachsenen – Mundspülungen

http://www.kzbv.de/m202.htm?www.kzbv.de/zaehne/m202-3-m.htm


Krieg den Keimen – Mundspüllösungen (25 Produkte im Test)
Test/01/2003

http://www.test.de/themen/gesundheit-kosmetik/test/-Mundspuelloesungen/1074621/1074621/1075121/

Tanja

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Zähne - Mundspülungen
« Antwort #1 am: 17. August 2009, 11:19 »
Zahnfleischbluten, Herzinfarkt - Pflanzenkombination tötet gefährliche Bakterien

Hamburg (pts/17.08.2009/08:00) -

Mundspülungen mit Bakterien tötenden Tinkturen machen nicht nur die Erreger von Zahnfleischbluten und Zahnfleischentzündungen (Parodontitis) unschädlich, sie schützen zugleich vor dem Herzinfarkt. Bei der Untersuchung von Infarktpatienten fanden Zahnmediziner der Universität Buffalo (US-Bundesstaat New York) heraus: Gefährlich für's Herz sind hohe Konzentrationen an krankheitserregenden Keimen im Mund. Je mehr Bakterien, desto größer ist das Infarktrisiko!

Als hochwirksam erweist sich in diesem Zusammenhang eine Pflanzenkombination aus Kamille, Schafgarbenblüten und Ringelblumen (Rotokan, in Apotheken). Mikrobiologen des ServiceBact-Laboratoriums in Rodgau bei Frankfurt melden: "Die Rotokan-Extrakte töten innerhalb von zwei, spätestens nach vier Minuten die als besonders heimtückisch geltenden Streptokokken-Bakterien ab."


PZN: 4471452