Autor Thema: Warum nicht rauchen?  (Gelesen 4080 mal)

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Geri

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Warum nicht rauchen?
« am: 02. September 2008, 00:00 »

Whitehall-Studie unterstreicht Bedeutung von Rauchverboten

Nichtrauchen kann Leben um zehn Jahre verlängern


01.09.08 - 50-jährige Nichtraucher, bei denen keine Risikofaktoren wie hohe Blutdruck- oder Blutfettwerte vorliegen, haben eine um rund zehn Jahre längere Lebenserwartung als gleichaltrige Raucher.

Das sind die neuesten Ergebnisse der Whitehall Study, die Dr. Robert Clarke (University of Oxford, GB) auf dem Kongress der European Society of Cardiology (ESC) in München vorstellte.

In der Whitehall Study haben Forscher zwischen 1968 bis 1970 damit begonnen, 19.000 Londoner städtische Angestellte männlichen Geschlechts und mittleren Alters bis heute regelmäßig zu untersuchen. In den folgenden 35 Jahren verstarben 13.442 Studienteilnehmer (71 Prozent) - jeder zweite davon an Gefäß-Erkrankungen.

Zu Beginn der Untersuchung betrug der Unterschied der Lebenserwartung von 50-jährigen Nichtrauchern gegenüber Rauchern 6,3 Jahre. Hatten Nichtraucher keine Risikofaktoren wie hohe Blutdruck- oder Blutfettwerte, betrug der Abstand sogar zehn Jahre.

Im Vergleich zu den Zahlen von 1970 verringerte sich die Sterblichkeit aufgrund von Gefäß-Krankheiten in den 1980er Jahren um 24 Prozent, in den 1990er Jahren um 44 Prozent und zwischen 2000 und 2005 um 56 Prozent. "Die Verlängerung der Lebenserwartung ist in erster Linie Ausdruck veränderter Rauchgewohnheiten", erklärt Dr. Clarke. Von den drei Risikofaktoren Rauchen, Hypertonie und Fettstoffwechselstörung erweise sich einmal mehr der überproportionale Einfluss des Rauchens auf die Lebenserwartung.
Rauchverbote sollen beim Aufhören unterstützen

"Diese Ergebnisse sollten einmal mehr die persönliche Motivation fördern, mit dem Rauchen aufzuhören", betont Prof. Eckart Fleck aus Berlin, Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK). "Generelle Rauchverbote in geschlossenen öffentlichen Orten unterstützen hoffentlich dabei."


Dietmar E.

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Rauchstopp halbiert Komplikationsrate bei Operation
« Antwort #1 am: 24. September 2008, 20:21 »

Vier Wochen vor dem Eingriff ist noch früh genug (Anm.: besser ganz aufhören!)

Operation: Rauchstopp halbiert Komplikationsrate


24.09.08 - Wenn Raucher spätestens vier Wochen vor einer geplanten Operation zu rauchen aufhören, verdoppeln sie ihre Chancen, den Eingriff ohne Wundheilungsstörungen oder andere Komplikationen zu überstehen.

Das hat eine Studie am Stockholmer Karolinska-Institut ergeben, die im Rahmen der Doktorarbeit von David Lindström erhoben wurde. An der von Februar 2004 bis Dezember 2006 laufenden Studie nahmen 117 gewohnheitsmäßige Zigarettenraucher teil, bei denen ein chirurgischer Eingriff anstand.

Nach dem Zufallsprinzip nahmen 55 von ihnen an einem strukturierten Nikotin-Entwöhungsprogramm teil, das rund vier Wochen vor dem Eingriff begann. 58 Prozent der Probanden waren in der Woche vor der Op. abstinent.

Bei den Teilnehmern des Entwöhnungsprogramms war die Komplikationsrate halb so hoch wie bei den übrigen Studienteilnehmern. Und nicht nur das: Ein Jahr später kam immer noch jeder Dritte dieser Probanden ohne Zigaretten aus.

Mehr zum Thema:
Original der Dissertation (englischsprachiges PDF; 389 KB)

me/idw /Schwedischer Forschungsrat
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Werner

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Rauchen? Auch Gelegenheitsrauchen schädigt die Gesundheit!
« Antwort #2 am: 08. Oktober 2008, 23:59 »
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=081008030

   Arterien funktionieren noch Tage nach Zigarettenkonsum schlechter

   Athens (pte/08.10.2008/13:55) - Wer glaubt, durch einen nur
   gelegentlichen Griff zum Glimmstängel dessen negativen gesundheitlichen
   Folgen aus dem Weg zu gehen, wird von einer aktuellen Untersuchung der
   University of Georgia http://www.uga.edu eines Besseren belehrt: Selbst
   eine Woche nach dem Konsum einer Zigarette lassen sich noch
   Verschlechterungen der Arterienfunktion erkennen. Über die Ergebnisse
   dieser Studie berichtet am heutigen Mittwoch das Online-Portal des
   Wissenschaftsmagazins Science.

   Dass Vielraucher in ihrer Arterienfunktion beeinträchtigt sind, ist schon
   länger bekannt. Nicht erforscht war hingegen, wie es um
   Gelegenheitsraucher steht, die weniger als eine Packung Zigaretten pro
   Woche rauchen. Um dies zu ermitteln, wurden 18 Studenten zu einem
   Experiment geladen. Jeweils die Hälfte waren Nichtraucher und
   Gelegenheitsraucher, die jedoch mindestens zwei Tage vor der Untersuchung
   nicht geraucht hatten. An ihrem Oberarm wurde eine aufgeblasene
   Blutdruckmanschette befestigt, die den Blutfluss zum Unterarm für gewisse
   Zeit verringerte. Nach einer schnellen Entfernung der Manschette wurde
   gemessen, wie die Hauptarterie am Unterarm auf den plötzlich verstärkten
   Blutfluss reagierte.

   Das Ergebnis zeigte, dass sich der Genuss auch einzelner Zigaretten auf
   die Gesundheit auswirkt: Um ganze 36 Prozent schlechter war die Reaktion
   der Arterien der Gelegenheitsraucher im Vergleich zu denen ihrer
   abstinenten Kollegen. Man maß daraufhin bei den Gelegenheitsrauchern ein
   zweites Mal, dieses Mal unmittelbar nach einer Zigarette. Eine weitere
   Verschlechterung der Arterienfunktion um 24 Prozent stellte sich ein.

   "Wir fanden heraus, dass wiederholtes Zigarettenrauchen, auch wenn es nur
   gelegentlich geschieht, das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen bei
   sonst gesunden jungen Erwachsenen erhöht", kommentiert Lee Stoner,
   Hauptautor der Studie, die Ergebnisse. Je gesünder eine Arterie ist,
   desto eher kann sie sich auf Änderungen im Blutstrom einstellen. Eine
   verschlechterte Empfindlichkeit der Arterien, die mit dem medizinischen
   Terminus der "fluss-mediierten Dilatation" bezeichnet wird, ist ein
   frühes Anzeichen eines arteriellen Schadens, der oft einer
   Herz-Kreislauf-Erkrankung vorausgeht.

Dietmar E.

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Rauchen: Kohlenmonoxidbelastung in Österreich und der EU
« Antwort #3 am: 28. Oktober 2008, 23:59 »


Prof. Dr. M. Neuberger, Wien: Kohlenmonoxidbelastung in Österreich und der EU

Kohlenmonoxid (CO) entsteht bei unvollständiger Verbrennung, wird rasch über die Lunge ins Blut aufgenommen und verdrängt in den roten Blutkörperchen den Sauerstoff vom Blutfabstoff Hämoglobin. Da es auch wieder abgeatmet wird, kann man aus der Ausatemluftkonzentration (am Ende der Ausatmung) auf die momentane Blutkonzentration schließen. Raucher haben wesentlich höhere Werte, weil sie das beim Rauchen ins Blut aufgenommene CO wieder abatmen. Der Test zeigt ihre aktuelle Schadstoffbelastung.

Auf Initiative von Prof. Dautzenberg (Paris) hat die EU-Help-Aktion in 27 Ländern 223.050 Atemtests auf CO durchgeführt: bei Kultur- und Sportveranstaltungen, an Arbeitsplätzen und u.a. auch im österreichischen Parlament während einer Nationalratssitzung. Der Raucheranteil war bei Abgeordneten der SPÖ, FPÖ und Grünen höher als in der österreichischen Bevölkerung. Raucher reagierten auf den Test aber zum Teil mit Betroffenheit („jetzt haben Sie mich aber nachdenklich gemacht“). Bei diesen Abgeordneten besteht Hoffnung, dass wir durch Erhöhung des Problembewusstseins den ersten Schritt in Richtung eines Aufhörversuches einleiten konnten.

Überraschend niedrig waren die Raucherraten bei den Abgeordneten der früheren Koalitionsparteien ÖVP und BZÖ, die (trotz ihres hohen Männeranteils) zusammen unter 20% blieben, also deutlich unter den Raucherraten der Allgemeinbevölkerung. Diesen Parlamentariern scheint also das Gesundheitsrisiko durch Tabakrauchen nicht nur bewusst zu sein, sondern sie vermeiden es auch für sich persönlich. Unverständlich bleibt, wieso gerade diese Abgeordneten Zigarettenproduktion und –handel schützen, indem sie wirksame Tabakgesetze verhindern.

Die Folge dieser Politik war, dass in Österreich (als einzigem EU-Land!) die CO-Konzentrationen in der Ausatemluft der Bevölkerung nicht abnahmen. Besonders hohe Werte haben wir bei Männern an Arbeitsplätzen gemessen (wobei berufliche Belastungen - ausgenommen Passivrauchen - ausgeschlossen wurden).

In der Ausatemluft von Rauchern in der EU fanden sich CO-Konzentrationen, die im Mittel mit 17,5 ppm doppelt so hoch waren wie die zulässige Außenluftkonzentration (8,5 ppm). Bei passivrauchenden Nichtrauchern war die mittlere CO-Belastung um ein Drittel höher als die durch andere Umweltbelastungen und der von Gelegenheitsrauchern vergleichbar. Mit der Dauer des Passivrauchens nahmen die CO-Werte zu, wobei sich bis zum Ende eines Arbeitstages der Anteil des blockierten Blutfarbstoffes verdoppelte, was eine wesentliche Verminderung der Sauerstofftransportkapazität bedeutet.

Ländervergleiche der CO-Werte ergaben: je höher die Werte der Raucher, desto höher die Werte der Nichtraucher. Rauchverbote führten zu einer Halbierung der CO-Belastung von Nichtrauchern und erleichterten Rauchern das Aufhören. Zur Bewertung der Tabakpolitik wurde von Joossens und Raw (2007) ein Tobacco Control Score (TSC) vorgeschlagen, nach dem Österreich unter 30 EU-Ländern auf dem letzten Platz landete. Jetzt zeigte sich, dass ein schlechter TSC auch mit einer höheren CO-Belastung der Nichtraucher einhergeht.

Vor und 2 Jahre nach dem Rauchverbot in Italien wurde mit gleicher Methodik und in den gleichen Lokalen auch die Nikotinkonzentration der Raumluft gemessen.

In italienischen Städten fanden sich starke und in Wien keine Verbesserungen.

In Rom haben akute Herzinfarkte unter 65 Jahren um 11% abgenommen.

In Wien wird weitergeraucht.
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Tanja

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Re: Warum nicht rauchen?
« Antwort #4 am: 13. Dezember 2008, 12:01 »
Weniger Schlaf durch Zigarettenrauch 
 
Dass Rauchen während der Schwangerschaft gefährlich für das Baby ist, dürfte jedem bekannt sein. Nun hat eine neue, französische Studie bewiesen, dass der Tabakkonsum der Mutter auch den Schlafrhythmus des Neugeborenen beeinflusst. Diese Babys schlafen nämlich schlechter und weniger. Die Forscher hatten den Schlaf von 40 Säuglingen überwacht und fanden heraus, dass Kinder, deren Mütter mehr als zehn Zigaretten pro Tag rauchten, durchschnittlich zwei Stunden weniger schliefen. Der Grund hierfür lag in häufigeren Schlafbewegungen.

Der Schlafmangel kann sich negativ auf die Entwicklung des Gehirns auswirken. Für die Kinder erhöht sich das Risiko, später an Aufmerksamkeitsschwierigkeiten und Hyperaktivität zu leiden. Auch im Erwachsenenalter können sich viele Menschen, deren Mütter viel geraucht haben, schlecht konzentrieren und sind oft impulsiv.
 
 Autor: Wissen Gesundheit-Redaktion 
 

Edi

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Rauchen als Teenager, übergewichtig als Erwachsener
« Antwort #5 am: 16. Dezember 2008, 10:45 »

Besonders der Bauchfettanteil wächst

15.12.08 - Nicht selten rauchen junge Frauen, um einer Gewichtszunahme vorzubeugen.
Doch dieser Schuss kann nach hinten losgehen. Denn wer als Jugendlicher regelmäßig zu
Zigarette greift, erhöht das Risiko von Übergewicht im Erwachsenalter.

Viele Jugendliche versuchen, durch Rauchen schlank zu bleiben - doch das Übergewicht holt vor allem Frauen in ihren Zwanzigern wieder ein.

Das zeigt http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_allgemeinmedizin_ernaehrung_rauchen_122934138053.htm